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19.05.07

Disney-Charaktere erklären erlaubte Copyright-Brüche

Mit einem ausschliesslich aus Disney-Filmen zusammengeschnittenen Video erklärt ein Team der Uni Stanford den erlaubten Gebrauch von urheberrechtlich geschütztem Material.

Sie sind nicht immer leicht zu verstehen, die Sätze, welche das Team des Fair-Use-Projects der Uni Stanford aus den Dialogen von insgesamt 27 (!) Disney-Filmen zusammengeschnitten hat - aber sie machen um so mehr Spass. In fünf Kapiteln erklärt das zehnminütige Filmchen, worum es beim Copyright geht (Geld) und unter welchen Umständen man es brechen darf (Fair Use). Als "Vertreter" des Copyrights "agieren" dabei durchwegs die Disney-Bösewichte, während Dumbo, Schneewittchen und die kleine Meerjungfrau mit grossen Augen ständig wiederholen: "Aber... das ist nicht fair!"

Selbst die Ultimative Provokation liessen die Macher rund um den Copyright-Experten und Anwalt der sogennanten "Public Domain", Lawrence Lessig, nicht aus: Sie lassen die Disney-Charaktere auch gleich erklären, warum sie auf Disney-Filme gesetzt haben: "Weil diese Firma jeden, der etwas von ihrem Material ausleiht, sofort einzuschüchtern versucht", grade dieses Werk aber unter dem Grundsatz des Fair Use (Gebrauch von Ausschnitten von CR-geschützten Werken für Bearbeitung, Parodie, News und mehr - es ist KEIN Recht, sondern nur eine legalistische Ausnahmeregelung, zumindest in den USA) eigentlich unangreifbar sein müsste.

Ich könnte schwören, ich seh den Rauch, der aus den Köpfen der Disney-Anwälte in Los Angeles aufsteigt, selbst vom 700km entfernten San Francisco in den kalifornischen Himmel aufsteigen...

Der Film "A Fair(y) Use Tale" (Quicktime-Streaming)

Webseite des "Centers for Internet and Society" der Stanford Lawschool

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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