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27.09.07

Die 50 besten Zitate übers Internet

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Listen mag man oder nicht. Wir mögen sie. Manchmal. Darum haben wir eine zusammengestellt mit Zitaten von mehr oder weniger wichtigen Persönlichkeiten, die sich über das Internet ausgelassen haben.

Der Spruch über die "Klowände des Internets" von Werber Jean-Remy von Matt ist Legende. Aber das ist nur das prominenteste all der Zitate, die von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern auf Podien und in Interviews losgelassen werden.

Wir haben 50 davon gesammelt:

«Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.»

Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, im März 2007. [Quelle (Video), gefunden bei Handelsblatt]

«In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert.»

Christian DuMont Schütte, Gesellschafter des Verlags DuMont Schauberg, am 27. August 2007 in der FAZ [Quelle]

«Browser. Was sind'n jetzt nochmal Browser?»

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries im Juni 2007, nachdem ARD-Kinderreporter sie aufforderten, "doch mal ein paar verschiedene Browser, die es gibt", zu nennen. [ Quelle (Video) ]

«Ich habe Hunderte RSS-Feeds aboniert. Aber mal ehrlich, ich lese keinen einzigen. Macht aber Spaß.»

Peter Kabel, deutscher Internet-Unternehmer, auf dem Medienforum NRW 2006. [Quelle]

«Ein grosser Erfolg ist da im Moment, und eine Million Menschen spielen schon mit, das Online-Spiel Second Life. Darin erschaffen sich die Mitspieler virtuell ein zweites Leben, und zwar mit einer komplett neuen Identität, einer selbst ausgedachten Spielfigur, die aus irgendeinem Grund, den wir noch nicht verstanden haben, Avatar heisst.»

Anne Will, Moderatorin, in den Tagesthemen vom 7. November 2006 [Quelle (Video)]

«Of course, the "wisdom of the masses" produced a few 20th-century bummers, not least in Germany, Italy, the Soviet Union and China.»

Roger Cohen bereits im vierten Satz eines New-York-Times-Artikels über Digg.com und die Weisheit der Massen, 08.08.2007. [Quelle]

«Blogger verdienen nach meiner Ansicht nicht den Schutz des
Artikel 5.»

Stephan Holthoff-Pförtner, Gesellschafter der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", auf dem Medienforum NRW 2007. [Quelle]

«Ja. Leider ja.»

Hans-Christian Ströbele, MdB (Grüne), im Juni 2007 auf die Frage von ARD-Kinderreportern, ob er einen Computer habe. [ Quelle (Video) ]

«Ins Internet bin ich, glaube ich, einmal oder zweimal bisher gegangen. »

Hans-Christian Ströbele, MdB (Grüne), zu den Kinderreportern auf die Frage: "Benutzen Sie auch Internet?" [ Quelle (Video) ]

«Ich weiß nur, dass es Leute gibt, die da so ein Programm entwickelt haben, womit man mit einzelnen Fundwörtern dann was finden kann, aber ich mach das nie.»

Hans-Christian Ströbele, MdB (Grüne), auf die Aufforderung, mal ein paar unterschiedliche Browser zu nennen. [ Quelle (Video) ]

«Google hat Angst vor uns»

Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse (VSP), am 21.09.2007. [Quelle]

«Man kann eine erfolgreiche Website wie Google nicht nur bekämpfen, sondern muss auch versuchen, sie mit einer Alternative zu schlagen»

Norbert Neininger, Präsidiumsmitglied des Verbandes Schweizer Presse (VSP), im August 2007. [ Quelle ]

«Die Seuche Internet garantiert, dass die Bilder auf immer abrufbar sein (...) werden.»

Stefan Kornelius im Januar 2007 in der Süddeutschen Zeitung über das aufgetauchte Handyvideo von der Hinrichtung Saddam Husseins. [Quelle, Original nicht mehr verfügbar]

«Das Internet macht doof.»

Henryk M. Broder, Publizist, im Tagesspiegel, 09.01.2007. [Quelle]

«?Jekami", jeder kann mitmachen, so hießen die vielen Amateurshows, als es noch kein Internet gab und 200 Leute die Freiheit hatten, ihre Meinung zu verbreiten. - Waren das schöne Zeiten.»

Henryk M. Broder, Publizist, im Tagesspiegel, 09.01.2007. [Quelle]

«Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich.»

Henryk M. Broder, Publizist, im Tagesspiegel, 09.01.2007. [Quelle]

«Im Internet wird zwar wahrscheinlich mehr kritisiert als in allen Zeitungen zusammen, aber kein Schwein interessiert das. Da gibt es Blogs und persönliche Homepages und weiß der Teufel was. Das findet aber niemand.»

Michael Ringier, Verleger, im Interview mit der taz, 15.09.2007. [Quelle]

«Na ja gut, es gibt das Internet. Aber es dauert zu lange, bis Sie sich dort alles zusammengesucht haben, und dann sollten Sie es auch noch an diesem unsäglich doofen Bildschirm lesen. Da hilft die Zeitung und sagt: Das ist heute für dich wichtig.»

Michael Ringier, Verleger, im Interview mit der taz, 15.09.2007. [Quelle]

«Im Internet finden ich ja meist nur, was ich suche. In der Zeitung finde ich Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass sie mich interessieren.»

Michael Ringier, Verleger, im Interview mit der taz, 15.09.2007. [Quelle]

«Im Internet finden Sie nur, was Sie suchen. Das aber verengt den Blickwinkel doch sehr.»
Frank A. Meyer, "Medienentwickler" beim Ringier-Verlag, im Interview mit dem Schweizer Journalist, Mai 2007. [Quelle]

«Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt.»

Hans-Ulrich Jörges vom Stern im Juni 2007 über die "Blog-Szene" [ Quelle ]

«Überhaupt ist es doch sehr bezeichnend, daß der Siegeszug der Weblogs hierzulande nicht stattfindet, sondern fortwährend beschworen wird von den etabliertesten Medien, für deren Niedergang die Blogs ja eigentlich sorgen sollen. Die Demokratisierung wird von oben «verhindert», lange bevor überhaupt von Demokratisierung gesprochen werden kann. Ein Grund ist, daß die Blogger nichts wollen, außer aufgekauft zu werden; diese verdammten Nutten.»

Alexander Reich in der Jungen Welt vom 22.03.2007 [Quelle, nicht mehr frei zugänglich]

«Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?»

Jean-Remy von Matt im Januar 2006 über Weblogs, die "Klowände des Internets". [Quelle]

«Besserwissern, Wichtigtuern oder Paranoikern, die sich im normal life intellektuell verkannt, sozial missachtet fühlen oder einfach viel Zeit haben, bietet das Web 2.0 ein überaus reichhaltiges Angebot, ihren Neigungen rund um die Uhr nachzugehen. «You can't always get what you want» - diese Songzeile der Rolling Stones von 1969 gilt fortan vielleicht nur für ihr reales Leben, aber nicht mehr für ihre virtuelle Existenz. Im Mitmach-Web bekommen sie jenen sozialen Kredit oder können jenes soziale Kapital anhäufen, das sie im Alltagsleben vermissen oder das ihnen aus welchen Gründen auch immer von Kollegen, Freunden oder Bekannten vorenthalten wird.»

Rudolf Maresch im Januar 2007 in Telepolis [Quelle]

«In die Top100 der Blogs kommt man schon mit 450 Zugriffen im Monat. Jede Schülerzeitung hat eine höhere Auflage.»

Tobias Moorstedt im Dezember 2006 bei jetzt.de [Quelle]

«Seit Internetnutzer ihre Bilder und Texte unkontrolliert auf extra dafür geschaffene Webseiten stellen können, scheint die Moral im Netz endgültig erodiert. Gewaltvideos und selbst gedrehte Pornos sind besonders beliebt. Auf Blogs, eine Art von Internettagebüchern und Kommentarseiten, beschimpfen sich User gegenseitig als Idioten oder drohen einander Schläge an.»

Marco Stahlhut im April 2007 anlässlich der re:publica bei Welt Online [Quelle]

«Man muss wissen, mit 450 Zugriffen im Monat kommt man unter die hundert erfolgreichsten Blogs in Deutschland, ja? Das ist ungefähr die Auflage einer Schülerzeitung. Also das kann wirklich nicht so richtig interessant sein.»

Siegfried Weischenberg, Kommunikationswissenschaftler, im Mai 2007 bei einer Diskussion von Deutschlandradio. [ Quelle (mp3) , gefunden bei Stefan Niggemeier]

«Damals [bei der Zeitung "Die Woche"] gab es das Internet auch schon und Internetauftritte, natürlich hat die "Woche" auch da mitreagiert, aber wir haben keine Blogs gemacht, wir waren eigentlich mit unseren Leserbriefen zufrieden, das hat uns gereicht, und die Zeitung war nicht so auf Exhibitionismus angelegt wie Leserreporter, die auf Exhibitionismus angelegt sind.»

Manfred Bissinger, vielfacher ehemaliger Chefredakteur, im Deutschlandfunk, Mai 2007. [ Quelle (mp3) , gefunden bei Stefan Niggemeier]

«Blogs sind ja eine Aneinanderreihung von persönlichen Befindlichkeiten von Leuten, die eigentlich für den Journalismus oder für die Öffentlichkeit keine wirkliche Bedeutung haben.»

Manfred Bissinger, vielfacher ehemaliger Chefredakteur, im Deutschlandfunk, Mai 2007. [ Quelle (mp3) , gefunden bei Stefan Niggemeier]

«Das Internet ist ein Ort der Jagd, der Ablichtung, der Durchleuchtung. Im schlimmsten Fall: ein Ort von Hinrichtungen, sexuellem Missbrauch, ein Ort für Fahnder und Datenschützer. Im harmloseren Fall: Eine eskapistische Quatschwelt»
Bruce Willis, Schauspieler, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 23.06.2007. [ Quelle ]

«Das Internet ist heute so etwas wie die universelle Plattform des heiligen Krieges gegen die westliche Welt. Es ist Kommunikationsmedium, Werbeträger, Fernuniversität, Trainingscamp und Think Tank der Islamisten zugleich.»
Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister, 14.09.2007. [ Quelle ]

«Ich sage voraus, dass sich das Internet bald zu einer Supernova aufbläht und 1996 katastrophal kollabieren wird.»
Robert Metcalfe, Elektrotechniker, 1995. [Quelle]

«Das Internet hat kein Gewissen. Es ist eine Datenbank. Das Internet ist nicht menschlich (...). Im Internet sind wir alle leblose Puppen, synthetische Produkte.»

Franz Josef Wagner, BILD-Kolumnist, 23.11.2006. [ Quelle ]

«Einem Menschen wird man auf seinem Weg zum Bäcker begegnen, aber niemals im Internet.»
Franz Josef Wagner, BILD-Kolumnist, 23.11.2006. [ Quelle ]

«Zudem ist die virtuelle Welt, in der wir angeblich den Rest unseres Lebens surfend und frohlockend verbringen, nur mäßig attraktiv. Sie riecht nicht gut und fühlt sich nicht attraktiv an. Sie macht Kopfschmerzen und schwindelig.»
Mathias Horx, Trendforscher, am 24.03.2001 in der Welt. [Quelle]

«Schwätzen macht Spaß. Bloggen ist sogar geil. In Wahrheit ist es peinlich und pubertär.»
Klaus Kocks, PR-Berater, im November 2006. [ Quelle ]

«Blogs personalisieren den Medieninhalt, sodass wir nichts mehr lesen, was über unsere eigenen Gedanken hinausgeht.»
Andrew Keen, Autor des Buchs «Cult of the Amateur», September 2007. [Quelle]

«The internet is producing the cult of the amateur, a dumbing-down of culture, in which innocence is replacing expertise as the determinant of value.»

Andrew Keen, Autor, im Guardian-Blog comment is free, 10.08.2007. [Quelle]

«Today's internet, quite literally, turns the mass media age on its head. Anyone with internet access can publish anything online, which results in the mob chaos of YouTube, the blogosphere and Wikipedia.»

Andrew Keen, Autor, im Guardian-Blog comment is free, 10.08.2007. [Quelle]

«Wir haben das Internet als interaktives Medium überschätzt»
Dieter Gorny, Medienmanager, im November 2002. [Quelle]

«Ein Internet wird niemals eine Apotheke ersetzen können.»
Thomas Jung, Apotheker, November 1999. [ Quelle ]

«Die meisten Kenner sind sich einig, dass das Internet-Angebot zu neunzig Prozent aus Schrott besteht. Aber die restlichen zehn Prozent bedeuten immer noch eine gewaltige Materialfülle.»
Daniel Weber und Peter Haffner im NZZ Folio, Februar 1996. [Quelle]

«Was wir überlegen, ist, ob wir nicht die Pionierphase im Netz, was die Verbreitung von Radio und Fernsehen angeht, für beendet erklären sollten.»
Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, im April 2007 in der taz. [Quelle]

«Printprodukte haben unersetzbare Materialqualitäten, die man optimieren kann: bequem zu handhaben, gut zu lesen, rascher Überblick, Tastbarkeit - und nicht zu vergessen: Man kann sie wegwerfen. Das werden die Zeitung und Zeitschrift der Online-Welt immer voraushaben - und das lässt sie überleben.»

Norbert Bolz, Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher, im Tages-Anzeiger vom 19.03.2007. [Quelle]

«Blogs werden zu Briefen - und die werden ja auch oft nicht gelesen.»

Norbert Bolz, Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher, auf der Next07-Konferenz, zitiert nach Thomas Knüwer. [Quelle]

«Für fast alle Arbeiten an den höheren Schulen – und sicher für alle Arbeiten an den Grundschulen – ist die Suche nach Material im Internet nicht nur unnötig, sondern schadet sogar.»
Clifford Stoll, Lehrer und Autor, 1999 in seinem Buch "LogOut". [Quelle]

«Why is it drug addicts and computer afficionados are both called users?»
Clifford Stoll, Lehrer und Autor. [Quelle]

«Wenn irgendwann so etwas auftaucht wie "Acrobat Reader", ist für mich auch schon wieder Feierabend. Ich habe es auch noch nie geschafft, im Internet Musik anzuhören oder mir einen Videoclip anzugucken. Ich habe auch keinen Drucker. Und was ich im Jahr vielleicht drei mal mache, ist, einen Text zu mailen.»
Harald Schmidt, Entertainer, im Juni 2003. [Quelle]

«Ich sehe Hausfrauen vor verstaubten Gummibäumen, die sich ausziehen.»
Monika Piel, Intendantin des WDR, im Juni 2007 auf dem Medienforum NRW über ihre Erfahrungen mit dem Web 2.0. [Quelle]

«Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?»
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield. [ Quelle ]

Mitarbeit: Ronnie Grob

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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