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21.04.10Leser-Kommentare

f8: Facebook übernimmt das Netz

Facebook hat auf seiner Entwicklerkonferenz f8 wie erwartet eine Reihe neuer Funktionen vorgestellt. Die Strategie des Social Networks ist klar: Es will auf jede Website.

Aktualisiert

Die Erwartungen an Facebook waren nicht zu hoch - zumindest was die Tragweite der anstehenden Neuerungen betrifft. Auf seiner Keynote zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz f8 hat CEO Mark Zuckerberg einen Einblick in das gegeben, was Facebook in nächster Zeit Entwicklern, Usern und Websites anbieten möchte.

Im Kern handelt es sich um drei neue Produkte, die das Social Network in wenigen Stunden starten wird. Hier eine erste Übersicht:

1. Social Plugins

Social Plugins ist der neue Sammelbegriff für verschiedene Widgets und Funktionen, die Websitebetreiber mit minimalem Programmieraufwand in ihre Site einbauen können.

Dazu gehört unter anderem ein Like-Button, über den Benutzer einzelne Seiten oder Artikel favorisieren können, was dann entsprechend von Facebook zur Kenntnis genommen und in den Newsfeed der Nutzer übernommen wird. Wie das in freier Wildbahn aussieht, kann man hier sehen.

Auch ein Recommendations Plugin wird es geben, mit dem Websites ihren Besuchern Inhalte empfehlen lassen können, basierend auf den Informationen, die Facebook über den jeweiligen Nutzer erfahren hat.

Ein weiteres Werkzeug ermöglicht das Anzeigen der Profilbilder von Freunden, die sich bereits mit der Site verbunden haben, unter dem Facebook Connect-Button.

Mit Social Bar bietet Facebook zukünftig auch die Möglichkeit der Integration einer Art Taskleiste mit verschiedenen Plugins am unteren Rand einer Website.

Ein fünftes Plugin ist der Activity Stream mit einem Strom von Status Updates rund um die jeweilige den Stream integrierende Site.

Weitere Plugins werden hier beschrieben. Eine der ersten großen Websites aus dem deutschsprachigen Raum, die Social Plugins aktiviert hat, ist der Eventmanagement-Service amiando.

2. Open Graph Protocol

Das Open Graph Protocol erlaubt eine engere Verständigung zwischen einer Website und Facebook, um auf Aktionen außerhalb des Social Networks gewisse Konsequenzen innerhalb von Facebook folgen zu lassen.

Wenn beispielsweise ein User bei IMDb über den Like-Button deutlicht macht, einen bestimmten Film zu mögen, dann versteht Facebook, dass es sich bei dieser Aktion um das Favorisieren eines Films handelt, und kann diesen direkt im Profil des Users in die Sektion "bevorzugte Filme" legen.

Zum Start werden 30 Partner das Open Graph Protocol nutzen. Nachdem ein User auf dem eben beschriebenen Weg bei IMDb sein Interesse für den Film signalisiert hat, räumt Facebook IMDb außerdem das Recht ein, fortan Updates rund um diesen Film im Newsfeed des Nutzers unterzubringen.

Weitere Details zum Open Graph Protocol bei Inside Facebook.

3. Graph API

Die Graph API ist eine neue Schnittstelle, die Entwicklern leichteren Zugang zu Objekten innerhalb von Facebook gibt. Auf verschiedene Arten von Streams und Daten kann in Echtzeit zugegriffen werden, was es einem Unternehmen beispielweise ermöglicht, auf der eigenen Site anzuzeigen, wie viele Anwender bei Facebook sich öffentlich zu einer bestimmten Marke geäußert haben.

Weiterhin hat Facebook angekündigt, fortan den neuen, sicheren Authentifizierungsstandard Oauth 2.0 zu unterstützen.

Fazit

Die Entwicklerkonferenz wird noch bis in die Nacht unserer Zeit andauern, es können also noch weitere Neuerungen hinzukommen. Schon jetzt und trotz der Unklarheit über Details zu den einzelnen Produktlaunches wird deutlich, worum es Facebook geht: Es möchte in jeden Winkel des Internets und sich dort in Form von Like-Buttons, Toolbars und anderen Widgets festsetzen. Und es will sämtliche Aktivitäten seiner Anwender im Netz zur Verfeinerung des Benutzerprofils einsetzen.

Mark Zuckerberg hat mehrmals an Beispielen beschrieben, wie Social Plugins funktionieren und einen Facebook-Nutzer erkennen, ohne dass dieser jemals zuvor auf dieser Site war - was letztlich nahelegt, dass es sich hierbei um das vor wenigen Wochen angekündigte, erweiterte Facebook-Connect-Feature handelt, bei dem einige von Facebook ausgewählte Partner Zugriff auf grundlegende Daten des Besuchers erhalten, ohne dass dieser vorher den Connect-Button betätigt hat. Update: Leser Matthias Pfefferle weist darauf hin, dass Social Plugins bei Facebook gehostet und über einen iFrame eingebunden werden. So erhalten bei Facebook eingeloggte Besucher personalisierte Social Plugins auf den Seiten Dritter, ohne dass die Websitebetreiber Zugang zu diesen Informationen bekommen. Diese Lösung ist somit zumindest harmloser als ursprünglich angenommen. Facebook erfährt dadurch allerdings genau, auf welchen Sites sich User herumtreiben.

Momentan bin ich etwas sprachlos ob all dieser weitreichenden, einerseits beeindruckenden und andererseits etwas beunruhigenden Änderungen. Das letzte Wort zu diesem Thema ist mit Sicherheit noch nicht gesprochen.

Links rund um f8:

Kommentare

  • Oliver Springer

    21.04.10 (20:55:11)

    Beunruhigend finde ich das nicht. Mit dem Social Network auf die Websites zu gehen, erscheint mir zudem weit sinnvoller als der umgekehrte Weg. Beunruhigend wäre vielmehr, wenn die Websites ihre Besucher verlören, weil diese so viel Zeit auf Facebook verbringen - und wenn es eine Fanpage zu einer Website ist. Wenn man zur Nutzung von Facebook nicht mehr zu Facebook "hingehen" muss, klingt das für mich nach einem begrüßenswerten Evolutionsschritt von Facebook. Ob man seine Aktivitäten im Netz bei Facebook mehr oder weniger öffentlich protokollieren lassen möchte, ist natürlich die Frage. Aber das wird sich bestimmt einstellen lassen.

  • Andreas Göldi

    21.04.10 (21:08:45)

    Eins ist schon mal klar: Wenn sie das durchziehen können (und angesichts der vielen angekündigten Partnersites sieht es bisher ganz danach aus), baut Facebook gerade das mächtigste Werbenetz, das es je gab. Denn Facebook wird dank der Social Plug-Ins mit der Zeit mehr über die Nutzer einer externen Website wissen als der Betreiber der Website selbst. Das ist Gold wert für Werbekunden. Wie so oft bei neuen Facebook-Features wird das ziemliche Probleme mit Datenschutz und Vertraulichkeit geben. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass viele User es etwas seltsam finden, wenn sie plötzlich auf irgendwelchen Sites von ihren Facebook-Freunden begrüsst werden. Ausserdem ist es recht offensichtlich, dass Facebook dann jeden Artikel mitkriegt, den ich lese. Klar, es gibt Opt-Out-Möglichkeiten, aber die User-Akzeptanz wird ein Problem sein.

  • Anton

    22.04.10 (00:05:42)

    Dagegen hilft nur konsequentes Ausloggen und sparsamer Umgang mit dem Like-Button. Der Like-Button ist eh eine merkwürdige Zeiterscheinung.

  • smeiko

    22.04.10 (00:07:38)

    und da soll es tatsächlich noch Leute geben denen Google unheimlich ist..

  • mario

    22.04.10 (02:15:23)

    i dont like facebook.

  • Hotti

    22.04.10 (07:45:08)

    Welcome back Stasi.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (08:10:25)

    Das hab ich mir auch gedacht. Im Vergleich zu Facebook ist Google ein Musterschüler.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (08:43:35)

    Also die Idee mit dem Like-Button ist schon cool, und die Nutzung wird wahrscheinlich enorm sein. Problematisch ist dagegen die komplette Dominanz und Zentralisierung sowie die Art, wie Facebook Nutzer bevormundet (Auto Login für Facebook Connect z.B.).

  • partikelfernsteuerung

    22.04.10 (08:47:36)

    Ein paar der Features klingen tatsächlich etwas unheimlich, aber mal ehrlich: Hatten wir das Problem nicht schon immer, dass große Player, von deren Servern Inhalte auf sehr vielen Websites eingebunden sind, dank Cookies und IP-Adressen ziemlich gut wissen, wo wir uns rumtreiben? AddThis- und Like-Buttons sind die neuen 1px-Gifs..

  • Manuel

    22.04.10 (08:51:54)

    Das gefällt mir gar nicht. Aber wenigstens ist eine Facebook-Mitgliedschaft freiwillig. Ohne Account erfahren die nicht welche Seiten ich besuche. Schlimmer finde ich dass sie über die von Mitgliedern hochgeladenen Kontakte auch das Beziehungsnetz von Nichtmitgliedern "ausspionieren".

  • Martin Weigert

    22.04.10 (08:55:41)

    @ partikelfernsteuerung Ich denke, das Problem sind die 95 Prozent der Facebook-Nutzer, die sich nicht so intensiv mit der Entwicklung beschäftigen wie wir hier. Ich glaube, die meisten von uns werden kein Problem damit haben, sämtliche neuen Funktionen zu nutzen - weil wir uns eben ständig darüber im Klaren sind, welche Konsequenzen es haben kann, wo die Inhalte und Aktivitäten, die wir durchführen, auftauchen werden usw. Wir kennen die Implikationen unseres Handelns, wissen, welche Gefahren und Risiken es gibt usw. Aber 95 Prozent der Nutzer machen sich da eben keine Gedanken. Sie nutzen einfach alles neue, klicken eifrig den Like-Button, verbindene externe Sites mit ihren Interessen bei Fb und das war's. Ohne Bewusstsein für das, was da vor sich geht, lassen sich eben auch die Konsequenzen nicht richtig einschätzen. Vielleicht bin ich aber auch zu schwarzmalerisch und es sind weit weniger als 95 Prozent.

  • Matthias Pfefferle

    22.04.10 (09:02:09)

    Über die Sicherheit würde ich mir bei den "Social Plugins" keine Sorgen machen... Die Plugins werden über einen iFrame eingebunden, der nichts weiteres macht als eine Facebook-Seite mit z.B. einem Like-Button auf einer anderen Seite anzuzeigen. Wenn ich bei Facebook angemeldet bin, kann mich dann natürlich auch jedes Plugin erkennen ohne dass ich mich vorher irgendwie connecten muss. Die Seite auf der dieses Plugin eingebunden ist, bekommt davon auch erstmal gar nichts mit!

  • Martin Weigert

    22.04.10 (09:05:33)

    Das war eine wichtige Info, danke Matthias. In diesem Fall bestünde tatsächlich weniger Anlass zur Sorge.

  • Matthias Pfefferle

    22.04.10 (09:07:26)

    ...umgekehrt ist das ganze Szenario eher bedenklich: Facebook weiß durch die Plugins sehr genau, wo sich ein angemeldeter User überall herumtreibt!

  • Martin Weigert

    22.04.10 (09:11:12)

    Genau, aber das ist ja Zucks Masterplan :) Hab's im Artikel aktualisiert, gut dass du darauf hingewiesen hast!

  • Christoph

    22.04.10 (09:45:57)

    Also kommt, als ob Google zum Beispiel auch nicht wüsste, wo ihr euch rumtreibt. Einen Großteil der Surfaktivitäten wird nunmal protokolliert. Selbst Websitebetreiber die ein Statistiktool betreiben zeichnen auf, von wo der Nutzer kommt und eventuell auch, wohin er als nächstes surft. Zwar ist das zunächst anonym, aber im Endeffekt ist es das Gleiche. Und ich bin mir sicher, auch Google wird bei den vielen Nutzer sehr genau beobachten, wo sich Nutzer rumtreiben. Das bekommen die dank Google Ads und so weiter sehr gut mit. Mal abgesehen davon sind doch die neuen Funktionen nur eine bessere Variante von Google Friend Connect. Dementsprechend lohnt es nicht über Facebook so arg herzuziehen. Datenkraken gibt es und wird es immer wieder geben. Außerdem: fragt euch mal, was unsere liebe Bundesregierung demnächst vor hat. Das ist genau so schlimm...und dazu noch im realen Leben. Ich nenn mal das Stichwort RFID und neuer Personalausweis.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (10:22:20)

    Für mich ist es primär die Art, WIE Facebook agiert, die mich misstrauisch macht. Wo Google sich i.d.R. relativ vorsichtig vorwagt, holzt Facebook einfach drauf los. Etwas überspitzt dargestellt.

  • Christian Scholz

    22.04.10 (10:25:31)

    Es wird ja immer gesagt, dass die meisten Nutzer sich über die Konsequenzen nicht im Klaren sind. Was sind denn diese? Sind wir uns denn darüber im Klaren? Was genau kann denn schlimmes passieren? Passiert vielleicht einfach gar nichts? (und was ist bis jetzt schon passiert?)

  • Christian Scholz

    22.04.10 (10:26:59)

    Zum Argument, dass Facebook einfach mal macht: Das finde ich eigentlich gut ;-) Würde mir wünschen, dass so manch deutsche Firma das zumindest im Ansatz mal irgendwie so machen und sich was trauen würde (vielleicht mich eingeschlossen ;-) )

  • Martin Weigert

    22.04.10 (10:30:36)

    Es ist wohl gerade so, dass eben keiner genau weiß, welche Konsequenzen es geben könnte. Das Territorium ist zu neu. Ganz simple Folgen könnten aber z.B. sein, dass durch die Komplexität von Facebook Bilder oder Videos für andere zugänglich werden, die dies nicht sollten, oder aber dass jemand, der sich auf Arbeit wg. 39 Grad Fieber krank gemeldet hat, überall im Netz via Facebook seine Spuren hinterlässt etc etc. Aber wie du selbst sagst: Vielleicht ist das auch alles übertriebene Sorge. Nur ein Bewusstsein für eventuelle Risiken halte ich schon für sinnvoll.

  • sabinehaas

    22.04.10 (10:33:05)

    Als ich den Beitrag und die Kommentare gelesen habe, war ich zunächst überrascht, dass auch die Netzgemeinde selbst so viele Ängste und Bedenken zu Facebook, Google & Co mit sich herumträgt. Da ich meist eher mit denjenigen zu tun habe, die sich im Netz nur als "Zaungast" fühlen, bekommt man oft den Eindruck, es seien nur die "Laien", denen das alles unheimlich ist. Man denkt, dass die, die sich wirklich auskennen, alles, was Facebook, Google & Co machen, toll finden und mit wehenden Fahnen allen Trends hinterherlaufen.. Mich freut es, diese Skepsis und die Bedenken in diesem Artikel zu lesen. Es gibt mir ein deutlich besseres Gefühl, wenn auch die "Pioniere" keine Lemmingherde sind! Gut so!!

  • Christian Scholz

    22.04.10 (10:35:47)

    Die genannten Dinge sind glaub ich eher solche, an die sich die Gesellschaft gewöhnen wird. Oft hört es sich ja so an, dass der Weltuntergang bevorstünde und sowas zähle ich jetzt noch nicht dazu. Das macht man einmal und dann hat man es gelernt. In ein Cafe setze ich mich ja auch nicht, wenn ich eigentlich krank sein sollte. (komisch auch immer, dass eigenes Fehlverhalten genannt wird, was geschützt werden soll, z.B. auch falsche Angaben bei der Krankenkasse ;-))

  • Jan C: Rode

    22.04.10 (10:38:27)

    Ich sehe es ganz ähnlich wie meine Vorredner. Gefährdet ist von den Änderungen die wahrscheinlich breite Masse, die sich nicht damit beschäftigt oder auch nicht auskennt. Schon jetzt ist es doch so, dass Postings in Gruppen oder auf Fanseiten im Netz auftauchten, auch wenn der User das nicht will. Selbst die Gruppenadmins können das nicht durch eine veränderte Einstellungen beheben. Von daher muss die erste Empfehlung lauten: Außerhalb von Facebook den "Gefällt mir"-Button sparsam einsetzen, die Eingaben des eigenen Profils überprüfen (und ob man mit der automatischen Verlinkung in die Themen-Gruppen einverstanden ist) und abwarten, wohin die Entwicklung noch treiben wird. Grüße, JCR

  • Martin Weigert

    22.04.10 (10:39:00)

    (komisch auch immer, dass eigenes Fehlverhalten genannt wird, was geschützt werden soll, z.B. auch falsche Angaben bei der Krankenkasse ;-)) In der Tat. War doch Eric Schmidt, der meinte, wer nichts zu verbergen hat, muss sich auch keine Sorgen machen. Oder so ähnlich... Letztlich ist die theoretische Freiheit, Gesetze zu brechen, offenbar für viele ein wichtiger Aspekt.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (10:40:52)

    Absolut. Ich hatte auch mal versehentlich ein Fotoalbum auf "öffentlich", obwohl ich es nicht wollte. Gerade die Privatsphären-Einstellungen sind mittlerweile eine Wissenschaft. Was ja angesichts der vielfältigen Funktionen von Facebook auch kein Wunder ist.

  • Dominik

    22.04.10 (11:02:02)

    Interessant finde ich ja die Befürchtung vieler, dass das alles jetzt zum "ultimativen Werbenetzwerk" wird. Ich sehe es im Moment eher von der anderen Seite: ich vertrauen Empfehlungen meiner Freunde (likes) doch jeder Zeit mehr als Bannern usw., da ich dahinter eine höhere Relevanz für mich vermute. Evtl. sehen wir hier also gerade das Gießen des Fundaments für "echtes Empfehlungsmarketing", das in meinen trusted networks erzeugt wird und nicht mehr in fancy Argentur-Lofts?

  • Christian Scholz

    22.04.10 (11:06:57)

    Das Recommendation-Plugin zeigt ja auch schon, wo es hin geht. Das fegt im Prinzip auch alles anderen Recommendation-Services aus dem Markt, da Facebook einfach mehr und bessere Daten hat. Ich weiss aber ehrlich gesagt auch nicht, was an Werbung eigentlich so schlecht ist. Für den Service stattdessen bezahlen will ja anscheinend auch keiner.

  • Jan

    22.04.10 (12:25:18)

    Nana. Eine Facebook-Mitgliedschaft zu beenden ist sehr leicht. Der Versuch, seine DDR-Mitgliedschaft zu beenden war dagegen häufig tödlich und nie einfach. Ein bisschen Respekt vor den Opfern und eine etwas differenzierte Sicht darauf, dass das eine vollkommen freiwillige Geschichte und das andere eine menschenverachtende Diktatur gewesen ist, wäre wirklich angebracht.

  • Jochen

    22.04.10 (12:41:48)

    Ich selbst hatte überlegt ob ich für meinen Blog zum Thema: Frauen ansprechen und verführen” auch eine Fanseite bei Facebook anlegen soll. Wahrscheinlich würde ich so mehr Leser erhalten… ABER Facebook ist mir nicht ganz geheuer. Wie sicher sind meine Daten bei Facebook? Diese Frage kann mir keiner genau beantworten. P.S. Danke für diesen sehr guten Post.

  • Christoph Kappes

    22.04.10 (13:50:11)

    Nö, aber Facebook über die Referrer-URL. Das ist das Problem.

  • Simon Wüthrich

    22.04.10 (14:34:21)

    Ich glaube, gerade die – im Falle der Partnersites (docs.com etc) sehr auffällig platzierte – Opt-out-Möglichkeit wird zur Akzeptanz beitragen. Damit signalisiert fb: Hey wir haben hier was cooles für Dich; selbstverständlich musst Du aber nicht mitmachen.

  • Tom

    22.04.10 (16:55:48)

    Google ist vorsichtig? Siehe http://www.tagesschau.de/inland/google248.html

  • Martin Weigert

    22.04.10 (17:01:39)

    Ja, da lässt mich Google jetzt natürlich hängen... ;) Seltsam. a) Die Aktion an sich und b) zu glauben, es käme nicht irgendwann raus. Abwarten, wie Google reagiert. Davon abgesehen: Schaden entsteht den Betreibern der WLAN-Netze daraus nicht. Und ich kann auch als Privatperson rausgehen und eine manuelle Liste von in meiner Gegend verfügbaren WLAN-Netzen erstellen.

  • Daniela Skrzypczak

    22.04.10 (18:37:59)

    @Jan C: Rode Gefährdet ist von den Änderungen die wahrscheinlich breite Masse, die sich nicht damit beschäftigt oder auch nicht auskennt. Dem kann ich mich nur anschliessen .... und danke für den tollen Beitrag. Aber trotz allen, die Möglichkeiten die mit diesen Änderungen bestehen, Daten und Wissen ist schon gefährlich, zu mal Sie alle in einer Quelle gesammelt werden oder hinterlegt werden.

  • Christoph Kappes

    22.04.10 (18:54:23)

    Nochmal der Klarheit wegen: Der iFrame sendet die User-ID auch dann, wenn jemand bei FB eingeloggt ist und NICHT den Like-Button klickt. Die aufrufende Webseite wird als Referrer vom Browser übergeben. So habe ich das jdf verstanden. Kann das jemand bestätigen?

  • Andreas Göldi

    22.04.10 (19:04:34)

    Das iFrame wird mit einem eingebauten Link als Parameter aufgerufen, das heisst, Facebook sieht in jedem Fall, von welcher URL der Aufruf kommt. Der User muss noch nicht mal bei FB eingeloggt sein, denn Facebook setzt langfristige Cookies und kann so auf jeden Fall einen einmal bekannten User identifizieren. Wie immer macht Facebook das schlau. Heute wurde z.B. "Insights for your Domain" angekündigt, eine Art von Google Analytics für Sites, die die Facebook-Plug-Ins eingebaut haben. Damit kriegen Websitebetreiber sehr genaue demographische Daten über ihre Besucher, was sonst nicht mal Google liefern kann. Damit wird der Anreiz, diese Plug-Ins breit auszurollen, weiter gesteigert.

  • Christoph Kappes

    22.04.10 (19:18:29)

    Danke, Andreas. Das schreiben auch einige Tekkie-Blogs und dann gehe ich mal davon aus, dass das so richtig ist. Das bedeutet, FB kann für jeden User, der Cookies nicht verboten hat, den Aufruf jeder Website tracken, die diesen iFrame integriert. Das wäre der Super-GAU, da FB (ich vergleiche das gleich mit Google): a) die Identität des Users den besuchten Websites zuordnet (nicht nur die IP oder gar nur die dynamische IP) b) im Falle von "Like" explizite Interessen segmentieren kann (zzgl den Community Pages etc.) c) die Speicherung auf ausländischen Servern geschieht und d) - jetzt kommt die Pointe - eine der neuen Partner-Websites auch BING sein kann, dh der Social Graph landet bei BING. Da bin ich ja sehr gespannt, wie eine Datenschutzerklärung für die Websites aussehen müsste, damit das zulässig wäre. Da stellt sich nämlich auch die Frage, ob diese Zustimmung nicht auf der einsetzenden Website erklärt werden muss (und nicht nur in den Nutzungsbedingungen von FB), auch wenn das technisch nur eine Code-Integration von FB ist.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (19:26:41)

    eine der neuen Partner-Websites auch BING sein kann, dh der Social Graph landet bei BING Wie meinst du das? Auch wenn Bing Social Plugins verwendet, werden die durch den iFrame generierten Nutzerdaten ja "nur" von Facebook "aufgezeichnet", jedoch nicht von BING.

  • Andreas Göldi

    22.04.10 (19:37:27)

    @Christoph: Eben darum sag ich ja: Wenn Facebook das durchziehen kann, wissen sie mehr über individuelle User als sonst irgendwer im Netz. Das ist ein potentiell extrem wertvolles Asset. Aber die Datenschützer werden da auch noch ein Wörtchen mitreden. @Martin: Microsoft ist einer der grössten Aktionäre von Facebook, ist die Default-Suchmaschine in FB und vertieft derzeit die Zusammenarbeit mit FB deutlich (siehe docs.com). Offiziell hat Microsoft bisher keinen einfachen Zugriff auf die Daten, aber man braucht nicht viel Phantasie, um sich so einen Deal vorstellen zu können.

  • Christoph Kappes

    22.04.10 (19:37:52)

    Die neuen, von Facebook vorgeschlagenen Nutzungsbestimmungen sehen die Weitergabe von Userdaten an ausgewählte Partner vor. Bisher hat FB im Blog nur CNN, AOL (Chat) und Yahoo erwähnt. Die Liste ist aber nicht abschliessend und auch nicht in den Bestimmungen genannt. Wenn die neuen Bestimmungen greifen, kann FB den sozialen Graphen inklusive Segmentierung und Liste der getrackten URLs an Bing übergeben. Damit hätte sich auch das Investment von MS in FB in der Series C ausgezahlt, weil MS so an einen sozialen Graphen kommt, den Google in dieser Breite noch nicht hat, da die personalisierten Google-Services nicht annähernd die Verbreitung wie FB haben.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (19:41:03)

    Ach diese "Baustelle" meinst du. Ok. Die hatte ich hier ja auch schon kritisiert. Wichtig ist jedoch zu unterstreichen, dass herkömmliche Social Plugin-Verwender keinen Zugriff auf diese Nutzungsdaten erhalten. Dass betrifft also nur die vorausgewählten Partner. Dennoch unangenehm.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (19:47:33)

    Fragt sich, ob es nicht eher Aufgabe der User wäre, hier Facebook die rote Karte zu zeigen.

  • Christoph Kappes

    22.04.10 (19:50:15)

    @Martin: das ist ja die Pointe: - Website-Betreiber bekommen Traffic aus Facebook heraus und führen im Gegenzug a) Traffic an FB zurück und machen b) kostenlose Werbung für Facebook - FB nennt diverse Partner, nicht aber den naheliegendsten, nämich MS und täuscht damit die User (wenn es so kommt) - FB und Microsoft nutzen die Daten zum "Angriff" auf Google, während Google im Visier der Datenschützer ist - Wenn jetzt noch das neue Ad-System von Facebook kommt und die Partnerschaft mit MS sich auch hierauf erstreckt, dann wächst da etwas ganz neues. Man muss nur die Steinchen zusammen sehen.

  • Andreas Göldi

    22.04.10 (20:10:57)

    Schön wär's, wenn die User aktiv protestieren würden. Ich habe auch die Vermutung, dass das (wie jedesmal bei neuen Facebook-Features) in irgendeiner Form passieren wird. Dann ändert FB halt die Terms of Service ein bisschen und macht trotzdem weiter. Aber die Protestierenden werden wie immer eine winzige Mehrheit sein. Der durchschnittliche, Farmville-spielende Facebook-User hat weder Ahnung noch Interesse an diesen Dingen.

  • Martin Weigert

    22.04.10 (20:16:26)

    Und DAS ist nämlich das eigentlich Problem!

  • Martin Weigert

    22.04.10 (20:39:18)

    Hier eine detaillierte Beschreibung, wie das eben besprochene "Instant Personalization"-Feature funktioniert: Facebook’s Instant Personalization Is the Real Privacy Hairball Bisherige Partner: Pandora, Yelp, Docs.com.

  • Andreas Göldi

    22.04.10 (21:46:58)

    Hab ich gerade auf Pandora und Yelp ausprobiert, und das muss wohl ein schlechter Scherz sein. Hab ich jemals Facebook oder Pandora die Erlaubnis gegeben, dass sie allen Leuten meinen schlechten Musikgeschmack mitteilen dürfen? Das war's dann wohl mit mir und Pandora... Zwar wird die Opt-Out-Möglichkeit deutlich angezeigt, aber wir wissen ja, wie das ist: Die meisten Leute lesen das nicht, sondern klicken derartige Hinweise einfach weg.

  • Thomas

    22.04.10 (23:56:45)

    Also ich sehe das Problem auch nicht im "Like"-Button. Da kann ich immerhin selber bestimmen, ob ich draufklicke oder nicht. Viel problematisch sehe ich den Iframe, der wie hier auch schon einige erwähnt haben, Facebook die Möglichkeit gibt, mein Surfverhalten zu tracken. Das kann ich nicht verhindern - es sei denn ich melde mich immer ab und lösche jedes Mal dann die Cookies. Für jemanden, der Facebook gerne und häufig nutzt, einfach zu aufwändig. Man kann sich natürlich auch ganz abmelden, aber ich sehe im Moment keine gleichwertige Alternative zu Facebook. Die spannende Frage ist für mich: wie sieht eine Lösung für die Zukunft aus? Wir müssen dringend wegkommen von diesen zentralisierten Diensten und ich denke schon länger darüber nach, ob man soziale Netze wie Facebook nicht auch dezentralisieren kann. Ähnlich wie das mit StatusNet als Twitter-Alternative funktioniert (auch wenn es bisher wenig benutzt wird). Dafür bräuchte man natürlich erstmal ein offenes Protokoll, und eine Open Source Implementierung, damit jeder sein Profil selber hosten kann. Dies lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen, aber es wundert mich, dass es bisher anscheinend kaum Anstrengungen in diese Richtung gibt. Ich halte das für äußerst wichtig.

  • Christian Scholz

    23.04.10 (00:04:28)

    Es gibt da genügend Protokolle und Spezifikationen, die dies ermöglichen. An denen arbeiten sogar Google, Facebook, Yahoo und viele andere zusammen dran. Ich empfehle da unseren Podcast unter http://openwebpodcast.de/, da haben wir schon einiges erwähnt und auch dezentrale soziale Netzwerke. Das Problem mit dem Hosting ist aber, dass es nur eine winzig kleine Minderheit machen wird. Hinzu kommt die Usability, die eigentlich nur größere Firmen gewährleisten können. Denn nur die machen Usertests und ähnliches. Auch ist die Sicherheit dann ja nicht automatisch gegeben. Daten muss man ja austauschen können, sonst ist es kein Netzwerk. Und wenn man Daten austauscht, dann muss man Sicherheitseinstellungen haben. Je komplizierter die sind, desto weniger werden sie genutzt. Dasselbe Problem hat ja auch Facebook. Ich war im übrigen auch 2 Jahre lang im Vorstand der Data Portability-Gruppe, aber auch das ist leider verglichen mit den Anfängen etwas eingeschlafen. Ergo interessiert sich wohl keiner so wirklich für die Themen. Und so lange nicht was ganz Schlimmes passiert, wird sich das wohl auch nicht ändern. Und ob irgendwas ganz Schlimmes passieren wird, steht ja auch in den Sternen (auch hier nochmal ein Aufruf, mir konkrete Szenarien zu nennen).

  • Spieler

    23.04.10 (00:08:51)

    Tja die Entwicklung muss weitergehen, aber diese Neuerung sind zu geekig und werden bald vergessen sein.

  • Thomas

    23.04.10 (00:39:08)

    Danke für den Hinweis auf den Podcast, klingt sehr interessant, werde ich mir mal zu Gemüte führen! onesocialweb kenne ich noch gar nicht, hört sich aber schon mal viel versprechend an. Angenommen es gäbe ein dezentrales soziales Netzwerk, würden natürlich die meisten Nutzer bei einem Provider angemeldet sein und nicht selber hosten. Ähnlich wie bei E-Mail heute. Trotzdem wäre es ein Vorteil, dass ich es könnte und erstmal die Kontrolle über die Daten habe - die ich zum Teil natürlich wieder abgeben muss, wenn ich mit Nutzern anderer Provider in Kontakt trete (je nachdem wie die Implementierung dann aussieht), aber bei Facebook gebe ich meine Daten von vornherein ganz aus meiner Kontrolle. Naja was kann Schlimmes passieren? Ich finde es allein schon beunruhigend, was Facebook über mich weiß. Und dieses Wissen wird nun noch weiter ausgebaut. Das ist kein Vorwurf gegenüber Facebook, ich nutze die Funktionen gerne und dabei fallen diese Daten natürlich an. Aber es wäre mir lieber, ich hätte die Wahl, die Kontrolle zu behalten. Auch wenn mir schon bewusst ist, dass dezentrale Netze nicht sämtliche Datenschutzprobleme aus der Welt schaffen würden. Dass die Software sicher und einfach zu bedienen sein muss. Ohne eine große Firma im Rücken, wird das wohl schwierig werden, da geb ich dir Recht. Aber es gibt ja große Firmen, die auch Open Source Produkte (mit)entwickeln.

  • Florian Steglich

    23.04.10 (11:00:29)

    In meinen Privatsphäre-Einstellungen war das entsprechende Häkchen bei "Umgehende Personalisierung zulassen" nicht gesetzt (Konto » Privatsphäre-Einstellungen » Anwendungen und Webseiten » ganz unten), bei den US-Nutzern ist das aber offenbar default gesetzt. Zugeständnis an den deutschen Datenschutz?

  • Martin Weigert

    23.04.10 (12:04:04)

    Ist bei mir interessanterweise genauso - und ich nutze Facebook auf Englisch, mit Hometown Berlin und aktueller Standort Stockholm... Gestern fehlte die Funktion noch ganz, heute ist sie da, aber Opt-In, nicht Opt-Out. Fragt sich nun, ob das mittlerweile bei US-Nutzer auch so ist...

  • Andreas Göldi

    23.04.10 (14:56:20)

    Sie haben eindeutig was geändert. Gestern sah die Privacy-Seite noch anders aus, heute wird das mit der Instant Personalization plötzlich viel ausführlicher erklärt. Hier in den USA scheint der Default aber immer noch Opt-In zu sein. Super ist natürlich auch die Klausel: "Please keep in mind that if you opt out, your friends may still share public Facebook information about you to personalize their experience on these partner sites unless you block the application."

  • Rob Vegas

    25.04.10 (03:05:00)

    Für uns ist es ein kleiner Button. Für Facebook die Welt.

  • Stephan Kreis

    26.04.10 (15:03:21)

    das kommt doch immer drauf an wie man es sieht, facebook entwickelt sich ;-) die bleiben nie stehen

  • Tomcat

    12.05.10 (07:27:58)

    Facebook hat zwar keine tödlichen Selbstschussanlagen und keinen Schießbefehl gegen das Verlassen des Netzwerks. Aber das Netzwerk zu verlassen hat eben die Folge, dass man die Kontakte zu den anderen Mitgliedern nicht mehr so einfach oder gar nicht mehr halten kann. Das ist nüchtern betrachtet egal, wenn man die Leute eh nur über Facebook und nicht in Real Life kennt. Wenn man seine Kommunikation mit Freunden oder Bekannten darüber abwickelt, hat dies sehr wohl Folgen für die reale Welt, ähnlich wie wenn einem das Telefon abgeklemmt wird weil man nicht mehr die Telekom als Anbieter will. Damit kann aber auch ein Gruppendruck entstehen, dabei zu bleiben, und es wurde schon an anderer Stelle darauf hingewiesen dass Facebook auch gewisse kultartige Elemente hat (Is Facebook a cult?). Gemeinsam mit einem Kult ist jedenfalls, dass die Nutzer massive Grenzüberschreitungen in Bezug auf ihre Privatsphäre tolerieren, nur um weiterhin dazu zu gehören.

  • TomCat

    12.05.10 (07:41:19)

    Zitat: Letztlich ist die theoretische Freiheit, Gesetze zu brechen, offenbar für viele ein wichtiger Aspekt. Nein. "Information über" hat einen starken Machtaspekt, wenn Beziehungen nicht symmetrisch sind. wie z.B. Bruce Schneier betont. Es ist kein Zufall, dass gerade der Adler mit seinem überlegenem Sehvermögen und der Fähigkeit, blitzschnell zuzustoßen, ein Wappentier der Macht ist. Das Recht auf Privatsphäre ist ein Abwehrrecht des Individuums gegenüber dem Staat oder anderen Machtzusammenballungen, und dieses Recht schleift Facebook gerade.

  • Biologiestudent

    05.03.11 (19:31:48)

    Um den like Button kommt man heute kaum noch herum. Er findet sich auf fast jeder Seite. Ohne ihn hat man als Webmaster einfach wesentlich weniger Besucher... Dennoch allerdings sind die Konsequenzen die eine Nutzung dieses Buttons mit sich bringt kaum abzuschätzen. Und nachdem überall so sehr um Datenschutz gekämpft wird halte ich es doch für ziemlich leichtsinnig sie hier so leichtsinnig zu verschenken!

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