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16.11.11Leser-Kommentare

Facebook, Twitter und jetzt Google+: Drei sind einer zu viel

Mit dem Start von Google+ kämpfen nun drei führende, auf die Masse der Nutzer ausgerichtete und sich im Funktionsumfang überschneide Social-Web-Plattformen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Googles Nachzügler wird dabei zunehmend zur Last.

 

Kurz nach dem Launch von Google+ lobte ich sie noch, die ausführlichen, sachlichen Diskussionen, die sich bei Googles neuem Social Network regelmäßig rund um von Nutzer verlinkte Texte und publizierte Thesen und Beobachtungen entwickeln.

An deren Existenz hat sich bis heute nichts geändert. Debattiert wird bei Google+ noch immer fleißig. Da ein Großteil der aktiven Anwender des Dienstes zu den "üblichen Verdächtigen" aus der Blog- und Social-Media-Welt gehört, gibt es auch keinen Mangel an Themen, über die man sich austauschen könnte.

Allerdings hat sich meine Einstellung dazu sukzessive gewandelt. Immer mehr entwickelt sich Google+ für mich zu einer Last; zu einer Plattform, die ich zwar von Berufs wegen und auch interessehalber nicht ignorieren kann, deren hypothetisches Verschwinden von einem Tag auf den anderen aber für mich eher ein Grund zur Freude denn zur Trauer wäre (im Gegensatz zum Google Reader).

Das Gefühl, in Google+ eine lästige Pflichtaufgabe vor sich zu haben, hat sich mit den Launch von Firmen- und Markenseiten vor anderthalb Wochen noch verstärkt. Einerseits existiert seitdem für Blogs und andere Medienangebote das ungeschriebene Gesetz, bei Google+ präsent sein zu müssen (schon rein prophylaktisch - wenn's das nächste große Ding wird, will man nicht der Letzte sein, der auf den Zug aufspringt).

Andererseits bedeutet dies neue manuelle Arbeit, da sich Inhalte bisher nicht automatisiert in eine Google+ -Page importieren lassen, wie dies bei Facebook und Twitter der Fall ist. Das Engagement der Nutzer jedoch hält sich in Grenzen - bei Twitter führen netzwertig.com-Beiträge zu deutlich mehr Reaktionen als auf unserer immerhin von knapp 1000 Personen gefolgten Google+-Seite - dabei diskutiert es sich doch bei Google+ deutlich besser.

Das bringt uns zu einem anderen Problem: die fortschreitende Fragmentierung von Kommentaren und Meinungen. Mit Google+ erhält dieses Phänomen eine völlig neue Qualität. Denn wenn es bei Google+ doch einmal zu einer intensiven Debatte rund um einen Artikel kommt, dann findet diese zumeist in verschiedenen, nicht miteinander verbundenen Diskussionsfäden statt. Dort wiederholen sich dann die Aussagen und Argumentationen doppelt und dreifach, während sie parallel auch unterhalb des jeweiligen Beitrags bei netzwertig.com stattfinden.

Feedback zu den und ein lebendiger Austausch über die von uns angerissenen Themen ist etwas Tolles - Google+ trägt leider in seiner jetzigen Konstruktion nicht dazu bei, dass sich das damit verbundene Potenzial bestmöglich nutzen lässt. Ein Kommentarplugin für externe Websites könnte hier womöglich Abhilfe schaffen. Ob Google derartiges plant, ist mir nicht bekannt.

Meine Berurteilung der Google+-Situation fiele sicherlich anders aus, wenn der Service ohnehin mein bevorzugter Aufenthaltsort im Netz wäre. Das ist er jedoch nicht (zum Teil auch wegen der fehlenden Lese/Schreib-API und der daraus resultierenden Abwesenheit in externen Apps), weshalb mir die Aktivität dort zum momentanen Zeitpunkt eher als ein notwendiges Übel erscheint denn als etwas, das ich gerne mache - mit Ausnahme von gelegentlichen Highlights wie diesem Post von Robert Scoble - auf den ich über Twitter aufmerksam wurde.

Facebook und Twitter haben sich ihren Platz in meiner täglichen Internetroutine erkämpft und die dortigen Aktivitäten (sowohl privat als auch im Kontext von netzwertig.com) sind gewissermaßen ins Blut übergegangen. Der einzige von mir bisher bei Google+ wahrgenommene Vorteil sind die in der Produktgestaltung begründeten besseren Diskussionsmöglichkeiten.

Doch statt dafür einen eigenen Dienst verwenden zu müssen, fände ich die Erweiterung von Twitter um einen direkt an einzelne Tweets angeschlossenen Kommentarbereich viel besser. Es mag sein, dass dies nicht in Twitters Simplizitätsgedanken passt. Als Anwender würde ich jedoch bevorzugen, wenn Twitter um Schlüsselfunktionalität von Google+ ergänzt würde, statt dass ich meine Aufmerksamkeit und Ressourcen auf drei führende, sich teilweise stark überschneidende Social-Web-Plattformen verteilen muss. Drei sind einfach einer zu viel!

Kommentare

  • Stefan O.

    16.11.11 (16:38:26)

    Tja. Man hätte damals einfach im Usenet bleiben sollen. Die Usenetter lachen jedenfalls über solche Probleme :-)

  • basic

    16.11.11 (16:46:36)

    Niemand wird Gezwungen irgendwo mitzumachen, auch Blogger nicht. Es sei man sieht das Bloggen mehr als Erwerbsquelle denn als Hobby? Zudem plant wohl auch gerade Microsoft sein eigenes Ding so etwas wie "Bing +" freut euch schon , dann gibt es noch mehr zu Tuen...

  • jens hohmann

    16.11.11 (16:59:43)

    seh ich absolut genauso. erst wars für alle das neue ding, sozusagen das erwachsene facebook und nun... ist es wie FB nur nicht ganz so gossip unterhaltungsmäßig lustig, es gibt letzten endes nur links links links zu artikeln auf anderen pages und diese sparks nummer... hat sich dann irgendwann durchs vergessen dieser funktion ganz von selbst erledigt.

  • Chris

    16.11.11 (17:02:09)

    Kein Plan ob ich da zu utopisch denke: Kann es sein, dass diese "Splittung", dieses "man ist ja überall",irgendwann dazu führt, dass man wieder total gerne in solche Commentboxen wie diese hier reintippt? Mir geht das jedenfalls so; da weiß man was man hat und wo es hingehört ;)

  • David

    16.11.11 (17:03:34)

    Bei mir gestaltet sich das ggw. etwas anders: Für mich wird Facebook immer unwichtiger. - Klar, da sind die ganzen Menschen aus dem sogenannten ;) echten Leben und insofern will ich die Plattform nicht missen, aber wenn man ehrlich ist, sind die 100+X "echten" Freunde, die man da hat zu großen Teilen eben auch nur Bekanntschaften. - Sobald man sich erstmal aus dem Facebook-Activity-Stream gelöst hat und die ständige Sucht nach dem nächsten Refresh-K(l)ick abgelegt hat, bleibt imho nicht viel von Facebook übrig. - Aber das kann sich bei Berufs-Bloggern natürlich auch nochmal anders verhalten. :)

  • Daniela

    16.11.11 (17:15:11)

    Ist es denn nicht letztlich so, dass es herauszufinden gilt, welche Plattform für ein Unternehmen am besten geeignet ist? Wir finden Google+ als Plattform für uns als B2B-Unternehmen ganz spannend. Wir sehen hier einige Chancen alleine aufgrund der Tatsache, dass sich dort wesentlich mehr Unternehmen untereinander vernetzen als z.B. auf Facebook. Das erfordert wieder das Nachdenken über neue Kommunikationswege. Aber ist es im Grunde nicht so, dass die ganze Social-Media-Sache ein stetiges Dazulernen und Weiterlernen erfordert? :-)

  • Michael

    16.11.11 (17:37:10)

    Dazu läßt sich wohl ganz allgemein sagen: Ein IT-Onlinejournalist sollte m.M. niemals nich den Fehler machen, die Chancen von Internetdiensten primär oder gar allein aus dem Blickwinkel der eigenen professionellen Bedürfnisse zu beurteilen. Ich persönlich halte Google+ jedenfalls für das bisher beste, weil ausgefeilteste und komplexeste Werkzeug in Sachen Informationsmanagement für den gemeinen Informations- und Medienjukie. Für das ich per Verzahnung ins Googleversum allerbeste Chancen der Weiterentwicklung insbesondere für die Infoelite sehe. Dass Google+ bei Netzaktivisten besonders gut ankommt, deutet eigentlich schon an, dass es viel informativer und offener als etwas Facebook ist und als das kleine Twitter sowieso. Außerdem gilt der Allgemeinplatz: Google+ ist gerade mal ein knappes halbes Jahr alt - hat also noch alle Zeit der Welt der Weiterentwicklung. Für dieses halbe Jahr Anfangszeit ist es m.M. schon beachtlich gewachsen.

  • Martin Weigert

    16.11.11 (17:44:07)

    Auch wenn ich blogge, bin ich ein gemeiner Informations- und Medienjunkie. Und trotzdem sehe ich es nicht so. Wobei: komplex, ja. Aber das ist nicht per se etwas Gutes.

  • Ostheimer Webdesign

    16.11.11 (22:36:09)

    "Drei sind einfach einer zu viel!" erinnert mich an "640 kB sollten eigentlich genug für jeden sein.". Nein, Nein und nochmal Nein (3 Neins sind genug) - es wird noch mehr gute Social Networks geben und es gibt bereits viele weitere Gute, die nicht Jedermann benutzt, die aber trotzdem viele Anhänger haben. Beispiele: Forrst, Dribble, Quora. Ich habe selbstverständlich auch nicht genügend Freizeit für alle Social Networks, aber das bedeutet nicht, das es genug ist. Jedes Netzwerk hat seine "Stammkundschaft" und die Großen können über Tools wie hootsuite sowieso gleichzeitig verwendet werden. Was viele übersehen ist, dass Technologien wie opengraph oder oauth dazu führen werden, dass die Netzwerke zusammenwachsen - dadurch kann man ganz leicht Mitglied in vielen solchen Online Communities sein. Social Media erlebt gerade die Sturm und Drang Phase - einige Netzwerke werden wachsen, andere stagnieren, viele geschluckt werden. Das ist der Lauf der Dinge - aber genug wird es nie sein...

  • rob d

    16.11.11 (22:41:41)

    Tja Martin, da musst du wohl Prioritäten setzen wenn du so überfordert bist ;) btw, du schreibst: "Das bringt uns zu einem anderen Problem: die fortschreitende Fragmentierung von Kommentaren und Meinungen." Woran liegt das denn, was meinst du wohl? Vielleicht evtl. daran, dass du (und auch netzwertig.com) eben auch überall mit von der Partie sind und auf allen Hochzeiten tanzen müssen? Na, ist der Groschen gefallen? ;) Focus on one thing. "We’ll increasingly be defined by what we say no to." ~Paul Graham Gruß, rob d

  • Oliver

    16.11.11 (22:42:15)

    Ich habe vor knapp drei Wochen meine Facebookmitgliedschaft beendet; mir fehlt nichts. Ich war recht früh bei Google+ dabei und nutze es nicht; mir fehlt nichts. Twitter nutze ich alle paar Tage als Wundertüte. Was ich täglich (manchmal mehrfach) nutze ist mein mobiler RSS Reader. Ich habe dort den Eindruck, dass tatsächlich Dialoge entstehen können - im Unterschied zu Facebook, bei dem alles "zu mir" kommt, angeliefert wird, "muss" ich mich zum Dialogisieren auf die Seite dessen begeben, der der Verursacher ist. Das ist für mich bereits zu Beginn eines Dialogs ein qualitativer Unterschied. Aber was weiß ich schon... Was mich interessiert: "Das bringt uns zu einem anderen Problem: die fortschreitende Fragmentierung von Kommentaren und Meinungen." Wieso fortschreitend? Im Verhältnis zu welchen Zahlen, Jahren? Inwiefern schreitet Fragmentierung fort - und falls das so ist: Was wäre daran schlecht oder schädlich? Ich freue mich über eine Antwort!

  • Martin Weigert

    16.11.11 (22:57:33)

    @ Chris Wär nicht schlecht. @ Ostheimer Webdesign Es geht im Artikel um "führende, sich teilweise stark überschneidende Social-Web-Plattformen" mit Mainstream-anspruch. Das daneben noch genug Platz für spezialiserte Dienste und Nischenanbieter (wie die von dir genannten und viele weitere) ist, ist klar. @ rob Nein, diese Fragmentierung geschieht auch ohne aktives Zutun der Publisher. Gerade bei Google+. Du hast ja sicher schon davon gehört, dass manche Nutzer auch eigenständig Links im Web verbreiten und diskutieren ;) Grundsätzlich ist das natürlich gut. Aber es hat den Nachteil, dass sich die Diskussion in viele kleine Teile zersplittert - und mit jeder neuen Plattform noch stärker. @ Oliver Siehe Antwort an rob.

  • Meinrad

    16.11.11 (23:16:38)

    Ach Martin... Du hast Dein Hobby zum Beruf gemacht, kommst in der Welt rum, kannst alle coolen Dienste vor dem Start ausprobieren -während wir Normalos hier um Invites betteln müssen- und jetzt jammerst Du weil Du hin und wieder ins Google+ schauen musst? :P Früher oder später wird bestimmt eine vollständige API kommen, so dass ihr die gleichen Inhalte auf FB und G+ veröffentlichen und vielleicht sogar die Kommentare von beiden Plattformen sammeln könnt.

  • Horst Schulte

    17.11.11 (00:08:16)

    Meine Konsequenz aus dieser Entwicklung war die Löschung meiner Facebook- und Twitter-Accounts. Weniger ist mehr. Bei GooglePlus warte ich noch ab. Für Blogger gibt es zu GooglePlus Funktionalitäten, die sich wenigstens ansatzweise mit dem Problem befassen. Dazu hatte ich etwas gebloggt. http://goo.gl/yL9nL

  • Uwe Werner

    17.11.11 (09:43:31)

    So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. ich empfinde Google+ derzeit als das Spannenste im Netz. Während facebook mehr und mehr zu Omas Tratschkommode wird und man sich auf twitter nur noch Gute Nacht sagt, würde ich eher etwas aufatmen wenn morgen twitter verschwinden würde :) http://bit.ly/tRSgD4

  • Michael

    17.11.11 (09:51:55)

    Klar sind gerade auch Onlinejournalisten Informations- und Medienjunkies - nur eben journalistische, die sich in ihren allgemeinen Aussagen vielleicht zu etwas mehr Objektivität und einer etwas allgemeineren Argumentationsbasis als nur eigenen Erfahrungen und Neigungen befleißigen könnten. Aber gut, dafür handelt es sich eben auch um ein TechBLOG - wenn auch um ein recht bekanntes angesehenes. Im übrigen wundert es mich besonders, dass ein solcher journalistischer Informations- und Medienjunkie spätestens seit den Google Pages so wenig mit dem bisher komplexesten frei verfügbaren Informations- und Redaktionsmanagementwerkzeug Google+ anfangen kann. Die hohe Komplexität Googles ist natürlich eine gewisse auch abschreckende Achillesferse, die zugleich eine Stärke für Informationsinteressierte ist und als solche vielleicht noch stärker herausgearbeitet, also äh kommuniziert werden müßte, wie es im PR-Jargon heißt. Zugleich müßten auch die Möglichkeiten stärker herausgearbeitet werden, Privatkommunikation auf Google+ privat zu schalten und abzuschotten. Im übrigen stimme ich auch anderen hiesigen Kommentatoren zu, dass dreie eher zu wenig, als zu viel sind. Netzwerk scheint sich zu den Basisfeatures der großen Internet Global Player zu entwickeln, wie man auch an Gerüchten aus dem Hause Microsoft sieht. Jeder will eines haben, vielleicht hauen auch Apple, Amazon u.ä. demnächst noch ein paar neue große raus. Zurecht, wie ich finde. Denn Vernetzung und Vernetzungswerkzeuge sind nunmal Basisanforderungen im Netz- und Vernetzungsmedium Internet. Ohne dass man nun persönlich in jedem dieser Netzwerke vertreten, geschweige denn sonderlich aktiv sein muß.

  • Dennis

    17.11.11 (10:24:01)

    Wie so oft werden hier Vergleiche angestrebt, die in der Form nicht funktionieren. Es ist ähnlich müßig wie die Diskussion iPhone vs. Android (genauso falsch, da man ein Betriebssystem nicht mit einer Hardware vergleichen kann). Meiner bescheidenen Meinung nach ist erst einmal zu klären, für welchen Fall ich welche Plattform nutzen kann und/oder will. Bei mir als Beispiel ist Facebook eine pubertäre Spieleseite, für das private Amusement eventuell zu gebrauchen aber für mich uninteressant. Mittlerweile habe ich meinen Account dort gelöscht. Twitter ist ein Microblog. Kurze Nachrichten, die mich auf dem laufenden halten, mich kompakt über das Zeitgeschehen informieren und mir sagen, Wasser meine Freunde so treiben. Google+ ist das, was dort anfängt, wo Twitter aufhört. Eine Überschrift per Tweet empfangen und Weiterleitung zu Google+ finde ich sinnvoll (und einfach zu erledigen mit der Chrome App G+ for Twitter). So mancher Freund aus dem realen Leben kann mit G+ nichts anfangen. Warum auch? Viele sitzen bei Facebook, pflegen ihre sozialen Kontakte und freuen sich, weil es so schön einfach ist. Was ist daran auszusetzen? Nichts. Der Großteil meiner Freunde hat einen Twitter-Account und es ist einfach schön, fast live mitzubekommen, was bei ihnen gerade passiert. Die Freunde von mir, die bei G+ aktiv sind, haben meinen Interessen ähnlich Gefallen gefunden. Diskussionen über Technik und Trends, globale Einblicke und regionale Nachrichten. Interessant ist, dass diese Diskussion sehr global ist und bei jedem zu unterschiedlichen Erkenntnissen führt. Oder anders als Fazit: Jedem das, womit er am besten klar kommt. Ohne Wertung.

  • rob d

    17.11.11 (10:42:41)

    Kleiner Nachtrag Martin: Wie es aussieht freut es ausnahmslos ALLE Kommentatoren Google+ zu haben. Sie verzichten eher auf Twitter und Facebook, da Google+ beides gut ersetzen kann. Warum gibt es bei dir solch einen Widerstand? Nach den vielen negativen Berichten über Facebook in den letzten Monaten (auch von dir hier bei netzwertig) kann ich es sowieso nicht nachvollziehen warum du dort immer noch angemeldet bist.. Hass-Liebe? Nicht konsequent genug? Die Sorge etwas zu verpassen wenn man sich dort löscht? Keine Angst, es tut nicht weh ;) Jetzt hast du endlich deine Facebook-Alternative und weißt trotzdem irgendwie nichts damit anzufangen. Wenn du Google+ sogar als "lästige Pflichtaufgabe" siehst, dann mach da einfach nicht mehr mit. Problem gelöst. Das ist wirklich lustig: Mann macht freiwillig (!) bei allen Social-Networks mit die es gibt, und beschwert sich hinterher über den Zeitaufwand. Jammern auf höchstem Niveau.. Gruß, rob d

  • Martin Weigert

    17.11.11 (10:45:22)

    Sorry rob, manchmal fehlt dir echt ein wenig Empathie. Oder du liest nicht genau genug. Die Antwort auf deine Frage steht im Artikel.

  • rob d

    17.11.11 (11:04:54)

    Martin, es ist keine Pflicht überall mitmachen zu müssen! Auch nicht an allen Diskussionen teilzunehmen. Du machst dir den Stress doch selbst - das war meine einzige Aussage (vielleicht etwas lang ausgedrückt). Ich weiß, Social-Media-Monitoring und so.. immer dabei sein müssen.. schon klar. Guck dir Leo Babauta von zenhabits oder Seth Godin an. Sie haben es auch OHNE Social-Media und den ganzen Kram nach ganz oben geschafft. Wie haben Sie das geschafft? Durch großartigen Content! Das ist das einzige und wichtigste. Konzentrier dich weiterhin auf das Schreiben großartiger Blogbeiträge und du wirst sehen dass sich der Erfolg von alleine einstellt. Ohne überall auf jeder Plattform mitquatschen zu müssen. (Du kannst davon ausgehen dass die Qualität deiner Beiträge mit Sicherheit nochmal steigen würde wenn du die zusätzliche Zeit in Recherche & Co. stecken würdest statt auf allen Plattformen mitreden zu müssen.) ---------------------------------- Langer Rede, kurzer Sinn: du machst dir den Stress selbst, also beschwer dich nicht. Es liegt an dir dieses Dilemma zu beenden. Manchmal ist es einfacher als man denkt ;) Gruß, rob d

  • Michael Horn

    17.11.11 (11:57:02)

    Ich kann Deinem Beitrag nicht zustimmen und sehe das völlig anders, zumal meine persönlichen Erfahrungen ganz andere sind, insofern muss ich etwas schmunzeln;) Ich empfehle folgenden Link 10 Reasons Why You Will Be On Google+ Soon Ich habe über Google+ unglaublich viele interessante Kontakte, die ich nach 2 Jahren bei FB nie in der Form und schon gar nicht nach so kurzer Zeit hatte. Ich habe meinen Facebook Account gelöscht (soweit überhaupt möglich) und bereue diesen Schritt keinesfalls - im Gegenteil:)

  • Martin Weigert

    17.11.11 (12:07:43)

    Da die Zahl derjenigen, die ihren Facebook Account wirklich gelöscht haben, ohne rückfällig zu werden, mutmaßlich sehr gering ist (zumindest gibt es keine Statistiken, die auf eine umfangreiche Abwanderungswelle hindeuten), bist du damit mit deinen Erfahrungen nicht repräsentativer als ich mit meinen :) Und zu dem Link: Ich könnte jetzt genauso auf Artikel verweisen, die erklären, warum Google+ bald tot ist (z.B.). Letztlich kann beides eintreffen.

  • Michael Horn

    17.11.11 (12:32:12)

    Ich akzeptiere Deine Ansicht, doch nachvollziehen kann ich sie nicht. Übrigens würde ich nicht davon ausgehen, dass die Zahl derer die Facebook nun den Rücken zukehren und sich Google+ zuwenden sehr gering ist - diese werden von Tag zu Tag mehr;) ...ach ja, da gibt es ja noch viel mehr, die ihren FB Account haben aber immer mehr Zeit bei Google+ verbringen, da hier die besseren Gespräche und Kontakte vorhanden. Aber lassen wir es - du bist ein Facebook Jünger und ich freue mich für Dich - und ich mag Facebook überhaupt nicht, in den 2 Jahren bei FB hatte ich immer ein ungutes Bauchgefühl, welches ich bei Google+ nicht habe, im Gegenteil, dort fühle ich mich viel wohler;)

  • Martin Weigert

    17.11.11 (12:34:25)

    "du bist ein Facebook Jünger" Wo hast du das denn her? Facebook nutze ich ungefähr 10 Minuten am Tag. Maximal. Von allen drei im Artikel genannten Plattformen liegt mir Twitter am meisten am Herzen.

  • tux.

    17.11.11 (13:52:56)

    Google+? Da war ja was ... Es ist, immerhin, eine Tendenz weg von Facebook festzustellen. Getreu der Tendenz: Alle drei Jahre kommt ein neues "soziales Netzwerk", das das Nonplusultra darstellt. (Twitter ist KEIN soziales Netzwerk, sondern ein Microblog! Der Vergleich ist hanebüchen.) Was allerdings Facebook nun "ablösen" wird, ist noch nicht klar. Google+? Diaspora? Oder das neue "kommende Ding"?

  • rob d

    17.11.11 (14:09:57)

    “du bist ein Facebook Jünger” Wo hast du das denn her? Facebook nutze ich ungefähr 10 Minuten am Tag. Maximal. Ob man ein "Jünger" bzw. Fan einer Sache ist lässt sich nicht anhand der dort verbrachten Minuten beurteilen. Du nutzt Facebook eben gerne und bleibst ihnen trotz allem Fehlverhalten immer noch treu, und Google+ ist für dich eine lästige Pflicht. Daher kann man sicher sagen dass du ein Facebook-Jünger bist (oder Facebook-Fan, was auch immer)

  • rob d

    17.11.11 (14:12:20)

    Why I Don't Care If My Friends Join Google+ https://plus.google.com/107022061436866576067/posts/Yvw2tifiLqF

  • Martin Weigert

    17.11.11 (14:19:18)

    Du nutzt Facebook eben gerne und bleibst ihnen trotz allem Fehlverhalten immer noch treu, und Google+ ist für dich eine lästige Pflicht. Daher kann man sicher sagen dass du ein Facebook-Jünger bist (oder Facebook-Fan, was auch immer) Vielleicht in einer Welt, in der es nur schwarz-weiß gibt, und in der man andere unbedingt in eine von zwei Schubladen stecken muss. Ich bin ein pragmatischer Facebook-Nutzer, grundsätzlich froh über die neuen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation, ohne aber alles gut zu finden, was Facebook tut.

  • Charis

    17.11.11 (14:28:23)

    Ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich empfinde es ähnlich. Die Einrichtung der Unternehmensseite hat dazu geführt, dass ich dachte, oha - was kommunizieren wir denn nun dort noch? Bloßes Teilen von komplett identischem Inhalt halte ich nur bedingt für angemessen. Wohlgeraten.de (worum es geht ) ist ein sehr individueller Onlineshop. Den Usern auf allen Plattformen Produkte um die Ohren hauen darf nicht das Ziel sein. Das ist erklärte Strategie, dass wir es anders machen wollen. Nur überall was Passendes drumrum zu finden ist zeitlich nicht möglich. Fazit: wir haben erst heute auf Facebook auf unsere g+ Unternehmensseite verlinkt, aber die Nutzer in Kenntnis gesetzt, dass es keinen Konkurrenzkampf zwischen den Seiten geben wird und das der Focus weiter auf Facebook und twitter liegt. Ich bin gespannt auf die Entwicklung.

  • Michael

    17.11.11 (14:39:28)

    @tux Twitter ist Microblog UND Netzwerk. Werden sie nicht sogar offiziell dazu gezählt, z.B. in Wikipedia? Egal, Twitter ist für mich ein Microblog, das natürlich auch Netzwerk-Funktionaliäten hat. Ohne die wäre es schließlich kaum so lebendig. Vergleichsweise rudimentäre Netzwerk-Funktionalitäten zwar - aber sicher mehr als gar keine.

  • Jonas

    17.11.11 (14:41:13)

    Fazit: Google kauft tumblr.

  • Michael

    17.11.11 (14:44:16)

    @Charis Mit den Google Pages wurde Google+ stark in seiner informativen Komponente als Info-Netzwerk aufgewertet. Die Kommunikation mit zusätzlichem Input eher steigert als mindert. Inwiewern die Pages damit Kommunikation verhindern, könnte vielleicht noch kurz begründet werden.

  • Martin Weigert

    17.11.11 (14:44:56)

    Durchaus möglich. Nie integrieren sie das dann in Google+? ;)

  • Charis

    17.11.11 (14:53:32)

    @Michael Die Pages fördern sicher die Kommunikation. Ich finde sie auch wichtig, weil sie eine andere Zielgruppe finden. Fakt ist, dass ein kleiner Anbieter, der ohnehin an vielen Positionen präsent sein muss, zeitlich an seine Grenzen stößt, denn Kommunikation ist es nur, wenn Austausch stattfindet, wenn reagiert und interagiert wird. Da kann ich jetzt nur für uns sprechen: wenn der eigentliche Shop wachsen und erfolgreicher, nutzerfreundlicher usw. werden soll, dazu noch ein Blog incl. Infos usw., die bereits etablierten Profile auf Facebook und Twitter, dann ist einfach unser Potential erreicht. Das ist es was ich ausdrücken wollte. Ich sehe es als zeitliches Problem, wenn es professionell ausgefüllt werden soll.

  • Dave Gesundheitsblog

    17.11.11 (15:07:37)

    Wieso 3? Ich habe nur 2 große auf dem Radar. Nämlich G+ & FB. Twitter ist doch kein richtiges SocialNetwork?! Zumindest in meinen Augen nicht! Außerdem bin ich der Meinung, dass es gar nicht genug Wettbewerb geben kann. Wettbewerb sorgt dafür, dass die schwachen Netzwerke untergehen und das finde ich gut so. Auf diesem Weg sind die Netzwerke mehr dazu gezwungen das zu tun, was ihre User wollen und nicht das was den Profit steigert! In den USA waren bspw. die FB- User- Zahlen das erste mal rückläufig. Das kann man wohl auf den mangelnden Datenschutz schieben und wenn FB da nicht eine gute Lösung findet, werden die Benutzerzahlen noch viel weiter sinken! Mich jedenfalls haben sie bald so weit! Viele Grüße, Dave

  • Michael

    17.11.11 (15:41:49)

    Der Vorteil mehrerer Netzwerke für die User ist übrigens auch der, dass sie für verschiedene Zwecke, Ziele, Projekte, Interessen, Bedürfnisse und so verschiedene Netzwerke nutzen können. Das hat u.a. den großen Vorteil, Dinge besser ordnen und voneinander trennen zu können. Also etwas besser bewerkstelligen zu können, woran es derzeit im Internet besonders mangelt: Ordnung und Struktur.

  • tux.

    17.11.11 (15:57:29)

    "Offiziell" zählen sie sich nicht dazu. In der Wikipedia steht viel dummes Zeug, gerade was Genres angeht.

  • Jürgen Auer

    18.11.11 (01:07:30)

    Ich sehe das Problem nicht als 'neu' an. Ursprünglich gab es Websites und Foren mit Diskussionen und Links. Diverse Anbieter wollten zu ihrer Website ein eigenes Forum. Dann boten Websites die Möglichkeit für Kommentare, wurden als Blog strukturiert (so ab 2005). Foren wanderten teilweise in soziale Netzwerke. Websites stellten das eigene Forum ein (wenn es nicht schon gehackt oder zugespamt war) und machten eine Xing-Gruppe auf, weil es dort einfacher war, die Zielgruppe zu erreichen und die anderen Probleme nicht existierten. Inzwischen gibt es immer wieder Kommentare / Austausch in unterschiedlichen Streams, wo diskutiert wird und wo Links weiterverteilt werden. Und jede der großen Firmen will nun auch noch ein eigenes Netzwerk haben ;-) Es sind zwei Fragen: Wo erreiche ich meine Bekannten? Wo erreiche ich explizit Fremde, Unbekannte, neue Leute, potentielle Neukunden?

  • Stephan

    19.11.11 (15:56:56)

    Google hilft Webmastern dabei Geld zu verdienen (insbesondere Ranking, aber auch AdSense), allein dadurch ist Google mir so sympathisch geworden, dass ich sehr viele Google-Produkte bevorzuge. Aber nicht nur das - Google bietet viele wirklich tolle kostenlose Tools an. Das beste Beispiel: Google Mail. Ein hervorragender Mailservice für den man woanders Geld bezahlen muss. Es sind viele Dinge, die Google so sympathisch machen und deswegen benutze ich auch lieber Google+ als Facebook. Denn was gibt Facebook mir? Mit dem Standard aktivierten Sammeln von Daten kann Facebook da keine Pluspunkte bei mir sammeln. Gerade dann, wenn man noch so lange suchen muss, bis man die Funktion zum Ausschalten entdeckt hat. Aber wem's gefällt.

  • mario

    03.01.12 (21:51:03)

    Ich gehe fest davon aus, das Google+ in 2 Jahren spätestens an Facebook vorbeiziehen wird. Die Gründe hierfür sind einfach. Facebook wird für User immer komplizierter – es gibt ständig Neuerungen - wer längere Zeit nicht bei FB war, muss sich erst mal wieder intensiv mit der Plattform vertraut machen. Bei Google+ ist das anders, dort wird Wert auf Benutzerfreundlichkeit gelegt. Außerdem kann Google+ zum Nulltarif auf der Google-Startseite Werbung betreiben. Durch diese beiden Faktoren lässt sich auch das starke Wachstum erklären. Gruß Mario

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