<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

26.10.10

Digitale Musik: So einfach bekommt ihr Spotify

Seit einigen Monaten benötigt man keine Einladung mehr, um den On-Demand-Musikdienst Spotify auszuprobieren. Zwar ist dieser hierzulande offiziell noch nicht verfügbar, aber mit dem Gratis-Account des VPN-Anbieters Relakks lässt sich dieses "Problem" lösen.

 

Seit über drei Jahren habe ich Spotify auf meinem Radar, den (nein - nicht nur von mir ) viel gelobten Musikdienst aus Stockholm/London, der Millionen von Songs im On-Demand-Verfahren über eine optisch ansprechende Desktop-Applikation verfügbar macht.

Während es auf internationaler Bühne eine ganze Reihe von (nicht in jedem Land angebotenen) Wettbewerbern gibt - von Deezer über Grooveshark , MOG bis hin zu Rdio - ist es dennoch des Startup aus Schweden, das am meisten Aufmerksamkeit und Begeisterung rund um seinen Service aufbauen konnte.

Allerdings ist der Dienst nach wie vor nur aus den acht Ländern Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden erreichbar. Genau wie US-amerikanische Nutzer seit einer gefühlten Ewigkeit auf einen "baldigen Launch" vertröstet werden (angeblich soll es noch dieses Jahr geschehen), sind auch User in Deutschland, Österreich und der Schweiz bisher nur Zaungäste. Anzeichen, dass sich dies in naher Zukunft ändern könnte, gibt es keine.

Entsprechend kreativ sind User im Web, was das Aufspüren von Wegen betrifft, um Spotifys Sperre für IP-Adressen und ausländische Kontodaten (für die Premium-Version) zu umgehen. Eine Google-Suche nach "Spotify account" oder ähnlichen Begriffen offenbart hundertausende Ergebnisse - die allerdings in den meisten Fällen in eine Sackgasse führen oder veraltet sind. Weshalb sich Anbieter wie SpotifyWorldwide entwickeln konnten (via), die auf Umwegen Spotify-Premiumkonten vertreiben - natürlich mit einem entsprechenden Kostenaufschlag.

Seit Mai ist für eine kostenlose Nutzung von Spotify jedoch keine Einladung eines anderen Users mehr notwendig, was den Weg zu einem lang ersehnten Konto des Dienstes deutlich weniger steinig macht. Nun benötigt man lediglich einen Proxy- oder VPN-Server aus einem der Spotify-Länder, und man ist drin - zumindest in Spotify Open, der Gratis-Variante, die einem 20 Stunden On-Demand-Streaming pro Monat gestattet.

Und während nach einiger Recherche sicher jeder irgendwann einen funktionierenden und nicht im Schneckentempo kriechenden Proxy-Server aufspürt, kann dieser Prozess durchaus ermüdend sein (zumindest empfinde ich dies so). Deshalb möchte ich an diesem Punkt auf das meines Erachtens nach beste Verfahren hinweisen, um mit minimalem Aufwand einen Spotify-Open-Account zu eröffnen:

Der schwedische VPN-Server Relakks bietet nämlich seit Ende September einen 24-stündigen Gratis-Account zum Testen des sonst kostenpflichtigen Dienstes an. Ich habe es ausprobiert: Die Einrichtung dauert eine Minute, anschließend erhält man die VPN-Zugangsdaten, die einem für einen Tag eine schwedische IP-Adresse verleihen (eine Software-Installation ist nicht notwendig). Und dann muss man nur noch bei Spotify.com vorbeischauen, ein Konto für Spotify Open registrieren und den Spotify-Client herunterladen.

Spotify Open kann anschließend 14 Tage auch mit ausländischen IP-Adressen verwendet werden. Spätestens nach zwei Wochen muss man also erneut mit einer IP aus einem Spotify-Land erscheinen. Eventuell tut es dann ein neuer Account bei Relakks.

Der durch Geoblocking aufgezogene digitale Zaun im Netz wird löchrig - VPN-Anbietern wie Relakks sei Dank.

Wem das alles dennoch zu umständlich ist oder wer sich nicht mit 20 Stunden Musik pro Monat zufrieden gibt, kann natürlich auch einfach simfy verwenden, das ( mittlerweile einzige ) deutsche Spotify-Pendant (auch in der Schweiz verfügbar).

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer