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11.04.17Kommentieren

Gastbeitrag

Die Digitalisierung beginnt im Kopf

Ein Gastbeitrag von Christian Scherer.

In einer global digitalen Welt ist es als Unternehmen fatal, die Digitalisierung und Themen wie Arbeit 4.0 auf die leichte Schulter zu nehmen. Deswegen sollte die Themen angepackt werden. Am besten von Anfang an.


Das digitale Büro - ein Traum? (Bild: Pixabay)

Nicht nur digitalisieren, sondern direkt digital sein

Viele Konzerne werben damit, dass sie das papierlose Büro anstreben - sei es aus Gründen des Umweltschutzes, der allgemeinen Digitalisierung oder weil es sich für Verbraucher einfach gut anhört. Für deutsche Akten-Akrobaten ist diese Vorstellung befremdlich und löst mancherorts sogar regelrechte Angstzustände aus: "Du willst mir meine Formulare und Ordner wegnehmen? Was bleibt denn dann noch von meinem Job übrig?!" 

Keine Angst, liebe Papiertiger: Vom komplett papierlosen Büro sind wir noch weit entfernt. Doch jeder Schritt in diese Richtung ist wichtig. Warum? Weil der digitale Wandel nicht auf dem Schreibtisch beginnt, sondern im Kopf der Mitarbeiter.

Der digitale Wandel beeinflusst Deutschlands Unternehmen

67 Prozent der deutschen mittelständischen Unternehmen sehen die Digitalisierung als große Chance und bereiten sich aktiv darauf vor. Digitale Wertschöpfungsketten werden somit geschaffen. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien gewinnen auch in kleinen Unternehmen und im Mittelstand an Bedeutung. Nicht nur die großen Player und DAX-Konzerne handeln, sondern jeder Betrieb kann durch die Umstellung auf digitale Prozesse profitieren, Kosten einsparen und professioneller werden.

Der Weg zum Erfolg: Möglichkeiten nutzen

Natürlich hat nicht jeder Konzern die Möglichkeit, direkt alles umzustellen oder von Beginn an digital zu wirtschaften. Allerdings gibt es große Chancen, wenn man sich der Optimierung der bestehenden Prozesse annimmt: Das beginnt bei der digitalen Verarbeitung von Rechnungen und geht über die Automatisierung von Bestellprozessen bis zur Archivierung von Unterlagen in elektronischen Archiven.

Wir sehen, dass die Digitalisierung nicht nur Bereiche betrifft, die die großen Unternehmen weiterbringt. Jeder Gründer oder Chef sollte sich die Frage stellen, ob er die bestehenden Möglichkeiten optimal nutzt und ob nicht wertvolle Ressourcen wie die Zeit seiner Mitarbeiter verschwendet werden.

Große Fragen:  Dokumentenmanagement-Strategie, Datensicherheit, Offenheit für Neues?

Doch warum sträuben sich noch so viele Unternehmen davor, ihren Papierkrieg zu reduzieren und Prozesse zu optimieren? Ganz einfach: Vielen mangelt es am Fachwissen und der nötigen Ausrüstung. Sie wissen schlichtweg nicht, welche Dokumentenmanagement-Systeme es gibt und wie damit die alltägliche Arbeit erleichtert werden kann. Andere Firmen sehen ein Problem in der Datensicherheit: "Wenn ich meine Dokumente und Abläufe digitalisiere, werden sie vielleicht auch angreifbar?"

Natürlich ist Datensicherheit ein wichtiges Thema und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Allerdings gibt es dabei viele optimale Möglichkeiten, ein sicheres digitales Arbeitsumfeld zu schaffen.

Und noch eine Sache steht dem digitalen Wandel vielerorts im Weg: Der Widerstand der Mitarbeiter! Oft herrscht schlichtweg die Furcht, schlecht bei der Digitalisierung wegzukommen. Aus Angst den eigenen Job zu verlieren, lehnen viele Arbeitnehmer alles Neue ab: Diese Furcht muss aufgebrochen werden, da die Digitalisierung auch die Arbeit der Mitarbeiter erleichtert und den Fokus auf wichtigere Arbeiten erweitert.

Digitalisierung in Schritten

Wie kann nun ein Umdenken stattfinden? Hier ist es wichtig, stufenweise vorzugehen und Vorurteile abzubauen. Protektionismus vor digitalem Wandel wird nicht funktionieren - man wird lediglich den Anschluss verlieren.

Starre Strukturen müssen aufgebrochen werden, sodass vor allem die Schwelle im Kopf überschritten werden kann. Dazu gehören in jedem Betrieb mutige Köpfe, Digital Minds, die vorangehen und mit klaren Argumenten zeigen, dass an der digitalen Entwicklung kein Schritt vorbeiführt.

Autor: Christian Scherer

Christian Scherer ist Marketing Manager von richtiggutbewerben.de und Experte für Online-Bewerbungen sowie digitale Bewerbungsprozesse. Als studierter Kommunikations- und Medienwissenschaftler hat er schon für unterschiedliche Zeitungen geschrieben und ist als geborener Onliner in der digitalen Arbeitswelt zuhause. Infos zum Unternehmen: richtiggutbewerben.de ist eine Online-Bewerbungsplattform, über die die Jobsuchende professionelle Bewerbungsunterlagen wie Anschreiben und Lebenslauf, aber auch die Optimierung von Online-Profilen wie bei XING oder LinkedIn wie in einem Online-Shop buchen können.
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