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21.10.11

HackFwd-Startup: Fantasy Shopper macht aus Shopping ein Social Game

Das britische Social Game Fantasy Shopper erlaubt Nutzern das Erwerben virtueller Versionen von "echten" Kleidungsstücken. Es könnte der erste ganz große Hit von Lars Hinrichs' Frühphasen-Investor HackFwd werden.

 

Im Sommer 2010 lancierte Xing-Gründer Lars Hinrichs den Frühphasen-Investor HackFwd. Ziel des in Hamburg angesiedelten Unternehmens ist es, smarten, talentierten Entwicklern aus Europa durch Ressourcen und Know-how die Möglichkeit zu geben, ihren bisherigen Job zu kündigen und stattdessen ihre Ideen und Visionen in einem eigenen Projekt zu verwirklichen.

12 unterstützte Startups aus verschiedenen Ländern listet die HackFwd-Website derzeit. Initiator Hinrichs geht es darum, aus "Geek-Startups erfolgreiche Firmen zu bauen", und er betont, nicht auf kurzfristige Exits abzuzielen. Im Fokus stehen neuartige Ideen, die teilweise (zumindest in ihrer ersten Fassung) auch eher spitze Zielgruppen ansprechen und nicht den Anspruch haben, unbedingt das nächste große Ding werden zu müssen.

Mit dem gerade in Großbritannien offiziell gestarteten Social-Shopping-Game Fantasy Shopping könnte Hinrichs' Investmentvehikel allerdings  einen ganz dicken Fisch an der Angel haben .

Bei dem Dienst können modeinteressierte Anwender mit virtuellem Geld in derzeit über 300 britischen (Online-) Shops die digitalen Versionen echter Kleidungsstücke erwerben, daraus Outfits erstellen und sich ihren Followern als Mode-Experten und Influencer empfehlen. Nutzer werden für ihre Aktivität mit "Paydays", also Lohnauszahlungen (des virtuellen Geldes), Likes und Abzeichen belohnt - die im Idealfall zu Preisen wie Einladungen zu Mode-Events, dem frühzeitigen Zugang zu neuen physischen Kollektionen und Preisnachlässen führen.

Fantasy Shopping ist derzeit auf Facebook-Mitglieder aus Großbritannien begrenzt, weitere Länder und Metropolen sollen folgen. Selbst habe ich es also noch nicht ausprobieren können (einen umfangreichen Bericht gibt es bei GigaOm). Doch die Kombination aus zeitgemäßen Elementen des Social Gamings und Social Shoppings in Verbindung mit einem integrierten E-Commerce-Kanal (natürlich können sämtliche Kleidungsstücke beim jeweiligen Onlineshop erworben werden) klingt zumindest auf dem Papier nach einem potenziellen Hit.

Fast 540.000 virtuelle britische Pfund (die den tatsächlichen Produktpreisen entsprechen) haben Fantasy Shopper innerhalb von 48 Stunden nach dem Launch in den angeschlossenen Shops ausgegeben. Dass ein Teil davon früher oder später in "echten" Käufen resultiert, liegt auf der Hand. "Einige Nutzer stellen sich nachts den Wecker, nur um sich einzuloggen und einen Payday zu erhalten", so Hinrichs zum Suchtfaktor von Fantasy Shopping.

Einen konkreten Termin für einen Start im deutschsprachigen Markt gibt es noch nicht. Höchste Priorität für einen baldigen Launch haben laut Fantasy-Shopper-Website die USA, Italien, Frankreich, Japan und Singapur.

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