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30.08.11Leser-Kommentare

BringMeBack: Damit verlorene Gegenstände wieder zum Besitzer finden

Der junge Kölner Dienst BringMeBack will Verbrauchern dabei helfen, verloren gegangene Gegenstände zurückzubekommen. Dafür müssen diese mit einer Identifikationsnummer versehen werden, die Finder anschließend online suchen können, um sich ihren Finderlohn zu sichern.

 

Niemand verliert gerne Gegenstände - erst recht nicht, wenn diese einen hohen materiellen oder emotionalen Wert besitzen. Das Kölner Startup UnitedOne will mit seinem neuen Service BringMeBack eine internetgestützte Lösung anbieten, damit verloren gegangene Dinge mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit zurück zu ihren Besitzern finden.

BringMeBack vertreibt dafür mit einer vordefinierten, eindeutigen Identifikationsnummer versehene Marker, die von Präventivmaßnahmen ergreifenden Nutzern auf die in ihren Augen wertvollsten und gleichzeitig mit einem Risiko des Verlierens behafteten Gegenstände geklebt werden. Jeder Marker enthält neben der Nummer einen Hinweis zur Website BringMeBack. Ist ein Marker auf einem Objekt wie einem Notebook angebracht, trägt der Nutzer dessen Nummer im Mitgliederbereich von BringMeBack ein und definiert zeitgleich einen Finderlohn.

Lässt besagte Person nun das Notebook versehentlich in einem Café oder der U-Bahn liegen, wird es mit etwas Glück von einer aufrichtigen Person gefunden, welcher der markante, blau-weiße BringMeBack-Marker mit dem Vermerk "Hol dir deinen Finderlohn" ins Auge sticht. Animiert von der Aussicht auf einen Geldbetrag steuert der Finder die BringMeBack-Website an, gibt die auf dem Marker angegebene Objekt-ID ein und erhält eine Information über den ausgelobten Finderlohn.

Parallel bekommt der Notebook-Besitzer eine Benachrichtigung von BringMeBack, dass sich das Notebook angefunden hat, und wird gebeten, den Finderlohn auf ein von BringMeBack bereitgestelltes Treuhandkonto zu überweisen. Nach der Übergabe des Rechners, die entweder persönlich oder auf Wunsch auch postalisch (und anonym via BringMeBack als Mittler) geschehen kann, bestätigt der Notebook-Besitzer den Erhalt des Gerätes, woraufhin BringMeBack dem Finder den versprochenen Betrag auszahlt.

BringMeBack ist eine dieser Ideen, die unglaublich simpel klingen, wahrscheinlich schon mehrfach umgesetzt worden sind (leider habe ich trotz Recherche keine vergleichbaren Anbieter gefunden) und manche Menschen aus einer wirklichen Misere retten könnten.

Die Monetarisierung des von Thomas Ott und Christoph Kind gegründeten Dienstes erfolgt durch eine Bearbeitungsgebühr von fünf Euro, die im Verlustfall vom Besitzer gezahlt werden muss, sowie durch den Verkauf der Marker. Ein Einsteiger-Set mit drei Markern kostet 2,99 Euro inklusive MwSt. und Versand, ein Mega-Set mit neun Stickern 6,99 Euro (auf der Homepage ist von einem kostenfreien "Einsteigerangebot" die Rede, dieses taucht im Mitgliederbereich aber nicht auf).

Damit die zwei BringMeBack-Gründer mit dem Dienst reich werden, müssen also sehr viele Personen regelmäßig Gegenstände verlieren und fleißig Sticker bei dem Service bestellen. Trotz des hohen Nutzwerts stellt sich die Frage, wie viele Konsumenten sich tatsächlich für den Fall der Fälle vorbereiten und ihre Wertgegenstände mit Stickern von BringMeBack versehen.

Die Trägheit der Verbraucher dürfte daher den größten Feind von BringMeBack ausmachen. Es bleibt abzuwarten, wie die Rheinländer gegen diese ankommen wollen.

Update: Ähnlich Ansätze verfolgen dinguRegman.de und CODE-No.com (danke Walter und Burkhard Schneider für die Hinweise).

Link: BringMeBack

Kommentare

  • Andy

    30.08.11 (08:56:05)

    Man könnte natürlich auch wie früher einen simplen Adressaufkleber (und wenns netzbezogen sein soll mit E-Mailadresse) anbringen, aber dann wäre die tolle Startup-Idee ja schon wieder dahin. ;)

  • Walter

    30.08.11 (09:20:25)

    SOO neu ist die Idee nun auch wieder nicht :) Seit Jahren im Netz: dingu.de (kostenlos und für Alltagsgegenstände ausgelegt) regman.de (kostenlos/kostenpflichtig für technische Geräte) Trotzdem viel Glück

  • Martin Weigert

    30.08.11 (09:33:38)

    Ja das schreibe ich ja auch im Artikel. Danke für die zwei Links, hab sie als Alternativen am Ende des Textes hinzugefügt.

  • A. M.

    30.08.11 (10:38:53)

    dann gibt es da noch www.code-no.com.

  • Burkhard Schneider

    30.08.11 (13:19:03)

    Code-No ist nach meiner Sicht am weitesten, weil viele Firmenkooperationen bestehen und schon richtig Geld verdient wird: http://www.best-practice-business.de/blog/?p=12250. Der Gründer hat auf der letzten AUFSCHWUNG-Messe interessante Einblicke gegeben. Insofern finde ich CopyCats weniger spannend, sondern eher StartUps, die einen anderen Ansatz wählen bzw. andere Mehrwerte bieten, wie itizen. Echte coole Idee: http://www.best-practice-business.de/blog/?p=16944

  • Christoph Kind

    30.08.11 (13:23:24)

    Hallo und vorab vielen Dank für den super Artikel! Wir wurden darauf hingewiesen, dass es vielen Benutzern nicht klar ist, wie sie nach der Registrierung das Starterpaket bekommen sollen. Unser Vorgehen ist so, dass wir jedem neuen Benutzer automatisch ein Starterpaket an die von ihm im System hinterlegte Adresse zuschicken. Wir überarbeiten gerade unsere Webseite um dies im Registrierungsprozess zu verdeutlichen. Vielen Dank für eure Hinweise! Christoph Kind

  • Susanne

    30.08.11 (13:55:46)

    Es gibt tatsächlich schon seit Jahren ähnliche Anbieter. www.numigo.com ist schon seit 2007 auf dem Markt. Grüße Susanne

  • Paul

    30.08.11 (16:04:07)

    Dieser Dients hier ist quasi identisch: http://code-no.com Keine Ahnung wie lange es den schon gibt.

  • Björn

    30.08.11 (18:47:41)

    Geht aufm Mac übrigens auch im Lock-Screen: http://lifehacker.com/5826046/5-more-secret-features-in-os-x-lion

  • Christoph

    31.08.11 (13:14:54)

    Also bitte, alles was recht ist: Kölner sind keine Westfalen. Sie sind Rheinländer.

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