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20.09.11Kommentieren

Gegenseitiges Bewerten: Resonity will App-Entwicklern zu mehr Sichtbarkeit verhelfen

Das Leipziger Startup Resonity will das Sichtbarkeitsproblem vieler App-Entwickler lösen, indem es sie zum gegenseitigen Herunterladen, Testen und Bewerten von Applikationen animiert.

 

iPhone-Besitzer haben Zugriff auf offiziell 425.000 Applikationen. Das stellt nicht nur Anwender vor die Qual der Wahl, sondern bringt für Entwickler auch die Herausforderung mit sich, gegen unzählige andere Anbieter um die Aufmerksamkeit der Nutzer kämpfen zu müssen. Enorm wichtig sind daher Platzierungen in den App Store-Toplisten sowie positive Bewertung der Apps.

Resonity, ein junges Startup aus Leizpig, will mit einem als "Weltneuheit" bezeichneten Dienst unabhängigen Entwicklern und Webagenturen dabei helfen, Bewertungen und Downloads ihrer App zu erhöhen und somit die Grundlage für eine Sichtbarkeit im App Store zu legen.

Resonitys Prinzip erinnert ein wenig an einstige Bannertauschsysteme, bei denen Website-Betreiber Banner anderer am System teilnehmender Onlinepräsenzen einblendeten und dafür im Gegenzug bei selbigen Werbefläche erhielten. Nur stehen bei Resonity nicht Banner im Mittelpunkt, sondern App-Downloads und Bewertungen.

Wer mit Hilfe von Resonity der eigenen App Bewertungen und Downloads bescheren möchte, installiert die kostenlose Resonity-Applikation, registriert sich, gibt einen eindeutigen, für Reviews verwendeten Benutzername an und wählt die Anwendung aus, die anschließend im "Spotlight" erscheinen soll. Ist dies erledigt, präsentiert der Service drei Applikationen von anderen bei Resonity partizipierenden Entwicklern mit Direktlinks zum App Store. Diese müssen nun heruntergeladen, ausprobiert und mit einem Bewertungstext versehen werden.

Nachdem die jeweiligen App-Entwickler die Veröffentlichung der Bewertung bestätigt haben, serviert Resonity die zu Beginn definierte App drei anderen Nutzern des Dienstes, die nun ihrerseits die Anwendung ausprobieren und bewerten müssen. Jeder neue Nutzer erhält drei kostenfreie Bewertungen. Jeweils zehn weitere Reviews lassen sich per In-App-Kauf für 2,99 Euro erwerben.

Auch Bezahl-Apps werden von Resonity unterstützt. Wer eine kostenpflichtige Anwendung bewertet haben möchte, enthält dementsprechend kostenpflichtige Applikationen zur Beurteilung.

Das von Roland Fassauer, Holger Mannweiler und Jens Zeidler gegründete Startup versucht ein aus Sicht vieler App-Entwickler echtes Problem zu lösen, auch wenn sich erst zeigen muss, ob der gewählte Weg tatsächlich in der Praxis funktioniert und von Apple toleriert wird. Solange aber Resonity nicht zu geschönten Bewertungen aufruft, sollte Cupertino eigentlich kein Problem mit dem Service haben.

Die Entwicklung von Resonity wurde bisher von den Gründern selbst finanziert. An einem externen Investor ist Geschäftsführer Fassauer laut eigener Aussage nur dann interessiert, wenn dieser einen echten Mehrwert oder Marktzugang/Partnerschaften mitbringt. Angesichts des klaren, für schnelle Umsätze sorgenden Monetarisierungsansatzes dürfte die Finanzierungsfrage für die Leipziger tatsächlich weniger große Bedeutung haben als das schnelle Erreichen einer signifikanten Zahl an teilnehmenden Entwicklern - was als Absicherung gegen eventuelle Nachahmer eine hohe Priorität haben dürfte.

Auf der Roadmap steht der Launch einer Version für den Android Market. Auch die Unterstützung für BlackBerry und Windows Phone wollen die Sachsen ins Auge fassen.

Zum jetzigen Zeitpunkt verfügt Resonity selbst noch über keine Bewertungen im App Store, obwohl es dort schon seit Mitte August angeboten wird. Vielleicht sollten die Macher dafür selbst Resonity nutzen?!

Link: Resonity

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