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09.01.12

Dropscan: Ein Schritt zum papierlosen Büro

Dropscan übernimmt das lästige und zeitraubende Einscannen von Papierdokumenten. Mit einer transparenten Preisstruktur, Gratisscans, einem Empfehlungssystem sowie einer Dropbox-Integration will das Berliner Startup Nutzer zum Einschicken ihrer Unterlagen bewegen.

Startups müssen nicht unbedingt die Welt verändern oder eine Branche revolutionieren wollen, um als innovativ und zukunftsweisend wahrgenommen zu werden. Manchmal reicht es auch aus, bestehende, seit langem von Mittelständlern angebotene Dienstleistungen mit Hilfe des Internets in ein zeitgemäßes Format zu verpacken sowie skalierbar und überregional verfügbar zu machen.

Genau dies trifft auf das Berliner Startup Dropscan zu, das in dieser Woche seinen offiziellen Launch feiert. Das gemeinsam von dem Scandienstleister ODS-Office Data Service, dem E-Commerce-Experten digital.manufaktur sowie dem Entwicklerstudio 030.labs gegründete Jungunternehmen will es Privatpersonen und Firmen so einfach und bequem wie möglich machen, Papierdokumente in digitale Dateien umzuwandeln.

Dropscan richtet sich dabei an alle, die mehr als ein paar Seiten mit nicht allzu sensiblen Inhalten digitalisieren müssen und keine Lust haben, ihre wertvolle Zeit am heimischen Scanner zu verschwenden. Stattdessen legen sie online im Dropscan-Mitgliederbereich einen neuen Auftrag an, schicken die einzuscannenden Unterlagen (Formate A7 bis A3) per Post an Dropscan und finden die fertigen, durchsuchbaren PDF-Dateien innerhalb von drei Tagen in ihrem Dropscan-Account zum Download vor. Anwender, die ihr Dropscan-Konto mit Dropbox verknüpfen, können sich die eingescannten Unterlagen auch direkt in einen Dropbox-Ordner liefern lassen.

Der Dienst aus der Hauptstadt möchte Anwender nicht nur durch seine moderne, einfach zu bedienende Benutzeroberfläche sowie die Dropbox-Integration ködern, sondern will auch mit einer fairen, transparenten Preisstruktur überzeugen: Das Scannen einer Seite kostet ungeachtet des Formats grundsätzlich 0,19 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Auch ganze Ordner können eingeschickt werden - sofern die Seiten nicht geklammert oder geheftet sind. Bezahlt wird per Prepaid-Guthaben. Ab dem Erwerb von 100 Scans gibt es Mengenrabatt. Wer damit einverstanden ist, dass die Originaldokumente anschließend geschreddert werden, hat (abgesehen von den Kosten für das Einsenden der Unterlagen mit der Post) keine weiteren Kosten. Für die fakultative Rücksendung der Unterlagen (nur innerhalb Deutschlands) werden 3,90 Euro fällig.

Gescannt wird ausschließlich in Berlin und von qualifiziertem Personal, das sehr genau auf die Einhaltung der deutschen Datenschutzbestimmungen achtet, versichert Dropscan-Geschäftsführer Christian Schulte. Die drei Tage bis zur Bereitstellung der PDFs sind seiner Aussage nach eher die Ausnahme als die Regel und greifen nur, wenn "ganze Umzugkisten mit Unterlagen" eingeschickt werden. Zumeist geht es also deutlich schneller, bis die digitalisierten Dokumente verfügbar sind.

Mit smarchive , doo und doctape bringen sich diverse deutsche Startups in Position, um das papierlose Büro Realität werden zu lassen. "Die große Frage ist aber, wie die ganzen Papierstapel auf Deinem Schreibtisch in Bits & Bytes verwandelt werden. Dabei wollen wir helfen", so Dropscan-Chef Schulte.

Um neue Anwender an den Dienst heranzuführen und schnell die Bekanntheit zu steigern, setzen er und sein Team auf ein bewährtes Empfehlungssystem, das schon Dropbox eine virale Dynamik verlieh: Zum einen erhält jeder neu registrierte Nutzer 50 kostenfreie Scans. Zum anderen wird auch das Einladen weiterer Anwender mit jeweils 50 Gratisscans belohnt. Gerade in der Anfangsphase, in der Dropscan noch weitgehend unbekannt ist, eröffnet sich so die Möglichkeit, hunderte Seiten von dem Dienst einscannen zu lassen, ohne - abgesehen vom Porto - einen Cent dafür zahlen zu müssen.

Dropscan befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt noch in der geschlossenen Beta-Phase, wird diesen Status aber in den kommenden Tagen ablegen und dann jedem offen stehen. Zehn Nutzer, die es gar nicht mehr abwarten können, laden wir noch heute ein. Hinterlasst dafür einen entsprechenden Kommentar unter Angabe einer validen E-Mail-Adresse im dafür vorgesehenen Feld.

Update: Ab sofort ist Dropscan für alle zugänglich, eine Einladung ist nicht mehr notwendig.

Link: Dropscan

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