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29.07.14Leser-Kommentare

Die zweite digitale Revolution: Das Smartphone ist endgültig der neue PC

Eine Studie belegt: Für die Mehrzahl der Deutschen ist das Smartphone das wichtigste aller digitalen Kommunikationsgeräte. Ein Meilenstein im Computerzeitalter.

Mit der Feststellung, dass Smartphones heute für viele Menschen eine wichtige Rolle einnehmen, kann man im Jahr 2014 niemanden mehr hintee dem Ofen vorlocken. Wirft man jedoch einen Blick auf die Rangliste der beliebtesten Primärgadgets, dann wohnt dem doch noch ein Erkenntnisgewinn inne: Es wird deutlich, wie weit diese Entwicklung schon vorangeschritten ist und dass alle Loblieder auf das mobile Web vollkommen berechtigt sind.

Gemäß einer repräsentativen Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes Aris im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom würden 61 Prozent der Smartphone-Besitzer in Deutschland auf keinen Fall auf ihr Smartphone verzichten. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind gar 74 Prozent der Befragten nicht bereit, ohne ihr Smartphone auszukommen . Kein anderes Internetzugangs- und Kommunikationsgerät kann da mithalten. Immerhin noch 58 Prozent der Tablet-Besitzer können sich kein Leben ohne Tablet vorstellen (was belegt, dass Tablets trotz eines abbremsenden Marktes keineswegs als Kurzzeit-Phänomen betrachtet werden sollten). 48 Prozent wollen nicht auf ihren Laptop verzichten, 46 Prozent nicht auf ihr Handy ohne Internetzugang. Der Desktop-PC ist nur noch für ein Drittel essentiell.

Falls noch irgendwelche Zweifel bestanden, so sind diese mit der vorliegenden Untersuchung beseitigt: Das Smartphone ist der Computer für die Massen. Der PC wird lediglich als Wegbereiter dieser Entwicklung in die Geschichte eingehen. Die Relevanz von Desktop und Laptop wird mit großer Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit weiter sinken.

Wer die Mehrheit der Nutzer erreichen möchte, muss einen "Mobile First"-Ansatz verfolgen. Startups, die sich in ihrer Entwicklung in erster Linie auf stationäre Geräte (inklusive Laptops) konzentrieren und Privatanwender ansprechen wollen, verschwenden Zeit und Geld. /mw

Kommentare

  • Michael

    29.07.14 (16:04:34)

    Wobei die Grenze zwischen Touch- und Tastengeräten wohl die zwischen Konsum- und Arbeitsgeräten ist. Selbst für eine simple Reiserecherche mit Notizen halte ich persönlich Tablet und Smartphone für ungeeignet. Das geht am PC mit Tastatur und großen Bildschirm viel schneller und umfassender, weil man viel mehr Gewalt übers Gerät und in Computern mit großen Bildschirmen noch mehr Möglichkeiten hat. Geht weiter mit dem Abspielen von Videos und Audios. Auf Tablet auch möglich, aber mit dem Gefitzel für mich viel umständlicher. Zum Lesen und Twitter durchsrollen auf der Couch und unterwegs sind Tablets ganz praktisch, zum Arbeiten eher nicht. Insofern wäre ich mit dem Abgesang auf PC und Notebook vorsichtig.

  • Heike Simmet

    29.07.14 (16:07:37)

    ... und die dritte digitale Revolution durch Wearables steht bereits in den Startlöchern...

  • Michael

    29.07.14 (16:42:38)

    Nachtrag: Tastengeräte, insbesondere der PC sind vorerst noch leistungsstärker an Betriebssystemen und Schnelligkeit der Hardware. Insbesondere was Schnelligkeit und Stabilität von Seitenaufruf und Videos, Audios angeht. Bei meinen kleineren (ca. zwei Jahre alten) Touchgeräten ist das häufig noch ein größeres Gewürge, bis da mal was kommt. Die Leistungsfähigkeit der Touch-Gadgets ist wohl infolge der hinterherhinkenden Miniaturisierung noch etwas geringer als bei robusteren Computern.

  • Carsten

    29.07.14 (23:24:29)

    na ja, wenn ich richtig arbeiten will, greife ich schon lieber zum laptop oder macbook mit tasten, performance und einfachem bearbeiten und abspeichern von dateien und so - trotz aller liebe zum iphone (der m.e. genialsten it-erfindung aller zeiten)

  • Tobias Kuhles

    30.07.14 (09:00:39)

    Eine Bemerkung vorneweg: Ich bin ein großer Fan von Smartphones und Tablets. Beide Geräte haben zweifellos ihre Berechtigung für bestimmte Anwendungsbereiche, in denen ich sie auch sehr gerne nutze. Telefonieren, chatten, schnell ein paar Sachen im Internet googlen wenn man unterwegs ist, mal lustige Videos auf Youtube schauen usw. ABER: "Das Smartphone ist der Computer für die Massen. Der PC wird lediglich als Wegbereiter dieser Entwicklung in die Geschichte eingehen." Wenn Sie sich da mal nicht irren, Herr Weigert. Der PC ist bereits seit Jahrzehnten ein Massenmedium. Das Smartphone erst seit 7 Jahren, wenn wir die Markteinführung des iPhones 2007 als Beginn der Smartphone-Ära annehmen. Jetzt schon zu sagen, dass der PC nur Wegbereiter für die Smartphones ist/war, ist doch schon eine sehr gewagte Aussage. "Die Relevanz von Desktop und Laptop wird mit großer Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit weiter sinken." Auch das ist eine sehr gewagte Aussage. Ich will keine Filme o.Ä. auf einem Smartphone schauen. Tablet wäre (zumindest vom Bild her, Sound vergessen wir lieber mal) noch ok. Ich will keine Office-Aufgaben, also Word, Excel etc. auf einem Smartphone oder Tablet erledigen wollen. Ich will Spiele zocken, die mehr sind als ein bisschen Daddeln für zwischendurch. Und mit toller Grafik, tollem Sound etc., was mir Smartphone und Tablet auf absehbare Zeit nicht bieten können. Und ich will nicht 2 Mal am Tag mein Smartphone an die Steckdose hängen müssen, nur weil ich für all diese Aktivitäten nur noch eben dieses verwende. Auf absehbare Zeit werden Smartphones und Tablets mit Sicherheit PCs nicht ersetzen können. Nicht im privaten Bereich und noch weniger im beruflichen Umfeld.

  • Thomas

    30.07.14 (11:48:39)

    Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschliessen. Es gibt eine grosse Gruppe Benutzer welche nur ihre Fotos sammeln (nicht einmal ordnen oder ähnliches) Emails lesen wenn überhaupt, und chatten mit was auch immer. Richtiges Arbeiten mit diesen Geräten aber nie gemacht haben oder machen. Für diese Gruppen ist ein Smartphone ein kompletter Ersatz. Das ist es aber schon. Wer schon nur ein bisschen mit Herz Fotografiert und die Bilder auch wiederfinden möchte und so weiter muss eine Anständige Verwaltung haben. Geben Sie auf einem Tablet oder Smartphone nur einmal ein solchen Kommentar ab und beachten sie die Zeit welche sie dafür brauchen! Das ist nur der praktische Aspekt, von der Sicherheit möchte ich schon gar nicht sprechen.

  • Dominik Büsser

    30.07.14 (12:15:59)

    Kein normaler Mensch glaubt, dass PCs = (Ding mit Bildschirm, Tastatur und Maus) abgeschafft werden können.. zwei, drei Beispiele: ..ein Broker: Mit 20 Tablets oder ca. 40 Smartphones... damit er etwa das gleiche sieht wie mit 4 Bildschirmen.. ..die Frau am Bankschalter: Die mit dem Tablet oder Smartphone eine Konteneröffnung machen muss. .. CAD Zeichner: Die versuchen ein Haus oder eine Maschine auf einem Tablet ohne Maus zu konstruieren. .. Ein Programmierer: Der ein App auf einem Smartphone entwickeln muss. .. Eine Sekretärin: Die 100 Briefe auf einem Smartphone tippen muss. .. Skyguide: bekommt dann jeder überwachende Flieger ein eigens Smartphone?.. Ein Paar wenige Beispiele wo bestimmt nie auf ein PC(Ding mit Bildschirm, Tastatur und Maus) verzichtet wird. Es gibt noch hunderte von weiteren Beispielen..

  • Harald Täuschel

    30.07.14 (12:24:09)

    Die genannte Studie und damit das Ergebnis sind schon im Ansatz falsch, da in der Fragestellung "Kommunikation" mit Selbstdarstellung und Narzissmus verwechselt wird. Ist es Kommunikation, wenn "Ich bin jetzt beim Bäcker" getwittert wird, wenn das Bild eines Hamburgers, der gerade verspeist wird, auf Instagram landet oder das Selfie "Ich in der Straßenbahn" auf Facebook erscheint? Es gibt Bereiche, wo die Verwendung von Smartphones durchaus Sinn macht, aber in der überwiegenden Mehrzahl werden sie für Nonsens genutzt.

  • Dennis Hahn

    30.07.14 (16:59:16)

    Das Smartphone ersetzt den Comupter tatsächlich noch in vielen Dingen nicht. Allein die Einschränkung keine vernünftigen Programme installieren zu können...! Außerdem ist entspanntes Arbeiten ohne Tastatur auf Dauer nicht drin. ABER was man nicht leugnen kann: die Zugriffszahlen mit Tablets und Smartphones steigen rasant!! Und die Webseiten-Kultur erhält durch responsive Themes ja auch mehr und mehr eine Revolution. Keiner kann es sich mehr leisten eine statische Webseite zu haben.

  • Martin Weigert

    30.07.14 (19:12:15)

    Danke für eure Kommentare. Ich denke man muss das Ergebnis der Umfrage als das sehen, was sie ist: eine emotionale Aussage über das bevorzugte Kommunikationsgerät. Sicherlich werden viele derjenigen, die das Smartphone als unersetzlich ansehen, beruflich trotzdem auf Notebook oder Desktop-PC angewiesen sein. Nur fehlt ihnen dazu (und zu den darüber bearbeiteten Excel- und PowerPoint-Files) die Bindung. Logisch, dass viele "anspruchsvollere" Computing-Tätigkeiten nicht über Smartphones durchführ bar sind. Geht es aber um Aufgaben, die einigermaßen effektiv über Smartphones erledigt werden können (was immer mehr werden), DANN würde die Mehrzahl das Smartphone vorziehen. So meine Deutung des Ergebnisses. Das heißt: Je fähiger Smartphones werden, desto stärker verlieren Notebook & Co an Bedeutung. Und dass sich die Leistung von Smartphones weiter verbessern wird, ist garantiert.

  • Harald Täuschel

    30.07.14 (20:05:13)

    Herr Weigert, wenn der Artikel eine "emotionale Aussage über das bevorzugte Kommunikationsgerät" ist, warum wird der Artikel dann als objektiver, redaktioneller und vor allen Dingen neutraler Beitrag dargestellt? Typisch für die weitverbreitete Oberflächlichkeit von Smartphone-Nutzern.

  • Martin Weigert

    30.07.14 (20:12:58)

    Ich sehe keine Widersprüche. Unsere Beiträge beinhalten grundsätzlich persönliche Meinungen und Bewertungen. Journalistische Objektivität vorzugaukeln, wie sie in den Leitmedien suggeriert wird, aber schon durch die Selektion, Platzierung und Länge von Themen nie tatsächlich stattfindet, ist nicht unser Stil. Leserinnen und Leser sind in der Regel heute in der Lage, zwischen Fakten und persönlichen Schilderungen/Schlussfolgerungen zu unterscheiden. Da Sie sich in beiden Kommentaren als extremer Kulturpessimist geoutet haben, befürchte ich, es Ihnen ohnehin nicht recht machen zu können.

  • Nils Eckelt

    30.07.14 (20:25:19)

    Sehe ich anders. Das Tablet ist für viele Bereiche bereits ein guter Ersatz für den Laptop und Desktop-Rechner. Internet surfen, E-Mails schreiben gehen am Tablett ebenso komfortabel. Ich sehe den Laptop und Power-Desktop-Rechner als künftige Nische für den Beruf, der das braucht. Anspruchsvolle Bildbearbeitung, IT-Entwicklung, Videoschnitt, Medien im Allgemeinen. "Normale" Bürotätigkeiten können zunehmend vom Tablet übernommen werden. Noch dazu durch die Entwicklung, dass unternehmensinterne Individual-Software als Webanwendungen geschrieben werden. Filme schaut man natürlich nicht auf dem Phobe oder Tablet, aber auch nicht am Laptop. Das wird hurtig zum Fernseher gestreamt. Chromecast oder AppleTV sei dank. Der Bildschirm ist größer und die Qualität durch das Handygestreamt dennoch wunderbar. Nadelöhr ist der Router der heute schnell genug ist.

  • Carsten

    30.07.14 (22:59:44)

    lieber herr weigert, bisher sah ich ihren artikel als eine persönliche und stark emotionale bewertung einer aktuellen entwicklung an, die durch ihre persönliche begeisterung für mich o.k. war ihr letzter überflüssiger und unangemessener kommentar, der ohne frage eine persönlich diffamierung darstellt, legt allerdings ganz deutlich nahe, dass sie bereits mit diesem überschaubaren artikel an die grenzen ihrer jurnalistischen und kommunikativen fähigkeiten gestossen zu sein scheinen. damit erreicht dieser kommentierte artikel für mich ein niveau, dass ich nicht mehr teilen möchte sehr schade um diesen austausch …

  • Martin Weigert

    30.07.14 (23:03:03)

    Jemanden als Kulturpessimist zu bezeichnen, der augenscheinlich nicht hinreichend durchdachte, herablassende Pauschalurteile über Smartphone-Nutzer macht, ist in Ihren Augen bereits eine "persönliche Diffamierung", und das noch dazu "ohne Frage"?! Ich muss davon ausgehen, dass Sie zum ersten Mal überhaupt an einer Kommentardebatte im Internet teilnehmen.

  • Carsten

    30.07.14 (23:12:28)

    sehen sie - genau da meine ich ...

  • Harald Täuschel

    31.07.14 (00:35:48)

    Hr. Weigert, darauf antworte ich nicht - es wäre unter meinem Niveau.

  • Michael

    08.08.14 (16:04:25)

    Einen großen Vorteil haben Tablets und Smartphones gegenüber dem PC. Sie können einen aufgrund ihrer schlechteren Arbeitsmöglichkeiten nicht so gefangen nehmen wie ein PC. Deshalb kann ich mein Tablet viel leichter aus der Hand legen und zwischendurch was anderes machen, als vom PC aufzustehen. Spricht aber auch dafür, dass Touch-Gadgets den PC vorerst nicht völlig ersetzen können.

  • Harald Täuschel

    08.08.14 (19:00:31)

    @ Michael Sorry, aber das ist ähnlich, als wenn sich ein Boxer eine Hand auf den Rücken binden lassen würde. Und wie Smartphones Leute gefangen nehmen können, sieht man an der monokulturellen "Head-down-generation".

  • Martin Weigert

    08.08.14 (19:03:05)

    Wie nannte man dann die Zeitungsleser-Generation? "head-forward-generation"? https://twitter.com/historyepics/status/461799722463027201

  • Molly

    04.12.14 (11:53:30)

    also ich finde es sehr interessant. Vorallem haben die menschen die Handy meistens mehr lieb als andere Personen. Handys haben sie im Besitzt.,"" achtet sie können beißwen :O

  • Jürgen Mey

    05.12.14 (12:24:10)

    Da stimme ich dir zu 100% zu! Ich bin schon länger am Smartphone als ich am Computer bin. Der Vorteil ist, dass das Smartphone viel handlicher ist und überall mit dabei ist. Die großen Displays sind dabei wirklich ein Pluspunkt!

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