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16.07.14Kommentieren

Für Viel- und Gelegenheitsreisende: 5 neue Wege, um Unterkünfte zu buchen

Trotz oder gerade aufgrund einiger mächtiger Marktführer entstehen derzeit im Segment der Hotel- und Unterkunftsvermittlung eine Vielzahl neuer Konzepte und Ansätze. Wir stellen fünf Vorhaben vor.

HotelAls Vielreisender und aus unerklärlichen Gründen unglaublich geduldiger Hotel-/Unterkunfts-Schnäppchenjäger habe ich stets ein Auge auf den Markt der Hotelbuchungsportale. Selbst wenn sich über die Jahre diverse mächtige Anbieter entwickelt haben, entstehen in dem Segment aktuell unzählige neue Ansätze und Konzepte. Startups sowie bestehende Portale loten aus, inwieweit Produktdifferenzierungen oder erweiterte Kundendienstleistungen die Chance eröffnen, sich abseits der eingetretenen Pfade eine lukrative Nische zu erarbeiten. Hier sind fünf junge Vorhaben, die sich (auch) an Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz richten. Surprice Hotels

HRS, der 1972 gegründe Dinosaurier unter den Buchungsservices, der seit 1996 eine Website betreibt, fiel in der Vergangenheit eher durch feindselige Attacken gegen aufstrebende Online-Konkurrenten auf. Mittlerweile scheint man am Firmensitz in Köln aber erkannt zu haben, dass man besser damit beraten ist, sich dem Wettbewerb mit eigenen Angeboten zu stellen. Im Herbst vergangenen Jahres schickten die Rheinländer deshalb ihre Antwort auf den US-amerikanischen Blind-Booking-Dienst Hotwire ins Rennen: Surprice Hotels. Wie bei dem Vorbild winken teilweise beträchtliche Rabatte auf Zimmer, dafür erfahren Buchende aber erst nach erfolgter, nicht stornierbarer Reservierung, in welchem Hotel sie untergebracht werden. Besser als bei Hotwire ist, dass im Vorfeld Fotos der Zimmer abgebildet werden.

TripRebel

Ebenfalls im Herbst 2013 feierte das Hamburger Startup TripRebel seinen Launch: Bei dem Service buchen Nutzer Hotelzimmer und haben anschließend die Aussicht auf die Rückerstattung eines Teils der Kosten, sollten die Preise für ein Zimmer zwischenzeitlich irgendwo im Netz fallen. Noch stärker als Flugpreise sind Zimmerpreise nämlich nachfragebedingten Schwankungen unterworfen. Mitunter kann ein Zimmer erst Tage vor dem anvisierten Datum seinen Niedrigstpreis erreichen. Laut TripRebel lassen sich mit dem System im Durchschnitt 16 Prozent der gesamten Übernachtungskosten einsparen.

DreamCheaper

Das Berliner Startup DreamCheaper ging erst im Mai dieses Jahres live. Die Grundidee ähnelt der von TripRebel: nach einer Buchung erfolgende Preissenkungen bei Hotelzimmern an Gäste weiterzugeben. Allerdings geht der Service anders vor als TripRebel: Nutzer verwenden ihre individuell bevorzugten Buchungsportale für eine kostenfrei stornierbare Zimmerreservierung und leiten anschließend die Bestätigungsmail an DreamCheaper weiter. Der Service bewacht daraufhin die Preisentwickung und schlägt dann zu, wenn ein Zimmer anderswo signifikant günstiger zu haben ist. DreamCheaper storniert in einem solchen Fall die alte Buchung und führt die neue zu den vorteilhafteren Konditionen durch. Von der Ersparnis überlässt der Kunde DreamCheaper dann eine Provision in freiwilliger Höhe (empfohlen werden 25 Prozent).

Poshpacker

Bei Poshpacker handelt es sich um ein frisch debütiertes kuratiertes Hotelbuchungsportal. Das portugiesische Startup richtet sich an eine "neue Generation von Reisenden", die zwar budgetbewusst unterwegs ist, aber von einer Unterkunft mehr erwartet als der klassische Rucksacktourist. Bei Poshpacker finden diese Personen für viele Städte ausgewählte Hostels, Hotels und Boutique Hotels, deren Zimmerpreise in der Regel zwischen 15 und 100 Dollar pro Nacht liegen, und deren Ambiente sowie Leistungen den Ansprüche von jungen beziehungsweise jungebliebenen, vernetzten und individualistischen Reisenden entsprechen

Flat Club Live Demand

Flat Club kommt aus London und ist eigentlich schon etwas älter. Gegründet wurde der Airbnb-Konkurrent 2010. Eine gerade implementierte Funktion namens "Live Demand" besitzt aber einen für den Markt der P2P-Unterkunftsvermittlungen hohen Innovationsgrad: Nutzer geben an, in welchem Zeitraum, in welcher Stadt und in welchem Budgetrahmen sie ein Zimmer oder Apartment benötigen. Vermieter können daraufhin Angebote machen. Sinnvoll erscheint dies vor allem für Vermieter, die kurzfristig noch freie Kapazitäten haben, die sie ungern ungenutzt lassen wollen. /mw

(Foto: Hotel sign with pine tree in background, Croatia, Shutterstock)

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