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18.11.14Kommentieren

Freelancer im Consulting: Der Super-GAU lauert überall

HiscoxDer Schritt in die Selbständigkeit ist immer ein Wagnis. Doch bei freien Consultants ist der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg noch deutlich gravierender als in anderen Branchen – und das, obwohl oft nur eine kleine Unachtsamkeit diesen Unterschied ausmacht.

Die hohen Verdienste im Consulting sind ebenso berühmt-berüchtigt wie das hohe Arbeitspensum in der Branche. Durchschnittlich 60 Arbeitsstunden pro Woche und Wochenendarbeit lassen jedoch auch nur wenig Zeit, den erarbeiteten Lebensstandard auszukosten. Als Freelancer sehen viele Berater die Chance, wieder ein bisschen mehr Lebensqualität zu genießen, ohne deswegen finanzielle Abstriche machen zu müssen. Insbesondere im Consulting birgt der Schritt in die Selbständigkeit allerdings auch viele Gefahren und will daher wohlüberlegt sein.Die unkalkulierbare Auftragslage und das damit einhergehende wirtschaftliche Risiko sind dabei noch die kleinsten Probleme. Denn selbst wenn die Auftragsbücher voll sind, ist der Worst Case der Privatinsolvenz stets nur einen Fehler entfernt. Gelangen beispielsweise aus Versehen vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit, ist eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe fast schon vorprogrammiert – und in aller Regel eben auch existenzbedrohend.

Hiscox Locker bleiben.

Doch nicht nur die eigenen Fehler und Versäumnisse können freie Berater im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kommen, sondern auch die Laune ihrer Kunden. Die Hiobsbotschaft für jeden Consultant: Fehlberatung. Ist der Kunde nicht liquide oder die Beratung „nicht nach den Ansprüchen“, kann er auf Fehlberatung plädieren, und den Berater erwartet statt seines Honorars eine Schadensersatzforderung. Und auch Fehler im Finanzierungsplan oder in einer nicht sauber durchgeführten Marktanalyse können zu kundenseitigen Regressforderungen führen.

Schadensbeispiele

Fehlberatung

Ein Unternehmensberater versuchte, ausstehende Honorare in Höhe von 100.000€ einzutreiben. Sein Kunde plädierte daraufhin jedoch auf Fehlberatung und machte einen Schadensersatzanspruch von 450.000€ gegenüber dem Berater geltend. Eine Untersuchung und Vermittlung durch Schadensexperten führte letztlich zumindest zu einem Vergleich, bei dem beide Parteien auf ihre Forderungen verzichteten.

Mergers & Acquisitions

Zwei Unternehmen beauftragten einen Mergers & Acquisitions Consultant mit der Betreuung ihrer Fusion. Kurz vor Abschluss wurden jedoch vertrauliche Informationen über den Deal veröffentlicht, was in einer deutlichen Minderung des Zielpreises resultierte. Der Berater wurde mit einer Schadensersatzklage in Höhe von 1.500.000€ konfrontiert. Dank einer Berufshaftpflichtversicherung für Berater übernahm jedoch der Spezialversicherer Hiscox die finalen Entschädigungskosten von 1.000.000€.

Hiscox_Infografik

Eine gewöhnliche Betriebshaftpflichtversicherung deckt diese Art von Schäden in der Regel nicht ab, die Berufshaftpflichtversicherung von Hiscox übernimmt auch Forderungen aus Vermögensschäden und Schadensersatzklagen. Dabei ist es schwierig den passenden Versicherungsschutz zu finden, denn nur wenige Versicherer bieten maßgeschneiderten Schutz an. Wer aber als Freelancer die Konditionen seiner Versicherungen nicht genauestens kennt, sollte sich besser keine Fehler erlauben – andernfalls geht es schnell um Kopf und Kragen.

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