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13.11.08Leser-Kommentare

Debatte um Kostenloskultur im Web: Ein alter Hut, aber wieder aktuell

Pünktlich zur Wirtschaftsflaute ist sie wieder da, die Kritik an der Gratiskultur im Web. Doch tatsächlich haben viele Webanbieter schon längst erkannt, dass das ausschließlich kostenlose Anbieten von Leistungen ein risikoreiches Unterfangen ist, und entsprechende Konsequenzen gezogen.

Kostenloskultur im WebNachdem sich um die Jahrtausendwende für junge Web- und Tech-Startups der Traum vom schnellen Geld und Erfolg im Internet schlagartig in Luft auflöste und viele junge Unternehmen ganz auf der Strecke blieben, war für die Überlebenden klar: Leistungen komplett gratis bereitzustellen und allein durch Werbung refinanzieren zu wollen, funktioniert nicht.

Die so genannte Kostenloskultur wurde für tot erklärt. Fünf Jahre später begrüßte die Internetwelt das Web 2.0 und schöpfte neuen Mut. Der allgemeine Optimismus, unterstützt durch eine bessere gesamtwirtschaftliche Lage und die Evolution des Webs zum Massenmedium, war ansteckend. Im Handumdrehen tauchte sie wieder auf, die Kostenloskultur - allgegenwärtiger als je zuvor. In Zahlen: 2007 gaben laut Jupiter Research gerade einmal 12 Prozent der europäischen Internetnutzer Geld für Online-Inhalte aus, daraus 29 Prozent für Musik.

Nun also ziehen erneut dunkle Wolken am Horizont auf, und daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gratiskultur im Web wieder Diskussionsgegenstand werden würde. Die Funktion als erster "prominenter" Gratiskultur-Kritiker der gerade begonnenen Nach-Web-2.0-Phase übernimmt Holger Jung, einer der beiden Chefs von Deutschlands Vorzeige-Werbeagentur Jung von Matt.

Im Interview mit Spiegel Online beschreibt er die Herausforderungen, die auf die Werbebranche im nächsten Jahr zukommen, und moniert vor allem mit Blick auf Medienangebote, dass es im Netz zu wenig Dienste gibt, die durch Bezahlangebote Geld verdienen. Jung sieht durch die sich andeutende Krise den Leidensdruck für die Anbieter zunehmen, kostenpflichtige Angebote zu forcieren.

Die Debatte um die Kostenloskultur im Internet ist also wahrlich nichts Neues. Angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten und der Notwendigkeit für reifende Web-(2.0-)Firmen, endlich die Gewinnzone zu erreichen, darf und sollte sie jedoch ruhig noch einmal geführt werden.

Beide Strategien - die der Premium-Angebote sowie die der kostenfreien Bereitstellung werbefinanzierter Services, haben Vor- und Nachteile. Gratisangebote wachsen üblicherweise erheblich schneller und profitieren früher von Netzwerkeffekten, da die User das Ausprobieren bzw. die Anmeldung außer Zeit nichts weiter kostet. Zudem werden frei verfügbare Inhalte von Suchmaschinen indexiert, können leichter in Blogs und Microblogs diskutiert, in Social Networks empfohlen und auf Social-News-Sites verlinkt werden. Kurz gesagt: Sie können eine virale Kraft entfalten, die ihre Reichweite explodieren lässt.

Vertreter, die (zusätzlich) kostenpflichtige Dienste und Inhalte anbieten, können diese Aspekte nicht oder nur weniger für sich nutzen und wachsen daher erheblich langsamer. Gleichzeitig stehen sie - sofern sie von Usern angenommen werden - aber wirtschaftlich auf stabileren Beinen. Services, die keinerlei Premium-Angebote im Portfolio haben, finanzieren sich in der Regel durch Werbung. Speziell während eines Konjunktureinbruches, wie wir ihn gerade erleben, sind es die Marketing- und Werbebudgets der Unternehmen, die als erstes dem Rotstift zum Opfer fallen.

Zwar wird trotz aller Turbulenzen auch für 2009 ein Wachstum der Onlinewerbung erwartet, doch hat sich die Denkweise vieler nur auf kostenlose Inhalte und Funktionen setzender Webanbieter aufgrund der aktuellen Geschehnisse und der negativen Prognosen verändert: Konnte man in den vergangen zwei bis drei Jahren seine Kosten durch Anzeigen nicht decken, so nahm man wenigstens das schnelle Nutzerwachstum zum Anlass, sich zu feiern. Immerhin waren die Chancen groß, relativ unkompliziert neue Investoren an Bord zu holen und sich somit mehr Zeit für das Erreichen der Gewinnschwelle zu erkaufen.

Nun aber ist Kapital nicht mehr so "leicht" zu bekommen wie bisher. Internetanbieter erkennen, dass sie es sich nicht mehr leisten können, die wirtschaftliche Tragfähigkeit nur als zweite oder dritte Priorität zu behandeln. Das Thema steht jetzt bei vielen ganz oben auf der Agenda, was in den letzten Wochen reihenweise Webfirmen dazu bewogen hat, zusätzlich zu ihren kostenfreien Angeboten Premium-Features einzuführen. Das Freemium-Modell, das von manchen Services (z.B. Flickr, Basecamp, LinkedIn, Xing) schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt wird, erlebt, beschleunigt durch die Rezessionsangst, seine Blütezeit.

Angesichts der veränderten Rahmenbedinungen ist Kritik an Diensten, die attraktive Services ausschließlich kostenlos bereitstellen und allein darauf hoffen, diese mit Werbung zu refinanzieren, durchaus angebracht. Viele der erfolgreichen und bei Nutzern beliebten Webservices haben jedoch schon erkannt, dass diese Strategie riskant ist, und daher besagte Freemium-Modelle entwickelt. 

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir noch zahlreiche weitere Anbieter sehen, die damit beginnen, neben den kostenlosen Basisfunktionen Zusatzfeatures gegen Entgelt anzubieten. Schwierig wird dieser Schritt für solche Dienste, die für bisher kostenfrei offerierte Leistungen nun Bares sehen wollen; leichter für die, die noch "Luft nach oben" haben, also nützliche/praktische Features einführen, die es vorher in dieser Ausprägung gar nicht gab.

Anders als nach dem Zusammenbruch der New-Economy ist es dagegen unwahrscheinlich, dass Dienste- und vor allem Inhalteanbieter im größeren Stil (nahezu) komplett die Gratiszugänge abschaffen. Damals hatte der beschriebene Aspekt der Viralität noch keine Bedeutung, und auch die Suchmaschinenauffindbarkeit ist heute aufgrund der größeren Konkurrenz noch relevanter als im Jahr 2001. Wer sich nicht gerade als absoluter Nischen- oder Exklusivanbieter positionieren möchte, sollte und kann darauf wirklich nicht verzichten!

Kommentare

  • Sergej Müller

    13.11.08 (12:37:45)

    Das wpSEO Plugin für WordPress ist eigentlich ein Beispiel dafür, dass die Nutzer bereit sind für qualitativ hochwertige Dinge zu zahlen. Das Feedback hat auch gezeigt, dass vor allem die schnelle und kompetente Unterstützung als Grund für den Kauf ist. Persönliche Beratung ist wichtig. Ebenfalls sind viele Konsumenten der Meinung, kostenpflichtige Produkte werden öfter mit neuen Funktionen bestückt und werden nicht so schnell eingestellt.

  • Tobias

    13.11.08 (12:50:42)

    Was mir bei dieser Diskussion um Gratis vs. Premium immer viel zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass die Zahlungspflicht auch für den Kunden Vorteile bieten kann. Wie Du schreibst, gelingt dies natürlich nicht, wenn vorher kostenlose Leistungen nun plötztlich bepreist werden, sondern durch innovative Angebote. Ein weiterer ganz interessanter Punkt: Der Preis kann eine positive Filterfunktion ausüben - und dadurch gerade ggü. dem störenden Rauschen, der Beliebigkeit und Infoüberflutung des Gratis-Web einen wohltuenden Gegenpol setzen. Auf WhatsYourPlace beispielsweise ist der Kaufpreis auch eine Art Schutzgebühr: Nicht derjenige erhält exklusiv einen bestimmten Ort, der als Erster die Plattform entdeckt, und vielleicht eine langweilige Minute frei hat. Sondern der, der zu diesem Ort wirklich einen Bezug mitbringt, das virtuelle Grundstück nutzen möchte, und daher auch bereit ist zu zahlen. Das wiederum kommt allen Usern zu Gute, die dann liebevoll gestaltete Inhalte statt unmotivierte Profilwüsten vorfinden. Einfach ausgedrückt: die Bepreisung sorgt für Qualität. Wie diese Qualität der Inhalte durch eine Bepreisung positiv beeinflusst wird, wird in der Diskussion leider praktisch immer vergessen.

  • Andy

    13.11.08 (13:27:41)

    @Tobias: Durch die Bepreisung steigt nicht nur die Qualität der Inhalte sondern auch der Qualitätseindruck des Kunden zu dem Produkt. Welchen Kugelschreiber nimmst du lieber? Den selbst gekauften oder das Werbegeschenk. Obwohl beide das selbe machen, nämlich schreiben, ist der Gekaufte doch irgendwie noch was anderes. Und das wird bei liebevoll gestalteten Services genauso sein. Wenn ein Kunde dafür bezahlt hat hält er es für wertiger als das kostenlose Produkt. Natürlich muss gegeben sein dass beide Produkte ungefähr gleich gut sind, ansonsten wird auf kurz oder lang natürlich das Bessere bzw. das Kostenlose siegen.

  • Martin Weigert

    13.11.08 (13:34:54)

    Das ist ja hier fast eine Lobbyisten-Veranstaltung ;) Aber ich stimme zu, ein kostenpflichtiges Angebot KANN den Qualitätseindruck steigern und SOLLTE tatsächlich von höherer Qualität (oder Quanität) sein als ein Gratis-Gut.

  • Andy

    13.11.08 (13:54:30)

    Nix Lobbyisten, sondern Vorreiter oder Realisten ;)

  • mds

    13.11.08 (14:00:41)

    Könnte man bitte Kommentare von Anbietern, die für ihre Dienste werben, als «Werbung» oder so ähnlich kennzeichnen?

  • Martin Weigert

    13.11.08 (14:05:52)

    @ mds Das Anbieter, die das im Artikel beschriebene Thema betrifft, von eigenen Erfahrungen berichten, ist grundsätzlich ok. Aber du hast schon recht, das ist oben schon ein wenig Grauzone. Daher die Bitte/Ermahnung an alle, sich zurückhaltender mit werblich gefärbten Kommentaren zu verhalten. Links innerhalb des Kommentars zum eigenen Angebot sind z.B. kritisch.

  • Sergej Müller

    13.11.08 (14:19:27)

    Thematisch passende Beispiele sind keine Werbung. Warum soll ich aus Erfahrung über "irgendein" Projekt berichten, wenn das Projekt einen Namen hat. Und ich stehe dazu mit meinem Namen (im Vergleich zu den anderen, die anonym posten).

  • Andy

    13.11.08 (14:21:29)

    Jo, sehe ich ebenso. Ich habe nicht mit einer Werbeabsicht kommentiert und würde mich freuen wenn die Diskussion wieder ums Thema ginge :D. Dies ist für mich relativ interessant; vor allem was andere so darüber denken.

  • André Luce

    13.11.08 (14:57:08)

    Wie wärs damit: die Entwicklung verlangsamt sich, weil nicht mehr so viel Geld für Risiko-Entwicklungen ausgegeben werden. In die Bresche springen Entwickler ohne kommerzielle Absichten, zumindest nicht denen, den Webinhalt direkt zu monetarisieren. Dies können 'private' Entwickler sein, oder es sind Unternehmen die ihr Geld mit anderen Dingen verdienen (Möbelhaus, Nahrungsmittelhersteller, Bank (haha)) und die Möglichkeiten des Web nutzen um in den Dialog zu treten und anderen Sinn (bzw. Beziehungen) im Internet zu stiften. Der Großteil des Marktes wird sich nicht zum Bezahlen von etwas im Internet hinreißen lassen. Aber dieser wird es nicht verlassen, nur weil plötzlich alles kostenpflichtig ist. Warum sollten sie es denn nicht mehr nutzen? (weil es nicht kostenpflichtig werden wird). Angebote, die wesentliche Funktionen einschränken, scheitern. Es wird nur die Nische sein, die zahlt. Deswegen ist es m. E. wichtig, über die Nicht-Nische zu reden. Das ist hier noch nicht geschehen, lediglich Argumente für offene Inhalte sind im Post zu finden (z. B. Suchmaschinen).

  • Tobias

    13.11.08 (15:26:54)

    Das wäre auch ein interessantes Thema für eine eigene Diskussion: Werbung - welche Formen sind ok, welche schlecht, wo beginnt Werbung, wo härt sie auf. Wo beginnt die Grenze Werbung/Info zu verschwimmen, und wo ist dies vorteilhaft für Konsumenten. Kurios wird es, wenn sich an der Diskussion beteiligende Unternehmer ermahnt, aber sich hinter anonymen Kürzel versteckende Meckerkommentare hofiert werden, die nichts zur Diskussion beitragen. Ich denke, da läuft was schief.

  • mds

    13.11.08 (15:55:39)

    Das Anbieter, die das im Artikel beschriebene Thema betrifft, von eigenen Erfahrungen berichten, ist grundsätzlich ok. Ich finde es auch OK, aber wer von sich selbst schreibt, sollte IMHO kurz darauf hinweisen – es ist IMHO ein relevanter Unterschied, ob man über irgend ein Beispiel schreibt oder den eigenen Dienst als Beispiel anführt. Warum soll ich aus Erfahrung über “irgendein” Projekt berichten, wenn das Projekt einen Namen hat. Und ich stehe dazu mit meinem Namen (im Vergleich zu den anderen, die anonym posten). Aus Deinem ersten Kommentar war zumindest für mich nicht ersichtlich, dass Du über Dein eigenes Programm als Beispiel schreibst – «mein» anstelle von «das» hätte dafür schon genügt.

  • Marcel Weiss

    13.11.08 (16:21:13)

    @Sergej und Tobias: Ich sehe das wie mds. Es ist natürlich kein Problem, wenn Ihr über Eure Erfahrungen mit Euren Produkten hier schreibt. Aber wenn Ihr die Zugehörigkeit (wie bei Sergejs erstem Kommentar) nicht im Text selbst klarstellt (der Link hinter dem Namen reicht nicht), dann gehört ein Disclosure an's Ende des Kommentars. Besonders wenn man so etwas über das eigene Produkt schreibt: "..für qualitativ hochwertige Dinge zu zahlen. Das Feedback hat auch gezeigt, dass vor allem die schnelle und kompetente Unterstützung als Grund für den Kauf ist."

  • Marcel Weiss

    13.11.08 (16:24:59)

    @ Tobias: "Der Preis kann eine positive Filterfunktion ausüben" Das sollte über die Architektur des Dienstes zu lösen sein. Wenn man künstliche Barrieren wie die Kosten für die Nutzung braucht, um einen Dienst sinnvoll für User zu halten, ist das imho eine Bankrott-Erklärung der Informationsarchitekten.

  • Sergej Müller

    13.11.08 (16:28:07)

    Danke, bei der nächsten Gelegenheit mache ich es richtig.

  • Oliver Springer

    13.11.08 (19:35:45)

    Die angesprochene Filterfunktion sehe ich auch als positiven Effekt. Ja, die Qualität, die man von einem Dienst erwartet, für den man bezahlt, ist höher. Besonders im Medienbereich ist das Problem mit kostenlosen Diensten ja auch, dass Kasse über Masse gemacht wird und Massenpublikum nicht kompatibel mit Qualität ist, selten jedenfalls. Sollte uns da nicht die Entwicklung im Fernsehbereich ein mahnendes Beispiel sein? Man vergleiche einmal die Qualität von privaten Free-TV-Sendern und die von Pay-TV-Programmen. Ich glaube, die Diskussionen - nicht nur hier - drehen sich viel zu oft darum, ob die Nutzer bereit sind, Geld für einen Dienst auszugeben. Die Bequemlichkeit oder positiv gesagt die Einfachheit könnte ähnlich gewichtig sein. Man kann sich die tollsten Micropayment-Modelle ausdenken - für den gewöhnlichen DAU ist das zu kompliziert und auch die erfahrenen Nutzer möchten sich nicht erst irgendwelche (!) Mühe machen. Einfacher und bequemer müssen bezahlte Dienste werden, auf ein paar Euro pro Monat kommt es bei angemessenem Gegenwert (wenn man etwas anbietet, was wirklich nachgefragt wird) viel weniger an, meine ich.

  • Zaphod

    13.11.08 (19:52:31)

    Tut mir leid, aber ich zahle nicht für Online-Angebote! Ich mag Flickr - aber ich sehe es nicht ein, für den Pro-Account Geld auszugeben. Gleiches gilt für Xing. Ich erhalte ja bei Online-Diensten keinen wirklichen Gegenwert. Im besten Fall landen ein paar Zeilen Code auf meiner Festplatte, aber die könnten beim nächsten Datencrash oder bei einem Systemwechsel auf wieder weg oder wertlos sein. Nein, sorry: Entweder gratis - oder ich nutze es nicht. Schon alleine deswegen, weil mir bezahlen via Online-Formular viel zu unsicher ist. Und weil es vielen Menschen so geht, wird sich ein Bezahl-Web auch nicht durchsetzen.

  • Dragonstar

    14.11.08 (08:55:49)

    Die Frage nach der Bezahlmentalität ist doch eine rein marktwirtschaftliche Frage. Ob für einen Webdienst bezahlt wird hängt einzig und allein davon ab, ob 1. der Nutzen für den User so groß ist, dass er überhaupt dafür zahlen würde und 2. ob der User diesen Dienst nicht anderswo umsonst bekommen kann. Das ganze erinnert mich an die Singlebörsen aus früheren Zeiten. Anfangs war dort auch alles umsonst und jeder Anbieter hatte Angst das ganze kostenpflichtig zu machen aus Angst die User laufen dann zur kostenlosen Konkurrenz. In Wirklichkeit lief es jedoch so ab, dass nachdem die erste Singlebörse kostenpflichtig wurde alle anderen kurz darauf auch einen Bezahldienst eingeführt haben (das Fremium Modell, also eine kostenlose Profilerstellung wurde selbstverständlich beibehalten). Ich wette, wenn Studivz oder werkenntwen einen Bezahldienst einführen würden, würden fast alle Mitbewerber kurze Ziet darauf nachziehen. Momentan traut sich keiner den ersten Schritt zu machen und als "Übeltäter" dazustehen. In anderen Bereichen (z.B. Online Nachrichten) ist es relativ ähnlich. Nur hier ist die Hemmschwelle User zu verlieren wohl noch größer, da diese ja nicht nur Werbekundschaft sind, sondern auch das Printmagazin kaufen sollen. Daher glaube ich nicht dass spiegel.de oder faz.net etc.. zukünftig kostenpflichtig werden. Der letzte Punkt ist der, dass es an den Marktführern hängt, ob Bezahldienste eingeführt werden oder nicht. Solange beispielsweise Studivz oder werkenntwen keinen Bezahldienst einführen ist es für fast jedes andere Social Network unmöglich für seinen Dienst Geld zu verlangen (es sei denn dieses Network würde eine wahrlich extreme Nische besetzen, Beispiel Xing, welches auf Geschäftskontakte ausgelegt ist und in dieser Nische gehört es zum guten Ton auch Geld zu bezahlen). Dasselbe gilt für den Nachrichtenmarkt. Hier kann man sagen, dass es von spiegel.de abhängt, ob Online-Nachrichten Dienste Geld verlangen können. Solange spiegel.de kostenlos bleibt haben andere Anbieter keine Chance kostenpflichtig zu werden.

  • ff-webdesigner

    18.11.08 (13:23:57)

    Ich seh das relativ entspannt. Kommt halt immer auf Angebot und Nachfrage an...ich würde das mal dem Markt überlassen. So ein Mix wie bei Basecamp finde ich super, weil wenn man das Gefühl hat, dass es ne Menge Wert schafft, gibt man auch gerne Geld dafür aus.

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