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29.05.09Leser-Kommentare

Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte

Kinderpornographie, herkömmliche Pornographie, Computerspiele, Filesharing, usw.: Das alles wird in einem ZEIT-Artikel in einen Topf geworfen und sogenannten "Cyberpropheten" mit anarchistischem Anspruch als ihre Welt, die sie um jeden Preis verteidigen, angedichtet. Ein exemplarischer Artikel für eine vor Seichtheit und Demagogie triefende Debatte in Deutschland, welche in nächster Zeit wohl noch stark zunehmen wird.

Heinrich Wefing hat in der Printausgabe der ZEIT (und online hier) und online im Tagesspiegel einen Artikel veröffentlicht, der unter dem Titel "Was darf das Internet? Wider die Ideologen des Internets!" ein weiteres Mal zeigt, wie viele im Print verhaftete Journalisten in Deutschland das Web verabscheuen und wie sie für ihre Argumentation vor nichts zurückschrecken. Wefing wirft dabei, alles was ihm am Netz stört, in einen großen Anklagetopf:

Welche Regeln, so lautet die Frage, gelten im Internet? Ist dort alles erlaubt? Ist die Gesellschaft machtlos gegen das Onlinegeschäft mit Fotos und Videos missbrauchter Säuglinge? Müssen Eltern hilflos zusehen, wie jeder halbwegs technisch versierte Viertklässler mit ein paar Klicks bei wüster Pornografie landen kann? Bleibt Musikern, Autoren, Fotografen nichts anderes übrig, als wehrlos zu beobachten, wie ihre Werke im Cyberspace massenhaft enteignet werden? Ist kein elektronisches Kraut gewachsen gegen illegales Glücksspiel im Netz, gegen islamistische Terroraufrufe und blutrünstigen Antisemitismus?

Es ist genau diese Mentalität, diese Sicht auf das Internet, in der alles zusammengeworfen wird, die zutiefst gefährlich ist. Wer bereits jetzt wirtschaftliche Verschiebungen und Kinderpornographie in einem Atemzug nennt, wird auch dafür sein, dass Internetangebote auf der Filterliste landen, die alte Geschäftsmodelle durch die Usernutzung untergraben. Genau da liegt aber nun eine der großen Gefahren einer Filterliste. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, hat schließlich bereits Interesse angekündigt.

Natürlich ist es ein perfides Konstrukt, anzudeuten, da gäbe es eine Gruppe an "Internet-Ideologen", die einen anarchistischen Freiheits-Gedanken anhängen, zu dem ebenso die "Enteignung" von Leuten gehört, wie verabscheuungswürdige Kinderpornographie. Da hat sich jemand nicht die Mühe für Differenzierungen gemacht.

Man könnte meinen, Wefing hätte die gute, alte Qualitätsjournalismus-Tugend des Recherchierens für diesen Artikel ein wenig vernachlässigt. Denn hätte er sich die Argumente der Filterkritiker angeschaut, wäre ihm aufgefallen, dass diese unter anderem kritisieren, dass die geplanten Filter für den vorgesehenen Einsatzzweck zum einen technisch unwirksam sind und es zum anderen weitaus effizientere Methoden zur Bekämpfung der KiPo im Web gibt:

Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europäischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gelöscht.

Aber eine Auseinandersetzung damit und der naheliegenden Vermutung, dass von der Leyen vor allem KiPo für den eigenen Wahlkampf missbrauchen könnte, passt nicht in das simple Bild des Schreckensgespenst Internet auf der einen Seite und den Kämpfern für Zivilisation, Recht und Ordnung auf der anderen.

Allein was einen vernunftbegabten Menschen zur hingeworfenen Aussage "Kinderschützer stehen gegen Datenschützer" hinreisen lässt, will mir nicht in den Kopf. Es lässt mich sprachlos zurück. Als würde hier ein Antagonismus bestehen (es ist natürlich genau die Vorschlaghammer-Diskurstechnik, die von der Bundesfamilienministerin seit Wochen gefahren wird, 1:1 übernommen).

Natürlich wird auch der Mythos des Internets als "rechtsfreier Raum" bemüht:

Erstaunlich ist nicht, dass dieser Kulturkampf jetzt losbricht. Erstaunlich ist in Wahrheit, dass er so lange auf sich warten lassen hat. Wieso hat es fast zwanzig Jahre gedauert, bis öffentlich formuliert wird, was doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist: dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist. Dass im Cyberspace dieselben Gesetze gelten wie in der realen Welt.

Was Wefing unterschlägt, ist die Tatsache, dass niemand ernsthaft je vom Internet als rechtsfreien Raum ausgegangen ist. Das war immer nur eine falsche, in den Raum geworfene Aussage, wenn Journalisten ohne Sinn und Verstand gegen das Internet als Ganzes polemisieren wollten oder Vertreter der Entertainment-Industrie aus Eigeninteresse mit allen Registern der Kunst ein möglichst düsteres Bild mit sofortigem Handlungsdrang zeichnen wollten.

Ein Kommentator fasst es gut zusammen:

Ich kann ganz analog auf der Straße ausgeraubt oder Beleidigt werden oder vom perversen Nachbarn Kinderpornos erhalten - niemand würde deswegen auf die Idee kommen zu behaupten in Deutschland herrsche Recht- und Gesetzeslosigkeit.

Genauso gibt es halt auch im Netz Verbrechen, trotz des Bestehens von Recht und Gesetz.

Nochmal im Klartext: Das Internet ist und war nie ein rechtsfreier Raum und die einzigen, die jemals das Gegenteil behauptet haben, wussten entweder nicht, wovon sie reden oder taten es, um eine überzogene Drohkulisse aufzubauen.

Was im Grunde vielleicht mit dem "rechtsfreien Raum" ungelenk gemeint sein könnte: Im Internet gilt natürlich zum Beispiel noch das Urheberrecht aus der Zeit vor dem Netz. Deshalb kann die Musikindustrie Filesharer verklagen (in einem rechtsfreien Raum könnte sie das nicht!), aber: es hat keine Auswirkungen. Die Rahmenbedingungen und Dynamiken haben sich durch das Netz verändert. So stark, das selbst Massenklagen gegen die eigenen Kunden, diese nicht zu den präferierten Transaktionsformen  zurücktreibt. Und das passt natürlich denen, deren Geschäftsmodelle davon betroffen sind, überhaupt nicht. Dass das Urheberrecht an die soziale Realität vielleicht angepasst werden müsste, wird in der Debatte erst gar nicht angesprochen.

Wir basteln uns einen Gegner

Wefing macht in seinem Artikel, was man bereits aus anderen Artikeln zum Internet kennt. Der Internetgegner an sich sei in der Minderheit, der Defensive, der übermächtige, böse Mainstream verteidigt sein anarchistisches Internet:

Man muss zu verstehen suchen, wie die Cyberpropheten und ihre Jünger ticken, man muss ihre Texte lesen. Dort findet sich die Antwort auf die Frage, warum das Netz so lange unantastbar schien: Weil jeder Kontrolle, jedem Eingriff, jedem Regulierungsversuch ein mächtiger Gegner gegenüberstand. Eine große, unwiderstehliche, überwältigende Erzählung. Ein Heilsversprechen. Eine Ideologie: die Ideologie vom wilden, freien, unabhängigen Internet, in dem keine Regeln gelten. Und keine Regeln gelten sollen.

Und ja, tatsächlich ist Offenheit statt Kontrolle ein oft erfolgbringendes Vorgehen. Und einige haben das tatsächlich erkannt. Die Ergebnisse sitzen ja auch schließlich vor unser aller Nasen.

Daraus aber eine Religion von Jüngern einer regellosen Welt zu zimmern, ist blanker Unsinn. Auch im Netz gibt es keine Orte, an denen "keine Regeln gelten". Von einzelnen Ausnahmen wie 4chan einmal abgesehen.

Der nächste Satz über die heutigen "Cyberpropheten" ist schlicht falsch und an Demagogie kaum zu überbieten:

Im Namen der Freiheit wird der Austritt aus dem Recht propagiert.

Um diesen kompletten Unsinn zu belegen, zitiert Wefing ein Manifest von John Perry Barlow aus dem Jahr 1996(!). Ich nehme für mich in Anspruch, relativ gut belesen zu sein, was die aktuellen Debatten rund um das Web angeht. Von diesem Manifest habe ich jetzt zum ersten Mal gelesen.

Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte

So wie im Netz eine Gratismentalität herrscht, eine Kultur des Jetzt und Gleich und Kostenlos, so hängen dort auch viele dem Traum vom Internet als Instrument zur Delegitimierung und Dekonstruktion des Staates an.

Komplett falsch. Auch im Netz sind die Bevölkerungsgruppen, die den Staat "dekonstruieren" wollen, eine kleine Minderheit. Jede andere Aussage ist blanke Panikmache.

Und auch eine Gratismentalität existiert nicht. Aber warum sich mit den tatsächlichen ökonomischen Verschiebungen und daraus entstehenden Konsequenzen beschäftigen, wenn man stattdessen die ewig falschen, simplifizierten Aussagen immer wieder und wieder wiederholen kann? Die "Wurschtigkeit des Denkens", die Heinrich Wefing im Netz auszumachen meint, scheint ihm selbst bestens vertraut zu sein.

Natürlich darf auch hier wieder ein völlig verzerrtes Verständnis vom Prinzip des geistigen Eigentums nicht fehlen:

Sie diffamiert das Recht, das doch just dazu dient, die Freiheit des Schwächeren, des Leiseren, der Minderheit zu schützen. Eben jenes Recht, das auch das Eigentum desjenigen sichert, der darum keinen Zaun errichten kann, des Eigentümers geistiger Werke zum Beispiel. Freiheit ohne Recht aber ist: Anarchie.

Nun, zunächst sind die Inhaber von Urheberrechten nicht per se die Leiseren und Schwächeren. Die Rechteverwerter der Musikindustrie mögen keine ökonomischen Grundlagen kennen und allgemein lernunfähig sein, aber leise und schwach sind sie beileibe nicht.

Des weiteren existiert das Prinzip "geistiges Eigentum" und das darauf aufbauende Urheberrecht nicht, um vermeintlich Schwache zu schützen, es ist stattdessen vielmehr eine gesellschaftliche Einrichtung, welche geschaffen wurde, um Anreize zur Erstellung von geistigen Werken sicherzustellen.

Klartext: Es geht beim Prinzip "geistiges Eigentum" nicht darum, irgendeine vermeintlich schwache Gruppe vor irgendetwas zu schützen. Es geht darum ein gesellschaftlich wünschenswertes Anreizsystem zu schaffen. Wenn unkontrolliertes Filesharing Anreize nicht nur zerstört, sondern gleichzeitig auch schafft, und letzteres das erstere überflügelt - und nebenbei die Distribution perfektioniert -, dann müsste ein Urheberrecht auf der Basis der Überlegung der Wohlfahrtsmaximierung angepasst werden.

Lösungsvorschläge um "Kinderschänder und Hassprediger zu verdrängen", fordert Wefing. Und kommt aufgrund von Recherchebefreiung, wie oben bereits angemerkt, zum Schluss:

Doch bislang sind solche Vorschläge rar.

Nein, sind sie nicht. Reden wir von KiPo, haben die Kritiker immer schon gefordert, die Hoster der entsprechenden Sites direkt zu kontaktieren, um die Angebote komplett vom Netz zu nehmen. Dass das sehr erfolgreich durchgeführt werden kann, mussten die Filterkritiker selbst zeigen. Weder das BKA noch das vermeintlich so besorgte Familienministerium haben sich bis dato in dieser Form darum bemüht, Kinderpornographie-Sites zu löschen. Es ging Ursula von der Leyen immer nur um das Filtern, das Verstecken, statt dem Löschen. Und den Kritikern wird ein Fehlen von Lösungsvorschlägen vorgeworfen? Woher stammen die Informationen des Autors? Lediglich aus dem Lesen von Interviews mit Ursula von der Leyen?

Meinungsartikel hin oder her, Tagesspiegel und ZEIT diskreditieren sich mit der Veröffentlichung eines solchen Artikels selbst.

Dass Fragen der Meinungsfreiheit ("Hassprediger") und zivilrechtliche Angelegenheiten (Filesharing) in einen Topf mit Kinderpornographie geworfen werden, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Was soll außerdem eine "Selbstregulierung des Netzes" sein? Denunziantentum im großen Stil?

Nach all diesen ideologisch aufgeladenen Halbwahrheiten und teilweise komplett falschen Aussagen hat Wefing die Chuzpe, folgende Sätze zu schreiben:

Es geht darum, die Debatte um das Internet zu entideologisieren und das Netz als einen Raum zurückzuerobern, in dem die Geltung des Rechts so selbstverständlich akzeptiert wird wie im richtigen Leben.

Eine entideologisierte, sachliche Debatte zu Internet-Themen würde ich mir sehr wünschen. In den deutschen Massenmedien, dessen bin ich mir leider mittlerweile sicher, werden wir sie die nächsten Jahre nicht vorfinden.

Das Gesamtbild

Texte wie dieser, oder jener letzte Woche in der ZEIT, und viele weitere die letzten Wochen in FAZ, SZ und co. sind ohne Frage Säbelrasseln und teilweise bereits darüber hinaus offene Kriegserklärung an das Internet als Ganzes (tatsächlich scheint im Blutrausch unterzugehen, dass man sich mit einer Technologie anlegt, und nicht mit einer wie auch immer abgrenzbaren Bevölkerungsgruppe, die dann notfalls krampfhaft herbeigeschrieben werden muss).

Es gibt Redakteure und Journalisten in Deutschland die jetzt auf dem Rücken der eben stattfindenen Debatte rund um Internet-Filter und des kommenden Bundestagswahlkampfs ihre Chance gekommen sehen, das Internet in die von ihnen vorgesehen Schranken zu verweisen. Nicht zuletzt wohl mit dem opportunistischen Hintergedanken, den Niedergang der Institututionen der eigenen Profession endlich aufhalten zu können (was zumindest global ein Trugschluss ist).

Das alles wäre nur halb so gefährlich, wenn die deutsche Gesellschaft in Internet-Themen besser aufgeklärt wäre - und wenn die "Gegenseite", also die, die sich tatsächlich mit dem Netz auskennen und/oder es als Wirtschaftsraum wahrnehmen und nutzen, besser aufgestellt wäre -. Sie alle, die Journalisten, Redakteure, Autoren solcher Artikel, die einen übermächtigen Gegner an die Wand malen, der angeblich die Gesellschaft beim Thema Internet im Würgegriff hält, wissen das natürlich.

Man kennt das aus der internationalen Politik: Will man seine Ziele durchsetzen, benötigt man einen scheinbar übermächtigen, diffusen Gegner, den es zu schlagen gilt. Für die Bush-Regierung waren islamistische Terroristen die dankbaren Gegenspieler, um eigene, völlig absurde Entscheidungen zu rechtfertigen. Für den fest entschlossenen, komplett gegen das heutige Internet eingestellten Teil der deutschen (Print-)Journalisten soll es wohl der herbeigeschriebene Internet-Anarchist sein.

Ob das bewusst oder unbewusst, ob das aus simpler Unwissenheit der historischen Zusammenhänge und technischen Entwicklungen oder aus opportunistischer Berechnung heraus geschieht, ist nicht wichtig. Das Ergebnis bleibt das Gleiche: Wird der öffentliche Diskurs auf diesem Boulevard-Niveau ohne wahrnehmbare Gegenwehr weitergeführt, wird die darauf aufsetzende Politik und Gesetzgebung in Internetfragen, immerhin gleichzeitig unter massiven Lobby-Beschuss mit ähnlichen Zielen, für die nächsten Jahre desaströs .

Lesenswerte Artikel zum Thema auf netzwertig.com:

Kommentare

  • Marcel Weiss

    29.05.09 (23:02:47)

    Na sowas. Ronnie Grob hat mich eben darauf hingewiesen, dass der Artikel in der aktuellen Printausgabe der ZEIT (Seite 2 und 3) erschienen ist. Infos dazu findet man keine bei der Online-Version des Textes auf tagesspiegel.de. Ich habe die entsprechenden Passagen angepasst. Danke, Ronnie!

  • Herzkoenig

    29.05.09 (23:05:24)

    Sehr guter Artikel! Vielen Dank dafür.

  • Basti Hirsch

    29.05.09 (23:29:59)

    Grandioser Artikel und sehr sauber argumentiert, vielen Dank Marcel! Ich glaube es gibt doch "eine Gruppe an 'Internet-Ideologen', die einem anarchistischen Freiheits-Gedanken anhängen". Zumindest kann dieser Eindruck entstehen, wenn sich Internetbefürworter (Piraten, Copyleftists, freedom fighter) nicht bemühen, den von dir beschriebenen Antagonismus zu vermeiden. Dies sehe ich auch als Kern der derzeitigen Debatte zwischen Lawrence Lessig und Kevin Kelly um den Begriff "The New Socialism".

  • Falk Lüke

    30.05.09 (00:11:35)

    Warum sich die Sache schönreden, warum nicht sagen: Ja, es gibt einen Kulturkonflikt! Nein, es ist nicht die Frage von Ideologie. Aber ich finde es wichtig, klarzustellen, dass die aktuellen Debatten ein Zeichen dessen sind, dass hier eine Entfremdung eines nicht geringen Teils der künftigen geistesaristokratischen Elite (um spaßeshalber Soboczynski zu zitieren) vom klassischen Korpus des kontrollierten, konzentrierten Medienbetriebes losgelöst sich der Infragestellung des Althergebrachten annimmt. Und: Es gibt keinen verdammten Grund, warum die Netzgemeinde hier zurückweichen sollte und sich Regeln, die sie nich will, aus einer Zeit stammend, die sie nicht kennt, für eine Realität geschaffen, die nicht die ihre ist, zu akzeptieren. Ach ja. Ich kenne John Perry Barlows Texte noch. Und auch Al Gores ITU-Rede zum Information Super Highway. Und technoralism.org und internetisshit.org und und und. Das Internet ist nicht so geistlos, wie die "Geistesaristokratie" (schreien wir ihr ins Gesicht: LOL) es gerne hätte. http://www.sie-duerfen-jetzt-angst-haben.de/

  • Alvar

    30.05.09 (00:19:58)

    Die "Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace" von John Perry Barlow sollte man aber schon kennen ... ;-) Die Deutsche Version gibt es hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1028/1.html Ansonsten stimme ich der Kritik aber zu.

  • Ernst Haft

    30.05.09 (00:33:56)

    Beängstigend. Aber vermutlich liegst Du mit Deinem Verdacht richtig. So beißen in die Enge getriebene Waidwunde um sich und solche, deren Freßnäpfe immer seltener voll sind und die sich von Futterkonkurrenz umstellt sehen. Repräsentierten sie nicht die Meinungsvormacht, man müßte sie bedauern. Ein durchaus als angemessen anzubietendes Gnadenbrot würden sie freilich ausschlagen, aus der Überzeugung, schon zu viel Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Arm.

  • Marcel Weiss

    30.05.09 (00:37:07)

    @Alvar: Dann habe ich da tatsächlich eine Wissenslücke, die ich beseitigen muss. :) Ich sehe aber wie gesagt nicht, dass Barlows Text heute irgendeine Bedeutung in den aktuellen Debatten spielt. Ich kann mich zB nicht erinnern, wann da jemand mal Bezug darauf genommen hätte. Ich glaube, Wefing hat einfach das Radikalste genommen, das er finden konnte, weil es das Sichdaranreiben am einfachsten macht.

  • nastorseriessix

    30.05.09 (01:39:48)

    Wenn man diesen Artikel gelesen hat, kommt zumindest mir ein Zitat von Albert Einstein in den Kopf: "Es gibt zwei Dinge die Unendlich sind. Die Dumheit des Menschen und das Universum, wobei ich mir bei letzterem nicht sicher bin."

  • Zweydinger

    31.05.09 (13:36:23)

    Endlich!!! Danke. KRZ

  • Matthias Spielkamp

    31.05.09 (18:02:41)

    Hallo Marcel, ich muss Dir widersprechen, wenn Du schreibst "Ich sehe aber wie gesagt nicht, dass Barlows Text heute irgendeine Bedeutung in den aktuellen Debatten spielt. Ich kann mich zB nicht erinnern, wann da jemand mal Bezug darauf genommen hätte." Ich zum Beispiel habe Bezug darauf genommen ;-) Aber ganz im Ernst: Das Cyberspace Manifesto, oder auch die Declaration of the Independece of Cyberspace ist ein sehr wirkmächtiges (wie die Philosophen das nennen) Dokument, auf das sich in der Tat viele Autoren bezogen haben, und das gerade unter den enorm einflussreichen Cyber-Libertarians des Silicon Valley eine große Wirkung hatte. Man darf ohne Übertreibung sagen, dass es auch eine Art Gründungsdokument der EFF war. Insofern hat es diese Libertarians nicht nur gegeben, es gibt sie immer noch. Nur unterschlägt Wefing (selbstverständlich), dass es auch von Anfang an Kritik an derartigen Ideen gegeben hat, nicht nur aus normativen/ethischen Gründen ("Wir wollen aber nicht, dass das Internet ein Raum ohne Kontrolle ist!"), sondern auch aus analytischen Gründen ("Das ist zwar ein schönes Manifest, aber es beschreibt eine Forderung, denn das Internet ist selbstverständlich kein regulierungsfreier Raum."). Letzeres hat Lessig beschrieben mit seinem "Code is law", den Wefing sogar zitiert, aber (selbstverständlich) aus dem Zusammenhang gerissen. Denn er unterstellt, dass Lessig möchte, dass das Internet regulierbar ist. Das ist insofern eine falsche Darstellung, als Lessig davon ausgeht, dass es eben gar kein Raum ohne Regulierung ist, dass aber die Gefahr einer Überregulierung droht durch diejenigen, die ihre Interessen schützen wollen (z.B. die Urheberrechts-Maximalisten). Und das ist der Grund, warum ich die Haltung der Wefings und Sobodingsbums' auch so ärgerlich finde: sie alle argumentieren nach dem Motto "reim Dich oder ich schlag dich". Was nicht in ihre Argumentation passt, wird einfach in ihrem Sinne umgedeutet. Das ist unredlich und genau das, was den Journalismus in Misskredit bringt. Die Redaktionen, die das nicht nur zulassen, sondern befördern, weil sie vermeintlich „Debatten“ anstoßen wollen, zerstören auf diese Art das einzige Pfund, mit dem sie noch wuchern könn(t)en: das Vertrauen, das ihre Leser in sie setzen. Denn der normale Leser hat weder Zeit noch Lust, jedes Argument auf seine Richtigkeit bzw. Faktentreue zu überprüfen. Sondern sie vertrauen darauf (müssen darauf vertrauen), dass Fakten korrekt wiedergegeben werden, und auf Grundlage dieser Fakten dann eine Argumentation aufgebaut wird, die ich entweder überzeugend oder nicht überzeugend finden kann. Ich habe als Leser kein Problem damit, wenn jemand anderer Ansicht ist als ich. Aber sobald ich entdecke, dass ich verschaukelt werde, ist es aus mit der Glaubwürdigkeit. Wefings Text strotz vor derartigen manipulativen Scheinargumenten, die Du ja auch in dankenswerter Weise ausführlich sezierst. Das nur zur Klarstellung, denn nicht alles, was man nicht kennt, ist auch unbedeutend.

  • Marcus Haberkorn

    01.06.09 (02:33:02)

    Matthias Spielkamp´s Einwand bzgl. der Relevanz der Cyberlibertären Ideologie und seiner Kondensierung in Barlows Manifest möchte ich nur unterstreichen. Was Barlow 10 Jahre später über sein Manifest denkt, kann man in einem Vortrag für die European Graduate School hier anhören. Zur Ideengeschichte gibt es eine TP-Artikelreihe von Peter Mühlbauer, deren erster Teil sich hier findet. Die weiteren Teile sind leider nur etwas mühsam auffindbar - wenn ich die hier alle verlinke lande ich sicher im Spamfilter ;) Als Argument dafür, vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Konflikte einen Blick in die Vergangheit zu werfen ,hier mal ein Appetizer aus Teil 7: "In den Jahren 1995-97 erreichte die Debatte um Pornographie im Internet und damit auch die Zensurforderungen von außerhalb des Internets ihren Höhepunkt. [...] Lediglich der Schwerpunkt der für die Notwendigkeit einer Zensur aufgeführten Gründe verschob sich von Pornographie allgemein zu Kinderpornographie. Der Verwerflichkeit von Kinderpornographie widersprach kaum jemand - was sie zum perfekten Instrument einer Regierung zur Erlangung von Kontrolle über ein neues Medium machte."

  • Christian

    01.06.09 (03:27:45)

    Ich muss meinen Vorrednern ebenfalls zustimmen. Wer von sich behauptet, "relativ gut belesen zu sein, was die aktuellen Debatten rund um das Web angeht", der sollte von einem Grundlagentext wie dem von Barlow, der wohl in so ziemlich jedem Reader zur Netzkultur ganz vorne steht, wenigstens schon mal gehört haben. Generell würde der Debatte vermutlich auch von "unserer" Seite aus ein etwas breiterer Horizont gut tun. In letzter Zeit lese ich nämlich auch reichlich Blogtexte, die zwar gegen geistiges Eigentum, aber trotzdem auf Boulevard-Niveau sind. Die Auseinandersetzung mit den Hintergründen (wie z.B. Barlow) würde einigen der feschen Web 2.0-Autoren, die sich ihrem Selbstverständnis nach vermutlich irgendwo links verorten, vielleicht mal vor Augen halten, dass sie eigentlich einen übelst asozialen Marktradikalismus predigen. Wie es weitergehen soll, weiß niemand so recht, aber der Markt wirds schon richten. Und wer dabei auf der Strecke bleibt, hat halt Pech gehabt. Und das nennt sich dann Fortschritt.

  • Nina

    01.06.09 (08:48:01)

    Danke! Das war nötig und überfällig!

  • Alvar

    01.06.09 (09:28:17)

    @Marcel Weiss (7): Ja, man kann kann ein paar aus dem Kontext gerissene Barlow-Zitate prima nehmen um damit dann die ganze Netzgemeinde zu kritisieren. Sowieso wirft er alles in einen Topf: Den CCC, die Online-Petition, Sperr-Gegner allgemein und Barlow. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: Heinrich Wefing wirft uns vor, keine Ahnung zu haben. Dabei irrt er schon dabei, unsere Ziele zu beschreiben. Das ist ja das traurige an der Sache: da wird die große Moralkeule ausgepackt, aber noch nicht mal sauber recherchiert.

  • Juergen

    01.06.09 (13:53:33)

    Hallo Marcel, danke für den Text - und, bitte, gelobe Besserung in Sachen Recherche! Soo alt ist das Barlow-Pamphlet ja nun wirklich nicht. ;) BTW ist unmittelbar neben dem unsäglichen Wefingschen Beitrag ein total komplementärer Beitrag vom Wissenschaftsredakteur der ZEIT, Gero von Randow, erschienen: "Das Netz ist demokratischer als viele seiner Kritiker." (http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Freiheit)

  • Ernst Haft

    01.06.09 (14:19:41)

    In diesem Zusammenhang habe ich in den Zeit-Kommentaren zu #15 einen interessanten Link gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=qpUESyh1L9I - ausgerechnet Dieter Bohlen, der nun wirklich nicht für Geldverzicht bekannt ist, vertritt offenbar schon länger eine vernünftige Position, von der ich bei ihm zugegeben etwas überrascht bin. Natürlich gut möglich, ja wahrscheinlich, daß diese Position aus einer Entspanntheit des materiell gesicherten kommt, aber das würde andererseits ja nur umso mehr die andere These (Angst vor Einnahmeverlusten bei den "Internetverteuflern") stützen.

  • Marcel Weiss

    01.06.09 (16:21:23)

    @Matthias Spielkamp & Marcus Haberkorn: Danke für die Anmerkungen! @Matthias Spielkamp: Dass Wefing Lessig aus dem Zusammenhang gerissen hat, ist mir auch aufgefallen. Darauf eingehen wollte ich dann nicht mehr, mein Artikel war auch so schon zu lang. :) "Was nicht in ihre Argumentation passt, wird einfach in ihrem Sinne umgedeutet. Das ist unredlich und genau das, was den Journalismus in Misskredit bringt. Die Redaktionen, die das nicht nur zulassen, sondern befördern, weil sie vermeintlich „Debatten“ anstoßen wollen, zerstören auf diese Art das einzige Pfund, mit dem sie noch wuchern könn(t)en: das Vertrauen, das ihre Leser in sie setzen. [..] Ich habe als Leser kein Problem damit, wenn jemand anderer Ansicht ist als ich. Aber sobald ich entdecke, dass ich verschaukelt werde, ist es aus mit der Glaubwürdigkeit. Wefings Text strotz vor derartigen manipulativen Scheinargumenten" Ganz genau. Ich bin ziemlich enttäuscht von der ZEIT. Wenn solche irreführenden Artikel selbst in der ZEIT als Titelgeschichte erscheinen, steht es ziemlich schlecht um die Integrität der deutschen Massenmedien. "Das nur zur Klarstellung, denn nicht alles, was man nicht kennt, ist auch unbedeutend." Notiert. :) @Christian: "Die Auseinandersetzung mit den Hintergründen (wie z.B. Barlow) würde einigen der feschen Web 2.0-Autoren, die sich ihrem Selbstverständnis nach vermutlich irgendwo links verorten, vielleicht mal vor Augen halten, dass sie eigentlich einen übelst asozialen Marktradikalismus predigen." Da Du hier kommentierst, nehme ich mal an, Du meinst mit den "feschen Web 2.0-Autoren" uns bei netzwertig.com, beziehungsweise mich direkt. 1. So wichtig Barlow gewesen sein mag, man muss sein Manifest nicht kennen, um die ökonomischen Zusammenhänge im Netz analysieren zu können. 2. Darauf hinzuweisen, dass etablierte Strukturen die aktuelle Disruption nicht (oder zumindest nicht unbeschadet) überleben werden, und dass noch rigidere Gesetze und Strafen das nicht verhindern werden, hat in meinen Augen nichts mit "übelst asozialen Marktradikalismus" zu tun. Wenn Du solche Vorwürfe hast, dann bitte konkretisieren oder bleiben lassen.

  • xconroy

    01.06.09 (21:41:21)

    Ich sehe da auch keinen "Marktradikalismus". Nur weil in der TP-Serie auf Libertarismus eingegangen wird? So simpel-dualistisch, hier "links = regulierend", dort "rechts = freier Markt" will ich das nicht sehen, und zwar einmal weil es wirklich zu simplifizierend ist und außerdem, weil es einfach ein billiger Ansatz ist und ähnlich für nur-rhetorische Seichtigkeit sorgt wie der hier diskutierte Artikel - oder glaubst du, Christian, ernsthaft selber, daß eine zb. im sozialpolitischen Bereich "linke" Einstellung im Widerspruch zu einem Wunsch nach möglichst dereguliertem Internet steht? (wahrscheinlich nicht, dann stellt sich aber die Frage, warum du diesen überflüssigen Umweg überhaupt hier einschlägst). Zumal ich auch schon von "typisch sozialistische Mitnahmementalität" diesbezüglich gelesen habe, also dem genauen Gegenteil ;-) Deregulierung kann in manchen Kontexten mehr Schaden als Nutzen anrichten. In anderen sorgt sie für mehr Nutzen als Schaden. Sie ist nicht *immer* gut oder *immer* schlecht. So schwer ist das doch nicht...

  • Marcel Weiss

    02.06.09 (15:25:56)

    Gestern vergessen: @Jürgen: Ja, den Artikel von Gero von Randow habe ich gelesen. Der war nicht schlecht. Angesichts der vielen Anti-Internet-Artikel in der ZEIT, von denen er flankiert wird, ist er in meinen Augen aber leider nicht mehr als ein Feigenblatt der Redaktion, das Ausgewogenheit suggerieren soll. Der Schwerpunkt, den die ZEIT-Redaktion beim Thema Internet setzt, liegt leider beim undifferenzierten Hetzen.

  • E.

    02.06.09 (16:35:56)

    Sehr gut! Absolute Übereinstimmung, hatte mich ziemlich über den Artikel geärgert.

  • Stefan

    02.06.09 (16:55:24)

    @Marcell Weiss(19) Den Randowschen Artikel als "Feigenblatt der Redaktion" zu bezeichnen ist ja wohl ein Witz. Beide Artikel sind nebeneinander in der Printausgabe auf der Doppelseite 2 und 3 erschienen - sind also zwei gleichwertige Beiträge zu einer derzeit stattfindenden Diskussion. Dabei werden die verschiedenen kontroversen Standpunkte nebeneinander dargestellt. Genau das macht guten Journalismus aus - und davon können wir im Web immer noch viel lernen.

  • Daedalus

    02.06.09 (20:08:16)

    Sehr sehr gut :D

  • 7odiac

    02.06.09 (20:28:45)

    Sehr schöner Artikel... auch wenn es einem bei der massiven Ansammlung solcher und ähnlicher Text derzeit (wie des Herren Wefing) sicherlich manchmal schwer fällt die Contenance zu bewahren.

  • Marcel Weiss

    02.06.09 (20:53:49)

    @Stefan: Der Randow-Text war eine Replik auf den Text von Soboczynski in der vorhergehenden Ausgabe der ZEIT (siehe meine Replik an Soboczynski), und er wurde zusätzlich von dem Wefing-Artikel flankiert. Gaschke hat Ende April erst eine Titelgeschichte in der ZEIT veröffentlichen dürfen, in dem ebenso wie jetzt wieder bei Wefing und Soboczynski Scheinargumente, Halbwahrheiten und teilweise schlicht falsche Fakten eingesetzt wurden, um die eigene Position zu untermauern. Ein halbwegs neutraler Artikel, 3 Artikel mit argumentativen Manipulationen. Wenn das in deinen Augen gleichwertige Gegenüberstellung von verschiedenen Positionen ist, dann haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon. DAvon abgesehen habe ich nichts gegen Leute, die andere Positionen als ich vertreten, ganz im Gegenteil. Selbst hier bei netzwertig.com sind wir nicht immer einer Meinung. Aber wenn versucht wird, die eigene Haltung mit manipulativen Scheinargumenten durchzusetzen, hört der Spaß auf. Und nein, ich finde nicht, dass "wir im Web" ausgerechnet das zu lernen haben. Btw.: Wir haben auch auf netzwertig.com ab und an zwei Artikel mit unterschiedlichen Positionen zu einem Thema. Und das ganz ohne diskursive Taschenspielertricks und in Halbwahrheiten gekleidete Argumente.

  • Gudrun

    08.06.09 (00:13:06)

    Danke für diesen Artikel! War auf der Suche nach einer adäquaten Replik auf einige Zeit-Online-Artikel der letzten Zeit. Mir scheint (ohne das Alter der Autoren zu kennen), dass da vor allem eine Art "Sandwich-Generation" sich bedroht fühlt: Leute, die schon vor 10, 15 oder 20 Jahren aus traditionellen Karriereschemata rausgefallen sind und jetzt voller Panik feststellen, dass sie trotz ihrer exzellenten Ausbildung nicht nur keine Fixanstellung ergattern konnten, sondern auch mit der jungen Generation nicht mehr mithalten können. Ich gehöre selbst zu dieser Sandwich-Generation (mittendrin - Jahrgang 1964) und - ja, vermutlich ist es tatsächlich für uns besonders schwer, mit all den gesellschaftlichen Veränderungen klarzukommen. Die Älteren müssen das gar nicht mehr so sehr, die sind ja bereits etabliert. Aber schreien und um sich schlagen hat da noch nie geholfen. Lernen wäre angesagt. Und akzeptieren, dass auch ein akademischer Grad nicht davor feit, sich wie ein vertrottelter Hinterwäldler anzuhören, wenn man Blödsinn von sich gibt.

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