<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

09.09.13Kommentieren

Flinc kooperiert mit Garmin: Das Navi zeigt verfügbare Mitfahrer an

Über eine Kooperation zwischen Flinc und Navigon soll es künftig möglich sein, über das Navi einen Mitfahrer per Knopfdruck zu buchen. Startups profitieren von Connected-Car-Lösungen durch Einfachheit.

Flinc_LogoSucht man heute einen Mitfahrer, funktioniert das meist nur über das Web und eine App, oft genug auch noch mit dem guten alten Handy: Anrufen oder simsen, Treffpunkt und Preis vereinbaren. Künftig soll diese Vereinbarung automatisch funktionieren. Wenn ein Mitfahrer verfügbar ist, meldet sich das Navi.

Dies soll durch eine Kooperation zwischen dem Hersteller von Navigationsgeräten Garmin (mit der Marke Navigon) und der Mitfahrgelegenheit Flinc möglich werden. Der Autofahrer erhält die Info auf seinem Navi, dass ein Mitfahrer für einen Teil der Strecke verfügbar ist. Fünf Minuten lang hat der Fahrer dann Zeit, sich zu entscheiden, ob er das "Live-Angebot" des Mitfahrers annimmt oder nicht.

 

Derartige Kooperationen dürften die Nutzung von Mitfahrgelegenheiten deutlich vereinfachen. Wird der Aufwand dafür von einigen Kommunikationsschritten auf einen bloßen Knopfdruck reduziert, steigt die Chance, dass ein Autofahrer bei einem Mitfahr-Angebot einfach mal sein Okay gibt, dem das übliche Prozedere zu aufwändig war. Gezahlt wird in bar, die Lösung steht zunächst einmal nur für die Navigon-Apps auf dem iPhone und Android-Smartphones zu Verfügung. In Zukunft ist allerdings auch denkbar, dass Garmin Flinc in seine Navi-Geräte oder hier die jeweils neueste Software-Version einfügt.

Flinc_Navigon

Integrierte Dienste sind eine große Chance für Startups beim Thema Connected Car, Kooperationen sind hier notwendig. Erst kürzlich stellten wir hier an dieser Stelle Parku vor, eine von mehreren Apps, die es erlauben, einen Parkplatz unterzuvermieten. Jeweils die App zu öffnen und von Hand nach einem mietbaren Parkplatz zu suchen, ist ein großes Hemmnis für Autofahrer, die sich auf den Innenstadtverkehr konzentrieren müssen oder mitten auf der Autobahn sind. Wäre diese Möglichkeit mit einem Knopfdruck möglich, könnte die Akzeptanz solcher Apps erheblich steigen.

Flinc startete im Herbst 2010 und hat nach eigenen Angaben mittlerweile 150.000 Nutzer. Der Dienst bietet Langstrecken an, das eigene Steckenpferd ist allerdings die Vermittlung von regelmäßigen Kurzstrecken, etwa für Pendler. Eine mobile Zahlungsfunktion ist vorerst nicht geplant, die Nutzer zahlen den Preis in bar, der vom Fahrer bestimmt und vorher bekannt gegeben wird. Flinc gibt Empfehlungen für den Preis aus. Der Dienst finanziert sich über Lösungen für Unternehmen. Diese sparen Geld für Parkplätze und können ihre Umweltfreundlichkeit demonstrieren, indem sie ihre Mitfahrer in Fahrgemeinschaften zur Arbeit fahren lassen, die von Flinc organisiert werden.

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer