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30.07.08Leser-Kommentare

E-Commerce: Amazon startet Checkout und Simple Pay

Mit Checkout by Amazon und Amazon Simple Pay lanciert Amazon zwei Warenkorblösungen für die Zukunft.

Ziemlich genau vor einem Jahr hat Amazon den Amazon Flexible Payments Service vorgestellt, eine Schnittstelle, über die Entwickler ein robustes Bezahlsystem in ihre Anwendungen bzw. Webdienste integrieren konnten.

Doch im Gegensatz zu PayPal und Google Checkout – die sich damals übrigens sehr amüsante Gefechte lieferten – war FPS ausschliesslich für Entwickler gedacht und konnte nicht ohne gewissem technischen Know How in bestehende Shops eingebaut werden.

Exciting Commerce berichtet, dass Amazon gerade zwei neue Dienste gestartet hat, die «Weichen für das Shoppingsystem der Zukunft» sind:

  • Checkout by Amazoneine vollständige Warenkorblösung, die mehr oder weniger dem von Amazon bekannten Mechanismus entspricht, inklusive 1-Click Checkout, Rückerstattung, etc.
  • und Amazon Simple Pay – eine abgespeckte Version von Checkout by Amazon.

Kostenpunkt für beide Varianten sind 5% + $0,05 für alle Transaktionen unter $10 und 2,9% + $0,30 für alles darüber, ab bestimmten Umsätzen wird es noch etwas billiger.

Ich bin nun kein Experte in diesem Bereich, aber gefühlsmässig kommt Amazon damit zu keinem schlechten Zeitpunkt. Google Checkout scheint trotz Promotion nicht so richtig in die Gänge zu kommen und der Marktführer PayPal fällt oft mit Problemen und unzufriedenen Kunden auf. Amazon hingegen hat bereits eine riesige Userbasis, für die das Anlegen von Kontaktdaten und Kreditkarteninfo entfällt. Außerdem besitzt man einen guten Ruf bzw. ein bewährtes User-Interface, das sich auch die Händler direkt zunutze machen können.

Gleichzeitig fügt sich das nahtlos in das gesamte Cloud-Produktportfolio von Amazon, das sich weniger laut aber sukzessive in die unterschiedlichsten Bereiche des Web gräbt. Man denke an S3 (Speicherplatz), EC2 (Cloud Computing), SimpleDB (eine Art Datenbank), Mechanical Turk (Crowdsourcing) oder Fulfillment (Logistik).

Amazon bleibt unter den grossen Fünf das Unternehmen, mit der konsistentesten Gesamtstrategie.

Kommentare

  • Sergej Müller

    30.07.08 (17:38:32)

    Genauso wie Google mit seinem Checkout nicht in Deutschland verfügbar. Hierzulande bleibt PayPal die einzige Bezahlalternative in diesem Segment. Ein wenig Konkurrenz würde auch PayPal gut tun.

  • RH

    31.07.08 (16:17:24)

    Die Konditionen sind im Micropaymentbereich deutlich besser, als die von Paypal. Bei $1.00 fallen nur $0.10 Gebühren an, gegenüber $0.38 bei Paypal. Bei $5.00 steht es immerhin noch $0.30 zu $0.70. Somit ist dieser Bezahldienst für digitale Produkte / Gebühren interessant. Bleibt zu hoffen, daß der Dienst bald in Deutschland ausgerollt wird.

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