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20.05.08Leser-Kommentare

Google startet Google Health

Google startet Google Health und will damit den Benutzern Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten geben.

Es ist das erklärte Ziel von Google, die Informationen der Welt zu organisieren und zugänglich zu machen. Nach der Vollindizierung des Web, der Digitalisierung von Büchern, der Vermappung der Welt, des Mondes und des Alls, nach Videos, Source Code, Mails, unseren Aufmerksamkeiten und Clickströmen usw. ist die Erschliessung des verbleibenden biologischen Restes, unserer Gesundheit und DNA, der logische nächste Schritt.

Gerüchte über Google Health schwirrten schon seit einiger Zeit herum, seit Februar war es einigen Beta-Testern zugänglich, und gestern ist der offizielle Startschuss dazu erfolgt.

Mit Google Health können Benutzer ein persönliches Gesundheitsprofil erstellen, medizinische Daten importieren (US only), ihre Medikation dokumentieren und Ärzte, Spitäler und andere Gesundheitsdienste suchen.

In Marissa Mayer’s Worten:

It offers users a safe and secure way to collect, store, and manage their medical records and health information online. How many of us have touched, or even seen, our medical records? In this day and age of information, isn’t it crazy that you don’t have a copy of your medical records under your control? You could use those records to develop a better understanding of your health and ultimately get better care. It’s your data about your own health; why shouldn’t you own and control it?

So wie es ist, wirft es viele viele Fragen auf. Allerdings fühle ich mich weder qualifiziert, noch berufen, eine Einschätzung über den Wert und die Gefahren beziehungsweise assoziierte Probleme abzugeben.

Zum Stöbern lädt Google Health in jedem Fall ein. Mehrere hundert Krankheiten und Symptome sind detailliert beschrieben, teilweise mit Grafiken dokumentiert, und zu jedem Thema werden Nachrichten aus Google News, Google Scholar und Google Groups aggregiert.

Eines scheint auch klar: der Gesundheitsmarkt ist ein hunderte Milliarden Dollar Markt, der in den USA etwa 15% des Bruttonationalprodukts ausmacht. Und nicht nur Google hat ein Interesse, den Fuß in diese Tür zu bekommen (siehe den Überblick dazu bei ReadWriteWeb). Laut Mayer sind die Pläne von Google weitreichend, tausende Partnerschaften sind angedacht. Was wir derzeit sehen ist nur der erste Piepser, den Google im Bereich Gesundheit unternimmt.

Erste Reaktionen zu Google Health:

Kommentare

  • mds

    21.05.08 (22:04:06)

    Zum Stöbern lädt Google Health in jedem Fall ein. Wieso benötigt man zum Stöbern ein Benutzerprofil?

  • Markus Spath

    22.05.08 (02:14:06)

    Benutzerprofil braucht man keines, aber halt ein Google Account unter dem man den Bedingungen und Belehrungen von Google Health zugestimmt hat. (Scheint mir nicht ganz unvernünftig, sie wollen sicher ausschliessen, dass jemand sich auf Basis einer Information die er dort findet eine Selbstdiagnose stellt und dann Google verklagt oder ähnliches.)

  • mds

    22.05.08 (07:57:38)

    Benutzerprofil braucht man keines, aber halt ein Google Account unter dem man den Bedingungen und Belehrungen von Google Health zugestimmt hat. Erklärst Du mir bitte den Unterschied zwischen einem Benutzerprofil und einem «Google Account»? (Scheint mir nicht ganz unvernünftig, sie wollen sicher ausschliessen, dass jemand sich auf Basis einer Information die er dort findet eine Selbstdiagnose stellt und dann Google verklagt oder ähnliches.) Dagegen helfen auch die AGB von Google nicht. Und viele andere Dienste sind durchaus in der Lage, medizinische Informationen zugänglich zu machen, ohne dass dafür ein Benutzerkonto notwendig ist. Im eigenen Interesse sollte man versuchen, medizinische Informationen so anonym wie möglich abzurufen, andere könnten daraus unangenehme oder schlicht falsche Schlüsse ziehen.

  • Markus Spath

    22.05.08 (09:05:33)

    apropos Google Account - lass uns diesbezüglich bitte nicht spitzfindig sein. Ich hab Google Account geschrieben, weil ich nicht weiß, was Du unter einem Benutzerprofil verstehst. Ein GA kann man mit einer Wegwerfemailadresse ohne wietere 'Profilisierung' anlegen, dann kann man sich in GH umschauen. Wenn das Deine Definition ist, dann verstehe ich deine Ausgangsfrage nicht. Unter Benutzerprofil kann man auch verstehen, dass man Name, Adresse, Geschlecht, Körpergrösse, Gewicht, Blutgruppe, etc. angeben soll, bevor man es verwenden kann. Ich habe Deine Frage eher dahin gedeutet, aber egal. Mit dem Komplex Datenschutz, Privatsphäre, Anonymität usw. hast Du natürlich recht, da muss jeder selber entscheiden, inwieweit er sich dabei wohl fühlt, seine Existenz Google anzuvertrauen.

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