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06.01.09

Die 9 besten neuen Startups aus dem deutschen Sprachraum 2008

Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 2008 viele Startups an den Start gegangen. Nicht wenige Anbieter sind oft naturgemäß keine Erwähnung wert. Von denen, die sich von der Masse abheben, haben wir die unserer Meinung nach neun besten, ausgeklügelsten und erfolgversprechendsten Startups ausgesucht und stellen sie hier vor.

Simply The BestDie von uns ausgewählten neun besten neuen Startups 2008 sind: Wuala, Amiando, Mento, berlin.unlike, Statista, SoundCloud, Songbeat, picabee und wer-kennt-wen.de.

Im Folgenden stellen wir jedes Startup einzeln kurz vor. Sie werden in keiner bestimmten Reihenfolge vorgestellt, stehen also alle auf einer Stufe.

 

 

Wuala

Das Schweizer Startup Wuala hat das Thema Onlinespeicher radikal neu gedacht. Mittels eines ausgeklügelten Verfahrens werden die einzelnen Teile der online gespeicherten Dateien verschlüsselt auf den Festplatten vieler Nutzer abgelegt. Die online gespeicherten Daten kann man nun für bestimmte Gruppen freigeben oder öffentlich stellen. Durch die Verteilung des Speichers und der Trafficlast auf viele Schultern ergeben sich viele interessante Einsatzmöglichkeiten, die mit der jüngst vorgestellten Programmierschnittstelle (API) noch vergrößert werden. Wuala wurde von ReadWriteWeb zu einem der zehn besten internationalen Produkte 2008 gewählt. (Marcel Weiß)

Amiando

Amiando geht sehr innovativ und vorausdenkend an den Bereich des Ticketverkaufs im Netz heran. Amiando bietet seinen Kunden eine modulare Aufbauweise, die außerdem eine flexible Einbindung des Amiando-Angebots in externe Sites ermöglicht. Als eines der wenigen hiesigen Startups hat Amiando begriffen, dass das gekonnte Andocken an andere Dienste, wie etwa Facebook, für den langfristigen Erfolg wichtig ist. Weitere Entwicklungen wie die ViralTickets runden das Angebot ab. Amiando wurde von Exciting Commerce zum "Exciting Commerce Star des Jahres 2008" gewählt. (Marcel Weiß)

Mento

Mento ist das Kunststück geglückt, das Genre soziales Bookmarking auf schlüssige Weise weiterzudenken. Twitter, FriendFeed und Google Reader haben die info-ökonomischen Verhaltensweisen von vielen fundamental verändert. An der Grenze zum Tumble-Log angesiedelt reinterpretiert Mento Bookmarking unter diesen neuen Bedingungen. Auch das Design von Mento spielt durchaus in der ersten Liga mit. (Markus Spath)

  • Unser ursprüngliches Review zu Mento
  • Artikel zu Neuerungen wie etwa Channels

berlin.unlike

Auch ist es gelungen, eine bestehende Kategorie - in diesem Fall Städteführer - zu verschieben und ein genuin eigenes Angebot zu unterbreiten. Wie Mento zielt auch berlin.unlike auf eine neue Generation von Internet-Usern. Die Integration mit dem mobilen Web und mit Plattformen wie Twitter, MySpace oder Facebook ist quasi nativ eingebaut. (Markus Spath)

Statista

Statista ist eine jener Sites, wo es einfach toll ist, dass es sie gibt. Wir schwimmen, ich will nicht sagen ertrinken, in Daten, und Statista gelingt es, nachvollziehbare Häppchen herauszuschälen und für die persönlich interessanten Bereiche Informationen aufzubereiten. Auch das Design und die Umsetzung von Statista sind grossartig. Statista wurde von deutsche-startups.de zum Startup des Jahres gewählt. (Markus Spath)

SoundCloud

Ein paar musikbegeisterte Schweden ziehen nach Berlin, dem Mekka für urbane Menschen aus aller Welt, um dort ein Internetstartup zu gründen. Heraus kommt SoundCloud, eine Plattform, auf der Interpreten und Labels neue Produktionen vorstellen und Feedback ihrer treuesten Fans einholen können. SoundCloud sieht toll aus, hat zahlreiche clevere Features (inklusive einer Programmierschnittstelle) und will seine Plattform über ein Freemium-Modell monetarisieren. Rund 2.000 Plattenlabels haben bisher eigene Tracks bei SoundCloud hochgeladen, vorrangig aus dem Bereich elektronischer Musik. (Martin Weigert)

Songbeat

Gäbe es einen Pluspunkt für Risikofreude, würde Songbeat zwei davon bekommen. Das Berliner Startup bietet eine kostenlose Musiksuchmaschine für den Windows-Desktop. Songbeat zapft dazu andere Suchdienste für Musik an, deren gefundene Titel es mit einem Klick auf die heimische Festplatte befördert. Was den Nutzern gefällt, dürfte die Plattenbosse erzürnen. Das Kapital für die Stammeinlage der gerade gegründeten Songbeat GmbH kommt aus den Einnahmen der kostenpflichtigen Premium-Accounts. (Martin Weigert)

picabee

Bei picabee können User Fotos hochladen und sich diese kostenlos entwickeln und nach Hause schicken lassen. Refinanziert wird dies durch Werbung, die am Rand der Bilder und in Form eines kleinen Logos auf den Fotos erscheint. Zahlreiche netzwertig.com-Leser haben den Service ausprobiert und waren sehr zufrieden, wie die Kommentare zu unserem Review zeigen. Wie sich die schwache Werbekonjunktur in Folge des Wirtschaftsabschwungs in nächster Zeit auf picabee auswirkt, bleibt abzuwarten. An potenziellen Nutzern wird es dem attraktiven Service, der nur auf Einladung verfügbar ist, 2009 mit Sicherheit nicht mangeln. (Martin Weigert)

wer-kennt-wen.de

Auch wenn wer-kennt-wen.de (WKW) bereits im Oktober 2006 online ging, feierte das gern als Volksnetzwerk betitelte Social Network seinen richtigen Durchbruch erst 2008. Von einer Million auf über fünf Millionen wuchs die Mitgliederzahl des Dienstes zwischen Januar und Dezember 2008. WKW bekommt zwar keinen Preis für Innovation, aber darauf legt man es auch gar nicht an. Die Site, an der RTL Interactive beteiligt ist, richtet sich an alle Altersgruppen, was sie von den anderen führenden sozialen Netzwerken abhebt und ihr eine ideale Position verschafft, um in den nächsten zwölf Monaten die Vorherrschaft unter den Networks in Deutschland an sich zu reißen. (Martin Weigert)

Haben wir 2008 gestartete und unbedingt erwähnenswerte Startups sträflich vernachlässigt? Ergänzt die Liste in den Kommentaren!

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