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03.09.14Kommentieren

DACH-Raum erlebt kleine Bitcoin-Gründungswelle: Yacuna startet Handelsplatz für digitale Währungen

Im deutschsprachigen Raum entstehen immer mehr Startups, die sich virtuellen Währungen widmen. Nach Bitbond und Coinbau folgt nun Yacuna, eine europäische Börse für Bitcoin und andere virtuelle Währungen.

Kryptowährungen wie Bitcoin sind schon seit einigen Jahren ein Branchenthema. Entsprechend viele Startups wurden in dem Segment gegründet. Aus dem deutschsprachigen Raum allerdings gab es bisher sehr wenige Beiträge. Doch jetzt ändert sich dies.

Kürzlich ging in Berlin die Bitcoin-Kreditplattform Bitbond an den Start und konnte auch gleich eine kleine Kapitalspritze einsacken. In Dresden entsteht mit Coinbau unterdessen ein Chip-Spezialist, der sich ganz dem Thema Bitcoin-Mining verschreibt. Und in Zürich erblickt in dieser Woche offiziell Yacuna, ein von zwei deutschen Firmen gegründeter internationaler Handelsplatz für digitale Währungen, das Licht der Welt.

Auf der Plattform können User nach einer Registrierung und einer (für größere Geschäfte notwendigen) Verifizierung die digitalen Währungen Bitcoin, Litecoin und Dogecoin ankaufen, verkaufen und in konventionelle Währungen - derzeit Euro und Britisches Pfund - tauschen. Die unter der Leitung von CEO Andrej Martchouk geschaffene Plattform funktioniert prinzipiell ähnlich wie herkömmliche Handelsplätze und Börsen, nur das Kryptowährungen gehandelt werden. Der Dienst eignet sich nach Ansicht der Macher auch für Menschen, die erste Gehversuche mit Bitcoin machen möchten. Dafür allerdings mangelt es der übersichtlich gestalteten Site noch an Anleitungen und ausführlichen Hilfesektionen.

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Eine Zertifizierung durch Europäische Behörden, ein Befolgen der Regeln der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) sowie eine Reihe von Security-Features, darunter Zwei-Faktor-Authentifizierung und SSL-Verschlüsselung, sollen bei den Händlern und Käufern virtueller Währungen das notwendige Vertrauen schaffen. Die juristischen Standorte von Yacuna an den Finanzplätzen Zürich und London dürften bei europäischen Nutzern, die bei Geldgeschäften ungern auf Plattformen am anderen Ende der Welt angewiesen sind, gut ankommen. "Yacuna ist nach unserer Kenntnis die einzige Börse, die derzeit im EU-Raum das Trading von Bitcoin auf einer rechtlich komplett legalen Plattform anbietet", betont Firmenchef Andrej Martchouk.

Auf internationaler Bühne existieren eine Reihe von Börsen für den Handel mit Bitcoin, darunter auch die bekannte und weltweit führende Plattform Bitstamp. Yacuna ist die erste ernstzunehmende Börse im deutschen Sprachraum. Wenn die Zahl hiesiger Player im FinTech-Teilsegment virtueller Währungen zunimmt, sorgt dies für eine Verfestigung des Themas in der Öffentlichkeit, wodurch wiederum die Bereitschaft anderer Marktteilnehmer steigt, sich ebenfalls mit Bitcoin und Co zu befassen. Die jüngste Bewegung, was Gründungen im DACH-Raum angeht, lässt zumindest die Möglichkeit zu, dass wir uns am Beginn einer kleinen, die hiesige Branche erfassenden Bitcoin-Welle befinden.

Yacuna ist eine gemeinsame Gründung der zwei in Köln ansässigen Firmen Cashlabs, ein FinTech-Inkubator, sowie trimplement, ein IT-Beratuns- und Software-Entwicklungs-Haus. /mw

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