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17.06.10Leser-Kommentare

Blogs: Wie ein neues Linkverhalten die Blogosphäre beleben könnte

Die deutsche Blogosphäre verlinkt vorrangig auf Nachrichtenportale und führende US-Blogs. Aus nachvollziehbaren Gründen. Doch es gibt eine einfache Lösung.

Mein ehemaliger netzwertig.com-Kollege und neunetz.com-Blogger Marcel Weiss stellte gestern auf Twitter die Frage, wieso die meisten Blogs im deutschsprachigen Raum eher auf US-Blogs oder deutsche Mainstream-Medien verlinken als auf andere deutsche Blogs.

Marcels Gedankengang ist verständlich: Intensiveres Verlinken anderer Blogs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich würde nicht nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zurückverlinkt zu werden - was bei Verweisen auf TechCrunch, Mashable, Spiegel Online oder heise in der Regel nicht der Fall ist - sondern könnte gleichzeitig die seit Jahren anhaltende Talfahrt des Verlinkungsgrads stoppen, die Vernetzung zwischen den Blogs verstärken, Leser innerhalb der Blogosphäre halten und durch bessere Rankings in den Ergebnissen von Suchmaschinen neue Leser gewinnen.

Und selbst wenn man der Ansicht ist, das sei Humbug und würde sich nicht positiv auf die Relevanz und Kraft der Blogosphäre auswirken, so gäbe das verstärkte Setzen von Links zu mitunter auch weniger bekannten Blogs aus dem deutschen Raum Lesern immerhin Zugang zu neuen, ihnen bisher unbekannten Inhalten und Quellen.

Meines Erachtens nach gibt es drei Gründe, die dafür sorgen, dass sich in der hiesigen Blogosphäre eine signifikante Zahl von Links auf eine sehr kleine Gruppe von Sites verteilt:

1. Aktualität

Sowohl die großen US-Blogs im Web- und Tech-Bereich als auch die führenden deutschen Nachrichtenangebote verfügen über mehr Ressourcen als hiesige Blogs. Das hat zur Folge, dass abgesehen von Nischenthemen und eher speziellen Branchenneuigkeiten häufig ganz einfach die "Großen" eine Nachricht schneller, ausführlicher oder journalistischer aufbereitet publizieren als Blogs.

Wir beispielsweise beziehen einen nicht geringen Teil unserer Informationen von einschlägigen US-Tech-Blogs - diese sitzen an der Quelle des Geschehens im Silicon Valley und erfahren meist zuerst, wenn es bei Twitter, Google oder Facebook etwas Neues gibt. Ob es uns gefällt oder nicht - dann stattdessen den Link auf eine andere deutsche Quelle zu setzen, die auf Basis eines TechCrunch-Artikels einen Beitrag verfasst hat, hilft niemandem.

2. Gewohnheit

Auch die Gewohnheit ist ein Grund für die starke Verlinkung etablierter Medienmarken. Bei diesen wissen Blogger genau, was sie bekommen, und sie vertrauen ihnen bis zu einem gewissen Grad. Zudem sind es genau die Sites, die sie auch im RSS-Reader abonniert haben oder denen sie bei Twitter folgen. Nicht jeder kann oder will hunderte Nischenblogs im Auge behalten müssen. Stattdessen landen die "üblichen Verdächtigen" im Google Reader, was natürlich die Wahl der verlinkten Quellen beeinflusst.

3. Auffindbarkeit

Eine dritte Ursache hat mit der Auffindbarkeit deutscher Blogs zu tun und resultiert zum Teil aus dem eben beschriebenen Gewohnheitsaspekt. Wer nur die gängigen US-Blogs und eine Handvoll deutscher Leitmedien verfolgt, hat einen begrenzten Zugang zu anderen, gerade kleineren Blogs, die zudem selten bei Google ganz vorne stehen, und kann logischerweise nicht zu ihnen verlinken.

Hilfreich ist hier sicher ein RSS- oder Twitter-Abo des Streams von Rivva, das immer mal wieder die Artikel weniger bekannter Blogs ins Rampenlicht befördert. Aber auch Rivva kann nur aggregieren, was zuvor von Blogs verlinkt wurde, und ist somit von deren Vorleistung abhängig.

Was wir tun können:

Ich denke, dass es einen einfachen Weg gibt, wie Blogger die Qualität und Vielfalt der von ihnen gesetzten Links erhöhen können:

Seit dem Launch der Nachrichten- und Blogsuchmaschine Trendiction, über die wir hier schrieben, habe ich es mir angewöhnt, dort im Rahmen der Recherche zu Artikeln nachzuschauen, welche anderen Blogs etwas zu dem jeweiligen Thema geschrieben haben. Schon häufiger hat dies zu Verlinkungen von mir bis dato völlig unbekannten, aber sehr kompetenten Quellen geführt.

Mit der Google Blogsuche oder dem gerade gestarteten Bloxia gibt es weitere Blogsuchmaschinen, die man konsultieren kann, um passende Ergänzungen und Zitate zu beliebigen Themen zu finden.

Wenn alle Blogger im deutschsprachigen Raum es sich zum Ziel setzten würden, mindestens einmal pro Woche zu einem ihnen bisher unbekannten, z.B. über eine Suchmaschine gefundenen Blog zu verlinken, dann könnte dies der Blogosphäre eine völlig neue Dynamik verleihen.

Gerade Verfasser guter, aber junger, wenig besuchter Blogs freuen sich unheimlich über eingehende Links. Für sie sind Pingbacks neben Retweets das wohl wichtigste Anstriebsmittel, weiterzumachen. Wir können alle dabei mithelfen, frische Wind in die Blogosphäre zu bringen. Ein Link pro Woche!

(Foto: stock.xchng)

Kommentare

  • Christian Leu

    17.06.10 (09:59:38)

    Ich verlinke ja meistens in meinen eigenen Blog. :-) Das bringt aber keinen Effekt und deshalb werde ich mir vornehmen vermehrt auf andere Quellen im deutschsprachigen Raum zu verlinken.

  • Martin Weigert

    17.06.10 (10:01:44)

    Ja das mach ich ja auch oft. Und das halte ich auch für völlig normal. Klar, dass man Leser gerne auf der eigenen Site halten möchte, solange man ihnen Inhalte bieten kann, nach denen sie suchen.

  • Jannis Kucharz

    17.06.10 (10:21:58)

    Eine gute und unterstützenswerte Idee! Ich habe vor einiger Zeit auch versucht das ganze auf Twitter auszulagern und zum BlogThursday aufgerufen: http://netzfeuilleton.de/2010/03/blog-thirsty-try-blogthursday/ Fangt doch heute gleich an und empfehlt ein Blog via Twitter mit dem Hahstag #BlogThursday.

  • Martin Weigert

    17.06.10 (10:48:57)

    Persönlich tue ich mich bei solchen "grundsätzlichen" Empfehlungen immer schwer und ziehe daher das Verlinken in konkreten Fällen vor.

  • Konstantin

    17.06.10 (11:00:40)

    Guter Artikel und spiegelt auch genau das was ich denke. Ich versuche mit meinen Blogs in jedem Artikel auf andere auch kleine Blogs zu verlinken. Häufig findet man auch in diesen wertvolle Informationen, die sonst von großen Nachrichtenseiten nicht immer ausgesprochen werden. Danke aber für den Hinweis zu Trendiction. Sonst hatte ich nur die Google-Blogsearch genutzt.

  • Till

    17.06.10 (11:14:33)

    Rivva lässt sich nicht nur zur Beobachtung des aktuellen Mainstreams oder zum Entdecken von Blog-Perlen nutzen, sondern auch dazu, Blogposts zu Themen (z.B. BP) zu entdecken oder Reaktionen auf bestimmte Blogposts nachzuverfolgen (z.B. auf diesen). Du hast Recht, dass ein Artikel dazu erst mal verlinkt sein muss, aer in die Linkpopularität werden auch Tweets einbezogen, das senkt die Schwelle. Ich mag Rivva, es hat für mich ein sehr günstiges Signal/Noise-Verhältnis. Aber Trendiction und Bloxia werde ich jetzt einmal ausprobieren, danke für den Hinweis!

  • Sebastian

    17.06.10 (11:17:05)

    Das Thema "Linkgeiz" ist ja nicht neu, aber zur Zeit erhält der "Broken Linkgraph" i.d.T. eine neue Bedeutung. Letztendlich ist es ja das Unternehmen Google, das mit den Webmastertools ("Ihre Seite im Web") und zahllosen Nebelkerzen von seiten Matt Cutts' seit Jahren dazu beiträgt, dass Links nur noch als Währung angesehen werden. Nimmt man dann noch die hierzulande verbreitete Neidmentalität hinzu, so führt das zu der Konsequenz, dass alle Websites zu Inseln im WWW werden, was niemals Sinn der Sache war und die Grundidee der Vernetzung ad absurdum führt. In einigen Branchen ist es sicher sinnlos, wenn ich auf deutsche Quellen verlinke, wenn man die Informationen einen Tag vorher in einem US-Blog gelesen hat, auf die man sich bezieht, aber eine kleine Blog-Recherche und ein Schlussabsatz am Ende jedes Beitrags ("Mehr zum Thema") mit Links zu gut passenden Blogs ist sicher eine schöne Angewohnheit... Mehr zum Thema: http://www.seobook.com/how-fix-broken-link-graph http://www.gruenderszene.de/marketing/link-liquidity-crisis-seoler-linkt-auf-eure-mitbewerber

  • Martin Weigert

    17.06.10 (11:20:16)

    Klar, Twitter als Quelle ist ein wichtiger Bestandteil von Rivva. Dass Artikel nur durch Tweets es auf die Hauptseite schaffen, ist aber sehr selten. I.d.R. braucht's dafür auch Bloglinks.

  • jo jmatic

    17.06.10 (11:41:26)

    Guter Artikel mit einer simplen und nahe liegenden Idee. Ich versuche, mich daran zu halten.

  • Stephan Strittmatter

    17.06.10 (11:55:43)

    Na, dann fangt gleich mal an zu verlinken: http://www.garanbo.de/blog :) Danke für die Tipps mit den Blogsuchen. Die werde ich mir gleich mal anschauen! Bis dato waren meine Quellen nur Twitter und Google Reader/Alert. Was meine Verlinkungen angeht, so versuche ich da schon oft auch auf Namhafte Sites zu verlinken, da das eben den Artikeln mehr Gewicht gibt. Gerade bei Garantie & Produktrückruf sind "seriöse" Quellen gefragt. Da habe ich ähnliche Probleme, wie der Autor mit dem Silicon Valley und den Bloggern und Newstickern am "Lebenspuls". Werde nun jedoch auch die angesprochenen Blogsuchen vermehrt nutzen, um so auf weitere gute Quellen zu stoßen!

  • Benjamin Stephan

    17.06.10 (12:39:30)

    Ein sehr lesenswerter Artikel. Wenn wirklich viele Blogger eine Verlinkung zu kleineren Blogs durchführen würden, könnte hierdurch die ganze Blogosphäre profitieren. Manchmal finden sich in jüngeren und kleineren Blogs Informationen, die so auf den "Mainstream-Stream"-Seiten nicht vorzufinden sind.

  • Ralph Günther

    17.06.10 (13:04:52)

    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Interessante Blogs und deren Betreiber vorstellen. So lernt man auch die Personen dahinter kennen, da man sich mit deren Intentionen, den Blog zu betreiben näher auseinandersetzt.

  • Martin Weigert

    17.06.10 (13:10:35)

    Ralph, klar, das geht. Aber das wird dann gleich wieder sehr selbstreferentiell. Blogs über Blogs. Im alltäglichen Verlinken sehe ich den Schlüssel.

  • Peter

    17.06.10 (13:15:48)

    Nach meinen Erfahrungen und wenn ich mir bei Rivva und Wikio die Rankings anschaue, sind es immer die gleichen Verdächtigen die sich gegenseitig Verlinken. Schlimmer Fall von Inzucht. Und wenn man dann über die Jhare beobachtet, das der immer häufiger anzutreffende Ideenklau nicht zu einem Linkverweis führt, wird man sich zwangläufig von der Idee einen "freundlichen" Blogzene verabschieden. Konsequenz für mich: Setze seit Jahren so gut wie keine Links mehr zu heimischen Blogs und habe eine Menge aus dem Reader geschmissen.

  • wapr | screencastblog.net

    17.06.10 (13:16:29)

    "...wieso die meisten Blogs im deutschsprachigen Raum eher auf US-Blogs [...] verlinken" >> Ich kann nicht für andere sprechen, aber zum Beispiel in meinem Bereich (Screencasting, VSEO u.a.) gibt es noch sehr wenig gute deutsche Ressourcen, die sich damit fachlich befassen und wertvolle Beiträge liefern. Deswegen habe ich oft - wie schon oben gesagt - keine andere Wahl, als auf USA-Blogs zu verlinken oder selbst zu schreiben. "Gerade Verfasser guter, aber junger, wenig besuchter Blogs freuen sich unheimlich über eingehende Links." >> Da kann ich dir nur zustimmen ;-)

  • vera

    17.06.10 (14:05:18)

    Siehste, sag ich doch: Vernetzung ist WICHTIG. Das war mir von Anfang an ein Anliegen, darum verlinke ich fleißig und stelle jede Woche in den Glanzlichtern bei mir und auf CARTA ein Blog-Glanzlicht vor. Manchmal sind das gute Bekannte, die gerade passen (wie letzte Woche anläßlich des WM-Beginns Jens Weinreich), öfter aber noch Unbekannte wie das Blog vom Karpfenweg. Außerdem gibt es - leider ungebündelt und nicht sehr bekannt - die Initiative Ein Herz für Blogs. Bloggerinnen werden bei der Mädchenmannschaft gesammelt und in loser Reihenfolge einzeln vorgestellt. Mein eigenes Blog habe ich unter der Prämisse angefangen, ein Jahr lang ohne Suchmaschinen auszukommen und zu sehen, wie weit ich 'allein' komme. Nach neun Monaten wird das - durch Verlinkung - natürlich durchlässig. Mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden: Ich habe mir mit dem kleinen Blögchen einen Namen 'erschrieben'. Und ich kann bestätigen, daß man durch Verlinkung nicht Leser verliert, sondern hinzu gewinnt. Wenn jetzt noch alle Leser kommentieren würden - aber das ist eine andere Geschichte ...

  • André

    17.06.10 (15:39:32)

    dass man durch Verlinkung User verliert ist so eine schlimmes Märchen, dass sich so hartnäckig in vielen Köpfen festgesetzt hat, schade. Beides gilt nicht nur für Blogs. Ich werde weiter auf Blogs verlinken, auch wenn wenig zurück kommt.

  • Trenz

    17.06.10 (16:04:10)

    Ich bin dabei und nehme mir vor jede Woche mindestens auf ein neues Blog zu verlinken. Das kann nur eine "Win-Win" Situation ergeben :)

  • Chris

    17.06.10 (17:03:55)

    "Wenn alle Blogger im deutschsprachigen Raum es sich zum Ziel setzten würden, mindestens einmal pro Woche zu einem ihnen bisher unbekannten, z.B. über eine Suchmaschine gefundenen Blog zu verlinken, dann könnte dies der Blogosphäre eine völlig neue Dynamik verleihen." Gute Idee, mach ich ab sofort!

  • Automobil-Blog.de

    17.06.10 (17:07:51)

    Generell kein schlechtes Ansinnen, im Gegenteil. Allerdings: nur Verlinken um des Verlinkens willen bringt es aber auch nicht. Es gibt einfach Branchen, für die es nur sehr wenige verlinkenswerte Blogs gibt. In der Auto-Branche beispielsweise sind die internationalen Auto-Blogs deutlich relevanter und bieten die besseren Themen/Informationen als viele deutsche Auto-Blogs, von denen viele nicht viel mehr als recht leblose SEO-Schleudern sind.

  • Falk D.

    17.06.10 (19:06:41)

    Ich verlinke nichts mehr, das nicht originäre Quelle ist.

  • Sebastian

    17.06.10 (20:03:38)

    Problem ist leider, dass viele deutsche Blogs nicht professionell genug arbeiten um verlinkt zu werden. Klar gibt es Ausnahmen, aber professionelle Blogs sind rar.

  • caschy

    17.06.10 (20:21:56)

    Tja, die Leute haben Angst, dass Ihnen die User weglaufen. Dabei bietet man eher Mehrwert. Bekommen die Leute nicht in die Köppe. Traurig.

  • Stefan

    17.06.10 (21:34:10)

    Da kann ich "Automobil-Blog.de" zustimmen. Gute deutschsprachige Autoblogs sind selten, man orientiert sich automatisch an den grossen, internationalen Blogs und verlinkt somit auch diese als Quelle. Jedoch setze ich sehr gerne Links auf CH-Blogs. Sofern ich diese als Quelle nutzen kann.

  • Roland

    18.06.10 (01:05:35)

    OT: Humburg ist orthographischer Humbug.

  • Martin Weigert

    18.06.10 (06:23:35)

    Verlinken um des Verlinkens Willen bringt's natürlich nicht. Entweder geht es darum, auf eine Quelle zu verweisen, oder für den Leser relevant Zusatz- bzw. Hintergrundinformationen zu liefern. @ Roland Oh danke für den Hinweis.

  • vera

    18.06.10 (07:33:55)

    @Sebastian - gut, wenn es hier nur um professionelle Blogs geht, bin ich natürlich 'raus ,)

  • Tim

    18.06.10 (09:09:04)

    Ich stimme zu: Man kann ja auch auf einen hiesigen Blogbeitrag statt auf die mächtige Originalquelle verweisen, sofern er die Quelle gut zusammenfasst und einen klugen Gedanken enthält.

  • Edeltraud

    18.06.10 (09:21:34)

    Danke für die interessante Info. Gerade die Blogsuchmaschine war mir noch nicht bekannt. Werde das zukünftig auf jeden Fall vermehrt einsetzen, um den Lesern einen Mehrwert zu bieten.

  • Frederik

    18.06.10 (09:37:46)

    Ganz ehrlich erwarte ich aber als Quelle immer die Quelle und nicht irgendeinen anderen Blog. Wie weit soll ich mich durchklicken müssen um zur Quelle zu kommen und dann wirklich den Originaltext zu lesen? Eine Quelle dient ja nicht nur dazu weitere Informationen für den geneigten Leser zu bieten, sondern dient ebenfalls auch immer als Beleg, dass der Eintrag nicht nur aus den Fingern gesaugt wurde. Das gilt natürlich nur wenn es im Blog um "echte" Themen geht und nicht draum ob man mit dem rechten oder linken Bein aufgestanden ist.

  • Tim

    18.06.10 (09:52:12)

    Wenn es um die Informationen aus dem Originalbeitrag geht stimme ich Dir zu. Da macht es keinen Sinn sich durchklicken zu müssen. Mit "klugem Gedanken" sind ergänzende Informationen (Mehrwert gegenüber der Originalquelle) gemeint.

  • Michael Gisiger

    18.06.10 (10:27:55)

    Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang kurz die Social Computing Guidelines von IBM zu zitieren: "9. Find out who else is blogging or publishing on the topic, and cite them." Genau so sollte es sein ;)

  • eliterator

    18.06.10 (10:40:59)

    Die Idee finde ich spitze, zumal sie ja auch schon länger in der Blogosphäre schwelt.. Blogger-Zusammenschlüsse wie Wikio-Freunde oder Empfehlungsaktionen wie BlogThursday und FeedAbo Day machen deutlich, dass das Thema derzeit durchaus bewegt. Ich versuche, so oft wie möglich auf andere Blogs aus dem deutschsprachigen Raum zu verlinken. Vielleicht kann dieser Aufruf noch andere überzeugen! Aber wo ist eigentlich in diesem Artikel der Link? ;-)

  • Martin Weigert

    18.06.10 (10:55:45)

    Einmal pro Woche schlug ich vor ;) In dem auf diesen Beitrag folgenden Artikel aber habe ich auf ein mir bisher unbekanntes Blog verlinkt: http://netzwertig.com/2010/06/17/open-bank-projekt-offene-api-soll-das-bankwesen-revolutionieren/ Ich versuche schon, mit gutem Beispiel voran zu gehen, keine Sorge ;)

  • Karl-Heinz

    18.06.10 (16:45:42)

    Hallo Martin, guter Artikel, sofort geflattrt.

  • Michael

    18.06.10 (21:09:10)

    Ein interessantes Thema. Für mich ist der erste Punkt entscheidend. Wie in so vielen Themengebieten gibt auch im Musikbereich die US-Blogosphäre den Ton an. Meine Website betreibe ich aus Leidenschaft nebenbei. Da hat man weder die Zeit noch die Ressourcen selbst eine Story zu kreiren und so selbst zur Quelle zu werden. Der Informationsvorsprung und die Nähe zu vielen Musikern lässt mich immer wieder auf nordamerikanische Sites verlinken.

  • VonFernSeher

    19.06.10 (04:13:55)

    Schade ist m.M.n., dass Blogs, die sich mit gesellschaftlich Relevantem befassen, oft lange Zeit unbeachtet bleiben. Ich lese in letzter Zeit viele gute und viel kommentierte Beiträge, stelle danach aber fest, dass das Blog schon ein x-jähriges Archiv hat, in dem sich noch bessere Artikel befinden - mit null Kommentaren. Ich finde Martin Weigerts Idee also an sich gut und nähme auch teil. Konjunktiv, denn ich habe keinen einzigen Blog, der sich dafür eignet und - wie die meisten Blogger - wenig Zeit soviel zu suchen, da ich schon soviel lese. Deshalb orientiere ich mich meistens an den Blogrolls derer, denen ich eine qualitative Einschätzung zutraue und - wenn ich ehrlich bin - noch viel mehr an den Leserkommentaren. Denn anders als bei den Zeitungen und den größten Blogs kommentieren bei den Kleinen meist Leute, die auch selbst eine Seite haben.

  • O. Berlehrer

    19.06.10 (10:26:53)

    (1) Bei bevorzugter Verlinkung auf "Heise" oder "Spiegel" geht es m. E. um Glaubwürdigkeit einer Quelle oder weiterführender Information. (2) Dazu kommt allgm. Zurückhaltung bei der Verlinkung wg. der Verunsicherung durch dt. "Rechtssprechung", insb. eines gewissen HH Gerichts (siehe AnyDVD).

  • Jan C. Rode

    20.06.10 (17:51:21)

    “Gerade Verfasser guter, aber junger, wenig besuchter Blogs freuen sich unheimlich über eingehende Links.” Geht mir ganz ähnlich. Nur durch Austausch kann eine Weiterentwicklung stattfinden und sich ein eigenes Bewusstsein herausbilden. Wünsche dem Artikel, dass er vielleicht genau so etwas in Gang bringt.

  • Josef Reisz

    21.06.10 (07:15:49)

    Das Argument, die deutschen Blogs würden nur Neuigkeiten aus zweiter Hand posten ist ja nicht von der Hand zu weisen. Mein Wunsch von einem Blog ist aber in erster Linie nicht, Neuigkeiten zu verbreiten, sondern Ideen und Ansichten. Deshalb habe ich mich bei meinem Blog www.ecommerce-coaching.de dazu entschieden, kein News Lieferant zu werden, sondern Querdenker Ideen auszuarbeiten und bereit zu stellen.

  • Martin Weigert

    21.06.10 (08:19:06)

    Ich bin ziemlich überrascht von der großen Resonanz auf den Artikel. Danke für alle Kommentare, Links und Tweets! Da nun ziemlich viele meinen Vorschlag gelesen haben, einmal pro Woche einen Link auf ein bisher unbekanntes, noch nicht verlinktes Blog zu setzen, und offenbar auch Gefallen an der Idee gefunden haben, bin ich mal gespannt, wie viele es in die Realität umsetzen. Mindestens 100 "teilnehmende" Blogs wären wohl nötig, um einen nennenswerten Einfluss auf den Verlinkungsgrad zu erreichen.

  • Elke Fleing

    21.06.10 (09:33:13)

    Guter Beitra, gleich geflattrt. Hm, ich verlinke in sehr vielen Beiträgen zu anderen Blogs - ok, nicht immer zu noch recht unbekannten, aber auch. Was Falk D,. schrieb: "Ich verlinke nichts mehr, das nicht originäre Quelle ist." finde ich spätestens, seit es Flattr gibt, beachtenswert. Gerade kürzlich monierte jemand zu Recht, dass ein prominenter Blogger eine coole Grafik zitiert (!) hat, dafür zig mal geflattrt, geliked und retweetet wurde, und der eigentliche Autor in jeder Beziehung in die Röhre guckte. Was also bare Münze (Flattr) oder die Währung der Blogosphere, nämlich Anerkennung durch Backlinks, Likes, RTs... angeht, sollten wir wirklich versuchen, die Originalquelle eines Zitats zu finden und zu zitieren. Und vielleicht sogar manchmal noch extra darauf hinweisen, dass die Ehre und Bares dem eigentlichen Autor gebühren, nicht uns Zitierenden.

  • elv

    21.06.10 (17:14:36)

    Sehr schöner Aufruf. Mir ist das Problem auch schon aufgefallen und dafür gibt es bei mir einmal die Woche einen Wochenrückblick und da verlinke ich Seiten, die mir die Woche über ins Auge gehüpft sind. Das sind dann nicht immer nur Bild.de oder sonstiges, sondern allerhand KlimmBimm und sei der Blog noch so klein. Somit Filter ich einmal die Woche für meine Leser zusammen, was sie sich ansehen hätten sollen und pushe kleinere Blogs.

  • Martin Weigert

    22.06.10 (11:30:53)

    Es ist wahrscheinlich zu spät, darauf hinzuweisen, aber die Kommentare zu diesem Artikel dienen nicht dazu, wild mit beliebigen Links um sich zu schmeißen. Bitte haltet euch dran.

  • Sascha Pallenberg

    22.06.10 (12:06:10)

    ich glaube ich hatte schon postings mit 3 x "via" und dann als 4. die quelle. das problem ist einfach, dass generell die deutsche blogosphaere relativ linkfaul ist, aber dies auch von den sogenannten "leitmedien" vorgemacht wird. da wird naemlich lieber 2 oder 3 tage gewartet, bis us-blogs das thema uebernehmen und dann lieber auf diese gelinkt. ist im dutzend mit chip, heise, spiegel und wie sie alle heissen passiert, die dann auf ne techcrunch, wired oder engadget news verlinkten, wo wir als quelle angegeben waren. da haste mal schnell den abdruck deiner handflaeche auf der stirn. wie die grossen, so die kleinen. gegeneinander, nicht miteinander und da frage ich mich die ganze zeit, warum das in den den staaten ohne probleme laeuft.

  • Martin Weigert

    22.06.10 (12:24:27)

    Jap, aber das ändern wird jetzt ganz einfach! :)

  • Gelöscht

    22.06.10 (12:35:57)

    [Edit: Kommentare entfernt, bitte Kommentarregeln beachten. Die gelten auch für die hinterlassenen Links.]

  • Martin Weigert

    22.06.10 (12:38:31)

    Ganz einfach: Kontinuierlich bloggen, Qualität liefern, andere verlinken. Nach und nach bekommst du Aufmerksamkeit, von anderen Bloggern, über Google, durch Twitter... Jedes erfolgreiche Blog hat genau so angefangen.

  • Sascha Pallenberg

    22.06.10 (12:49:30)

    einfach ne liste der wichtigen US-Blogs zu diesem thema machen und da die blogger anschreiben. erklaere deinen content und wenn es spannend und exklusiv ist, werden die dich featuren. habe ich nie anders erlebt

  • Peter Jallinger von Backlinks Kostenlos

    23.07.10 (23:13:46)

    Es ist der Linkgeiz, der in Deutschland die Blogosphäre klein hält. Wir teilen in unserem Blog unsere Backlinkquellen mit anderen Bloggern bzw. Webmaster und darüber hinaus halten wir rein gar nichts vom nofollow Attribut.

  • dieGoerelebt

    31.07.10 (19:01:51)

    Löblicher Ansatz - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte frau meinen. @Sebastian (21. Kommentar): Problem ist leider, dass viele deutsche Blogs nicht professionell genug arbeiten um verlinkt zu werden. Klar gibt es Ausnahmen, aber professionelle Blogs sind rar. Wie definierst Du denn "professionell" und warum ist das ein Kriterium für Verlinkung? @Elke Fleing (39. Kommentar): Wichtiger Hinweis! Es ist schon wichtig, dem/r originären Autor/in eines Gedankens, eines Bildes usw. zu huldigen! So, und nun mach ich mich mal ans Bloggen - Links zu Blogperlen inklusive... :-)

  • Alex L

    01.08.10 (19:46:14)

    Hallo, ein guter Artikel und mein Linkverhalten ist einfach gestrickt. Wenn ich einen neuen Blogbeitrag gepostet habe, sehe ich mich in Google und Google Blogsearch nach ähnlichen Themen um. Drei bis Fünf der gefunden Blogs werden im Artikel verlinkt. Dabei geht es mir weniger um die Popularität bzw. Professionalität dieser Blogs, sondern eher darum, dass diese Blogs redaktionell gepflegt sind und es verdient haben, verlinkt zu werden.(sprich, ich finde dort wenigstens einen Kurzartikel zum Thema, nicht einfach ein paar Zeilen). Auch frische und neue Blogs werden meinerseits verlinkt, womit ich kein Problem habe. Bei derartigen Verlinkung denke ich an den Boomerang-Effekt. Oder ich verlinke ganz ohne eine Rückverlinkungs-Hoffnung, einfach verlinken und gut ist. Als Blogger muss man nicht immer etwas zurückfordern wollen. Es ist natürlich schade, dass wenn man immer nur gibt und nichts nehmen kann. Erlebt habe ich, dass selten jemand zu meinerseits gesetzten Pingbacks(achte dabei auf die Themenrelevanz -->Google weiss es zu schätzen), gelangt und sich dafür bedankt hat. Und auch hier lasse ich diese weiterhin bestehen. Worauf ich keine Lust habe, in den grossen komplett auf Nofollow gesetzten Blogs zu kommentieren. Das sehe ich denn in dem FF-DoFollow-Script. Ansonsten teile ich deine Ansichten und ja wir sollten aus jedem 2-3 Blogartikel verlinken, wenn es sich um ein interessantes bzw. vll. bereits behandeltes Thema geht.

  • Dani

    08.09.10 (12:03:46)

    Sehr interessante Informationen, vielen Dank dafür. Gruß Dani

  • D.P.

    18.09.10 (07:42:28)

    Sehr interessante Informationen, vielen Dank dafür. Beschäftige mich schon eine ganze Weile damit und finde es immer Klasse die Meinung anderer zu erfahren. Also nochmals - vielen Dank.

  • erik

    03.12.10 (08:41:10)

    In der Amerikanischen Szene wird auch verlinkt wenn man einen Top Tipp über eine Neuigkeit gibt. Es wird die Quelle und der den Tipp geschickt hat verlinkt. Im deutschen Raum muss man schon froh sein wenn die Quelle verlinkt wird.

  • pascal

    04.08.12 (13:20:19)

    Wobei gleichzeit auch die Frage nach "Nofollow" oder "Dofollow"-Verlinkungen im Rraum steht. Viele Blogs sind zu "Dofollow" übergegangen. Wenige wieder auf "Nofollow" zurück. Wenn Spam "nofollow" verlinkt wird, ist das verständlich, Wenn gute Blogbeiträge das aber ebenfalls sind, ist das für den Betroffenen frustrierend.Natürlich wird bei "dofollow" auch mehr gespamt, doch das lässt sich leicht verhindern und sollte kein Hindernis sein mit "Nofollow" guten Kommentaren das "Dofollow" zu verweigern. Ich selbst habe mir jetzt vorgenommen, zukünftig nur noch in "dofollow"- Blogs aktiv zu sein und zu verlinken, aber dafür mit guten Blogbeiträgen. Vielleicht stellt Netzwertig.com" auch mal um ? Mich selbst würde es freuen.

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