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19.10.10Leser-Kommentar

Doodle, Wuala & Memonic: Mit dem eKnife zu einer besseren Konversionsrate

Doodle, Wuala & Memonic haben Details zu ihrem neuen eKnife-Produkt bekannt gegeben: Unter dem Label soll zeitlich begrenzt ein vergünstigtes Paket mit den Premium-Versionen der drei Dienste vermarktet werden.

 

Vor einer Woche berichteten wir über den anstehenden Launch von "eKnife", einer Kooperation der Schweizer Startups Doodle, Wuala und Memonic. Abgesehen von der Einladung zur Online-Pressekonferenz war unklar, was genau hinter dem als "erstes Online Schweizer Taschenmesser" angepriesenen Angebot steckt. Soeben haben die drei Unternehmen das Geheminis gelüftet:

eKnife ist ein unter der Domain www.eknife.ch angebotenes Bundle aus den kostenpflichtigen Premium-Varianten von Doodle, Wuala und Memonic, also leider doch kein neuartiger Dienst auf Basis der drei Webtools (wie auch immer dieser ausgesehen hätte). Der gemeinsame Marketingauftritt unter dem eKnife-Label soll stattdessen Nutzer durch einen deutlichen Preisvorteil zum Kauf der Premium-Services animieren:

Bis zum 31. Dezember erhalten interessierte Nutzer Premium-Jahreszugänge zu allen drei Angeboten, zahlen jedoch nur für zwei. Während für Doodle Premium sonst 22 Euro, für Wuala in der 10 Gbyte-Version rund 20 Euro (29 Dollar) und für das kostenpflichtige Memonic-Paket 29 Euro jährlich anfallen, wird das eKnife für 44 Euro angeboten.

Das Bundle, mit dem sich Termin planen (Doodle), Dateien von unterwegs abrufen (Wuala) und Web-Inhalte online organisieren (Memonic) lassen, soll "für Schweizer Effizienz stehen und die führende Rolle der Schweiz als aufstrebender Technologie-Standort unterstreichen", heißt es.

Mir persönlich stellt sich zwar die Frage, wie groß die Zahl der User ist, die genau an den von diesen drei Services angebotenen Leistungen interessiert sind und sich jeweils nicht mit den Free-Versionen begnügen. Dass aber offenbar ein Bedarf an einer derartigen Verknüpfung besteht, zeigt die Entstehungsgeschichte des eKnife: So soll die Idee aus einer Twitter-Diskussion zwischen @leumund, @bloggingtom und @michelrossier hervorgegangen sein, die sich mit dem Vorschlag an die drei Startups wandten und dort offenbar auf Gehör stießen.

Aus Sicht aufstrebender Jungunternehmen ist die Kooperation der drei Schweizer Webfirmen jedenfalls ein interessantes Experiment, um bei Diensten mit einem Freemium-Geschäftsmodell durch Preisvorteile die Anzahl zahlender Premium-Nutzer und damit die Konversionsrate (Verhältnis Free- zu Paid-Usern) zu verbessern. Sollte das eKnife ein Erfolg werden, ist zu erwarten, dass auch andere Onlineservices im deutschsprachigen Raum einen ähnlichen Versuch starten, oder aber im nächsten Jahr selbst bei einer Neuauflage des eKnifes mit dabei sind (sofern die Schweizer sie lassen).

Der Vertrieb von gebündelten Premium-Paketen bestehender Onlinedienste ist übrigens nicht neu: Das US-Startup AppSumo bietet nach dem Groupon-Prinzip jeweils eine vergünstigte Zusammenstellungen kostenpflichtiger Webservices, die sowohl in der angebotenen Menge als auch in ihrer zeitlichen Verfügbarkeit begrenzt sind.

Disclaimer: Memonic ist aktueller Sponsor von netzwertig.com

Kommentare

  • Martin Raißle

    19.10.10 (15:09:04)

    Dieses Angebot scheint mir schon allein deshalb sinnvoll, weil es die Macher kaum etwas kosten dürfte (potenzielles Hauptproblem sind hier vermutlich Leute, die bereits jetzt alle drei Dienste nutzen) und viele Leute aufhören nachzudenken, wenn sie "Angebot" hören oder lesen. Von daher kann ich diesen Zug voll und ganz verstehen, auch wenn mir 10GB Speicher etwas knapp erscheinen.

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