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05.07.10Leser-Kommentare

Erfahrungsbericht: Ein Monat mit dem iPad

Der Hype um das iPad hat sich etwas gelegt. Zeit, ein Resümee zu ziehen, welche Rolle das Apple-Tablet nach einem Monat im Online-Alltagsgebrauch eingenommen hat. Top oder Flop?

 

Seit gut einem Monat bin ich Besitzer eines iPads. Obwohl bereits über drei Millionen Geräte des Apple Tablets verkauft wurden, dürfte der ein oder andere Web-, Technik- und Gadget-Freund noch immer mit sich hadern, ob nun das iPad eine sinnvolle Anschaffung ist oder nicht.

Vielleicht kann ich mit einem kompakten Erfahrungsbericht die Entscheidung etwas leichter machen. Als überzeugter Windows-Nutzer, dessen erstes Apple-Produkt jemals ein iPhone war, denke ich zudem, einigermaßen objektiv über die Qualitäten und Schwächen des iPad im Online-Alltagsgebrauch urteilen zu können.

Das Wichtigste vorneweg: Ich bin mit dem iPad in höchstem Maße zufrieden, glaube aber, dass es im Gegensatz zum iPhone kein Gerät ist, das sich für jedermann eignet.

Was ich suchte, war ein Gerät mit einer im Vergleich zu Notebooks höheren Portabilität und Flexibilität, jedoch mit einem deutlich größeren Bildschirm, als er bei Smartphones zu finden ist.

Genau hier punktet das iPad, das von mir seit dem Kauf vor über einem Monat ein einziges Mal neu gestartet wurde. Im Gegensatz zu einem Laptop, der immer erst "entkabelt", vom Schreibtisch geholt und hochgefahren werden muss, liegt das iPad im Standby-Modus auf meinem Nachttisch (oder an einem beliebigen anderen Ort in meiner Wohnung) und ist durch ein Betätigen des Home-Buttons für den schnellen (morgendlichen) Nachrichtenüberblick innerhalb einer Sekunde bereit - genau wie viele es vom Smartphone ihrer Wahl kennen, nur eben mit einem größeren, augenfreundlicheren Display.

Auch wenn das iPad etwas schwerer und mächtiger ist als ein durchschnittliches Taschenbuch, so lässt es sich dennoch (eine begrenzte) Zeit in einer Hand halten und ähnlich locker handhaben wie ein Buch, nur mit dem Vorteil, den Bildschirm auch einfach auf den Kopf stellen zu können, denn der Inhalt dreht sich ja mit. Nachdem ich mich an das iPad gewöhnt hatte, wirkte mein 12-Zoll-Notebook plötzlich unheimlich sperrig.

Das Surfen mit dem Safari-Browser macht im Gegensatz zum iPhone auf dem iPad richtig Spaß und ist ungemein schnell. Schwierig wird es, wenn eine besuchte Website Flash einsetzt, da das iPad-Betriebssystem iOS bekanntlich kein Flash unterstützt. Gängige Contentsites scheinen sich jedoch größtenteils an die neuen Rahmenbedingungen angepasst zu haben, dort trifft man nur noch selten auf Flash-Elemente.

Sowohl Websites als auch meine RSS-Feeds, die ich über die hervorragende Applikation Reeder auf dem iPad konsumiere, wirken auf dem Apple Tablet fast wie Seiten eines Buches und versprühen eine entspannte, ruhige Atmosphäre. Wie ähnlich die Wahrnehmung von Inhalten auf dem iPad und in Büchern ist, wurde mir klar, als mich ein Reflex kürzlich dazu trieb, in einem Papierbuch mit dem Finger ans Seitenende scrollen zu wollen.

Nach einem Monat mit dem iPad kann ich feststellen, dass der Konsum von Texten (auf Websites und in Apps) auf dem Tablet eine pure Freude ist und deutlich mehr Spaß macht, als dies auf herkömmlichen Computer-Bildschirmen der Fall ist. Nur wenn es richtig schnell gehen soll, z.B. beim blitzschnellen Überfliegen von Dutzenden RSS-Elementen, ziehe ich mein an einen externen Bildschirm angeschlossenes Notebook vor - allein aufgrund der schnelleren Navigation, die auf das Existieren einer Maus und physischen Tastatur zurückzuführen ist.

Neben dem Konsum von Texten ist das zweite primäre Einsatzgebiet meines iPads das Abspielen von Videos. Für das Anschauen von auf meinem lokalen Media-PC befindlichen Serien und Filmen verwende ich Air Video, die für meinen Geschmack beste und nützlichste Anwendung für das iPad überhaupt. Außerdem streame ich häufig Nachrichten, bevorzugt morgens oder abends. Glücklicherweise bieten quasi alle Fernsehsender hier in Schweden iPhone-Apps mit einem Großteil ihres Programms an (auch das Öffentlich-Rechtliche), deren Inhalte durch das Vergrößern auf iPad-Format zwar etwas verpixelt dargestellt werden, aber immer noch gut genug sind, um sie spontan und On-Demand auf dem Tablet anzuschauen. Und dass YouTube über die integrierte App auf dem iPad richtig Spaß macht, dürfte niemanden überraschen.

Um sich leichter für oder gegen den Kauf eines iPads entscheiden zu können, würde ich aus meiner persönlichen Perspektive folgende Fragen als Hilfestellung verwenden:

  • Wie viele Stunden am Tag werden textbasierte Inhalte an einem beliebigen Bildschirm konsumiert? Je mehr, desto mehr Nutzen bringt das iPad.
  • Welchen Stellenwert hat der Lesespaß beim Konsumieren von textbasierten Inhalten? Je größer, desto mehr Nutzen bringt das iPad.
  • Wie viele Stunden am Tag werden Videos an einem beliebigen Bildschirm konsumiert, mit Ausnahme des TV-Geräts? Je mehr, desto mehr Nutzen bringt das iPad.
  • Welchen Stellenwert hat insgesamt das Benutzererlebnis beim Konsum von digitalen Inhalten? Je größer, desto mehr Nutzen bringt das iPad.

Das iPad ist meines Erachtens nach nicht das beste Gerät, um besonders schnell und effizient digitale Inhalte abzuarbeiten. Das iPad eignet sich eher für Genießer und für Leute, die optimale Rahmenbedingungen für das Betrachten von (Online)-Content schaffen möchten. Zumindest für mich dominiert beim iPad Qualität, nicht Quantität, was sich z.B. an der sehr geringen Zahl von Apps bemerkbar macht, die ich installiert und regelmäßig im Einsatz habe. Das iPad ist meines Erachtens nach weniger ein Allrounder (wie das iPhone) sondern eher ein Spezialist, der ausgewählte Prozesse und Aktivitäten mit Bravour meistert.

Mein größter (und einziger echter) Kritikpunkt ist die Touch-Tastatur, an die ich mich auch nach fünf Wochen noch nicht gewöhnt habe. Kann man beim iPhone locker und mit etwas Übung auch recht schnell mit einem Finger schreiben, liegen die "Tasten" beim iPad dafür zu weit auseinander, außerdem ist das Gerät dafür zu groß und zu schwer. Um mit zwei Händen tippen zu können, muss das iPad hingegen irgendwo abgelegt werden, und auch dann geht mir das Verfassen von Texten oder Mails nur sehr langsam von der Hand. Zwar kann man eine externe Tastatur hinzukaufen, aber das würde die Stärken des iPads (Flexibilität, Portabilität) irgendwie zunichte machen. Update: Einige Kommentatoren äußern sich ausgesprochen positiv über die Bildschirmtastatur, besonders wenn das iPad vor einem liegt.

Abschließend noch einige lose Anmerkungen und Beobachtungen:

  • Ich habe die kleinste iPad-Version mit 16 Gigabyte Speicher und ohne UMTS. Für mich ist das iPad ein Zu-Hause-Gerät, und da ich kürzlich endlich einen Jailbreak für mein iPhone durchgeführt und die MyWi-Applikation installiert habe, steht mir bei Bedarf sowieso ein mobiler WLAN-Hotspot zur Verfügung.
  • Die Akkuleistung des iPads ist beeindruckend und reicht locker für Langstreckenflüge. Meine persönliche Beobachtung ist zudem, dass gerade beim Anschauen von Videos besonders wenig Strom benötigt wird.
  • Ich bin - bis auf Ausnahmen - kein Gamer, glaube aber, dass auch begeisterte Zocker ihren Spaß mit dem iPad haben.

Unbeantwortet bleibt nun noch die Frage, ob - die Intention zu einem Tablet-Kauf vorausgesetzt - man ein iPad oder eine Android-Alternative bevorzugen sollte. Da ich noch kein Android-Tablet in der Hand hatte, kann ich hier keine praktische Antwort geben. Es ist davon auszugehen, dass Apple im Tablet-Sektor einen Entwicklungsvorsprung vor dem gerade erst in Gang kommenden, heterogenen Android-Tablet-Markt besitzt und dass die Kombination aus hervorragendem Design, ausgezeichneter Benutzerfreundlichkeit und an das iPad angepassten Inhalten/Apps momentan für das Apple-Tablet sprechen.

In einem halben Jahr kann dies jedoch schon ganz anders aussehen. Insofern ist das eine Entscheidung, die ich lieber nicht beeinflussen möchte. Die iOS- vs. Android-Frage muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen.

Falls ihr Fragen rund um das iPad habt oder eigene Erfahrungen schildern möchtet, freuen wir uns über eure Kommentare.

Weitere Erfahrungsberichte zum iPad:

Mein Leben mit dem iPad

Eine Woche mit dem iPad

The iPad is the New Electronic Babysitter 2.0

Apple iPad: Noch kein echtes Arbeitsgerät

Kommentare

  • MaikD

    05.07.10 (14:23:02)

    Hi, also gerade die Bildschirmtastatur hat mich am iPad bisher am meisten begeistert. So schnell und flüssig, wie ich auf dieser Tastatur schreibe, schreibe ich auch auf meiner normalen Tastatur. Nur das man dort noch den "ewigen" Hub hat. Wenige Apps: Da stimme ich zu, ist hier genauso. Surfen, RSS, Video on Demand - mehr braucht man fast nicht. Wer den Künstler in sich entdeckt, der sollte noch eines der vielen Malprogramme testen (Brushes, Zeichenpad etc.) - die sind meines Erachtens wirklich bestens gelungen und sind für Kleinkinder bis zum Greis geeignet. MaikD

  • Martin Weigert

    05.07.10 (15:26:42)

    Überraschend, dass wir bei der Tastatur so unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wie schreibst du? Mit beiden Händen, das iPad liegend? Gerade wenn ich auf dem Sofa sitze und das iPad in einer Hand halte, empfinde ich das Tippen als recht irritierend.

  • Daniel Peters

    05.07.10 (15:35:11)

    Meine Nutzungserfahrungen nach einem Monat sind ähnlich. Ich nutze auch Air Video, schaue aber auch viele embedded Videos innerhalb von Seiten. Hier bemerke ich, dass sehr viele der Seiten mittlerweile ein iPad-freundliches Format bieten und nur ganz wenige Videos nicht abspielbar sind. Die Tastatur benutze ich gar nicht so häufig. Sie reicht aber zur Eingabe von Mail-Adressen, Passwörtern, und auch mal für ein Kommentar. Für lange Mails oder Texte greife ich dann doch zum MacBook. Ab und an verbinde ich auch mal meine Bluetooth-Tastatur mit dem iPad und nutze Pages. Aber die Erfahrung zeigt mir, dass der Griff zum Macbook dann doch meistens praktischer und schneller ist. Insgesamt hat das iPad ca. 90% der Aufgaben meines MacBooks übernommen, denn ich habe immer schon viel gelesen. Natürlich ist es nichts für diejenigen, die den ganzen Tag Videos schneiden, in Photoshop Bilder bearbeiten oder Sounddesign machen. Aber dafür ist das iPad auch nicht gemacht worden. Es ist für mich das perfekte Couch-Gerät. Und wenn ich doch mal draußen Internet brauche, dann mache ich es so wie du und schalte MyWi scharf. Die 3G Variante wäre mir da zu teuer gewesen, da ich nur wirklich selten unterwegs Netz brauche. In der Bahn lese ich dann eher den Spiegel, Wired oder Brand Eins. Oder ich lese in Readitlater meine Items weg. Wie auch immer - es hat sich voll in meinen Alltag integriert.

  • @KomPsych

    05.07.10 (16:47:06)

    Hallo! Na, unter diesem Artikel kann ich doch gleich mal die Frage posten, die mich zur Zeit am meisten beschäftigt. Dass ich mir ein Tablet kaufen werde steht außer Frage. Da ich seit 1,5 Jahren begeisterter iphone Besitzer bin, tendiere ich auch sehr zum iPad. Da weiß man, was man bekommt! Und solange Tablets nicht mit einer Art angepasstem Windows Betriebssystem laufen, ist Apple für mich die eleganteste Lösung. Ach ja, ich wollte ja eine Frage stellen: Denkt ihr, man sollte mit dem iPad kauf noch warten, bis die nächste Generation möglicherweise mit einem Retina Display raus kommt? Ich werde das ipad sicher viel zum lesen von RSS Feeds und Büchern nutzen. Dazu nutze ich zur Zeit sogar schon mein iphone 3G. Da ich demnächst meinen Vertrag verlängern darf und dann stolzer Besitzer eines iphone 4 bin befürchte ich, dass ich diesen brillanten Bildschirm auch gerne auf meinem iPad auch nicht mehr missen möchte. Was meint ihr dazu?

  • Rico

    05.07.10 (17:20:24)

    Hi, mir gehts ähnlich wie MaikD - die Tastatur ist für mich die absolute Positivüberraschung - das tippen darauf, mit beiden Händen, iPAD liegend auf dem Tisch o.ä. geht rasend schnell und fast ohne Vertipper. Mein MacBook nutze ich wirklich immer weniger und nehme es bei Tagesterminen für unterwegs gar nicht mehr mit. Aus meiner Sicht ist das iPAD ein absolute Überraschung und inzwischen nicht mehr verzichtbar.

  • Bastian Nutzinger

    05.07.10 (17:27:16)

    1) Die Pixeldichte auf dem iPad (ca. 150ppi) ist heute schon der des PC-Monitors fast um das doppelte überlegen und macht es zum Lesen sehr geeignet. 2) Ich halte es für unwahrscheinlich, dass wir nächstes Jahr schon ein iPad mit Retina Display sehen werden. Um die 300+ppi zu erreichen müsste das iPad eine Auflösung von über 2560x1600 pixeln liefern und das gibt der A4-Prozessor einfach nicht her. Wenn du also auf eine höhere ppi-Zahl spekulierst, würde ich nicht warten.

  • Martin Weigert

    05.07.10 (17:28:22)

    Thx Bastian dass du einspringst! Ich kann noch nicht einmal optisch vergleichen, da es dass iPhone 4 hier in Schweden noch nicht gibt.

  • Martin Weigert

    05.07.10 (17:29:23)

    Seltsamerweise befinde ich mich selten in Situationen, in denen das iPad vor mir liegt. Eher bin ich es, der liegt, und in dieser Position schreibt es sich nicht so flott, wie du es beschreibst ;)

  • Bastian Nutzinger

    05.07.10 (17:32:27)

    Kann dem Erfahrungsbericht nur zustimmen. Habe die gleichen Einsatzgebiete für mich entdeckt und liebe auch das Lesen auf dem Gerät. Nur in Punkto Bildschirmtastatur muss ich, wie meine Vorredner widersprechen. Gerade unterwegs (in der Bahn im Flugzeug) ist die Tipperfahrung für mich auf dem iPad der auf einem Laptop überlegen. Ich kann jedem nur die offizielle Schutzhülle von Apple empfehlen, ist vielleicht nicht die hübscheste aber die Möglichkeit den Deckel um zu klappen und als "Ständer" zu benutzen hat das Tippen auf dem iPad für mich perfekt gemacht. (Funktioniert auch auf dem Schoß, wenn mal kein Tisch vorhanden ist)

  • Martin Weigert

    05.07.10 (17:37:40)

    Ich habe nun einen Hinweis auf eure positiven Erfahrungen mit der Bildschirmtastatur im Artikel untergebracht. @ MaikD, Rico, Bastian Schreibt ihr auf physischen Tastaturen mit 10 Fingern, blind? Das mache ich, eventuell rührt die unterschiedliche Wahrnehmung der iPad-Tastatur daher?

  • Bastian Nutzinger

    05.07.10 (17:54:17)

    Möglich. Ich schreibe zwar blind aber eher in einer art 8-1/2-Finger-Super-Adler-Such-System (wenn du verstehst, was ich meine ;))

  • Martin Weigert

    05.07.10 (17:56:49)

    Yes. Möglich, dass dir die "Umgewöhnung" deutlich leichter fällt.

  • MacMacken

    05.07.10 (20:33:48)

    Ich hoffe immer noch, Apple bietet endlich eine brauchbare Synchronisation für Dokumente an – ich lese viele digitale Dokumente, darunter aber auch viele PDFs … :( Ansonsten: Ja, das iPad ist sehr überzeugend für ein Gerät der ersten Generation! :)

  • Daniel

    05.07.10 (22:05:11)

    Ich habe als Student das iPad täglich mit in der Uni. Der größte Vorteil dabei ist, dass mein Notebook an Tagen an denen ich nichts programmieren muss komplett zu Hause bleibt. Ich muss relativ wenig in den Vorlesungen mitschreiben und für das was ich schreiben muss, reichen das iPad und Pages sehr gut aus. Zumindest solange man keine Umlaute etc. schreiben muss. Denn das dauert ewig auf dem iPad. Zum Tippen habe ich zwei Varianten entwickelt: 1.) Das iPad liegt und ich schreibe mit 6 Fingern. Bei mehr als 6 bemerke ich, dass teilweise Buchstaben in der falschen Reihenfolge erscheinen. 2.) Ich halte das iPad mit zwei Händen und tippe mit den Daumen. Das geht vor allem hochkant problemlos (beispielsweise bei der Eingabe von URLs) in Querformat klappt es so lala. Da ich recht lange Finger haben, komme ich so gerade an die Tasten in der Mitte, aber es ist doch etwas umständlich. Am meisten vermisse ich beim Tippen allerdings Pfeiltasten. Wenn man etwas nachträglich ändern möchte, muss man erst lange auf den Test drücken, bis die Lupe erscheint, dann muss man zur entsprechenden Stelle die Änderungen durchführen und dann wieder ans Ende des Texts tippen. Mit Pfeiltasten wäre das wesentlich einfacher. Was mich absolut positiv überrascht hat ist iBooks. Ich habe jetzt mehrere Bücher auf dem iPad gelesen und finde es wesentlich angenehmer als ein reales Buch. Gewichtsmäßig macht es im vgl. zu einem dicken Buch m. M. nach keinen großen Unterschied, aber das Umblättern ist auf dem iPad wesentlich einfacher als mit einem normalen Buch. Insgesamt fällt mir auf, dass ich meinen Rechner - sei es zu Hause oder in der Uni - wesentlich weniger benutze und viele alltägliche Tätigkeiten wie eMail, ToDo oder surfen auf dem iPad erledige.

  • Dirk

    05.07.10 (23:51:01)

    Jepp, mir liegt die Touchtastatur beim iPad ebenfalls sehr gut und das Tippen geht recht flott. Ich musste feststellen, dass meine Ansprüche an den Browser beim iPad größer als beim iPhone sind und kann mit Safari leider gar nichts anfangen. Deshalb nutze ich mit Freude nur noch iCab Mobile. In Safari habe ich nur ein Lesezeichen das heißt "in iCab öffnen". :) Mein PC ist seit Ende Mai auch nur noch selten an und wenn, dann um richtige Aufgaben zu erledigen, die, wie Du schon schriebst, mit dem iPad nicht oder nur umständlich zu bewerkstelligen sind. Ich kann für mich auch das Fazit ziehen, dass sich der Kauf gelohnt hat. Übrigens: 32 GB ohne 3G, weil nur zu Hause im Einsatz.

  • Othmar Buchs

    06.07.10 (08:41:15)

    Danke für den nützlichen Bericht und die Kommentare. Ich frage: Stimmt es immer noch, dass kein USB Anschluss vorhanden ist, ich also weder einen Stick noch eine externe Festplatte nutzen kann?

  • Martin Weigert

    06.07.10 (08:58:41)

    @ MacMacken, Daniel, Dirk Danke für eure Ergänzungen und Kommentare. @ Othmar Buchs Ja das stimmt. Persönlich habe ich dies jedoch zu keinem Zeitpunkt als Problem empfunden.

  • Bastian Nutzinger

    06.07.10 (09:01:32)

    Ja und nein. Es gibt einen Adapter mit dem man externe USB-Geräte (und SD-Karten) anschließen kann. Es funktionieren allerdings nur wenige ausgewählte Geräteklassen. Von Kameras können Photos importiert werden und externe Tastaturen können angeschlossen werden. So weit ich weiß ist es jedoch nicht möglich direkt auf das externe filesystem zuzugreifen und dort Dateien ab zu legen oder zu kopieren (wie auch, gibt ja keinen Finder ;))

  • MacMacken

    06.07.10 (10:49:12)

    … insbesondere ist es nicht möglich, auf Daten auf einem USB-Stick zuzugreifen oder sogar einen USB-Stick für Mobilfunk zu verwenden.

  • Jürgen Geiß

    06.07.10 (17:45:23)

    Statt externe Festplatten könnte man "DropBox" verwenden. Damit kann man beliebige Dokumente "in die Cloud" legen und hat sie am iPad immer dabei.

  • Martin Weigert

    06.07.10 (17:47:59)

    Genau, geht auch zu kleinen Zahl meiner bevorzugten Apps.

  • Arno.Nyhm

    07.07.10 (01:21:33)

    ich vermisse beim iphone und beim ipad eine gast funktion! ich habe immer ein ungutes gefühl mal in ruhe mein ipad / iphone jemanden zum testen / spielen etc zu geben. zu gross die gefahr, dass dann bestimmte app gestartet werden wo ich das nicht will. ein beispiel: ich möchte nicht dass meine email gelesen werden oder meine surfhistory angeschaut wird etc. schön wäre es wenn man im guestmodus: bei einigen app eigen settings hat (z.b. um mail zu demonstrieren / oder surfhistory in safari) oder ich den zugang oder gar die icon anzeige bei einigen programmen ausschalten kann, so dass einige apps im gast modus gar nicht angezeigt werden (religion / erotic oder sonstiges privates)

  • Arno.Nyhm

    07.07.10 (01:22:47)

    Messengers / skype / msn / yahoo chat etc. swill ich auch nicht gerne geöffnet haben wollen ... etc. daher geht ein ... gib mir mal kurz dein ipad ... nun mal leider nicht ...

  • Martin Weigert

    07.07.10 (06:34:55)

    Guter Punkt, ein Gast-Modus! Ich teile deine Bedenken, was z.B. der Grund ist, warum ich Facebook kaum vom iPad aus nutze und auch nicht die Facebook iPhone-App installiert habe (eine für's iPad gibt's ja ohnehin nicht).

  • MacMacken

    07.07.10 (09:47:39)

    … oder mehrere Benutzerkonten – oder eine Konfiguration, die verhindert, dass Kinder Apps löschen können. Man merkt halt, wie Steve Jobs das iPad nutzt! ;)

  • Meeresbiologe

    07.07.10 (14:04:19)

    Zum Tablet in Vorlesungen: Wäre gerade für ein Tablet nicht auch die Eingabemöglichkeit von Handschriftlichem naheliegend und praktisch? Gips das schon für ipad wie andere Tablets?

  • Jürgen Geiß

    08.07.10 (10:15:26)

    Handschriftenerkennung (und Zeichnen) ist nur gut mit einem Stift möglich. Und genau das soll ein iPhone/iPad etc. nicht können: Einen Stift benutzen. Alles soll mit dem Finger bedienbar sein, damit man keinen Medienbruch begeht und zusätzlich mit einem Stift rumfummeln muss. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass es immer wieder lästig ist, einen Stift irgendwo herauszuziehen, um etwas bedienen zu können. Ich bin technisch nicht so versiert, um sagen zu können, ob man auf einem kapazitiven Display überhaupt gut mit einem Stift hantieren kann. Auf meinem iPhone jedenfalls tut sich gar nichts, wenn ich einen Holz- oder Kunststoffstift benutze.

  • Meeresbiologe

    09.07.10 (10:26:35)

    Na ja, ideal wär ja beides. Eine Verbindung aus Finger- und Stiftbedienung. Also wenn man in iPhone und iPad oder vergleichbaren Geräten auch noch eigene Notizen und Krikelkrakel mit einem Stift eingeben könnte. Wird sicher auch bald kommen, wenn es das nicht längst auch schon gibt.

  • Daniel

    09.07.10 (10:46:05)

    Sowas gibt es bereits, nennt sich Pogo Stift. Ich kann allerdings nicht sagen wie gut der ist.

  • Nikolas

    21.07.10 (18:21:31)

    Danke, für den Review. Ich denke, ich werde mir ein iPad zulegen ;)

  • ck

    01.08.10 (14:40:53)

    prima Überblick, aber der für mich wichtigste punkt wurde leider nicht angesprochen: was kann ich mit texten auf dem ipad machen; annotieren? zitate rausziehen und in anderen anwendungen (simplenote, devon think, mendeley etc.) weiterverwenden? pdfs annotieren und in anderen anwendungen speichern? irgendwelche erfahrungen mit geeigneten apps gemacht? wäre über ein paar hinweise hocherfreut...

  • christian

    06.09.10 (11:35:25)

    Mendeley gibt es mittlerweile als app. ist aber noch in den anfaengen. super ist iannotate zum - na klar - annotieren von pdfs. funktioniert super in verbindung mit dropbox.

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