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15.08.14

Erste Übernahme: EyeEm kauft Schweizer Startup sight.io

EyeEm hat seine erste Übernahme vollzogen: Die Macher des Schweizer Unternehmens sight.io entwickeln ihre Foto-Analyse-Technologie künftig für das Berliner Startup weiter.

Sight.ioFür den Berliner Fotodienst EyeEm entwickelt sich 2014 zu einem anscheinend sehr guten Jahr. Mit ansehnlichen zehn Millionen registrierten Nutzern starteten die Hauptstädter ins Jahr. Im Frühling wurde ein Marktplatz für Fotos lanciert, über den Nutzer Smartphone-Schnappschüsse zu Geld machen können. Es folgte die Bekanntgabe einer Kooperation mit Getty Images. Parallel rekrutierte das 2011 gegründete Startup Schlüsselpersonen wie etwa Flickrs ehemaligen Produktchef Markus Spiering . Zuletzt leitete EyeEm Partnerschaften mit einer Reihe von Webgrößen ein: Uber, Foursquare und die Huffington Post nutzen die deutsche Foto-Community, um Anwender themenspezifische, die eigene Marke unterstützende Fotos anfertigen zu lassen. Vor einigen Wochen veröffentlichte das Startup außerdem eine komplett überarbeitete iOS-App.

Heute kommt die nächste Nachricht aus Berlin-Mitte, wo EyeEm seinen Sitz hat und wo die meisten der jetzt rund 50 festangestellten Mitabeitenden tätig sind: EyeEm kauft das Schweizer Startup sight.io. Dieses hat eine Technologie entwickelt, die Bilder analysiert und aufgrund verschiedener Werte die besten Exemplare innerhalb einer Sammlung identifiziert. Der Macher Appu Shaji wechselt zu EyeEm und wird seine Arbeit dort fortführen.

"Für uns ist eine solche Technologie sehr wichtig. Immer mehr Fotos besitzen immer weniger von Benutzern hinzugefügte Daten, die uns über Qualität Auskunft geben können. Sight.io erledigt dies mit einem Technologieansatz", erklärt Markus Spiering, jetzt Produktchef bei EyeEm, die Motivation hinter dem Kauf.

Auch wenn es sich augenscheinlich um einen klein-dimensionierten Deal handelt (der Kaufpreis ist nicht bekannt), so ist es dennoch die erste Akquisition der Berliner.

EyeEm benötigte einige Zeit, um eine sinnvolle Positionierung zu finden. Anfangs in den Medien gerne als Instagram-Konkurrent betrachtet, richtet sich das Startup mittlerweile eher an die Zielgruppe, die sich einst begeistert bei Flickr die Zeit vertrieb, dort aber das Gefühl bekam, den Wechsel vom stationären zum mobilen Foto-Publishing zu verpassen.

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