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03.05.11Leser-Kommentare

Bücher-Community: LovelyBooks setzt auf Personalisierung

Die Bücher-Community LovelyBooks modernisiert ihre Plattform und macht sie mit einem Stream, Filteroptionen sowie einer Follower-Funktion für Autoren, Verlage und Themen personalisierbar.

 

Die Stuttgarter Bücher-Community LovelyBooks wird immer mehr zu einem Garant für regelmäßige und innovative Funktionserweiterungen. Vor gut einem Jahr startete die Holtzbrinck-Tochter mit der "Buchfrage" die laut eigener Aussage "weltweit erste Applikation für persönliche Buchempfehlungen".

Seit Oktober vergangenen Jahres kann diese als Widget auch in E-Books integriert werden, was Leser und Autoren direkt im Kontext der Handlung zusammenbringt und miteinander kommunizieren lässt.

Nach der Fertigstellung dieses Features lehnten sich die Schwaben jedoch nicht zurück, sondern nahmen umgehend den nächsten Schritt ihres Vorhabens in Angriff, LovelyBooks zu einer modernen Plattform auszubauen, die literaturinteressierte Menschen im Web miteinander verbindet - egal ob auf der LovelyBooks-Website, in einem Literaturblog, auf der Onlinepräsenz eines Buchhändlers oder innerhalb von elektronischen Büchern.

Das Ergebnis der jüngsten Weiterentwicklung nennt sich LovelyBooks Stream und ging in einer ersten Ausbaustufe gestern auf der Website des Bücher-Netzwerks online. Für nicht registrierte Besucher präsentiert sich der Stream als filterbare Darstellung aktueller Inhalte, Rezensionen und Neuigkeiten rund um Bücher und Autoren.

Zahlreiche Filterkriterien erlauben mit einem Klick die dynamische Darstellung der gewünschten Inhalte. Statt lediglich auf eine klassische, mit zahlreichen Klicks und einigem Suchen verbundene Navigation zu setzen, bietet der Dienst seinen Usern nun einen komfortablen und schnellen Weg, den gewünschten Content aufzurufen und zu finden.

Filterbar sind sämtliche Inhalte nach Beliebtheit oder Aktualität, nach dem Ersteller (Autor, Verlag, LovelyBooks-Redaktion), nach dem Typ (Themen, Veranstaltungen, Leserunden), nach Büchern und Autoren sowie nach über 30 unterschiedlichen Schlagwörtern. Wer möchte, kann natürlich auch einfach die Suchefunktion verwenden, um direkt zu Verfassern oder bestimmten Titeln zu gelangen.

Bei LovelyBooks registrierte Mitglieder können einzelnen Bücher, Autoren und Themen folgen (= abonnieren) und so die damit verbundenen Diskussionen im Blick behalten. Zu jedem Werk, Autor und Thema zeigt LovelyBooks an, wer diesem folgt. Das Follower-Prinzip beschränkt sich vorerst auf diese drei Kategorien und umfasst nicht andere LovelyBooks-Nutzer. Mit diesen lässt sich über die klassische "Freundschaft anbieten"-Option in Kontakt treten. Gefolgte Inhalte erscheinen unter dem spezifischen Reiter "Following".

Das von Twittter eingeführte Follower-Prinzip setzt damit seinen Siegeszug im Social Web fort und beschränkt sich nicht mehr länger nur auf Angebote mit User-Generated-Content-Schwerpunkt. Erst kürzlich lancierte das Social-Media-Blog Mashable eine Follow-Funktionalität.

LovelyBooks macht es Lesefreunden mit dem neuen Feature einfach, die Konversationen rund um ihre bevorzugten Bücher, Verfasser und Themen im Blickfeld zu behalten. Gleichzeitig bietet es Verlagen und Autoren zusätzliche Wege, aktuelle und potenzielle Leser auf Neuigkeiten aufmerksam zu machen. In den nächsten Wochen soll der Stream auch in Widgets für externe Websites sowie E-Books integriert werden.

LovelyBooks hat knapp 40.000 registrierte Nutzer und verzeichnete im April etwa 300.000 Unique Visitors.

Link: LovelyBooks

Kommentare

  • Sascha

    03.05.11 (09:17:28)

    schöne Sache, wenn man zu Holtzbrinck gehört, verlagseigene Produkte pusht, die anderen natürlich auch nicht vergisst. UGC ist wichtig, aber nicht alles.

  • eric

    03.05.11 (09:56:24)

    Ich empfehle etwas Vorsicht vor Lovelybooks. Denn gerade die von dir beschriebenen Funktionen machen echt süchtig ;-)

  • Tanja Handl

    03.05.11 (10:31:19)

    Die Seite sieht an sich sehr nett aus, und die Diskussionen, die sich entspinnen, sind jedenfalls spannender als die Bewertungen bei Amazon. Ich finde, Lovelybooks ist ein lohnenswerter Vorstoß zur Förderung der Buchkultur. Liebe Grüße, Tanja

  • chris

    03.05.11 (10:37:23)

    Ich rate zur Vorsicht, weil vieles, was auf dieser Plattform in letzter Zeit neu eingeführt wurde, nicht ganz ausgereift ist. Zum Beispiel können beliebige User die Inhalte anderer User auf ihrem Facebook Profil verlinken (mit Bild und Usernamen), ohne dass die etwas dagegen tun können. Kritik wird auf der Plattform auch nicht sonderlich gern gesehen und oft auch einfach ignoriert, selbst wenn sie offensichtlich berechtigt ist. Alles in allem zwar viele neue Sachen etc., aber unausgereift und die Userfreundlichkeit lässt in vielen Bereichen zu wünschen übrig.

  • Karin

    03.05.11 (10:52:42)

    Kann chris nur zustimmen. Seit Tagen wird dieser Mangel seitens der Mitglieder angeprangert und das Team reagierte bislang überhaupt nicht. Ein Statement dürfte doch keine überdimensionierte Forderung sein. Kritikfähigkeit und Frustrationstoleranz sind dort noch ausbaufähig. Vorsicht also. Wer sich dort anmeldet, sollte weder seinen Namen, noch sein Foto verwenden.

  • Horst

    03.05.11 (11:05:36)

    Und die, denen Hotzbrinck nicht viel sagt, sollten mal sehen, was sich u.a. dahinter verbirgt http://www.holtzbrinck.com/artikel/778430&s=de .Das ist kein Forum für Leser, das ist ein Forum für Holtzbrinck und seine Verlage. Mit dem Bewusstsein und der nötigen Vorsicht (siehe chris + Karin) kann man sich die Sache mal ansehen. Aber schreiben? Gefährliche Angelegenheit.

  • Martin Weigert

    03.05.11 (11:11:12)

    Ähm ... @ Karin und @ Horst Ihr kommentiert unter der gleichen IP-Adresse. In 99 Prozent der Fälle ist dies ein Signal für fragwürdige Motive.

  • Horst

    03.05.11 (11:13:45)

    Oder gemeinsame Haushaltsführung.

  • Lena

    03.05.11 (14:35:15)

    Ich finde es auch immer wieder schön, wie die Zugehörigkeit zu Holtzbrinck ignoriert wird. Lovelybooks ist NICHT unabhängig! Es ist keine Plattform von Lesern für Leser, sondern dient rein kommerziellen Zwecken. Der User ist bares Geld, egal, was das LB-Team den Leuten auch weismachen will. Jetzt auch noch die "Personalisierung" in den Himmel zu loben, also da fehlen mir die Worte. Da wird der Datenschutz mit Füßen getreten und LB verstößt gegen seine eigenen AGB - und das soll man noch feiern?

  • Karin

    03.05.11 (16:07:06)

    Was hättet ihr zu Zeiten der Kommune 1 nur gemacht? Zu 99% eine Verschwörung vermutet? Zum Glück gab es da noch kein WLAN.

  • Martin Weigert

    03.05.11 (16:22:59)

    Es ist leider so, dass nicht alle Kommentatoren immer lautere Absichten haben. Die Kombination aus "kein vollständiger Name" + "kein Link zu einem validgen Profil oder einer eigenen Website" + "multiple Kommentatoren mit gleicher IP-Adresse" ist dabei erfahrungsgemäß ein ganz großes Warnsignal. Siehe dazu auch http://netzwertig.com/2010/07/09/identitaet-im-netz-das-glaubwuerdigkeitsproblem-anonymer-kritik/

  • Tanja Handl

    03.05.11 (16:38:15)

    @ Lena: Hängt davon ab. Wer sich bei Facebook angemeldet hat, kann die Frage nach dem Feiern eindeutig mit Ja beantworten. Holtzbrinck umfasst als Holding äußerst namhafte und seriöse Verlage, denen ich persönlich meine Daten lieber anvertraue als so manchem anderen Social Network.

  • Claudia

    03.05.11 (17:16:32)

    Ich kenne Lovelybooks jetzt nicht, aber das sieht doch auf den ersten Blick ganz gut aus. Gibt es so eine Plattform auch für Filme? (-;

  • Lena

    03.05.11 (17:34:40)

    Da könnte man jetzt lange diskutieren. Nur, weil ein Konzern groß und bekannt ist, sollen Daten bei ihm sicherer sein als anderswo? Sehe ich ganz und gar nicht so. Zumal dank Mississippi offenbar mit einem Klick Rezensionen auf Facebook und Twitter landen können, dazu der Name des LB-Users und sein Profilbild. Da ist nicht jeder von begeistert. Erschwerend kommt aber hinzu, dass den meisten Usern schlichtweg nicht klar ist, was das Update für sie bedeutet. Die, die das inzwischen mitbekommen haben, sind in der Mehrheit nun einmal nicht begeistert, das kann man doch in den zahlreichen Diskussionsforen nachlesen. Da erwarte ich dann, dass LB Rücksicht nimmt - das wäre die Stelle, an der Userfreundlichkeit gefragt ist. PS: ich bin bei Facebook und sage eben nicht eindeutig JA. Damit bin ich anscheinend ja nicht alleine.

  • Claudia

    03.05.11 (17:39:38)

    Entschuldigung, aber ich muss noch was zu den komischen Kommentaren schreiben. Eine Internetplattform, die mit Werbung Geld verdient und dann steckt auch noch ein böser Konzern dahinter? Das ist ja was ganz neues! Dazu fällt mir eigentlich nur eins ein: http://www.youtube.com/watch?v=Qh2sWSVRrmo ;-)) Dass man öffentlich zugängliche Inhalte auf Facebook & Co teilen kann (heißt: als Link mit Teaser), ist doch schon lange Web-Standard. Solange keine persönlichen Daten weitergegeben werden, sehe ich da auch kein Problem und dank vieler Browser-Plugins, z.B Share It, bräuchte es dazu nicht einmal einen Button auf der Webseite mehr. Willkommen in der digitalen Wirklichkeit!

  • Marlene

    03.05.11 (17:42:01)

    @Tanja Was würdest Du aber davon halten, wenn Deine Komentare inclusive Bild durch Dritte im Netz verteilt werden können ohne Deine Kontrolle/ohne Dein Wissen. LB ist in dieser Hinsicht mit Vorsicht zu geniessen. Auch ich kann nur bstätigen, dass LB insbesondere in Sachen Transparenz und Kritikfähigkeit einiges an Nachholebedarf hat.

  • Eric

    03.05.11 (17:48:36)

    Ich komme mir grad vor wie zur Jahrtausendwende. Auf welchen Seiten seid ihr denn sonst so unterwegs, wenn euch Lovelybooks zu "konzernig" und zu offenherzig ist? Dass eine Änderung auch etwas Kritik hervor bringt nach dem Motto "blos nix ändern", ist ja kein Einzelfall... Ich hoffe mal, ihr habt in der vergangenen Woche euer iPhone oder Androi-Handy weg geschmissen und verlasst sofort jede Seite, die einen facebook-Like-Button hat. Stellt sich nur die Frage, wie ihr es schafft, eine Seite wie netzwertig zu lesen. Mir geht das hier ja mit der Technologie-Begeisterung auch manchmal zu weit. Aber ihr seid auch ganz schön lustig.

  • Martin Weigert

    03.05.11 (18:06:59)

    Da erwarte ich dann, dass LB Rücksicht nimmt Wie sähe diese Rücksicht im Optimalfall für dich aus (wenn man mal die Option, für immer unveränderte Funktionalität anzubieten, ausschließt)?

  • Marlene

    03.05.11 (18:18:45)

    @ Eric LB ist nicht zu konzernig, dass es mich stören würde. Der Störfaktor ist wohl eher das Totoschlagargument der Kostenlosigkeit, welches immer herangezogen wird, wenn man berechtigt Kritik äussert. Nach dem Motto, sei zufrieden, dass Dir jemand etwas zur Verfügung stellt. Dabei muss man sich aber bewusst sein, das sich hinter dem schönen Mäntelchen ein Zweck verbirgt und der liegt sicherlich nicht in der reinen Menschenfreundlichkeit. Übrigens dulde ich Offenherzigkeit solange ich selbst darüber bestimmen kann. Ich dulde es aber nicht wenn XYZ meine Daten im "Universum" verstreut. Und nein, ich besitze kein I-Phone, ich bin weder bei Twitter, Facebook etc. aber ich bin bei LB und mir gefällt es nicht, das Hinz und Kunz durch einen Buttom Daten im Netz streuen können ohne Einwilligung des Verfassers. Für mein Empfinden ist das ein Verstoss gegen die eigenen AGB.

  • Mirjam Mieschendahl

    04.05.11 (07:08:55)

    Vielen Dank für das Feedback. Wir hatten eine lange Beta-Phase mit über 100 Nutzern, die Twitter und Facebook Frage kam aber leider erst jetzt zum Start auf, darum kümmern wir uns natürlich und werden hier auch bald Lösungen anbieten können. Viele Grüße Mirjam Mieschendahl

  • Joe

    04.05.11 (08:56:45)

    Mein Handy wird nicht mit Dampf betrieben, ist aber auch kein Android. Auch hier ist man schon zu 99% verdächtig, wenn man keinen Klarnamen in seiner eMailadresse, dafür aber Mitbewohner hat. Transparent möchte ich nicht sein. LovelyBooks hätte -finde ich- vor Einführung von Missi sehr deutlich auf dieses Feature aufmerksam machen müssen. Müssen auch im Sinne einer moralischen Verpflichtung. So bin ich sehr bewusst nicht bei Facebook oder Twitter angemeldet und möchte eben nicht unfreiwillig dort erscheinen. Das Problem besteht derzeit und die Lösung ist noch nicht existent. Statt Missi kurzfristig einzufrieren, verbleibt es bei dieser sehr unglücklichen Situation. Das sagt für mich schon viel aus.

  • Jan

    05.05.11 (15:55:21)

    Ich muss gestehen, dass ich sehr überrascht war, den Namen lovelybooks zu lesen. Das Startup ist nämlich schon sehr viel älter, als die meisten Leute annehmen. Soweit ich weiß, war man bereits 2007 am Start. Damals hatte ich mir die Seite ziemlich oft angesehen, weil ich das Webdesign sehr inspirierend fand. Jetzt muss ich gestehen, dass nicht nur die Funktionen, sondern auch das Design ordentlich weiterentwickelt wurden. Zum eigentlichen Startup kann ich eigentlich nicht viel sagen. Meine persönliche Begeisterung für Bücher hält sich in Grenzen. Ich konsumieren überwiegend online - allerdings vorrangig News, Bücher (auch E-Books) sind nicht wirklich mein Ding.

  • Sascha

    13.10.11 (16:52:10)

    Es hat doch nichts damit zu tun, ob eine Seite gut aussieht. Natürlich hilft das. Das hat aber nichts mit Glaubwürdigkeit und Transparenz zu tun. Lovelybooks gehört zu Holtzbrinck. Die gepushten Büchern stammen vornehmlich den Holtzbrinck-Verlagen (Fischer, Kiwi, Rowohlt....). Die Seite ist nicht unabhängig. Die Meinungen der dort postenden User zum Teil schon. Trotzdem wird nirgends darauf hingewiesen, dass es sich um eine enge Verzahnung handelt. Es ist ein reiner Marketingkanal für verlagseigene Produkte.

  • Karin

    15.11.11 (14:14:00)

    Glaubwürdigkeit und Transparenz - neuralgische Punkte; fürwahr.

  • Julia

    28.11.11 (09:14:36)

    Also ich bin seit dem "tollen" Mississippi-Update kaum noch bei LB Online. Die ganzen Neurungen und dieser furchtbar unübersichtliche Stream nerven mich zutiefst. Früher konnte man sich mit Nutzern ganz bequem in Gruppen "zusammensetzten" und sich austauschen, nun geht alles im Stream unter. Ich nutze die Website eigentlich nur noch für meine Jahres-lese-Statistik und bin für weiteres zu goodreads.com abgewandert.

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