<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

28.06.09Leser-Kommentare

Die Angst vor Twitter: Facebook auf dem Holzweg?

Mit dem Erfolg von Twitter wächst bei Facebook die Angst, von dem Microbloggingdienst überrollt zu werden. Eine tiefgehende Implementierung des Echtzeit-Konzeptes soll das Social Network konkurrenzfähig machen. Doch diese Strategie könnte zu Problemen führen.

Facebook auf dem Holzweg?

Seit einigen Monaten arbeitet Facebook an einer Neuausrichtung seiner Plattform. Vom phänomenalen Erfolg Twitters kräftig unter Druck gesetzt, unterzieht Facebook-CEO Mark Zuckerberg dem mehr als 225 Millionen Mitgliedern zählenden Dienst einer Transformation, bei der sich der Schwerpunkt vom privaten Networking mit den engsten Bekannten ein Stück weit zu einer öffentlichen Echtzeit-Konversation verlagert.

Das amerikanische Social Network will auf diesem Weg Twitter das Wasser abgraben und selbst zur führenden Kraft im Echtzeitweb werden.

Der Startschuss für die Metamorphose fiel im März, als der selektive, algorithmische Newsfeed durch einen Echtzeitstream ersetzt wurde. Den vorläufigen Abschluss der sukzessive durchgeführten Wandlung wird eine Echtzeitsuche sowie die offizielle Verfügbarkeit des "Everyone"-Buttons für alle Mitglieder darstellen, der seit kurzem von einer kleinen Nutzergruppe getestet wird. Diese Funktion ermöglicht das Publizieren von öffentlichen Inhalten - ein Novum bei Facebook, das bis dato stark darauf bedacht war, den veröffentlichten Content seiner Mitglieder nicht nach außen dringen zu lassen.

Kurzum: Facebook mutiert immer mehr zu einer XXL-Variante von Twitter. Ich bin mir nicht sicher, ob dies dem Dienst nicht mehr Schaden zufügt, als es ihm nutzt.

Auch wenn sich der initiale Nutzerprotest gegen die Einführung des Echtzeitstreams im März erwartungsgemäß schnell gelegt hatte und Facebooks Mitgliederzahlen weiter gen Himmel schießen, hat der Service für mich seitdem an Nutzwert verloren. Statt einer personalisierten Zusammenfassung der jüngsten Aktivitäten aller meiner Kontakte - inklusive geschlossener Freundschaften und zu besuchender Events - serviert mir die überarbeitete Homepage nur noch Status-Updates im Twitter-Stil - mit dem Unterschied, dass lediglich ein kleiner Teil meiner Facebook-Kontakte seinen Status regelmäßig aktualisiert. Und das sagt noch nichts darüber aus, wie lesenswert diese Updates sind.

Mehr als drei Monate nach der Abschaffung des alten Newsfeeds kann ich sicher sagen, dass dieser Schritt meine Besuche auf Facebooks Homepage weniger interessant, seltener und kürzer gemacht hat. In meinem Fall ist genau das Gegenteil von dem passiert, was Facebook bezwecken wollte: Während ich mich nur noch wenige Minuten pro Tag bei dem US-Netzwerk aufhalte, verbringe ich immer mehr Zeit mit Twitter. In diesem Tweet schätzte ich das Verhältnis auf zwei bis drei Minuten pro Tag (Facebook) zu 15 bis 20 Minuten täglich (Twitter).

Vielleicht geht es lediglich mir so und ein Großteil der Facebook-Mitglieder hat an den Neuerungen gefallen gefunden. Ich glaube aber, dass sich Facebook mit der Transformation eine Mammutaufgabe aufgehalst hat, deren erfolgreiche Lösung nicht garantiert ist.

Je mehr Mark Zuckerberg sein Angebot zu einer Kombination aus Social Network und Microbloggingdienst mit privaten und öffentlichen Komponenten macht, desto komplexere und umfangreichere Einstellungen zur Privatsphäre sind notwendig, desto herausfordernder wird die Abgrenzung einzelner Funktionen, desto schwieriger die Beibehaltung einer übersichtlichen Benutzeroberfläche, und desto größer ist die Notwendigkeit, weniger bewusst agierende Mitglieder vor versehentlichen "Datenlecks" zu schützen.

Wer ein soziales Netzwerk mit mit 225 Millionen Mitgliedern betreibt, trägt eine enorme Verantwortung. Facebook muss daher nicht nur sicherstellen, dass seine Nutzer auf logische und sinnvolle Weise an die twitterartige Funktionalität herangeführt werden und sie zu schätzen lernen, sondern auch, dass dies reibungslos geschieht.

Facebook hat verschiedene Wege, die es für die Zukunft einschlagen kann. Während Vorstoße in die Bereiche Social Commerce, virtuelle Währung, mobiles und ortsbasiertes Web sowie Cloud-Betriebssystem nach wie vor weiterverfolgt werden, scheint die Verteidigung des Dienstes gegen Twitter eine besonders hohe Priorität zu haben.

Ich schließe nicht aus, dass der gewählte Weg sich im Nachhinein als goldrichtig herausstellen könnte. Aktuell sehe ich jedoch die Gefahr, dass das blau-weiße Social Network seine bisher recht klare Positionierung verliert, einen Teil seiner Mitglieder überfordert und in Bereiche vorstößt, die sich nur schwer mit dem bisherigen Facebook-Anwendungszenarien in Einklang bringen lassen.

Seht ihr ähnliche Probleme oder freut ihr euch, dass Facebook sich mit Twitter messen möchte?

(Foto: Flickr/sara.atkins; CC-Lizenz)

Kommentare

  • Carsten Drees

    28.06.09 (14:44:21)

    Hey Martin, scheint mir fast so, als lehnst Du Dich bewusst mit dieser These aus dem Fenster - das Prinzip ist mir schon bei dem MySpace-Artikel neulich aufgefallen ;) Ich verbringe wesentlich mehr Zeit bei Facebook zu als noch vor Monaten und ich habe auch das Gefühl, dass es nicht nur immer mehr Leute aus meinem Bekanntenkreis werden, sondern auch immer mehr das Prinzip der Statusmeldungen und des Echtzeit-Streams begreifen und schätzen lernen. Klar versucht man sich zunehmend am Twitter-Prinzip, aber genauso könnte man auch sagen, dass Facebook bei FriendFeed abgekupfert hat. Man pickt sich die Sahnestückchen bei der Konkurrenz raus und präsentiert sie einem Millionenpublikum - das scheint optimal zu laufen meines Erachtens. Dadurch, dass ich bei jeder einzelnen Statusmeldung mit einem Klick entscheiden kann, ob nur meine Freunde oder die ganze Welt meinen Satz lesen dürfen, bin ich technisch ja auch besser ausgestattet als bei Twitter. Dazu kommt dann die Möglichkeit, direkt dort auf Meldungen zu reagieren, egal ob es ein Statement, ein Link oder ein Foto ist. Meiner Meinung nach bindet das die Leute wesentlich mehr, als das der Fall bei Twitter ist. Das A und O wird zukünftig sein (zumindest sehe ich das so), vernünftige Filter anzubieten, die es mir ermöglichen, meinen News-Feed auch optimal auf mich selbst einzurichten. Wenn das der Fall ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie Twitter das kontern will...

  • Moe

    28.06.09 (14:57:36)

    Ich persönlich nutze Twitter und Facebook auf zwei völlig unterschiedliche Weisen: Auf Facebook bleibe ich mit Freunden + Bekannten in Kontakt, die ich ausnahmslos alle persönlich kenne. In meinen Status-Updates poste ich dementsprechend eher "private" Sachen, was eben für Leute, die ich auch kenne, von Relevanz sein könnte. Den neuen Newsfeed finde ich persönlich in dieser Hinsicht gelungen. Twitter hingegen nutze ich als Echtzeit-Informationsservice und Feed-Reader-Ersatz und folge dort dementsprechend auch vielen Leuten, die ich nicht persönlich kenne, aber deren Updates ich interessant finde. Deshalb poste ich in Twitter auch eher Netzfundstücke oder meine Meinung zu allgemeineren Themen, denn private Sachen. Genau dieses fundamental unterschiedliche Konzept der "Freundschaften" ist meiner Meinung auch der Grund, warum Twitter nicht das "neue Facebook" werden kann und umgekehrt. Beide Dienste werden auch in Zukunft ihre Daseinsberechtigung haben.

  • Tobias

    28.06.09 (15:05:39)

    Ich sehe das grundsätzlich wie Carsten Dres. Facebook hat das Potential Twitter rechts und links zu überholen, denn Facebook hat die Möglichkeit multiple, selektive Öffentlichkeiten anzusprechen, damit kann ich unterscheiden, welches Update an welche Liste geht. Die Nutzbarkeit entscheidet sich für mich vor allem an der sinnvollen Einbeziehung von default-Listen beim Einrichten des Profils. Wenn FB hier nicht die heimlich die "everyone" Variante pusht, dann wird das Konzept aus meiner Sicht automatisch aufgehen. Der Publisher ist twitter schon jetzt haushoch überlegen und wird sicher noch besser werden. Kombiniert mit einem besseren API Zugriff und Software, die die ganzen Life-blogging Streams zusammenfasst, sehe ich nicht, warum man facebook das nicht absolut richtig macht. Wie gesagt, für mich liegt der Kern darin, Leute nicht zur Veröffentlichung zu pushen, sondern sie diese Möglichkeit selbst entdecken zu lassen.

  • Daniel Niklaus

    28.06.09 (15:12:55)

    Du bist nicht die Masse. Das Verhalten von Early Adaptors unterscheidet sich enorm von den "nachfolgenden" Kunden. EA sind dauernd auf der Suche nach Neuem. Wie kleine Kinder begeistert uns ein neuer Dienst, ein neues Gimmick und wild wird registriert. Nur, genauso schnell wie die Begeisterung entflammt, erlischt sie auch wieder. So sind EAs dauernd auf der Suchen nach dem nächsten Spielzeug. Nichtsdestotrotz ist deine Frage berechtigt. In der DNA von Facebook steckt "regelmässige Neuerung". Ähnlich wie Google wird angekündigt, erneuert und hinzugefügt. Wie bei Google wird Facebook wohl auch nur mit dem Kerndienst Erfolge feiern. Bei Google ist das weniger schlimm, die haben ihr Businessmodell längst gefunden und können auch einmal einen Dienst in den Sand setzen, bei Facebook sieht die Geschichte etwas anders aus.

  • Ralph Schäfer

    28.06.09 (15:35:12)

    Mir gefällt der neue Echzeit-Newsfeed auch besser und der alte algorithmische Newsfeed wird ja noch in Teilen auf der rechten Seite dargestellt. Richtig gut finde ich die Möglichkeit, ausgesuchte Statusmeldungen für die "Welt" sichtbar zu machen, da sie damit für Google indizierbar und nicht mehr bei Facebook eingesperrt sind.

  • Martin Weigert

    28.06.09 (16:13:45)

    @ Carsten Klar, ich schreibe das bewusst, nicht unbewusst ;) @ Moe Exakt so sieht auch mein Nutzungsschema von Facebook und Twitter aus. Es gibt da klare Grenzen. Je mehr sich Facebook an Twitter anlehnt, desto stärke verschwimmen diese Grenzen. @ Tobias Facebook wird immer komplexer. Twitter zeichnet sich durch Einfachheit aus. In der Vergangenheit hat sich häufig Einfachheit durchgesetzt. Was natürlich nicht heißt, dass dies in Zukunft so bleiben muss. @ Daniel Wenn ich aber nun einfach wie ein typischer Early Adopter denken würde, müsste ich es ja begrüßen, dass Facebook sich grundlegend wandelt, statt an dem bisherigen Konzept festzuhalten. Aber es ist ja eher umgedreht.

  • Daniel Niklaus

    28.06.09 (16:19:44)

    Twitter ist das neue Spielzeug. Facebook kopiert nur und das mögen EA's überhaupt nicht. Siehe Kommentare StudiVZ ;-)

  • Ulrike Langer

    28.06.09 (16:27:19)

    Ich sehe es genauso wie Martin. Twitter ist meine Echtzeit-Internet-Plattform Nummer 1 und so lange ich dort mein größtes Netzwerk habe, wird das auch sicher so bleiben. Facebook war bislang für meine privaten und halb-beruflichen internationalen Kontakte und ist jetzt zu einem Mischmasch aus Netzwerk und Echtzeit-Web verkommen, in das ich aber nur selten reinschaue, weil ich nicht zig Plattformen ständig im Blick haben kann. Früher musste man das bei Facebook auch gar nicht, aber der USP ist leider weg.

  • Gretus

    28.06.09 (17:05:09)

    Hallo, man sollte sich vom Hype um Twitter nicht blenden lassen. An Facebooks Stelle würde ich nicht auf diesen Zug aufspringen, da Echtzeitnews das eigentliche Angebot bzw. den eigentlichen Nutzen einer nachhaltigen Kontaktaufnahme verschleiern... Grüße Gretus

  • Thomas Thaler

    28.06.09 (19:41:19)

    Ich verwende beides sehr gerne, auch wenn man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen sollte. Wirklich stark sind bei Facebook die "Wen könntest Du kennen" Features. Jeder kann da schnell und einfach in diese *Welt* eintauchen und hat rasch Spass - das ist sicherlich auch eines der Geheimnisse des weltweiten Erfolges. Wir sind da einer Early Adopter Phase bereits um Lichtjahre voraus, was ich von Twitter nicht zwingend behaupten will. Solange Twitter den SMS-Feed in Europa noch nicht implementiert hat, fehlt mir persönlich auch so der wirklich lässige Touch. Ich selbst hab viele Jahre in der Telekommunikatino gearbeitet, da fallen mir allerdings ad hoc einige nicht unerhebliche kommerzielle Fragestellungen ein, deren Beantwortung Twitter selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht weiss (Stichwort Wer zahlt die immense Interconnection Fee bei SMS?)

  • Robert Hartung

    28.06.09 (20:13:35)

    Wirklich sehr interessante Thesen. Ich denke auch, dass Twitter total eingeschlagen ist und durchaus für Facebook ein Konkurrent werden kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich über Facebook - wie bereits erwähnt - eher meine ganzen persönlichen Freunde habe und mit ihnen in Kontakt bleibe also alles etwas privater ist. Bei Twitter hingegen poste ich viel mehr Allgemeine Dinge, oder Dinge die mich bewegen oder mich ansprechen (Artikel, Blogs, etc) oder auch Dinge, die ich beruflich gerade mache. Alles in allem bin ich sehr gespannt wie sich die beiden Netzwerke entwickeln!

  • Daniel Peters

    29.06.09 (11:43:08)

    Hey Martin, in dir scheint aber auch ein innerer Konflikt zu schlummern. So hast du doch vor ein paar Tagen erst im Myspace-Artikel als einer der Gründe des Niedergangs von Myspace das "Verschlafen des Echtteitwebs" angegeben. Heute führst du gleiches als eventuelles Problem für facebook auf. Was denn nun? Also ich bin der Meinung, dass das Echtzeitweb kein Hype ist. Es ist eine logische Konsequenz aus den technischen Möglichkeiten des Internets und den Bedürfnissen der Menschen - dem sozialen Austausch. Früher fand der auf der Straße real statt, heute im Netz virtuell weltweit. Die virtuelle Omnipräsenz einiger Menschen ist dagegen eher die Ausnahme. Mehr als zwei Echtzeitsdienste zu pflegen wird nicht möglich sein. Darum wird es auch auf kurz oder lang keine wirklich gefährliche Alternative zu twitter und facebook geben. Es sei denn es kommt ein neues "Big Thing" und übertrifft die Dienste wieder mit einer besonders cleveren Bedürfnisbefriedigung anderer Art. Und was die Verantwortung angeht, so gebe ich dir Recht, dass das Echtzeitnetz Risiken birgt. Aber aus diesem Grund seine Nutzer einzuschließen ist meine Erachtens keine Lösung. Vielmehr sollte an Aufklärungstexten gearbeitet werden, die auf die Risiken an den Stellen hinweisen, an denen die Funktionen ein- und ausgeschaltet werden können.

  • Martin Weigert

    29.06.09 (11:55:33)

    @ Daniel Na da legst du mir aber ein bisschen zu viel in den Mund ;) Dass MySpace das Echtzeitweb verschlafen hat, habe ich nicht als entscheidenden Grund für dessen Niedergang angegeben, sondern als ein Punkt von vielen, der die Trägheit und fehlende Anpassungsfähigkeit von MySpace an aktuelle Trends verdeutlicht. Was Facebook betrifft, ist es keineswegs so, dass ich grundsätzlich den Schritt in Richtung Echtzeitweb kritisiere. Ich empfinde es aber als problematisch, WIE Facebook das macht. Während MySpace vielleicht etwas zu wenig dem Trend folgt, sind die Schritte von Facebook in diese Richtung meines Erachtens nach zu groß. Und man hätte die Homepage auch mit einem Echtzeitstream versehen können, ohne gleichzeitig andere Informationen von dort zu verbannen.

  • Das Wort

    29.06.09 (12:06:00)

    Ich denke das dies möglicherweise der Untergang für Facebook sein könnte, man sollte sich lieber auf seine stärken und neuen Konzepte und Ideen konzentrieren als andere zu kopieren. Zumal auch Twitter in der heutigen Form, sofern sie sich nicht weiterentwickeln früher oder später (eher früher als später) von anderen eingeholt und überholt werden. FAZIT: Facebook mag Interessant sein, doch ich selbst und viele meiner Freunde, sind bis heute dort nicht, weil es uns selbst nichts bringt, wobei Twitter im Gegenteil zu Facebook wirklich um einiges mehr bringt, weil es einfach eine klare Straetgie verfolgt. Facebook hingegen will überall dabei sein und das wird früher oder später das gleiche Schicksal wie andere Plattformen nehmen, die schon längst in Vergessenheit geraten sind.

  • cain bishop

    29.06.09 (12:14:00)

    twitter kommt auch genz schnell wieder runter - und zwar wie eine abgeschossene Ente. der "hype" in den alten Medien erinnert doch sehr an "secondlife" (2nd what?) ganz persönlich ist mir noch nix gutes bei twitter untergekommen. ich entdecke immer wieder viel viel werbung und marketing tricks. Und die kurz Blog-News haben eine genauso miese Qualität wie Schulhof SMS. Ausserdem fehlt twitter wirklich etwas entscheidendes Neues, ausser der durchaus guten verknüpfung von MobileWeb und Web. Doch da kommen bestimmt bald bessere Dienste. IMHO, ist twitter nett, aber den vogel haben sie damit noch nicht abgeschossen oder eben doch :-P

  • Daniel

    29.06.09 (12:51:09)

    Von sich selbst als Early Adopter auf die Masse zu schließen, ist m.E. zwar verlockend, aber nicht wirklich schlüssig. Meine Nutzungsverhältnis von Twitter zu Facebook sieht ähnlich aus. Warum also mehr Zeit bei Twitter? Das Tool ist einfach und übersichtlich, ich brauche mich nicht um komplizierte Einstellungen zu kümmern und für wen ich interessant bin, der reiht sich in meine Follower ein. Keep it simple, da schlägt momentan keiner Twitter. Allerdings: Ich importiere meine Status-Updates automatisch bei Twitter. Das meiste Feedback bekomme über Facebook, obwohl ich da nur einen Bruchteil der "Kontakte" im Vergleich zu Twitter habe.

  • Sven Jan Arndt

    30.06.09 (07:43:09)

    Hallo Martin, in dem Punkt der Verwischung der Kernkompetenzen kann ich Dir nur Recht geben. Diese Tendenz haben aber leider viele Plattformen mit zunehmendem Alter. Dass die Qualität der Beiträge jedoch abnimmt, das sehe ich eher anders. Denn waren sie denn vorher wirklich viel höher. Meine Gedanken habe ich in einer kurzen Replik niedergeschrieben. BG Sven Jan

  • Andreas

    30.06.09 (13:46:33)

    Von Deutschland aus betrachtet mag die von Martin angesprochene Überforderung des facebook Nutzers ein berechtigter Einwand sein. International (nicht nur in Bezug auf die USA) sind die facebook Nutzer aber deutlich erfahrener als der Durchschnitt der Nutzer in Deutschland, z.B. mit dem Umgang mit Applikationen. Die Öffnung von facebook sollte nicht nur vor dem Hintergrund von Twitter gesehen werden; es sind durchaus auch Wünsche der Nutzer nach mehr Echtzeit Kommunikation und der Möglichkeit den bei facebook eingetragenen content auch anderweitig zu "nutzen". Facebook reagiert hier also auch auf Trends und die eigene Community.

  • dagassa

    30.06.09 (17:14:54)

    also ich beobachte genau das gegenteil. am anfang haben die meisten rumgezickt. gruppen ala "gebt uns das alte facebook zurück" gab es zwar zu genüge, ich bezweifle aber dass einer von denen noch weiß wie das alte facebook aussah ;) . viel mehr statusmeldungen, schnellere antworten. ich beziehe mich hier auf 330> user zwischen 17 und 33 was allerdings extrem nervt sind die quize und die könnten facebook noch zum verhängnis werden. voll der spam! bist du verliebt quiz!? ob einer verliebt ist wird er wohl doch noch selber wissen, dazu brauch man doch kein quiz! oder? next thing filter!

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer