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13.08.09

Google: iGoogle und Google Reader werden sozialer

Google lanciert soziale Gadgets und stattet auch den Google Reader mit sozialen Features aus. Noch kann Facebook darüber schmunzeln.

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass Google immer dann besonders gerne Ankündigungen macht, wenn ein Konkurrent ähnliche Ankündigungen gemacht hat?

Martin hat vor zwei Tagen die Neuigkeiten bei Facebook beschrieben und die kommende Frontlinie im Netz zwischen Google und Facebook skizziert – und wie auf Ansage lanciert auch Google neue Features, die in der Domäne von Facebook schnuppern. Sowohl Google Reader als auch die Startseite iGoogle wurden ‘sozialer’ und orientieren sich an Facebooks Konzept des Streams:

Google Reader wird sozialer

von Google Reader unterstütze Dienste

Google Reader ermöglicht seit heute das Sharen von empfehlenswerten Artikeln auf anderen Diensten. Unterstützt werden Blogger, Delicious, Digg, Facebook, Myspace, Reddit, StumbleUpon und Twitter, andere Services können bei Bedarf selbst hinzugefügt werden.

 

Zusätzlich versucht Google die Beziehungen zwischen Google Reader-Usern zu verdichten, indem einem die Feeds der Kontakte – die Freunde, denen man folgt – besonders nahegelegt werden. Der Vergleich mit Facebooks FriendFeed ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

iGoogle bekommt soziale Gadgets

soziale Gadgets

Aber während die Änderungen beim Google Reader eher kosmetischer Natur sind, versucht Google die Startseite iGoogle wirklich sozial zu machen und spendiert dieser soziale Gadgets, die es ermöglichen, mit anderen zu spielen, zusammenzuarbeiten oder Empfehlungen auszutauschen.

Das Angebot an sozialen Gadgets ist zwar noch überschaubar und hierzulande noch nicht verfügbar, aber auch hier ist die Orientierung an Facebook schwer zu übersehen. Über einen Updates-Feed werden alle Kontakte darüber informiert, was man gerade treibt.

Im Zuge der sozialen Gadgets wertet Google auch Google Contacts auf, die mehr und mehr dem Social Graph von Facebook entsprechen.

Fazit

Google will sozial werden, aber sämtliche Versuche (OpenSocial, Friend Connect, Knol, iGoogle Social, Google Reader und viele andere) bleiben im Vergleich zu Facebook ein unkoordiniertes und fragmentiertes Herumstochern an den verschiedensten Baustellen ohne Plan und ohne bequemen Überblick. Das soziale Gen ist in der DNA von Google nicht vorhanden.

Vielleicht hat Google aber eine Trumpfkarte in der Hinterhand: Mit Google Wave könnte sich alles verändern. Google Wave hat das Potential, ein Dashboard für alle unsere Aktivitäten zu werden. Wir werden sehen.

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