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15.03.11

Frenzy: Netzwerken über Dropbox

Die derzeit kostenfreie Mac-Software Frenzy nutzt den beliebten Speicher- und Synchronisationsdienst Dropbox, um darauf ein dezentrales Social Network aufzubauen. Eine iPhone-Version ist geplant.

 

Dass sich mit Dropbox, der in den Augen der netzwertig.com-Leser(innen) Webanwendung des Jahres 2010, spannende Sachen anstellen lassen, hat kürzlich bereits tunesBag gezeigt, das als plattformübergreifender Musikplayer für den Speicher- und Synchronisationsdienst verwendet werden kann.

Der neuseeländische Entwickler John Winter beweist mit seiner neuen Mac-Software Frenzy nun, dass man den populären und in der Gratisversion kostenfreien Storageservice sogar zum Hosten eines Microbloggingdienstes bzw. Social Networkings verwenden kann.

Frenzy erlaubt Nutzern, Kurznachrichten sowie Verweise in einem persönlichen Stream zu publizieren. Elemente können von Freunden kommentiert werden. Auch das Tauschen von Dateien ist möglich. Die App platziert sich in der Menübar von Mac OS X und kann aus zahlreichen Browsern über Plugins und Tastenkombinationen angesprochen werden, um Links weiterzuempfehlen.

Die von Frenzy für den Betrieb benötigten Dateien werden in einem mit anderen Usern geteilten Dropbox-Verzeichnis gelagert. Der persönliche Newsfeed mit den Nachrichten der Kontakte ist auch offline verfügbar und wird aktualisiert, sobald eine Internetverbindung vorhanden ist.

Durch die Begrenzung auf Mac-Rechner bleibt der Service, der sich selbst als "The Dropbox powered social network" bezeichnet, vorerst der Mehrzahl aller Internetnutzer vorenthalten (auch mir).

Ich habe Frenzy-Macher John Winter, der auch hinter dem Mac-Drag-and-Drop-Werkzeug Dropzone steckt, per Mail gefragt, ob er eine Windows-Version plant. Bedenkt man, dass es sich bei Winter um einen eingefleischten Mac-Developer zu handeln scheint, ist dies zumindest kurzfristig nicht sehr wahrscheinlich - auf eine Antwort warte ich noch. Eine iPhone-App dagegen hat er bereits angekündigt.

In Zukunft soll Frenzy kostenpflichtig angeboten werden, in der aktuellen Beta-Phase ist es jedoch gratis.

Persönlicher, mit der lokalen Festplatte synchronisierter Cloud-Speicher als Basis für ein (im Gegensatz zu diaspora) einfach einzurichtendes dezentrales Social Network (dezentrale im Sinne von, dass keine zentrale Organisation über die Daten wacht - selbst wenn Dropbox die Server betreibt) - könnte dieses Konzept größeres Potenzial haben?

Update: Frenzy-Macher John Winter antwortete mir, dass er durchaus die Entwicklung einer Windows-Version anstreben würde, sofern die Mac-Variante ein Erfolg wird.

via @avatter

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