<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

06.05.10

Facebook analysiert Status-Updates: Die Deutschen werden glücklicher

Facebook hat anhand von Status-Updates die Stimmungslage in 22 Ländern analysiert. Demnach werden die Deutschen immer glücklicher.

Aller Facebook-Kritik zum Trotz ist das soziale Netzwerk mit fast 450 Millionen aktiven Nutzern weltweit ein überaus wichtiger Indikator für die Stimmungslage ganzer Nationen. Auch in Deutschland, wo mittlerweile jede(r) Zehnte ein Facebook-Konto besitzt, hat der Dienst eine Größe erreicht, die ihn zunehmend für Meinungsforschung interessant macht.

Mit seinem "Gross National Happiness"-Index (GNH) zeigt uns das soziale Netzwerk, was es aus seinem reichen Fundus an Anwenderdaten zaubern kann. Der Index misst die Stimmungslage aller Nutzer eines Landes anhand ihrer maschinell analysierten Status-Updates.

Heute früh hat Facebook den GNH-Index für weitere 18 Länder veröffentlicht, darunter auch für Deutschland. Je nach Anzahl negativer und positiver Wörter in den Status-Updates schlägt der Graph ausgehend von der neutralen Null-Linie nach oben oder unten aus.

Klar Ausschläge nach oben gibt es stets zwischen Weihnachten und Neujahr oder zu Ostern. Deutlich nach unten ging es dagegen unter anderem am 10. November 2009, als Nationaltorwart Robert Enke Selbstmord beging. Insgesamt bietet Facebook den GNH-Index für 22 Länder dieser Erde.

In einem aktuellen Blogbeitrag erklärt das Unternehmen außerdem, wie sich die Stimmungslage in einzelnen Ländern anhand der intern seit September 2008 durchgeführte Analyse aggregierter Status-Updates verändert hat. Das Erfreuliche: Die Deutschen sind demnach glücklicher geworden, wenn auch nur zaghaft.

Am deutlichsten hat sich das allgemeine Klima bei den US-Amerikanern verbessert, die ohnehin bekannt für ihren unerschütterlichen Optimismus sind. Besonders stark verschlechtert hat sich die Stimmung bei den Südamerikanern: Status-Updates aus Venezuela und Kolumbien enthalten verglichen mit 2008 heute sehr viel mehr negative Äußerungen.

(Foto: stock.xchng)

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer