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10.12.09

Firehose 2010: Echtzeit für alle, Geschäftsmodell für Twitter

Twitter wird die Firehose, seine Echtzeit-API, 2010 kostenpflichtig öffnen.

twitter iconDiese Woche hat Twitter bekanntgegeben, die 'Firehose' genannte Echtzeit-API allen Entwicklern zur Vefügung zu stellen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Zugang zur Firehose für die Entwickler kostenpflichtig.

Damit hätten wir die von vielen Experten lang vorhergesagte, erste Monetarisierungssäule von Twitter: Premiumzugang zur API für Drittanbieter.

Der zweite Effekt: Viele Endnutzer werden ein echtes Echtzeit-Mikroblogging erleben. Denn obwohl Twitter gern als der Echtzeitweb-Vorreiter gesehen wird, war es das tatsächlich nie. Die Zugriffe auf die API waren immer beschränkt. Die Tweets der Freunde kamen nicht in Echtzeit an, sondern immer dann, wenn die Applikation Twitter abgefragt hat. Das fällt wenigen auf, weil die Obergrenze für die Abfragen (zumindest in letzter Zeit) hoch genug war. Künftig werden einige Apps die Möglichkeit bieten, die Tweets sofort zu erhalten, wenn sie abgeschickt und im System angekommen sind (interessanterweise habe ich mit FriendFeed bei mir beobachten können, dass ein Nebenherlaufen auf diese Art angenehmer ist).

Da die Daten über die Firehose viele Startups überfordern dürfte (ein sehr guter Artikel dazu hier), könnte sich auch ein interessanter B2B-Markt für Startups wie Gnip ergeben: Gnip oder ein anderer Anbieter kauft die Firehose-Daten von Twitter, normalisiert und bereitet sie notfalls für Startups entsprechend auf und verkauft die so mundgerechten Daten an die App-Entwickler und B2C-Startups.

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