24.07.08 10:50, von Ronnie Grob

Dummy überrascht: Tom-Kummer-Story gefälscht!

Dummy fliegt für eine Reportage nicht bis nach Los Angeles, sondern erfindet sie gleich in Berlin. Das geht, denn es ist ein Text über Tom Kummer.


Gwyneth Paltrow (Bild Keystone)In einem Blogeintrag gesteht der Chefredakteur der Dummy, Oliver Gehrs, eine Story der letzten, von medienlese.com ausführlich getesteten Schweiz-Ausgabe, gefälscht zu haben. Ausgerechnet (Zwink, zwink, zwink, zwink) die Story des bekannten Interviewerfinders Tom Kummer wurde erfunden!

Die Enttäuschung ist gross. Oliver Geyer, der doch von Tom Kummer, so lasen wir das, bei Bruce Willis und bei Gwyneth Paltrow eingeführt wurde, war gar nicht in Los Angeles, sondern zuhause.

Es sieht fast so aus, als wäre ich auf was reingefallen. Einer gefälschten Story aufgesessen. Geschrieben habe ich nämlich im Dummy-Test diesen Absatz darüber. Er wird als "anerkennend" ausgelegt:

Kümmern wir uns um die beiden Medientexte. Einmal hat Oliver Geyer Tom Kummer in Los Angeles besucht, dort schlaflose Näche verbracht, Gwyneth Paltrow und Bruce Willis kennengelernt und Kummer beim, ?Popp, popp, popp?, Tennisspielen beobachtet.

Nun, ich hätte es gerne gelesen, dass ein Reporter, nur um einen berühmt gewordenen schweizer Journalisten zu treffen, dafür den weiten Weg nach Los Angeles geht. Doch offenbar reichte das Geld oder die Energie mal wieder nur für (Zwink, zwink, zwink, zwink) ein paar Latte Macchiatos in Berlin-Mitte.

Was soll ich sagen? Ich war so naiv, es Dummy zuzutrauen, dass sie es hinkriegen, in die USA zu fliegen und sogenannte "Stars" kennenzulernen. Oder wenigstens die Person zu treffen, um die es geht. Eigentlich bin ich nur enttäuscht, dass sie das nicht gemacht haben.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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Kommentare: Dummy überrascht: Tom-Kummer-Story gefälscht!

Ich kenne den Artikel nicht, würde ihn aber nicht nur in der Logik von Kummer halten, sondern auch von Dummy - und das ist in beiden Fällen nicht pejorativ gemeint. Was wäre dann also inkonsequent? Die blöden Stars - geschenkt! "Prominenz" ist eh mehr oder minder idiotisch (und meist nur eklig), wenn die Protagonisten nicht zumindest "gebrochen" sind. (Britney etwa war eine ganze Zeit lang wirklich interessant!) Kummer aber ist sowieso eine interessante Figur, an der sich einiges Zeitgemäßes kristallisiert. Und den "Borderline"-Journalismus, viel eingeführter vielleicht, als manche denken, könnte man endlich auch mal als eine eingeführte Textsorte betrachten, die nur nicht nur Unterhaltung produziert, sondern durchaus auch Aufklärung! Und sei's nur, weil er auf das Illusionäre der immer noch brav hochgehaltenen Kategorien unserer Medienweltverblendung verweist.

Diese Nachricht wurde von jemand.anderes am 25.07.08 (16:14:38) kommentiert.
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