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29.11.11 11:00

, von Martin Weigert

Buffer: Fast 3 Millionen versendete Tweets, über 50.000 Dollar Umsatz

Beim österreichisch-britischen Startup Buffer, mit dessen Dienst sich Tweets und Facebook-Updates zeitversetzt publizieren lassen, zeigen alle Erfolgsindikatoren nach oben. Gerade hat das Unternehmen, das jetzt im Silicon Valley weilt, die ersten 50.000 Dollar Umsatz erwirtschaftet.

 

Organisierten Twitter-Anwendern die Möglichkeit geben, Tweets mit Linkempfehlungen dosiert über den Tag verteilt zu veröffentlichen - mit diesem Ziel schufen der Österreicher Leonard Widrich und der Brite Joel Gascoigne zu Jahresbeginn den Onlinedienst Buffer. Buffer-Anwender installieren eine Browsererweiterung, die es ihnen erlaubt, Links besuchter Websites zum Versand über Twitter vorzubereiten. Der Service verteilt diese Tweets dann über den Tag in einer zuvor vom Nutzer definierten Frequenz.

"Gibt es für einen derartigen Service tatsächlich eine Nachfrage?", werden sich manche gefragt haben. Knapp ein Jahr nach dem Start können Widrich und Gascoigne, die mittlerweile ins Silicon Valley umgesiedelt sind, darauf mit einem klaren "Ja" antworten.

Leonard Widrich hat uns einige beeindruckende Zahlen zukommen lassen, die ein sich rasant beschleunigendes Wachstum des Dienstes belegen: Jeden Tag werden über Buffer mittlerweile etwa 35.000 Tweets versendet. Es habe sechs Monate gedauert, bis die Marke von 100.000 versendeten Tweets erreicht war - nun wird mit Buffer alle drei Tage 100.000 Mal getwittert. Insgesamt steht der Zeiger bei 2,9 Millionen abgefertigten Tweets. 75.000 Mitglieder nutzen den Service mittlerweile, diese monatliche Wachstum beträgt laut Widrich 40 Prozent.

Für ein Startup ungewöhnlich offen gibt sich das Buffer-Team auch, was die Geschäftszahlen betrifft: Soeben hat das junge Unternehmen die Marke von 50.000 Dollar Umsatz geknackt - mehr als die Hälfte der Erlöse flossen in den vergangenen zwei Monaten in die Buffer-Kasse. Über 1000 Kunden zahlen für das kostenpflichtige Premium-Angebot, das eine erweiterte Funktionalität mitbringt.

Damit sich die exponentiellen Zuwächse fortsetzen, legen sich Widrich und Gascoigne ordentlich ins Zeug: Seit kurzem kann Buffer auch zum zeitversetzten Veröffentlichen von Facebook-Updates verwendet werden, und dieser Tage lanciert der Service einen Buffer-Button für Blogs. Gut anzukommen scheint auch die ebenfalls neue Integration mit ifttt.

Vier Monate nach ihrer Reise ins Silicon Valley kann sich aktive Duo nicht mehr vorstellen, ihr bisher aus eigener Tasche finanziertes Projekt von einem anderen Ort der Welt aus zu betreiben. "Unsere Zeit in den USA war phänomenal und wir haben beschlossen, uns Vollzeit hier anzusiedeln", so Widrich euphorisch. Neben dem besseren Zugang zu Kapital - das Startup ist gerade dabei, eine Seed-Finanzierung im mittleren sechsstelligen Bereich abzuschließen - unterstreicht er auch die idealen Möglichkeiten, andere Gründer und Koryphäen der Internetwirtschaft zu treffen.

Ohne ihren Umzug an die US-Westküste hätten die Jungunternehmer auch keine Chance gehabt, den Entrepreneur, Autor und ehemaligen Apple-Evangelisten Guy Kawasaki sowie den erfahrenen Gründer Hiten Shah als Berater gewinnen zu können. Der Kontakt mit Kawasaki kam zustande, als dieser Buffer selbst in einem Tweet erwähnte. Widrich nahm daraufhin per Mail Kontakt mit ihm auf. Einige Zeit später trafen sich beide auf der Evernote-Konferenz in San Francisco, wo eine Zusammenarbeit besiegelt wurde.

Kawasaki wird künftig als Buffer-Evangelist auftreten und den Dienst auf Konferenzen und innerhalb seines Netzwerks empfehlen. Hiten unterstützt Buffer beim A/B Testing von Landing Pages und mit Ideen zu viralem Marketing. Außerdem wird er Kontakte zu Investoren und anderen Gründern herstellen. Für ihre Unterstützung erhalten beide eine Beteiligung im knappen Ein-Prozent-Bereich.

Ich bin sehr gespannt darauf, wo Buffer in einem Jahr steht.

Link: Buffer

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Kommentare: Buffer: Fast 3 Millionen versendete Tweets, über 50.000 Dollar Umsatz

Die Buffer zugrundeliegende Idee ist ja wirklich hübsch und okay umgesetzt aber was ich wirklich nicht verstehe: Wo ist der Vorteil gegenüber dem kostenlosen Timely.is, ein für mich recht hilfreiches Tool, das du, Martin, ja auch in deinem ersten Buffer-Artikel schon erwähntest?

Diese Nachricht wurde von Alex Vieß am 29.11.11 (13:59:32) kommentiert.

Wenn ich das richtig sehe, ist der hauptsächliche Unterschied, das du bei Buffer feste Zeiten vorgeben kannst, in denen die Tweets versendet werden. Bei Timely passiert der Versand automatisch auf Basis der vermeintlich höchsten Aktivität deiner Follower (ich hoffe ich habe das jetzt richtig zusammengefasst). Das eine ist halt magic und das andere erlaubt dir mehr Kontrolle. Darüber hinaus bietet Buffer Apps für Android und iPhone und kann über ifttt automatisiert werden. Deshalb ist es mein Favorit.

Diese Nachricht wurde von René Fischer am 29.11.11 (16:23:06) kommentiert.

Hi Alex, Gute Frage re Timely. Ich denke Timely.is ist ein super produkt, du bist damit bestimmt gut beraten. Um herauszufinden, vielleicht hast du die chance Buffer ja mal zu testen und kannst dir selbst ein bild machen. Wir lassen dich ein paar coole Sachen anstellen mit browser plugins und co in den Goodies. Wuerd mich freuen dein feedback im Vergleich zu hoeren. :)

Diese Nachricht wurde von Leo Widrich am 29.11.11 (16:53:44) kommentiert.

Auf jeden Fall Respekt, wie schnell und zielstrebig die Jungs den Dienst aufbauen und zum Erfolg führen :-)

Diese Nachricht wurde von Sebastian am 01.12.11 (06:55:23) kommentiert.

...und meinen Respekt für die Idee und das konsequente Nachverfolgen. Ich hätte auf die Idee nichts gegeben... (auch kannte ich es bis dato gar nicht!). Daher: Respekt!

Diese Nachricht wurde von Ralf Zmölnig am 01.12.11 (13:18:02) kommentiert.
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