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21.10.08Leser-Kommentare

Box.net startet auf Deutsch: Was die Cloud heute schon alles kann

Box.net gehört zu den vielseitigsten Anbietern von Onlinedatenspeicherung, nicht zuletzt wegen seiner engen Verzahnung mit bekannten Web-2.0-Diensten. Im Rahmen der Web 2.0 Expo Europe startet das Unternehmen aus Palo Alto seine deutschsprachige Version.

Box.netDateien im Netz zu speichern, ist praktisch. Zum einen kann es sich lohnen, ein von jedem Internetrechner dieser Welt aus erreichbares Backup häufig genutzter Daten zu haben, außerdem hat das bequeme Teilen online gehosteter Dateien mit Freunden, Bekannten und Kollegen weniger Stress-Potenzial als das verschicken sperriger E-Mail-Anhänge.

Box.net, einer der populärsten und vielseitigsten Anbieter von Webspeicherplatz, nimmt verstärkt den europäischen Markt ins Visier. Im Rahmen der von heute bis Donnerstag in Berlin stattfindenden Web 2.0 Expo Europe launcht das im kalifornischen Palo Alto ansässige Unternehmen unter de.box.net einen deutschsprachigen Ableger des in der Basisversion kostenlosen Dienstes.

Box.net Dateibereich

Zu den Kernfunktionen von Box.net gehört das Hochladen beliebiger Dateien in das private Benutzerkonto, das Teilen ausgewählter Files mit anderen Usern - auch mit nicht bei Box.net registrierten Anwendern - sowie das Taggen und Kommentieren von Dateien zur besseren Auffindbarkeit. Während all dies zum Standard-Repertoire guter Hosting-Anbieter gehört, zeichnet sich Box.net vor allem durch seine enge Verknüpfung mit zahlreichen, beliebten Web-2.0-Diensten aus.

Über die so genannte OpenBox-API können externe Webservices ihre Funktionen mit Box.net verzahnen und dessen Mitgliedern eine direkte Weiterbearbeitung der abgelegten Dateien erlauben. Zu den OpenBox Partnern gehören unter anderem der Online-Office-Anbieter Zoho, der Bildbearbeitungs-Dienstleister Picnik sowie die Dokumenten-Plattform Scribd. Dank der Integration haben Box.net-Nutzer die Möglichkeit, gespeicherte Office-Dokumente über Zoho anzuschauen und zu bearbeiten, Fotos direkt mit Picnik zu editieren und PDFs mit wenigen Klicks bei Scribd zu veröffentlichen.

OpenBox-Dienste

Box.net-Mitglieder können außerdem Files an Facebook-Kontakte verschicken, auf dem eigenen Facebook- oder FriendFeed-Profil veröffentlichen oder in einem Tweet allen Twitter-Followern zum Download präsentieren.

Es ist die Verknüpfung mit anderen, zumeist auf Produktivität ausgerichteten Webdiensten, die Box.net zu einem sehr empfehlenswerten Dienst macht und einen Vorgeschmack auf das gibt, was Internetnutzer im Rahmen der zwei Trends Cloud Computing und SaaS (Software as a Service) in den nächsten Monaten und Jahren erwartet. Wer Musik, Fotos, Videos und Dokumente online speichern, bearbeiten (eine Applikation zum Editieren von Videos fehlt bisher) und mit seinem Social Graph teilen kann, hat kaum noch einen Grund, Dateien auf der lokalen Festplatte zu halten.

Box.net, das laut eigenen Angaben zwei Millionen registrierte User hat, richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen. Der Dienst aus Silicon Valley ist in der mit Einschränkungen verbundenen Lite-Version kostenlos und stellt einen Gigabyte Speicherplatz sowie zehn Gigabyte monatlichen Traffic (bei einer maximalen Dateigröße von 25 MB) bereit. Wer sich mehr ausbreiten und einen mobilen Zugang haben will, muss zahlen: entweder 7,95 oder 19,95 US-Dollar pro Monat, je nach Leistung. Für Firmen, die Box.net nutzen möchten, gibt es ein spezielles Paket mit Zusatzfeatures für 15 Dollar pro Mitarbeiter.

Zu den Wettbewerbern von Box.net gehören neben einer unübersichtlichen Zahl von einfachen Storage-/ Hosting-Anbietern unter anderem Drop.io, Dropbox und Wixi sowie bedingt Microsofts Live Mesh und Apples Mobile Me.

Kommentare

  • Dirk

    21.10.08 (11:43:02)

    Ich habe in den vergangenen Monaten einige Dienste ausprobiert. Darunter waren Wuala und Drop.io, aber hängen geblieben bin ich bei Dropbox. Und das aus dem einfachen Grund, dass ein Verzeichnis auf meinem Rechner angelegt wird, in das ich meine Backupdaten schiebe und Dropbox synchronisiert das dann online. Aber jeder hat natürlich andere Bedürfnisse und somit eignen sich unterschiedliche Anbieter.

  • simon

    21.10.08 (22:40:52)

    Dropbox ist großartig! Genau das, was ich brauche. Danke für den Tipp Dirk.

  • teno

    22.10.08 (23:02:23)

    Ich finde Box eigentlich sehr nutzvoll.

  • ingo

    11.09.09 (13:50:41)

    Schaut euch mal http://contentcube.com an. Die Seite ist in deutsch verfügbar. Der Dienst ist recht einfach zu nutzen. Man kann seine Arbeit (Bilder und Videos) seinen Kunden in einer angenehmen Oberfläche präsentieren. Die sogenannten Kollektionen kann man dann noch nach Kundenwunsch im Layout anpassen.

  • E. Palm

    16.01.10 (21:20:08)

    Ich hatte einen Online - Speicher genutzt - bei HUMYO -. ich war der Meinung, ein gutes Produkt erworben zu haben. Alles wurde im Hintergrund bestens erledigt. Bis mir eines Tages 100 GB nicht mehr gereicht haben. Da habe ich weitere 100GB hinzugekauft und das Desaster ging los. Plötzlich hatte ich von 97 benutzten GB nur noch 17GB bei HUMYO. Ich traute meine Augen nicht, der HUMYO hat nicht nur die Daten bei HUMYO, zusätzlich auch noch die Daten auf meinen Rechnern gelöscht. Mein telefonischer Kontakt mit HUMYO lief so schleppend, immer wieder sollte ich Datei-Struckturen und Datennamen nennen, die mir fehlen. Aber wie kann man Dateinamen nennen, wenn diese nicht mehr vorhanden sind. Auch ein Zurückspielen auf einen älteren Stand ist, obwohl das in den Erläuterungen von HUMYO steht, nicht möglich. Eine Firma, die behauptet, die Daten sind so sicher, wie bei der Bank of England, bzw besser aufgehoben sind, müsste eigentlich auch diesen Ruf verteidigen. Statt dessen erhielt ich nun als Antwort, dass ich, wenn man meine Daten nicht findet, ich diese gar nicht an HUMYO übermittelt habe. Eine absolute, bodenlose Frechheit. Weshalb soll ich Dateistruckturen anlegen und diese leer lassen? Aber nun habe ich das riesige Problem, meine zum Teil unersetzbaren Daten sind weg (diese wurden ja nicht nur bei HUMYO verschwunden, sondern wurden ja auch auf meinen Rechnern gelöscht). Ich habe HUMYO auf meinen Rechnern stillgelegt, denn noch weitere Verluste konnte ich mir einfach nicht leisten. Weshalb steht HUMYO nicht zu seinem Fehler, denn von meiner Seite ist dieser zu 100% auszuschließen, da auf allen Rechnern die Daten syncronisiert worden sind und dieses unabhängigt gelöscht worden sind. Ich bin mehr als enttäuscht von diesem sozusagen sicheren Online-Speicher.

  • Paul

    16.05.10 (13:05:01)

    @ E. Palm Das hört sich sehr sehr ärgerlich an. Da die Daten ja auch auf deiner lokalen Platte waren, hast du schon versucht diese mit einem Tool wie testdisk wieder herzustellen? http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk Ist eventuell jetzt bei dir scon ein wenig spät. Humyo habe ich noch nie probiert, ich bin sehr zufrienden mit Dropbox, der Dienst ist einfach genial und wird ständig verbessert. Bei der Kostenlosen Version startest du mit 2 GB, kannst aber indem du neue Nutzer(kostenlos) wirbst auf 10 GB aufstocken. Das sollte doch für die wichtigesten Daten reichen. Das aufstocken läuft über links, kosten den Geworbenen nicht, im Gegenteil er erhält auch noch 250 MB dazu. Heißt wenn du dich über meinen Link anmeldest startest du gleich mit 2.25 GB und ich bekomme auch noch 250 MB dazu :) https://www.dropbox.com/referrals/NTgwODQ1MDk

  • Nicolai

    12.02.11 (14:32:46)

    Und über diesen Dropbox-Anmeldelink soll es sogar 500 MB Extraspace pro Anmeldung geben! http://db.tt/eFXThyA

  • Markus Held

    26.10.11 (18:09:11)

    Ich nutze Box.net in Verbindung mit click.to. Damit kann ich eine File mit nur einem "Klick" direkt meine Box schicken! Wenn das nicht rockt ;) click.to ist freeware: http://www.clicktoapp.com/de Greetz

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