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30.08.08Leser-Kommentare

Blogcamp Switzerland: Alle echt und mit Namen

Blogger sind anonyme Wesen, die gerne mal frech werden, wenn sie sich hinter ihrer Tastatur verstecken können. Dieses Vorurteil hat das Blogcamp 3.0 in Zürich deutlich widerlegt. Eine Umfrage ergab, dass über 90% der Anwesenden unter ihrem Echtnamen bloggen.

Blogger (und Mitglied der Landesregierung) Moritz Leuenberger stellt sich der Fotoaktion von Christian Leu am Blogcamp 3.0 in Zürich. Von links nach rechts: Ronnie Grob, Moritz Leuenberger, Christian Leu.

Geschossen hat dieses Foto übrigens Moritz Leuenberger per Fernauslösung. So wie jeder andere Blogger auch, der sich an der Fotoaktion blogcamp 3.0 beteiligte. So ungezwungen, wie Leuenberger auf dem Foto wirkt, war er den ganzen Anlass über. Begleitet wurde er nur von einem kleinen Team, das aus einem sehr kontrollbewussten Pressechef, zwei oder drei unauffälligen Polizisten und noch zwei oder drei weiteren Personen bestand. Kann man sich in anderen Ländern seinen Ministern auch so ungezwungen nähern?

Der Auftritt von Moritz Leuenberger war sicher einer der Höhepunkte des Tages. Er forderte die Leute dazu auf, zu bloggen, nannte sich einen Bloganfänger, der noch viel zu lernen habe und erklärte auf Nachfrage, dass er schon Gefallen gefunden habe an der unkorrumpierten und unverstellten Rede, die so ein Blog zu bieten habe. Es sei kein Vorwurf, aber nach Gesprächen mit Zeitungen erschienen oft ganze Interviewpassagen nicht. Vermutlich sind es oft die, die einem am Herzen liegen. Szenenapplaus erntete er, als er eine Frage nicht beantwortete mit dem Hinweis, dass in diesem Bereich nun wirklich nicht drauskomme. Aber er werde versuchen, sich bis zum nächsten Blogcamp mal schlau zu machen.

Weiter sagte Leuenberger, dass es für eine Demokratie eine Selbstverständlichkeit sein sollte, mit seinem echten Namen zu seinen Meinungen zu stehen, sei das nun im Internet oder woanders. Zitat aus der Video-Teilaufzeichnung bei tagesanzeiger.ch:

Mein Ideal in einer direkten Demokratie wäre, dass jeder zu seiner Meinung stehen kann, jeder seine Meinung veröffentlichen kann - wo immer er will. Ohne, dass er Angst davor haben muss. Und die Tatsache, dass es doch viele Leute gibt, die lieber anonym bleiben - sie gibt mir etwas zu denken. Und sie macht mich manchmal etwas traurig.

Ist es nicht auch ein "Verdienst" der Medien, dass Initianten von Aktionen im Internet sich lieber "Bruno Biertrinker" nennen, als ihren echten Namen zu nennen, der doch nur Gefahr läuft, von der versammelten Presse auf unangenehme Art verwurstet zu werden?

Auch der Vortrag von Matthias Ackeret über sein Projekt TeleBlocher war sehenswert. Sehr engagiert und durchaus emotional vorgetragen, war ihm anzumerken, dass er riesige Freude hat an seinem Projekt ("In zehn Jahren machen das alle"), zu dem news1.ch-Initiator Norbert Neininger die Idee hatte ("Norbert Neininger ist einer der Internetpioniere der Schweiz"). Zuerst stellte er den anwesenden Nicht-Schweizern den Protagonisten der Sendung vor: "Christoph Blocher ist der Franz Josef Strauß der Schweiz". Dann erzählte er ausführlich von all den Kritikern des Projekts ("TeleBlocher war der meistdiskutierte Videoblog im Internet"), die inzwischen fast alle verstummt seien und verteidigte seine Art des Gesprächführens. Es habe keinen Sinn, wenn er den Protagonisten immer wieder unterbreche in so einem lang angelegten Projekt. Er habe sich vorgenommen, jede Frage einmal zu stellen und man dürfe nicht vergessen, dass diese Interviews, anders als alle Gepflogenheiten im Umgang mit (ehemaligen) Bundesräten, ohne Beistand von PR-Menschen und ohne jede Vorbereitung auf die Fragen geschehe. Ausserdem hätten Medien und Politiker oft nicht viel Ahnung von der Sendung: "Pascal Couchepin glaubt heute noch, TeleBlocher sei ein Fernsehkanal. Und der ist Bundespräsident!"

Pro Sendung nehme er 500 Franken vom Schaffhauser Fernsehen (der einzige Mini-Lokalsender, auf dem die Sendung abseits vom Internet ausgestrahlt wird), womit auch die Fahrspesen des Kameramanns Carlo Ferrari abgegolten seien. Obwohl jede Folge von bis zu 40.000 Zusehern geguckt werde, hat es Ackeret offenbar noch nicht geschafft, Werbung zu verkaufen.

Wenn eines klar wurde an diesem Anlass, dann dies: Die Möglichkeit, seine Meinung frei und ungefiltert zum Ausdruck bringen zu können, ist die Basis einer Demokratie. Formen davon gibt es viele, das Blog ist nur eine davon. Journalisten, die sich als strenge "Gatekeeper" sehen, könnten bald mal davon überrascht werden, dass sich gar kein Schaf mehr findet, dass sich durchs Gatter treiben lassen möchte. Sie sollten sich darauf konzentrieren, hervorragende journalistische Inhalte zu liefern. Informationen können sicher auch weiterhin unter Verschluss gehalten werden. Es wird aber immer schwieriger.

Die Umfrage zu den Echtnamen ist geschätzt und nicht repräsentativ. Peter Hogenkamp fragte die über 130 Teilnehmer an der Abschlussversammlung, per Handzeichen anzugeben, ob sie unter Echtnamen bloggen oder unter Pseudonym.

Mehr dazu:

Das Blog von Leuenberger und das Videoblog von Blocher im Vergleich

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Philipp Küng

    30.08.08 (14:50:49)

    Ich denke es waren sogar weit mehr als 90% !! ;-) Und was die Werbung von Ackeret angeht, denke ich einfach, dass Unternehmen eben immer noch zurückschrecken sich in eine Politische Ecke zu begeben, da ihnen dadurch vielleicht Kunden abspringen oder ähnliches... (Übrigens das Bild kann man leider nicht sehen, da die Höhe 1px ist.)

  • bugsierer

    30.08.08 (18:09:28)

    für diese fotoaktion hat leu einen preis verdient. denkt sich jemand was aus?

  • Phil

    31.08.08 (03:20:16)

    Wieso das Gugl T-Shirt?

  • leu

    31.08.08 (08:17:17)

    @Bugsierer Danke! @Phil Also eigentlich bin ich ja am Morgen mit Kurzarm Hemd nach Zürich aufgebrochen. Schliesslich will man dem Bundesrat nicht im T-Shirt begegnen. Über den Tag hab ich mich aber nicht mehr wohl gefühlt. Da hab ich das bei Google am Tag der Informatik erhaltene T-Shirt angezogen. Kann man auch in dem Video zum Blogcamp nachprüfen!

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (08:31:17)

    Gemaess einer oeffentlichen Umfrage am oeffentlichen Blogcamp sind 90% aller oeffentlich auftretenden Blogger nicht anonym? Aha! Jetzt verstehe ich, warum dort die anderen 10% mit Waggislarven und Batmankostuemen rumgelaufen sind... :) Vielleicht sollte man einfach mal zaehlen. So viele Schweizer Bloghelden gibt es ja nicht.

  • Ronnie Grob

    31.08.08 (08:36:38)

    @Oliver Reichenstein: Diese öffentlich auftretenden Blogger haben öffentlich kundgetan, dass sie anonym bloggen würden. Blogger in Batmankostümen sind (leider) keine aufgekreuzt.

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (08:43:37)

    @Ronnie: Jetzt hast Du fast meinen Witz erklaert. Lass mich ihn ganz fertig erklaeren. Dass an einem oeffentlichen Anlass der Prozentsatz der Nicht-Anonymen niedriger ist als der Prozentsatz der Anonymen liegt doch auf der Hand, oder? Ich schlage deshalb vor, dass man tatsaechlich mal auszaehlt, wieviele relevante Blogger anonym unterwegs sind. (Ich schliesse nicht aus, dass es auch 90% waeren, bin aber relativ sicher, dass das Ergebnis etwas sicherer waere).

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (08:46:26)

    Oh, jetzt hab ichs verkehrt rum gesagt. Ich meinte: Dass an einem oeffentlichen Anlass wenige Anonyme kommen, liegt auf der Hand.

  • leu

    31.08.08 (08:48:28)

    also ich hab einen getroffen der Anonym war.

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (08:49:22)

    Hehe. Mit Maske?

  • Ronnie Grob

    31.08.08 (08:51:20)

    @Oliver Reichenstein: Leuchtet mir ein, dass die Quote von nicht-anonymen Bloggern an einem öffentlichen Anlass vermutlich höher ist als tatsächlich. Aber gibt es überhaupt relevante Blogger, die anonym unterwegs sind? Kennt jemand einen?

  • leu

    31.08.08 (08:54:29)

    Wie gesagt, ich habe mit einem gesprochen.

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (08:58:17)

    Andere Frage: Was macht einen Schweizer Blogger relevant? 10 Leser? 100 Leser? Zitiert werden? Dass er oder sie etwas bewegt? Ueberhaupt zur Kenntnis genommen werden? Wenn Du eine Liste mit 100 relevanten Schweizer Bloggern aufstellen muesstest, wer ausser den alten Bundesraeten waere da drauf? Kann einen blosses Bloggen relevant machen?

  • Ronnie Grob

    31.08.08 (09:09:04)

    @Oliver Reichenstein: Die Relevanzfrage ist wohl wirklich nicht so einfach zu beantworten. Für die einen ist nur Resonanz Relevanz, für die anderen gibt es unzählige andere Kriterien. Doch nur schon Resonanz kann auf x Arten gemessen werden. Als prominente Person hat man jedenfalls, egal, was und in welcher Qualität man auch immer publiziert, eindeutige Relevanz-Vorteile gegenüber allen anderen.

  • Oliver Reichenstein

    31.08.08 (09:35:24)

    @Ronnie: Sicher. Zum einen ist Relevanz ja perspektivisch (jeder findet andere Dinge relevant), zum anderen aber kategorisch (ein Musikheftli sollte nicht ueber Lastwagenmotoren schreiben). Perspektivisch definiert sich Relevanz fuer mich vorerst durch die Inhalte. Wer faehig ist, konsistent eigene Inhalte zu bringen, die entweder einen substanziellen Informationswert oder einen besonderen Unterhaltungswert (besser noch: beides zusammen) liefern, ist fuer mich relevant. Was die Substanzialitaet anbelangt, wuerde ich bei jeder Art von journalistischem Text ebenso journalistische Kriterien anwenden. Kategorisch relevant ist ein Blog dadurch, dass er ein Set zusammenhaengeneder Themen hat und diese Themen Schritt fuer Schritt entwickelt. Und um zum Thema zurueck zu kommen: Welche Schweizer Blogs erfuellen diese oder aehnliche Kriterien (ueber die Kriterien kann man ja streiten)? Wieviele sind tatsaechlich anonym? Und: Wieviele sind anonym UND erfuellen diese (oder aehnliche) Kriterien?

  • Ronnie Grob

    31.08.08 (18:45:13)

    @Oliver Reichenstein: Gute letzte Frage, mir kommt kein Beispiel in den Sinn. Weiss jemand anders eins?

  • Peter Sennhauser

    31.08.08 (22:24:20)

    DAS wäre doch mal eine Seminar/Liz-Arbeit wert, statt der immer gleichen Fragebogen-Aktionen "Warum bloggen Sie? Wie oft bloggen Sie?". Ronnie, wenn Du die Liste zusammenträgst, kriegst Du vielleicht einen Ehrendoktor...

  • Oliver Reichenstein

    01.09.08 (00:56:27)

    @Peter: Vielleicht schnapp ich mir dann halt das Thema fuer den naechsten Artikel. Das ist ein-zwei Tage Arbei, mehr nicht. Einen Doktortitel braucht man dafuer ebenswenig wie um zu erkennen, wie diskussionswuerdig dieser Satz hier ist: Ist es nicht auch ein “Verdienst” der Medien, dass Initianten von Aktionen im Internet sich lieber “Bruno Biertrinker” nennen, als ihren echten Namen zu nennen, der doch nur Gefahr läuft, von der versammelten Presse auf unangenehme Art verwurstet zu werden? Die Medien sind schuld an der Anonymitaet von Bloggern? Wie denn? Gibt es dafuer Beispiele? Kommentatoren (und von denen redet ja BRML in dem Abschnitt) bleiben anonym, nicht weil sie Angst haben, ihre Meinung frei zu aeussern (wie BRML andeutet). Sondern weil sie sich dessen, was sie sagen, nicht sicher genug sind, um spaeter dafuer einstehen zu wollen. Weil sie nicht verstehen, dass Privatmeinungen aus gutem Grund nicht an die Oeffentlichkeit gehoeren.

  • Oliver Reichenstein

    01.09.08 (01:07:13)

    Ah, jetzt ist der Zwanziger gefallen! Du sprichst vom Botellón-Organisator, der von den Medien "verwurstet" wurde... Du weisst doch auch, dass (und warum) Leute lange vor dem Botellón anonym unterwegs waren...

  • Peter Hogenkamp

    01.09.08 (06:21:02)

    Die Umfrage von der Bühne herunter habe ja ich gemacht. Und zwar weil BR Leuenberger in seiner Ansprache (siehe das Ende hier als Video beim Tagi) die vielen anonymen Kommentatoren erwähnt hatte, und zwar hatte er sinngemäss gesagt: Viele von Ihnen kommentieren anonym. Die Tatsache entspricht nicht meinem Ideal von einer direkten Demokratie, sie gibt mir zu denken und macht mich etwas traurig. Trotzdem wollte ich mich in diese Bloggerszene wagen. Darauf wollte ich vor allem erwidern: Die, die anonym kommentieren, mag es geben, aber sie sind nicht hier. Also habe ich die spontane Umfrage von der Bühne herunter gemacht. Ich habe 7 Leute von gut 150 gezählt, die gesagt haben, sie bloggen und kommentieren anonym oder unter Pseudonym. Und auch hinterher selbst kommentiert, dass diese Art der Erhebung natürlich nicht eben wissenschaftlich war. Und dass natürlich relativ viele der aus meiner Sicht insgesamt relativ wenigen anonymen Kommentatoren sich dann bei ihm im Blog sammeln. (Und bei Facts 2.0.)

  • Oliver Reichenstein

    01.09.08 (06:46:54)

    Und dass natürlich relativ viele der aus meiner Sicht insgesamt relativ wenigen anonymen Kommentatoren sich dann bei ihm im Blog sammeln. (Und bei Facts 2.0.) Dass hier die meisten mit Realname kommentieren find ich selbstverstaendlich super. Und aus diesem Grund kommentiere ich hier ueberhaupt. Meine Meinung zum Thema ist hinlaenglich bekannt. Dass die meisten Blog-Kommentierer (ausser bei BRML und FACTS) mit Realnamen kommentieren, ist eine interessante These. Meinst Du das wirklich genau so? Interessant auch: Vor einem halben Jahr hat die blosse Theorie ("Kommentare sind besser unter Realnamen") noch ein Riesentrara ausgeloest. Heute scheint es Mainstream und FACTS und das Newsnetz kommen deswegen gar von ehemaligen Verfechtern der Anonymitaet unter Beschuss. Das Internet ist eben sau schnell.

  • Peter Hogenkamp

    01.09.08 (07:01:23)

    Dass die meisten Blog-Kommentierer (ausser bei BRML und FACTS) mit Realnamen kommentieren, ist eine interessante These. Meinst Du das wirklich genau so? Keine Ahnung, wie es insgesamt ist, dazu verfolge ich zu wenig Blogs aufmerksam mit. Bei mir und bei uns (Blogwerk-Themenblogs) überwigen sicher die Kommentare unter echtem Namen. Habe nicht ausgezählt, aber würde schätzen: etwa 2:1. Wobei man sich natürlich streiten kann, wenn jemand schreibt: "Markus" und das sein echter Vorname ist, in welche Kategorie das fällt. Ich würde es den echten zurechnen. Zumal wir einige haben, die es so machen, keine URL angeben, aber die Mailadresse lautet: “markus.sturzenegger@abc.ch" und entspricht seiner echten Firmen-Mailadresse, so dass wir als Moderatoren sehen, wer es ist (ist interessanterweise hier bei medienlese.com recht verbreitet mit Journalisten). Ich zähle gern mal einen Monat durch, zur Erhärtung der Argumente.

  • Oliver Reichenstein

    01.09.08 (07:14:35)

    Nun, meine These lautet: Mit dem social graph wird das Netz immer staerker personalisiert (und politisiert, aber dazu einandermal). Das heisst: Ja, die Realnamen sind endlich auf dem Vormarsch. Aber meiner Leseerfahrung nach -- die halt v.a. eine Amerikanische ist -- sind jenseits des Blogwerks die meisten Kommentatoren anonym unterwegs. Ich bin, Kompliment an Blogwerk und sorry anonyme FACTS-User, auch der Meinung, dass Kommentare unter Realnamen (btw. nicht Markus B, sonder Markus Brunner, ist ein Realname, in Verwechslungszweifelsfaellen am besten noch mit Webaddresse) das benutzergenerierte Qualitaets-Sigel eines Blogs sind. Ich bin auch froh, dass ich das nun sagen darf, ohne dass man mich einen Grossinquisitor oder Verrueckten nennt. :) Zum Thema uebrigens ein hochspannender Artikel: Becoming an old (blogging) man.

  • Ronnie Grob

    01.09.08 (07:15:31)

    @Oliver Reichenstein: Ja, ich meinte zum Beispiel die Botellon-Gruppen. Der 17jährige Organisator, der sich getraut hat, dafür mit seinem echten Namen zu stehen, findet sich im Internet nur noch wieder im Zusammenhang mit Massenbesäufnissen (Google-Suche). Kein Wunder, dass sich inzwischen in Zürich ein Pillemann Otze, ein Don Botellon und ein Trinker Kurt, in Bern ein Al Koholiker und in Basel ein ...ALLES.... Das ist nur klug, denn jeder von denen hat sicher einen der vielen Beiträge gelesen, wie man dann keine Arbeit mehr findet, wenn der neue Arbeitgeber einen vor dem Vorstellungsgespräch über Suchmaschinen prüft. Ich sehe auch einen klaren Trend dazu, dass wer an der Debatte teilnehmen will, mit seinem echten Namen dazu steht. Ich glaube aber auch, dass es eine Möglichkeit geben muss, dass sich Leute, die (noch) nicht reif sind zur Debatte, ausprobieren können. Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen, und manchmal ist es besser, man übt noch etwas, bevor man mit seinem unablegbaren Namen die Bühne betritt. Dazu braucht es auch etwas Nachsicht von den übrigen Teilnehmern der Debatte, was mit klaren Regeln kein Problem sein sollte. Ich freue mich über gute Beiträge jedenfalls auch, wenn sie von anonymer Seite her kommen. Mit rassistischen, justiziablen oder anders unmöglichen Beiträgen sollte man sich jedenfalls nicht zu lange herumärgern. Wenn man kann, dann löscht man sie - es handelt sich um nichts mehr als eine Art von Spam.

  • Thommen

    01.09.08 (11:58:30)

    Da leider sehr viele Leute die Meinungsfreiheit mit der Möglichkeit verwechseln, Ressentiments, Herabwürdigungen und Beleidigungen - wie früher im Wirtsaus - zu verbreiten, ist es nur logisch, dass diese anonym bleiben wollen... Viele Leute kennen weder das Strafgesetz- noch das Zivilgesetzbuch, sondern nur das 11. Gebot: Lass Dich nicht erwischen. Also sehr "bürgerlich" halt.

  • Matthias

    02.09.08 (18:00:01)

    @Oliver: Du und die anderen Facts-MitarbeiterInnen haben also nie anonym oder unter anderen Namen bzw. Pseudonymen auf facts.ch geschrieben, wie hier vermutet wurde?

  • bugsierer

    03.09.08 (20:11:59)

    @ matthias: sehr gute frage, finde ich.

  • Ugugu

    04.09.08 (09:15:29)

    Sobald mir jemand vernünftig darlegen kann, warum ich mir in meinem Offline-Leben ein Namensschild um den Hals binden soll, können wir über die Durchsetzung von Realnamen im Internet als öffentlichem Raum erneut verhandeln. Anonym, Nichtanonym sagt wenig bis gar nichts, weder über die Qualität von Blogs noch über die Qualität von Blogkommentaren aus. Eine Qualität, die ich hingegen an anonymen Blogs schätze, nur um hier ein paar vorzügliche Beispiele anzuführen, ist das unsichtbare Gütesiegel: "Hier wird nix verkauft, weder eine Person noch ein Produkt."

  • flashfrog

    04.09.08 (10:42:55)

    @Ugugu: Richtig. Ich halte das auch für eine Scheindebatte. @Oliver: Mir scheint, du verwechselst "pseudonym" und "anonym". Wer in einer Community unter einem Pseudonym schreibt, ist durchaus nicht anonym, sondern entwickelt mit der Zeit ein klar wiedererkennbares Persönlichkeitsprofil. Wenn diese Person morgen plötzlich eine ganz andere Meinung zu einem Thema vertreten würde als gestern, würde das für grosse Irritationen sorgen. Anonymisiert wurden die Beiträge zahlreicher User bei Facts 2.0 erst durch die Löschung dieser User durch die Redaktion. Die Folge davon ist, dass die alten Threads praktisch unlesbar wurden, weil man nicht mehr nachvollziehen kann, wer was geschrieben hat, und wer sich auf wen bezieht. Hier zeigt sich sehr deutlich der Unterschied zwischen "pseudonym" und "anonym". In dem Falle ist die Anonymität in der Tat alles andere als zweckmässig, da gebe ich dir Recht.

  • uertner

    04.09.08 (15:38:35)

    @Reichenstein Ihren Fetischismus für Realnamen in Ehren. Allerdings ich finde ihn glaubwürdiger vorgetragen von einem Bundesrat, der ein ganzes politisches Leben im Dienst der Allgemeinheit investiert hat, als von einem genialen Plattform-Designer, der im fernen Tokyo hausend Jugendliche mit zuviel Tagesfreizeit im Internet zu Massenbesäufnissen auf öffentlichem Grund seiner fernen Heimat animiert. Sie haben einmal soziale Netzwerke als "Herrschaftssysteme" bezeichnet: sehr treffend. Darum lasse ich mich lieber von einem Bundesrat (der eine begrenzte politische Macht hat) belehren, der "Anonyme" duldet, als von einem Medienimpresario, der in der Schweiz die Finger in vielen Plattformen des grössten Medienhauses drin hat (und hier designend und kommentierend), wo es nicht immer sehr transparent zugeht. Es ist doch interessant, dass die begeisterten Kommentare über das "Kurt-Imhof-Interview" auf facts.ch über die facts-google-suche nicht mehr auffindbar sind. Sie benehmen sich als "Polit-Troll", denn Ihre Kommentare haben hier, wo ich wohne durchaus reale Wirkung. Sie tragen aber keinerlei Verantwortung. Siehe dazu auch mein Blog: http://willensnation.blogspot.com/

  • uertner

    04.09.08 (15:44:05)

    Tja, und noch ein Hinweis: Ich war einer der 7, die seine Pfote hochhielt, als Hogenkamp fragte, obschon wir uns ja alle kennen und auch mein Blog unter klarnamen läuft. Aber den "uertner" lass ich weiter leben ;-).

  • bugsierer

    05.09.08 (11:31:22)

    @ oliver reichenstein: ich und sicher ein paar weitere leser hier warten seit 3 tagen auf die beantwortung der frage, ob facts-leute auf facts2.0 tatsächlich mit pseudoynymen/doppelindentitäten unterwegs waren oder nicht. nachdem du die debatte über die lauterkeit von pseudonymen hier selber angerissen hast, lässt du dir etwas lange zeit mit einer antwort. aber vielleicht hast du die frage einfach übersehen und wirst sie uns nach diesem reminder gleich beantworten. besten dank.

  • Thinkabout

    06.09.08 (11:56:14)

    Tja, auch ich warte auf Oliver Reichensteins erhellende weitere Klarstellungen. Aber vielleicht muss man sich die Frage, ob vielleicht nicht an jedem Ort und in jedem Projekt und für alle Personen mit gleichen Ellen gemessen wird, eben auch selber beantworten. Und sich dafür die Frage stellen, wie denn ein Web-Designer mit so klaren Vorstellungen von Anonymität etc. sich dazu hergibt, mit FACTS2.0 nicht nur eine Plattform zu bauen, die den Auftritt ein und derselben Person unter mehreren Pseudonymen erlaubt, sondern zusätzlich die Möglichkeit einbaut, dass sich ein User auch noch bezüglich seines Auftritts auf dem Portal komplett von allen anderen Mitgliedern abschotten kann, so dass sich auch andere User über seine Kommentare, Vernetzungen etc. überhaupt kein Bild mehr machen können? Anonymer geht es wohl nicht mehr.

  • Thinkabout

    06.09.08 (12:16:55)

    Ich bin die Diskussion über Anonymität oder Klarnamen so was von leid, nicht nur dann, wenn sie aus einer Ecke kommt, der ich in diesem Zusammenhang das pointierte Urteilsrecht, das ja schon moralisierende Züge hat, schlicht abspreche. Entscheidend ist für mich - und schlussendlich doch für jeden Leser - ob ein Kommentar zusätzliche Denkweisen anregt, Argumente liefert etc. Und das entscheide ich schlicht, in dem ich den Inhalt beurteile. Auf meinem eigenen Blog kann ich einen Qualitätsunterschied zwischen Kommentierern mit Klarnamen und Anonymen nicht erkennen. In diesem Zusammenhang scheint mir das, was Flahshfrog dazu beigetragen hat, sehr bedenkenswert: Bin ich z.B. ein anonymer Blogger? Mein Pseudonym gibt viele Facetten meiner Persönlichkeit wieder. "Ich bin es". Würde ich plötzlich unter Klarnamen bloggen, müsste ich mir den Wiedererkennungswert erst wieder mühsam erarbeiten. Als ich im April vor dieser Entscheidung stand, wurde mir das schlagartig bewusst. Und ich stellte fest: Wo Thinkabout drauf steht ist Thinkabout drin. Und das bin ich. Also war die Lösung: Der Klarnamen kommt nur ins Impressum. Egal, mit welchem Namen ich unterschreibe: Ich weiss allein, wieviel offene Ehrlichkeit oder wieviel Kalkül in einem Kommentar oder Artikel mit drin steckt. Und das ist auch bei und für O.R. so.

  • Zappadong

    06.09.08 (15:37:02)

    Auch mich würde die Antwort von O.R. auf diese Frage interessieren. Brennend sogar. Nun, während er schweigt, beantworte ich gerne seine Frage. Ein paar der von mir regelmässig besuchten Blogs sind solche, die unter einem Pseudonym geschrieben werden. Da wären: Bugsierer: Faszinierende Short-Cuts und ein sehr kritischer Blog. Thinkabout: Bestes Hirnfutter ugugu: Bestes Hirnfutter unkultur: spannend, unterhaltsam, kritisch, anregend - Kultur spannend vermittelt Zgraggen Schagg: Genial! Beste Leseunterhaltung und hinterfotzig intelligent. Ausser bei Thinkabout und Bugsierer habe ich keine Ahnung, wer sich hinter diesen Namen verbirgt. Es ist mir auch total egal, denn ich weiss bei allen, wofür sie stehen - und keiner von ihnen schaltet auch nur einen Fötzel Werbung auf ihrer Seite. Was die Glaubhaftigkeit betrifft: Alle oben genannten sind für mich um Meilen glaubhafter als Facts 2.0, wo man - wie Thinkabout ausgeführt hat - problemlos anonym und unter mehreren Identitäten sein (Un)wesen treiben kann. Was mich zurück an den Anfang bringt: Ich bin wirklich SEHR gespannt auf Ihre Antwort.

  • bugsierer

    07.09.08 (05:26:20)

    @ zappadong: oh, danke für die nette erwähnung. aber bitte nächstes mal dr. bugsierer... ;-)

  • David Bauer

    07.09.08 (11:49:47)

    @Zappadong Ich gebe Ihnen recht, wenn sie meinen, dass Pseudonyme nicht mit reiner Anonymität gleichzusetzen sind und dass Inputs von Pseudonymen nicht kategorisch schlechter zu bewerten sind. Dennoch möchte ich zwei Dinge zu bedenken geben: 1. In Ihrer Hassliebe zu Facts 2.0 machen Sie einen Denkfehler. Natürlich ist es korrekt, dass theoretisch jemand bei Facts 2.0 verschiedene Profile mit verschiedenen Pseudonymen unterhalten kann. Bloss: Das kann er auch ausserhalb. Wer oder was garantiert Ihnen und mir denn, dass Thinkabout und uertner nicht dieselbe Person sind, dass Ugugu und Bugsierer nicht der gleiche ist? Oder gleich alle, inklusive Zappadong, ein und dieselbe Person ist? Nichts und niemand - ausser eben, wenn Sie ihre Verknüpfung an reale Personen kennen und zwischen Thinkabout und Bugsierer unterscheiden können, wie das offenbar bei Ihnen der Fall ist. 2. Ich wiederhole mich, ich weiss: Ich habe kein Problem damit, wenn jemand unter Pseudonym über Kultur schreibt, über Politik, über seine Neurosen, über was auch immer. Wenn aber Pseudonyme verwendet werden, um gezielt andere Menschen persönlich anzugreifen (wie das gegenüber den Machern von Facts 2.0, gegenüber Oliver Reichenstein, und auch mir gegenüber geschehen ist), dann sehe ich keine Rechtfertigung für diese Pseudonyme. Dann erfüllen sie einzig den Zweck der Anonymisierung, um die eigene Haftbarkeit zu vermindern.

  • Zappadong

    07.09.08 (12:57:34)

    @ David Bauer: Das mit der Hassliebe müssen Sie sich abschminken. Da ist kein Hass (ich stelle nur kritische Fragen und hätte gerne Antworten). Und Liebe, nun, Liebe ist ein zu starkes Wort, aber ja doch, ich finde Facts 2.0 tatsächlich von der Grundidee her eine geniale Sache, der ich mittlerweile aber zutiefst misstraue. Zum Denkfehler. Der liegt nicht bei mir. Es ist ein Unterschied, ob ich als einzelgängerisches Bloggerwürstchen (mehr wäre in meinem Fall reine Selbstüberschätzung) unterwegs bin, oder ob eine Internetplattform mit einem riesigen Medienkonzern im Rücken und unter dem Deckmantel von Seriosität und sehr strengen Anforderungen an Moral und Ethik (wer ihnen nicht entspricht, fliegt raus) sich den Luxus leistet, Redakteure zu haben, die in doppelter Mission unterwegs sind und zum Teil sogar unter zwei verschiedenen Identitäten PNs an eine Person schreiben. Bis zum heutigen Tag wartet eine Handvoll Blogger auf die Antwort die simple Frage, ob dem so tatsächlich so sei ... Nehmen wir nun einmal an, ich Bloggerwürstchen wäre ugugu (was ich nicht bin) oder ugugu wäre Zgraggen Schagg (was ich tatsächlich nicht weiss), dann bin ich doch in diesen Blogs auf eigenes Riskio, verarscht zu werden, unterwegs. Wenn jedoch der Verdacht gegen die Doppelidentität von Redakteuren bei Facts 2.0 nicht enthärtet wird, dann würde das bedeuten, dass ich von einem gewichtigen Medienhaus in der Schweiz verarscht würde. Und mit Verlaub: DAS wäre ein ganz anderes Kaliber. Wäre es wirklich so, hätte besagtes Medienhaus ein Glaubwürdigkeitsproblem. Blogger stehen für sich. Sie müssen sich ihr Vertrauen erschreiben. Ein Medienhaus geniesst dieses Vertrauen grundsätzlich (oder sollte es grundsätzlich geniessen). Und noch einmal: Wir schreiben NICHT gegen O.R. oder Sie als Person. Wir stellen kritische Fragen, nicht nur an Sie, sondern (wie Ihnen vielleicht bekannt ist) auch an Ihnen übergeordnete Stellen. Es kommen auch Antworten. Und die sind nicht unbedingt beruhigend. Als Exponenten der Medienszene sollten Sie wissen, dass bei diffusen Geschichten recherchiert wird (z. Bsp. Nef-Affäre, in welcher Ihr Medienhaus sehr hart recherchiert und berichtet hat). Nun stehen Sie für einmal nicht auf der Seite der Recherchierenden, sondern auf jener, die unter die Lupe genommen wird. Da gleich von persönlichen Angriffen zu reden wird all jene belustigen, die jemals in das Blickfeld eines recherchierenden Journalisten geraten sind. Und damit Sie ruhig schlafen können, für einmal nicht anonym (obwohl es ein leichtes ist, meine Identität herauszufinden) Frau Zappadong / Alice Gabathuler

  • Bruder Bernhard

    07.09.08 (13:05:37)

    Der Peinlichkeit eine Lanze. Oliver Reichenstein, der laut eigenem Bekunden übers Bloggen unter seinem bürgerlichen Namen seiner Firma zum Aufschwung verholfen, der darauf erpicht ist, dass über ihn geschrieben wird, ob positiv oder negativ: Dieser Mann will uns wieder mal mit seinem Zerrspiegel ins Abseits stellen. Dass er sich nun seit Tagen nicht mehr meldet, dafür David Bauer zum wiederholten Male ein peinliches Schweigen der Fagzmacher aus pseudo-objektiver Warte beendet, schreit Bände. Nein, über Netzidentitäten würde Reichenstein besser schamhaft schweigen. Gerade er, der sich nicht scheut, in seine Informationsarchitektur Userbespitzelungsfunktionen einzubauen; klar identifizierbare User zu anonymen 'Ehemaliger User' herabstufen zu lassen (auch dafür braucht es nämlich den Entwickler!);sich mit Leuten gemein zu machen, die bis heute den begründeten Verdacht, mit Pseudonymen bzw. Doppelidentitäten ihre Facts Community zur Spielwiese redaktioneller Mütchen gemacht zu haben, nie auch nur im Ansatz ausgeräumt haben - gerade er sollte jetzt besser eine Weile ruhig sein. Denn nach den Doppelidentitäten brauchen wir jetzt nicht auch noch eine Doppelmoral... PS: Auch ich bin als Pseudonym unterwegs, aber mit klarem Profil, und im Unterschied zu Herrn Reichenstein geht es mir um die Aussage, nicht darum, berühmt zu werden!

  • David Bauer

    07.09.08 (13:10:29)

    Frau Zappadong, jetzt überraschen Sie mich. Plötzlich sind Blogger ganz klein und unbedeutend und dürfen deshalb nicht gleich hart angefasst werden wie Journalisten, die bei grossen Medienhäusern arbeiten? Mir ging es in meinem Statement ja nicht um die Tragweite, die eine allfällige Täuschung haben mag, sondern nur darum aufzuzeigen, worin für mich die Problematik von Pseudonymen liegt, die sie m.E. verkennen. Und glauben Sie mir, ich kann sehr wohl zwischen kritischen Fragen i.S. einer hartnäckigen Recherche und persönlichen Angriffen unterscheiden. Ich lasse mich gerne scharf kritisieren, wenn die Kritik fair ist - und nicht von jemandem kommt, der selber das Visier geschlossen lässt.

  • David Bauer

    07.09.08 (13:12:20)

    @Bruder Bernhard Pseudo-objektiv? Ich habe meine Interessenbindungen immer transparent gemacht.

  • Bruder Bernhard

    07.09.08 (13:23:23)

    @David Bauer: Achtung, Ego platzt gleich. Wo finde ich Ihre Interessenbindung? Stellen Sie sich wirklich vor, dass jemand nun eine halbe Stunde vergoogelt, um sich über Sie kundig zu machen? Oder stellen Sie sich vor, Sie seien jetzt wegen Ihrer Facts-Präsenz vor ein paar hundert User eine Medienpersönlichkeit, deren Interessenbindung bekannt ist? Pseudo-objektive Warte bezieht sich darauf, dass Sie zum wiederholten Male auftauchen, wenn Ihre Arbeitgeber sich in die Klemme argumentiert haben. Und Sie dann als deus ex machina die Sache 'gerade rücken'

  • David Bauer

    07.09.08 (13:33:52)

    1. Eine einzige Google-Suche genügt, um auf meiner persönlichen Website zu landen. 2. Ich habe in Diskussionen stets klar gemacht, dass ich für Facts gearbeitet habe und mit OR zusammenarbeite (Webdesign 78s) und somit sicher keine Objektivität vorgegaukelt. 3. Meine Intention war hier gar nicht, für Facts etwas "gerade zu rücken". Sondern auf Frau Zappadongs Bemerkungen zu Pseudonymen zu reagieren.

  • Zappadong

    07.09.08 (13:35:12)

    Lieber Herr Bauer Bitte lesen Sie meine Einträge etwas genauer. ICH bin ein unbedeutendes Bloggerwürstchen (nachzusehen hier:http://www.blogoscoop.net/blog/877, siehe Statistik). Bei ugugu und Thinkabout sieht das ganz anders aus, auch Dr. Bugsierer hat bedeutend mehr "Einschaltquote" als ich. Selbstverständlich dürfen Blogger hart angefasst werden. Aber dazu müssen Sie schon etwas mehr bemühen als ein paar unfaire Schreiben, in denen Sie persönlich angegriffen werden. Sonst könnte es passieren, dass sich jemand an mittlerweile gelöschte Facts-Threads erinnert, in der Facts User (u.a. von Ihnen angeprochene sogenannte "anonyme User") ebenfalls äusserst unnett (und erst noch - ursprünglich - öffentlich) abgekanzelt werden. Und da gäbe es dann auch noch die PNs von Facts Redakteuren an ihre User, in denen schon fast Rufmord an geschassten Mitgliedern begangen wird. Gerne erwähne ich auch O.R.s grosszügige Worte nach Thinkabouts Rausschmiss, dass schliesslich Meinungsfreiheit gilt (wobei er sich unter anderem auf einen Blogeintrag von mir bezog, in dem ich für den geschassten Thinkabout einen Song von U-Tube veröffentlicht hatte - und zwar weder einen politischen noch einen sehr kritischen, sondern einfach den Blödelsong "Hier kommt Kurt" - womit schon etwas über das Nervenkostüm und die persönliche Animosität gewisser Leute gesagt ist.) Glauben Sie mir, in dieser Auseinandersetzung wird auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft (und vielleicht ist es gar nicht so unklug, nicht alles an die öffentliche Glocke zu hängen). ABER: auf die in diesem und anderen Blogs gestellten Fragen hätte mindestens ich schon gerne eine Antwort. Das darf nicht zu viel verlangt sein.

  • Peter Hogenkamp

    07.09.08 (13:42:46)

    Bin ja mal gespannt, ob das hier noch zu irgendwas führt. Es gab doch mal dieses Dialektik-Schema mit These, Antithese und Synthese... Das gilt hier nicht wirklich, oder? Ich freue mich über jede Page Impression, aber ich schlage vor, bei 100 Kommentaren machen wir dicht. Weil's doch von Ronnies ursprünglichem Post inzwischen recht weit entfernt ist. Und das sind ja auch noch 55 Kommentare; da kann sich jeder der 5 Beteiligten noch unter 11 Identititäten zu Wort melden.

  • Bruder Bernhard

    07.09.08 (13:47:00)

    Es ist halt stossend, wenn Reichenstein sich aufplustert und danach verstummt. Was es hier zu synthetisieren gibt, nähme mich schon noch Wunder?

  • Thinkabout

    07.09.08 (14:31:16)

    Dies ist kein Versuch einer Synthese, aber doch wenigstens ein Bemühen um eine Zusammenfassung des sich immer wiederholenden Musters: 1) Ein FACTS-Macher äussert sich in irgend einem Kommentar in einer Frage des persönlichen Auftritts im Internet und qualifiziert dabei pseudonyme bzw. anonyme Auftritte als fragwürdig ab, wobei die These aufgestellt wird, dass zu Anonymität nur Grund hat, wer nicht lautere und daher zu hinterfragende Ziele verfolgt. 2) Die Entschiedenheit im Ton legt nahe, zu folgern, dass es daher im Einflussbereich der besagten FACTS-Macher und schon gar bei ihnen selbst NICHT opportun ist, selbst mit doppelten oder anonymen Identitäten aufzutreten oder andere auftreten zu lassen. 3) Es melden sich Internet-Nutzer, die mit den besagten Verfechtern der Meinungsdebatte mit offenen Visieren oder zumindest mit deren Umfeld ganz andere Erfahrungen gemacht haben. 4) Das wäre nun wirklich nur etwas für Insider. Da die Debatte von einem Oliver Reichenstein aber öffentlich sehr vehement und bei jeder Gelegenheit immer wieder neu forciert wird, ist es für ehemalige FACTS-User mit ihren eigenen Erfahrungen geradezu stossend, so etwas unbeantwortet zu lassen. 5) Daher werden O.R. die bei FACTS2.0 festgestellten Praktiken entgegen gehalten. 6) O.R. reagiert darauf nicht mehr, nachdem der Esel von ihm in die Sackgasse geritten worden ist und es tritt David Bauer auf, der "seine eigene Position formuliert". Und die Strategie weiter führt, dass die anonymen Blogger jene sind, die mit Kanonen aus dem Dickicht auf Nachtigallen schiessen. 7) Das Ergebnis ist immer das gleiche: Niemand bei FACTS kann irgend etwas ausschliessen, ist aber für gar nichts verantwortlich und kann natürlich auch nichts dementieren. 8) Das Schweigen / Nicht-antworten ist Programm. Aber es ist eben dennoch auch eine Antwort. Genau so wie die unveränderten Konstellationen bei FACTS2.0. * Dieses Muster lässt sich in jeder einzelnen Diskussion in Kommentar-Threads immer wieder beobachten. Peter Hogenkamp hat Recht: Das hat etwas von einer Endlos-Schleife. Die Frage ist nur, warum? 1) Kritik gegen Anonymität im Netz ist eine Lieblingsgeissel von Leuten, die dann mit der gleichen Fitze eins übergebraten kriegen. Das ist mittlerweile schon fast pathologisch. 2) Die so in die Defensive Geratenen reden von ehrverletzender Kritik aus anonymen Kreisen - vielleicht wäre es mal an der Zeit, Begriffe wie Hassblogs etc. einzustellen oder dann auf konkrete Fälle und die entpsrechenden Blogger zu verweisen? Ich sehe nämlich keine solchen. 3) Schlage ich vor, dass man die eigenen Räume so ausmistet und sich intern bei FACTS2.0 auf eine eigene Praxis verständigt, die man dann auch gegen aussen kommunizieren kann - und die dann ja vielleicht sogar ein Modell wäre, wie man es auch machen könnte. Und wenn dann Oliver Reichenstein in einem Jahr oder so hier begeistert erzählt, wie nun alles läuft, gelingt ihm damit vielleicht tatsächlich ein Praxisbeweis, womit auch Peter Hogenkamp sich nicht fragen müsste, für was er hier den Kommentarthread eigentlich hergibt. Zur Erinnerung: So weit weg vom Thema sind wir gar nicht: Es geht einfach nicht nur um anonymmen Auftritt im Internet - sondern auch um die Lauterkeit der eigenen Statements und deren Überprüfbarkeit im eigenen virtuellen Wirken.

  • Guido

    07.09.08 (16:35:44)

    Das Schöne an diesem Kommentarthread, ich habe gerade wieder 6-7 neue Blogs (alle unter Pseudonymen) in meinen Feedreader aufnehmen können. Danke!

  • von Relax

    07.09.08 (16:37:28)

    @Peter Hogenkamp Bin mir noch nicht sicher, wie ich Ihre Vorgabe werten soll! Die ordentliche Restmenge an möglichen Kommentaren tönt fair. Andererseits regt mich das (vorauseilende?) willige Abklemmen einer gerechtfertigten Diskussion zum Nachdenken über Gründe und Motive an? Meine Identität ist Oliver Reichenstein, der Leitenden Redaktorin und einer ordentlichen Zahl von Facts Usern bekannt. Bekannt ist sie auch der Tamedia nach meinem Brief mit 105 beigefügten Kopien. Dokumente, welche die Notwendigkeit belegen, etwas gegen die Gerüche zu unternehmen, die unentwegt zum Himmel stinken. Wenn man als börsenkotiertes Unternehmen die Lage nicht jederzeit im Griff hat, sollte man für Hinweise dankbar sein und nach erfolgten Hinweisen für Korrekturen sorgen und sich nicht um eine klare Stellungsnahme drücken. Da hat doch die SonntagsZeitung f r ü h z e i t i g BR Schmid darauf hingewiesen, dass es alarmierende Hinweise auf ..... Fehler gibt. Schmid hat nichts gemacht. Tamedia verhält sich wie BR Schmid. Falsch und mit wenig Gespür für das mediale Interesse bei einer öffentlichen Aufarbeitung / Abklärung von sehr fragwürdigen Zuständen unter – letztlich – der geschäftspolitischen Verantwortung des VR der Tamedia. Nach meinem Brief und einer kümmerlichen Antwort - unwürdig eines Medienkonzerns mit Vorgabeanspruch bei Moral und Ethik - habe ich mich noch nicht entschieden, ob ich die Angelegenheit an den Datenschutzbeauftragten Schweiz und den Ombudsmann Medien Schweiz weiterreiche. Vielleicht auch einfach mal an den VR der Tamedia, welcher bis heute sich nicht weiss, dass Privatsphäre und Datenschutz bei einer Tamedia nicht mir dem erforderlichen Respekt behandelt worden sind. Hoffentlich hat mein Brief bereits etwas bewirkt? Für Medien im grossen Kanton könnte es durchaus noch zu einem Thema werden und Tamedia müsste dann Farbe bekennen was wichtiger ist. Sich vor Mitarbeiter stellen oder mit klaren Worten für Glaubwürdigkeit sorgen. Auf jeden Fall sind OR und weitere Personen noch nicht aus dem Schneider. Diese Unverfrorenheit von OR, welcher bei vollem Wissen um die Zustände bei Facts 2.0, sich anmasst die Integrität von Personen einzuschätzen bzw. jeder Person hinter einem Pseudonym charakterliche Defizite zu unterstellen, ist schon ein starkes Stück. Auch das Aussitzen von Tamedia ist wie oben ausgeführt sehr risikoreich, da ja EX-Facts-User weiterhin öffentlich diffamiert werden.

  • Peter Hogenkamp

    07.09.08 (17:48:53)

    @von Relax: Dann viel Spass beim Nachdenken über meine Gründe und Motive. Ich selbst würde genau einen Grund anführen: Die letzten 25 Kommentare sind eine reine FACTS-Diskussion, mit dem Inhalt dieses Posts und mit medienlese.com allgemein haben sie nichts zu tun. Das ist in Ordnung, die FACTS-Community kann hier gern mal gastieren, aber eben nicht unbegrenzt. Das darf ich einfach so verfügen, das nennt man «Hausrecht». Kann jeder andere in seinem Blog genauso machen.

  • Thinkabout

    07.09.08 (18:03:04)

    @Peter Hogenkamp: Dieses Dein Hausrecht, Peter, ist völlig unbestritten, und Dein Vorgehen ist im übrigen äusserst transparent und gibt allerdings mehr als genug Spielraum. Für sich allein schon ein gutes Beispiel, wie man mit der Kommentarfunktion umgehen kann und soll. Das Hausrecht auch wirklich auszuüben und darüber auch schon vorbeugend oder erklärend zu kommunizieren, ist gerade ein Beispiel dafür, dass, egal, ob anonym oder mit Klarnamen kommentiert wird, die Qualität der Kommentare eben auch durch klare Richtlinien des Bloggers zu beeinflussen ist. Solche Dinge sind sehr viel entscheidender als die Unterschrift unter dem jeweiligen Kommentar.

  • Zappadong

    07.09.08 (18:44:53)

    @ P. Hogenkamp: Gerne akzeptiert. Wenn das Hausrecht so freundlich durchgesetzt wird, freut sich die Bloggerin, egal ob anonym oder namentlich bekannt.

  • anonymus

    07.09.08 (19:24:25)

    @Herbergsvater PH. Lass den Thread offen, hier geht's um Grundsätzliches, die Faktenschleuder ist doch nur Vorwand.

  • von Relax

    07.09.08 (23:31:36)

    @Peter Hogenkamp Ihr Aussage ist i. O. und Ihr Angebot fair. Das vorausgegangene Posting von mit enthält einen Satz zuviel. Bitte Sie um Entschuldigung für diesen Satz an den falschen Adressaten. Leider verstehe ich nicht die "strikethrough" Option zu gebrauchen, sonst würde ich die Aussage streichen oder löschen. Es ist einfach bitter und die Emotionen kochen entsprechend hoch, wenn ein OR öffentlich Nutzer mit Pseudonymen in eine charakterlich fragwürdige Ecke schubsen will, während er "Die drei Affen mimt" wenn es um äusserst fragwürdige Praktiken und Verhaltensweisen bei Facts geht, die seiner technischen Zuständigkeit wohl kaum entgangen sein können. Dies sind keine anonymen Vorwürfe. Auf drei A4 habe ich der Tamedia Beobachtungen mitgeteilt und Fragen gestellt. Es blieben jedoch nicht nur Fragen unbeantwortet sondern auch konkrete Vorwürfe wurden nicht aufgearbeitet. Dies ist in der Geschäftswelt völlig unüblich, wenn das Gegenteil bewiesen werden könnte. Das ausweichende Taktieren von Tamedia ist nicht nur die Quelle für eine Interpretation nach der man die Vorwürfe nicht entkräften kann sondern der Grund warum an sich die vermuteten Verhaltens- und Führungsfehler von den Ex-Facts-Usern nicht einfach abgehakt werden. In meinem vorherigen Posting habe ich bereits erwähnt, dass es Instanzen oberhalb der GL gibt, welche das "Drei Affen Verhalten" nicht unterstützen werden. Mein Recht für das Anrufen dieser Instanzen wurde im Brief hinreichend dokumentiert. Ich suche keine Publicity, keinen öffentlichen Auftritt. Es kann aber einfach nicht sein, dass jene die moralische Normen setzen und deren Einhaltung anmahnen, für sich selber gelegentlich die Spielregeln ändern.

  • uertner

    08.09.08 (07:23:03)

    Da ich als "uertner", "der grosse Uertner, eine totale Rampensau" (vielen Dank, Dr. Bugsierer!) auch unter den Ausgeschlossenen bin und zwar gleich doppelt, da ich auch als "Moderator" mit Klarnamen "Giorgio V. Girardet" von der Plattform geschasst wurde, bin ich schier das Musterbeispiel des hier verhandelten Konflikts, der - interessanterweise - mit der Ausnahme von "Zappadong" ein testosterongetriebener Gockelkampf ist. Mein Resüme: Wer "Mensch 1.0" ist ("aus Fleisch und Blut" und der "Erbsünde" verfallen) der soll nicht allzu laut von der Ethik des "web 2.0" prälagen. Ich denke Meister Reichenstein hat einen italienischen Sinn für Design, ist ein grosses Arbeitstier, ein gescheiter Philosoph, aber was gewisse Positionen betrifft: "noch etwas jung". 2. Selbst als bezahlter Mitarbeiter von "facts.ch" war ich nicht in alle "Produktionsgeheimnisse" eingeweiht und selbst, die welche ich kannte, würde ich hier aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht breitschlagen. Allerdings: dass ich mit doppelter Identität auftrat, dass war nicht nur mir bekannt, sondern auch der Redaktionsleitung. Dies sei hier öffentlich festgehalten, denn darüber, auf welche allenfalls rufschädigende Weise mein Ausschluss von der Plattform intern über PN kommuniziert wurde, habe ich mich nie bemüht herauszufinden, was mir aber aus dem Kreis der Ausgeschlossenen zugetragen wurde, ist wenig appetitlich - und sei hier als blosses "Gerücht" gewertet. 3. Das dramatische am "web 2.0" ist einerseits die Flüchtigkeit der Produkion von Aeusserungen, die grosse Vertrauensseligkeit in die handlungsmächtigen Akteure, andererseits die "potentielle Ewigkeit" der Nachwirkung, sowie die ungebremste Manipulationsmöglichkeit des handlungsmächtigen Server-Inhabers (wer garantiert mir, dass meine posts etwa auf "facts.ch", die groteskerweise alle noch mit Namen sichtbar sind, wirklich das sind, was ich geschrieben habe und nicht nachträglich zum Vorteil der "Redaktion" geändert wurden? - ich habe grosses Zutrauen in die Redaktion - ich trau denen alles zu. Eine solche Macht genoss in der Geschichte nur die katholische Kirche als Hüterin des Beichtgeheimnisses und Herrscherin über das Fegefeuer. Die Vatikanischen Archive sind aber fest verschlossen: auf dem web 2.0 liegen alle Sünden und Dummheiten, die wir einmal geäussert haben per "google-Suche" erschliessbar da. 3. Gerade eine Redaktion, die dies alles Wissen muss (sonst wäre sie gänzlich am falschen Ort, zumal ihr auch eine promovierte Soziologin angehört) beweist eine kapitale Dummheit einen heavy-user wie "thinkabout" auszuschliessen, den ich hier etwas salopp als den "Adolf-Muschg-der CH-Blogosphäre" bezeichnen möchte. Das Verlagsgeschäft (und dazu rechne ich auch irgendwie "Portal-Betreiber") war schon immer ein Balance-Akt zwischen "Geld und Geist". Mir als Holzmedien-Journi kann es Wurst sein, wenn mich das Portal des grössten Medienunternehmens vor die Türe stellt. Der "Nebelspalter" hat durch meine Präsenz auf "facts.ch" an Leser, Abonnenten und Aufmerksamkeit gewonnen. Für einen Vollblut web 2.0er wie "thinkabout" ist aber die öffentliche Kreuzigung und anschliessende Verleumdung durch die facts-Redaktion viel weniger leicht wegzustecken. Dies alles hätte man auf der Redaktion mit etwas Ruhe und Gelassenheit besser machen können. Man hätte "thinkabout" eine fette "Abgangsentschädigung" als "Schweigegeld" zahlen können, denn es stand ja das höchste Gut der "facts-Plattform" die journalistische Redlichkeit auf dem Spiel. 4. "David Bauer" macht hier den grossen Spagat zwischen Rettung seines Postens als bezahlter "Redaktor/Moderator" und Rettung des Objektes seiner Diplomarbeit (eine wohl idiotische Erbsenzählerei nach "medienwissenschaftlichen" Grundsätzen). Ich denke das Interessante an "facts.ch" fände sich in der inhaltlichen Analyse der nun leider von "community-Leichen" verstopften Threads. Zuguterletzt: Ich danke dem Herrgott, dass ich in derart "aufregenden Zeiten" Leben darf. Ich danke, dass mir auf "facts.ch" die eigene menschliche Beschränktheit gezeigt wurde. Ich danke Oliver Reichenstein für die wunderbare Plattform, auf welcher der "uertner" zum "uertner" werden durfte und für viele interessante Debatten, die ich nun leider vermisse. Ich danke der Redaktion für die Wertschätzung meiner Arbeit, die sich in der Anstellung ausgedrückt hat und ich fordere hier alle auf, einzusehen, dass wir alles "Menschen 1.0 betaversion" sind, die Vollkommenheit allein Gott gehört und der tadellose menschliche Umgang miteinander ein Fernziel des "Reich Gottes in Christo" bleibt. Aber selbst die Kirchen, die sich darum bemühen, sind oft irdische, allzuirdische Einrichtungen. Wer hinsichtlich seiner menschlichen Entwicklung etwas tun will, der gehe Sonntags in die Kirche und verschone die menschlichen und allzumenschlichen Web 2.0-Impresarios, bezahlter Blogger, Community- und InformationsArchitekten mit metaphysischen Heilsansprüchen.

  • David Bauer

    08.09.08 (07:46:47)

    @uertner Meine Arbeit bei Facts 2.0 ist genauso abgeschlossen wie meine Masterarbeit. Behalten Sie also ihr Halbwissen für sich. Sie müssen meinen Namen übrigens nicht in Anführungszeichen setzen. Ich heisse so.

  • Krusenstern

    08.09.08 (08:46:54)

    Ich unterbreche ja nur ungern die furchtbare fruchtbare Diskussion um @thinkabout zu antworten, der meinte: "Auf meinem eigenen Blog kann ich einen Qualitätsunterschied zwischen Kommentierern mit Klarnamen und Anonymen nicht erkennen." Auf meinem Blog über Russland, Belarus und die Ukraine kann ich sehr wohl einen Qualitätsunterschied erkennen: Auf der einen Seite die mit ihrem bekannten Nickname, ihrem vollem Namen oder wenigstens dem Vornamen kommentieren Leser, die im Habitat der deutschsprachigen Russland-Interessierten bekannt sind. Ihre Kommentare sind auch bei Meinungsverschiedenheiten immer sachlich und im gleichen Tonfall geschrieben, wie wenn man dem Gesprächspartner Auge in Auge gegenüberstehen würde. Auf der anderen Seite die Anonymen, welche sich auszeichnen durch rassistische, justiziable oder mindestens primitive Kommentare. Interessant ist das psychologische Phänomen, dass gerade diese Anonymen die Meinungsfreiheit unserer Demokratie ausnutzen, um die Regierung eines wenig demokratischen Staates zu verteidigen. Seit ich die Ergüsse dieser anonymen Schmierfinken konsequent lösche, stelle ich zwei Effekte fest: 1. bekomme ich von den namentlich bekannten Kommentierenden und von Lesern immer wieder positive Rückmeldungen, dass sie in Krusenstern gerne diskutieren respektive lesen. 2. hält sich die Zahl der Kommentare in einem "überschaubaren" Rahmen, was "meine" 16 Kommentare zum umstrittenen Putin-Interview der ARD im Vergleich zu den 616 Kommentaren des Spiegelfechter beim gleichen Thema eindrücklich beweisen. Aber auf die meisten dieser zusätzlichen 600 Kommentare verzichte ich gerne. Ehrlich. Jürg Vollmer aka Krusenstern

  • Thinkabout

    08.09.08 (09:12:02)

    @Jürg: Kleiner Deutungsversuch meinerseits: Wenn ein Blog in den Fokus von Neidern, politisch anders ausgerichteten Leuten mit Fanatismuspotential etc. gelangt, ist klar, dass anonyme Kommentare mit entsprechender Motivation überhand nehmen und man dagegen vorgehen muss. Über die Probleme, mit denen Du Dich diesbezüglich herumschlagen musst, haben wir auch schon korrespondiert. Ich wehre mich nur dagegen, dass man partout behaupten will, ein Anonymer hätte a) damit seine Fähigkeit, wertvolle Diskussionsbeiträge zu leisten, schon verwirkt und b) bestimmt unlautere oder zumindest anzuzweifelnde Motive. Ich bin sogar sicher, dass auch Du genau danach verfährst, wenn Du anonyme Kommentare beurteilst: Du wirst einen solchen, der inhaltlich korrekt ist, nicht löschen. Eine formale Unterscheidung zwischen einem beliebigen Vornamen und einem offensichtlichen Phantasienamen wäre ansonsten eher putzig naiv. Man kann gerade da in formaler Hinsicht sogar anders argumentieren: Wer ganz offensichtlich einen Phantasienamen verwendet, legt offen, dass er anonym bleiben will. Wer einen falschen Vornamen benutzt, gaukelt was anderes vor.

  • Thinkabout

    08.09.08 (09:28:22)

    @Uertner: Wenn die FACTS-Redaktion eines wusste, dann das, dass pekuniäre Argumente bei mir keine Argumente sind. @David Bauer: Die Halbwahrheit Deiner FACTS-Tätigkeit, die Du beklagst, wird durch die Tatsache begünstigt, dass Du seit Abschluss der Euro08 mit unverändertem Text im Impressum unter "Redaktion" weiter aufgeführt wirst. Es ist dies ein Paradebeispiel des unsensiblen und schlampigen Umgangs bei FACTS2.0 mit publizistischen Grundsätzen: Du wirst mit Garantie bis heute in Kommentaren auf dem Portal garantiert als FACTS-Redaktor wahrgenommen. @alle: Bevor ich noch Doktorentitel oder was weiss ich noch was mehr verliehen bekomme, halte ich nun die Klappe...

  • bugsierer

    08.09.08 (09:35:43)

    äs glas edelzwicker jemand?

  • Peter Hogenkamp

    08.09.08 (09:42:48)

    @bugsierer: Ich würde eins nehmen.

  • Krusenstern

    08.09.08 (09:49:56)

    @Thinkabout Natürlich lösche ich keinen vernünftigen Kommentar, nur weil er mit einem Pseudonym unterzeichnet ist. Das sind bei mir aber nur Einzelfälle.

  • uertner

    08.09.08 (10:27:51)

    @bugsierer, nun lieber Doktor, wenn man als "Rampensau" (big smile) darf? Prosit. (Was ist genau ein "Edelzwicker"?)

  • bugsierer

    08.09.08 (10:58:39)

    @ uertner: edelzwicher ist (für mich): ein guter blauburgunder, vorzugsweise aus der bündner herrschaft (maienfeld, jenins, malans, etc.), am besten leicht gekühlt.

  • bugsierer

    08.09.08 (11:00:24)

    ähm... edelzwicker... natürlich... tsss...

  • Peter Sennhauser

    08.09.08 (11:14:14)

    So, dann leiste ich hier auch mal meinen Beitrag, damit wir der 100 etwas näher kommen. Es ist doch ganz einfach: wenn alle mit vollem Namen aufträten, wären die Aussagen ein bisschen durchdachter, die Behauptungen ein bisschen vorsichtiger, die allgemeine Kinderstube etwas besser, die Lanzen gleich lang und Winkelried vollends überflüssig...

  • Peter Hogenkamp

    08.09.08 (11:56:17)

    Wobei wir gerade hier bei medienlese.com (z.B. nach den Einstellungen von Facts 1.0 und Cash) auch schon einige spannende Kommentare von bekannten Schweizer Medienleuten hatten, die das unter ihrem echten Namen nicht hätten machen können.

  • Peter Sennhauser

    08.09.08 (13:04:32)

    Das wollte ich auch sagen. Hätte aber meine These gestört. 68...

  • Titus

    08.09.08 (19:55:54)

    Es gibt für mich drei Gründe, weshalb ein ernsthafter Kommentierer unter einem Pseudonym kommentiert: 1) Es erlaubt dem Kommentierer, sich auch zu Themen zu äussern, bei welchen er in einem Interessenkonflikt steht. Beispiel: Ein Mitarbeiter eines Bundesamtes X vertritt privat nicht die Meinung des Vorstehers des jeweiligen Departements. Oder ein Journalist ist nicht mit der Art und Weise einverstanden, wie über eine Sache berichtet wird. 2) Wie Ugugu schon erwähnte: "Hier wird nix verkauft, weder eine Person noch ein Produkt." Was zählt, ist doch primär die Meinung und nicht die Person - ausser es gehe um Profilierung. Das schliesst nicht aus, dass die Person, welche eine Meinung geäussert hatte, auch zu dieser steht. 3) Auf dem Blog von BRML ist ja nicht einmal die Eingabe einer E-Mail-Adresse erforderlich. Wer garantiert einem Kommentierer, dass - über alle Blogs betrachtet - niemand sich für ihn ausgibt?

  • uertner

    09.09.08 (08:46:08)

    Da hier eine Diskussion geführt wird, die wir auf "facts.ch" auch führten, möchte ich den Link hier einfügen. Zu meiner damaligen Rolle als "uertner", die ich dort ziemlich gut beschrieb: ich war damals im Februar 2008 schon mündlich "Angestellter" von "facts.ch", weshalb ich dann die Kommentar-Exzesse von Oliver Reichenstein als "Anonymer" (Oliver und ich standen damals auf einem vertrauten Fuss) mit rhetorisch scharfem Geschütz stoppte. Hier zeigt sich wohl exemplarisch der Konflikt um Anonymität/Klarname und Loyalität/Freundschaft klar. Um der Sache "facts.ch" keinen Schaden erwachsen lassen, habe ich einen Freund öffentlich ziemlich grob abgewatscht (was das Verhältnis nachhaltig trübte). Hier zeigt sich aber auch die Problematik von der Mehrfachrolle von Oliver Reichenstein: er ist in diesem Thread: Inputgeber (als Verfasser der diskutierten Kolumne), Debattierer (mit gewohnt witziger Klinge), Programmierer der Plattform (und damit der technisch "Handlungsmächtigste") und Freund des rechtlich Handlungsmächtigsten (Christoph Lüscher). Interessant ist wie der "Keeper of facts" erst in meinem Kielwasser die Bühne betreten hat und in seinem Kielwasser die "Verantwortliche Redaktorin". Da ich keinen geschriebenen Vertrag damals unterzeichnet hatte, war ich noch nicht als deklarierter Moderator/Redaktor unterwegs, agierte aber schon als Verteidiger der Verlegerinteressen. Diese Episode erklärt dann auch meinen späteren Ausschluss: Es braucht ein sehr hohes Mass an Selbst- und Sozialreflexion, sich an Threads zu beteiligen, die flüchtig entstehen und doch schier ewig bleiben. Und wenn Fehler gemacht werden, ist immer klar wer "gegangen wird" und wer bleibt.

  • von Relax

    09.09.08 (14:33:44)

    In meinem Brief an die Tamedia habe ich die Vermutung geäussert, dass auch Oliver Reichenstein- Kreuzritter gegen den Gebrauch von Pseudonymen im Web - mit mehr als einer Identität auf Facts 2 unterwegs ist. Diese Annahme wurde mit Log Protokollen in Verbindung gebracht. Tamedia hat die Frage nicht beantwortet. Der Keeper of the Facts hat dagegen in einem Promotion Interview für Facts eingestanden, dass man den Gebrauch von Mehrfachidentitäten nicht zu eng sehen dürfte. Auch bei ihm könne dies vorkommen.

  • bd

    09.09.08 (19:28:15)

    Hm. Ich fühle mich jedenfalls kaum «real».

  • Admiral Golowko

    10.09.08 (18:38:08)

    Unser Herr Krusenstern...immer faktentreu, ganz so wie Baron Münchhausen "Auf der einen Seite die mit ihrem bekannten Nickname, ihrem vollem Namen oder wenigstens dem Vornamen kommentieren Leser, die im Habitat der deutschsprachigen Russland-Interessierten bekannt sind" Interessant, was oder wer ist denn aber nun das "Habitat der deutschsprachigen Russland-Interessierten" ??? Ist das ein Club dem man beitreten kann...oder einfach nur eine völlig willkürliche Bezeichnung? "Auf der anderen Seite die Anonymen, welche sich auszeichnen durch rassistische, justiziable oder mindestens primitive Kommentare. So, so...nun wissen Eingeweihte aber, dass mindestens einer der bekanntesten Krusenstern-Kritiker eben gerade nicht anonym bloggt: http://rossijskajafederazija.wordpress.com/2008/09/08/dienstleistungen/ und gerade ihm hat Her Krusenstern in der Vergangenheit wiederholt "rassistische" Kommentare vorgehalten, aber mit sachlicher Argumentation hat er ja bekanntlich so seine Schwierigkeiten. "Seit ich die Ergüsse dieser anonymen Schmierfinken konsequent lösche.." Soll heissen: Ich lösche jedweden kritischen Kommentar in meinem Blog, egal ob anonym oder nicht. "Interessant ist das psychologische Phänomen, dass gerade diese Anonymen die Meinungsfreiheit unserer Demokratie ausnutzen, um die Regierung eines wenig demokratischen Staates zu verteidigen." Die "Meinungsfreiheit unserer Demokratie" ist ja aber doch im Krusensternschen Blog gar nicht gegeben, da wird gelöscht was dem Meister nicht passt, also z.B. jede Kritik an seinem "Internet- Magazin". ."hält sich die Zahl der Kommentare in einem “überschaubaren” Rahmen, was “meine” 16 Kommentare zum umstrittenen Putin-Interview der ARD im Vergleich zu den 616 Kommentaren des Spiegelfechter beim gleichen Thema eindrücklich beweisen." Eine typisch Krusensternsche Realitätsverdrehung...schauen wir uns einfach die Tatsachen an: Von den erwähnten 16 Kommentaren auf dem Krusensternschen Blog stammen: Fünf von ihm selbst.. Sechs von "Olga", die offenbar dem "Habitat der deutschsprachigen Russland-Interessierten" angehört und daher dem Herrn Krusenstern bekannt sein dürfte. Einer von "Sergey" für den sicher dasselbe gilt. Einer vom Blog "der Unbequeme" Einer vom Blog "Spiegelfechter" Einer vom Blog "egghat" Einer vom ARD Journalisten Thomas Roth...aber halt, das ist ja gar kein "echter" Kommentar...vielmehr verkauft Herr Krusenstern (eine von ihm übrigens häufig praktizierte Strategie) seinen Lesern eine Rothsche Meinungsäusserung, die an anderer Stelle veröffentlicht wurde: http://www.tagesschau.de/ausland/roth100.html ..als einen Kommentar auf seinem Blog, da kann man einfach nur noch neidisch werden! (Dieser Kommentar wurde von einem anonymen Schmierfinken mit Fanatismuspotential erstellt)

  • Matthias

    11.09.08 (10:28:52)

    Um meinen Kommentar vom 2. September quasi zu einem runden Schluss zu bringen: Christoph Lüscher von facts.ch hat meine heutige Anfrage zum Thema "Mehrfachidentitäten" und "Private Nachrichten" beantwortet. Siehe http://metablog.ch/?id=389

  • Christian Leu

    12.09.08 (06:18:40)

    Meine Herren und Damen Eigentlich finde ich es immer krass wie ihr Literaten euch die Köpfe einhaut nur wegen dieser Facts Geschichte. Dabei hat jeder von euch das Zeugs um Bücher zu schreiben oder zumindest soviel eigenes zu Produzieren um unabhängig von Facts ein gelungenes und zufriedenes Leben zu führen. Aber das ist gar nicht was ich sagen wollte. Denn eigentlich wollte ich nur noch darauf aufmerksam machen dass obenstehendes Bild mittlerweile auch noch anderorts aufgetaucht ist: Bundesrat Leuenberger bei den Bloggern Mitteilung vom UVEK Moritz im Bild Letzte Seite im Sonntagsblick vom 7.9.2008 Und wenn ich hier schon Links ohne Ende poste, das Bloggervideo wurde mittlerweile schon ein paar tausend mal angeschaut. Vielleicht hilft es ja auch zur Beruhigung bei anregenden Diskussionen?

  • Oliver Reichenstein

    12.09.08 (10:06:53)

    @Christian: Vielleicht haben Ex-Factsler einfach keine anderen Inhalte. Schreiben ja taeglich neue Abhandlungen darueber, wie "kindisch", "inkompetent" und "irrelevant", "manipulativ" wir "Unterdruecker" der "Meinungsfreiheit" seien. Ich habe mich inzwischen an die Boehlimaarolle gewoehnt, und normalerweise schweige ich. Denn egal, was man auf ihre "kritischen Fragen" antwortet, immer ist aller wieder Anlass zu neuem mordio, und dann kommt Schema-F: Ein-zwei sarkastische gedrechselte Twitterlchen von einem der gelangweilten "Chefs", eine pseudo-moralische Riesen-Abhandlungen in Wordpress von Kandidat A, und wieder 50 verlinkte Kommentare aus dem Freundeskreis. Und schon ist wieder eine lustige FACTS-Bashing-Action auf dem Pausenplatz. So geht das fast TAEGLICH seit MONATEN. Nicht auf Provokationen zu reagieren, ist das einzige Mittel. Aber langsam wird's mir zu bunt. Inzwischen scheint ja jede Beleidigung fair game. Familie, Eheverhaeltnisse, das Recht auf Ferien, hau drauf. Man bezeichnet uns dann auch schonmal als "Redaktion mit Schlagseite nach rechts", vergleicht uns mit Chinesischen Diktatoren, verpasst uns ganz laessig die "Arschlochformel" (weil wir ja so freundlich seien) und laeuft Amok, wenn wir den Arschlochformelbeitrag nicht auf der FACTS-Startseite platzieren. Schreiben wir beispielsweise ueber ein Jahr FACTS, dann ist das wieder eine Manipulation und ein Skandal und eine Frechheit, und man wuenscht uns gar, dass wir in einem Ofen verbrennen. Ist das die "Meinungsfreiheit", fuer die sie gegen FACTS kaempfen? Natuerlich wird auch meine prinzipielle Weigerung auf solche Provokationen zu reagieren, als Ignoranz und Arroganz oder prinzipielle Gespraechsverweigerung ausgelegt (und ein neuer Riesen-Skandal angetwittert). Zynischerweise haben wir (wie auch schon angedeutet) mit den jetzt aggressivsten Leuten als sie noch bei FACTS waren, z.T. fast taeglich ausgibige Mailgespraeche gefuehrt... Nur damit das klar ist. Mindestens zwei von den "interessierten" Kommentatoren hier drin wissen GANZ GENAU, dass ich kein anonymer FACTS-Kommentator bin, oder dass wir uns nicht hinter den Profilen von Schulmaedchen verstecken; alle kennen den Fall Uertner und noch ein Pseudonym in diesem Thread war mal ein identifiziertes FACTS-Team-Mitglied. Also kommt mir nicht damit, dass das einfach eine Frage gewesen sei. Wie dem auch sei. Du, Christian, hast erahnt, worum es eigentlich geht. Um ein Paar Links mehr. Neuerdings haben nun ja auch alle einen Ex-FACTSler einen Blog, auf dem sie ueber FACTS schreiben. Wie das Spielchen dann weitergeht, und wie erstaunlich gut es funktioniert, zeigt dieser Thread nur allzu deutlich. Hier und da muss ich wohl doch wieder mal sagen, was ich denke. Auch wenns einiges an Zeit und Nerven kostet, zwecks Verlinkung den ganzen Mist durchzukaemmen, ist es vielleicht nicht ganz so unnoetig.

  • Peter Hogenkamp

    12.09.08 (10:19:37)

    Noch 23 Kommentare. Auch wenn jetzt der Stargast zu später Stunde doch noch aufgetreten ist. Tweets, wie dämlich diese Regelung sei, zählen natürlich nicht mit. :-)

  • Mara

    12.09.08 (10:35:04)

    Von meiner Seite aus muss ich sagen, dass es nicht um FACTS an sich geht. Sondern um die generelle Frage, wie sich Nutzer eine solche Plattform wünschen - und welche Ansprüche angemeldet werden/welche davon realistisch sind. Wer persönlich doppelt auftritt oder nicht - so what. Aber ich habe folgende Anspruch an eine Plattform auf der ich meine wenige Freizeit verbringe - Transparenz (wie etwas funktioniert) - Seriösität (die Art wie mit Nutzern und Kommentaren umgegangen wird) - Professionalität (durchdachte AGBs wenn man sie den schon benutz/ klare interne Richtlinien die auch nach aussen kommuniziert werden/ usw) Man kann immer sagen und dazu stehen, dass etwas noch Work in Progress ist, aber es gehört auch zur Professionalität dazu dann auch zu stehen. Richtlinien müssen auch entwickelt werden, aber irgendwann sollten sie dann auch konsistent sein. Transparenz ist für ein Medienunternehmen mehr als wichtig - wer arbeitet mit, welche Auswirkungen hat welche Funktion etc, - um ernst genommen zu werden. Alle Punkte die bisher kritisch angemerkt wurden, gehören aus meiner Sicht unter einer dieser drei Teilbereiche. Was die Sprache angeht, kann man wohl kaum erwarten, dass man mit sprachlichen Samthandschuhen angefasst wird, wenn man selber ab und zu Verbalausfälle produziert. Nicht das ich es für gut heisse wenn Emotionen überkochen, aber selten kann man wirklich nur einer Partei diesen "Fehler" in die Schuhe schieben. Auch ich als ehemalige Nutzerin habe einiges an Zeit dort verbracht, gerne und viel diskutiert. Man kann nicht erwarten, dass die Nutzern gebunden werden (und sich per Namen anmelden) etc. und gleichzeitig sich emotional völlig heraushalten und nur noch als reine Roboter funktionieren. Wenn ich in ein Lokal mehr als 10 mal reingehe entwickle ich eine Bindung, wenn ich dann aus irgendwelchen Gründen nicht mehr hingehe/hingehen kann ruft dass nun mal emotionen hervor. Warum sollte das auf einer Online-Plattform anders sein. FACTs ist bei dieser Suche nach Kriterien einfach ein gutes bzw schlechtes Beispiel.

  • Zappdong

    12.09.08 (11:01:32)

    Inhaltlich schliesse ich mich (auf sachlicher Ebene) Maras Posting an (ausser dass es mir tatsächlich nicht wurst ist, von wem ich in Doppelidentität verarscht werde). Da O.R. aber ziemlich persönlich wird, nutze ich die Gelegenheit kurz vor der Kommentardeadline ebenfalls persönlich (und ziemlich unsachlich) zu antworten: Ja, ich mache nichts anderes als Facts bashen (ist mein erster Lebensinhalt), meine Klicks pushen (ist mein Nebenlebensinhalt), und bloggen tue ich selbstverständlich erst seit ich (freiwillig) von Facts weg bin (weil Lebensinhalt und Nebenlebensinhalt mich nicht ganz ausfüllen). Um auch etwas Ablass zu tun für dieses garstige Leben bin ich ganz nebenbei seit mehr als 20 Jahren eine fleissige Abonnentin nicht weniger Tamdia-Produkte - aber selbstverständlich (und das sollte ich eigentlich hier nicht verraten) lese ich dort nur das Fernsehprogramm. Ist wahrscheinlich mit meinem IQ von 25.3 zu begründen. In diesem Sinne frohes Weiterwursteln Frau Zappadong

  • Mara

    12.09.08 (11:06:07)

    @Zappadong Das verarschen gehört zur Seriösität...:-), auf sowas kann ich in Einzel, als auch Mehrfachidentitäten verzichen. (Das war jetzt aber kein eiger Kommentar gell?)

  • von Relax

    12.09.08 (13:19:14)

    @Oliver Reichenstein Die Steilvorlage für diese Diskussion wurde ja von Dir/Ihnen eingebracht. Wer um die Nutzung von Mehrfachidentitäten bei einem Projekt wie Facts weiss, sollte doch nicht ständig in der Öffentlichkeit sein Steckenpferd reiten und Mordio schreien um auf den zweifelhaften Wert von Kommentaren unter Pseudonymen zu verweisen. An sich betrachte ich den Gebrauch von unterschiedlichen Identitäten als Spielerei, welche weit verbreitet sein dürfte, weshalb die Wortmeldungen zugegebenermassen gering sind. Wenn jedoch Web User auf verschiedenen Foren unterschiedliche Identitäten benützen, verstehe ich dies und habe kein Problem damit. Anders sieht es aus, wenn bei Facts die Redaktion mit Mehrfachidentitäten Mehrfach-Wertungen abgibt um damit einen Artikel zu pushen und was - noch schlimmer ist - mehrere Kommentare abgibt. Mit einem kleinen Statistiktool kann OR das Gesamtvolumen um die Redaktionsklicks - A L L E - bereinigen, und dann kann der Traffic wohl nur noch Flop interpretiert werden. Aber dies ist kein Wunder. Das Management dieser News Datenbank ist hundsmiserabel. Ich habe immer mal wieder einen frischen Artikel in der Rubrik "Letzte Artikel" gesehen, welche ich wegen Unterbrechung nicht direkt anklicken konnte. War nach meiner Unterbrechung die News nicht mehr unter "Letzte Artikel" aufgeführt, war der Artikel regelmässig nicht mehr aufzufinden. Ausser wenn er auf der Hauptseite gelandet ist. Die Suchfunktion ist mangelhaft und eine Angebotsorientierung gibt es ohnehin nicht. Was soll der stolze Hinweis auf 1.3 Mio. Artikel in der Datenbank (siehe Lüscher Jubiläumskommentar), wenn ich nichts finde! Es ist wie wenn der Konsument 1000 Jogurts zur Auswahl hat und die Konsumentenforschung weiss, eine erhebliche Käuferzahl sucht bei fehlender Orientierung danach den kleinen übersichtlichen Laden auf. Jetzt bin ich erst wenige Male bei Medienlese und finde mich vom ersten Tag an zurecht, wie funktioniert. Bei Facts muss man zuerst einen Kurs besuchen, es sei denn man ist einfach zufrieden mit dem was das tägliche Überraschungsmenu anbietet. Im Übrigen empfehle ich mal den Besuch von Financial Times Deutschland, Welt Online, sueddeutsche.de, FAZ.NET etc. Da geht man drauf und findet was man sucht. Diesbezüglich ist auch da das neue Newsnetz ein guter Anfang, aber beim praktischen Wert nicht mit den zuvor genannten Medien zu vergleichen. Aber wenn man Tag und Nacht Kommentare für Facts schreibt, damit es etwas Traffic gibt, leiden halt andere Prioritäten. Es ist ein dicker Hund wie Sie Oliver Reichentein und Chris Lüscher, Fehler, Mängel und Defizite ignorieren und den dicken Max markieren. Der Erfolg von Facts ist weit unter den Möglichkeiten geblieben. Das ist einfach eine TATSACHE. Wenn Sie jetzt über den Schreibstil von Ex-Usern jammern - welche von der Facts Redaktion nach den Löscheraktionen und bis heute diffamiert werden - wundert es mich schon. Die Kommentare auf Facts von Ihnen und der Redaktion sind ja des Öfteren sehr gepfeffert und zielen durchaus direkt auf den Mann bzw. die Frau. Hat mich nie gestört sondern war mir ein Grund um Ihre Beiträge zu lesen. Das Problem ist aber, dass Sie und die Facts Redaktion öffentlich Ansprüche vertreten, welche nicht gelebt werden und die Spielregeln bei Facts werden ständig den jeweils vorherrschenden Bedürfnissen angepasst. Da lobe ich mir Medienlese, wo nicht nur sehr früh gesagt wurde, 100 Kommentare und keinen mehr, sondern wo ich den Link für die laufende Diskussion immer noch sofort auf der Startseite finde. Hallo O Reichenstein und Facts Macher, nehmt euch ein Beispiel!!! Für alle Leser die nicht mit dieser Facts Diskussion vertraut sind möchte ich anfügen, dass ein Heavy User freiwillig um Löschung des Accounts gebeten hat, weil die Redaktion fremdenfeindliche Kommentare mehrmals zugelassen hat. Eine sehr treffende Heavy User Replik wurde dagegen öffentlich abgewatscht. Als Folge haben sich mehrere Heavy Users für die Einhaltung der Spielregeln eingesetzt, weshalb ihre Accounts gelöscht wurden. Klar der Keeper of the Facts war gerade in den Ferien und die Sache hat ihm sicher gestunken. Aber als Geschäftsführer und bei seinem Compensation Package hat man halt nicht einfach Ferien, wenn Feuer unter dem Dach ist. Er aber hat stattdessen hat einfach Accounts gelöscht. Nicht eins sondern im zweistelligen Bereich. Einfach weil anscheinend weder Facts noch Tamedia das eigene Bekenntnis in den Leitlinien – sinngemäss Kunden sind uns wichtig und wir sind für Kunden da – ernst nimmt. Tamedia erwähne ich, weil der Hinweis in meinem Brief, dass die rausgeschmissenen User öffentlich vom Keeper of the Facts beleidigt wurden, zu keiner Reaktion geführt hat. Was soll man auch ein Aufhebens wegen einiger weniger Kunden machen. Wenn ich den Tatsachen unterschlagenden und verharmlosenden Kommentar von Ch. Lüscher auf dem Metablog lese, kommt mir die Galle hoch. Da werden Sachen behauptet wo sogar die schweigende Medienszene nur Grinsen und den Kopf schütteln können.

  • Thinkabout

    12.09.08 (14:44:14)

    Ich zitiere den verspäteten Stargast [Zitat Gastgeber] OR aus seinem Kommentar Nr. 76: Man [...]verpasst uns ganz laessig die “Arschlochformel” (weil wir ja so freundlich seien) und laeuft Amok, wenn wir den Arschlochformelbeitrag nicht auf der FACTS-Startseite platzieren. Da die Verlinkung durch den Meister nicht richtig geklappt hat, versuche ich es hier gerne nochmals: Dass der Artikel vom Dr. Bugsierer als Arschlochformelbeitrag zusammengefasst und abqualifiziert wird, zeigt das Problem. Es empfiehlt sich , den Artikel nochmals zu lesen. In dieser Reaktion liegt der Schlüssel, warum sich diese Diskussion immer im Kreis drehen wird: Die Empfindlichkeitssensoren für eigene Wortmeldungen sind nicht dieselben wie für die jeweilige Replik. von Relax bringt es in Nr. 81 zudem auf den Punkt: Die Diskussionen entstehen nicht selten deshalb neu, weil aus dieser sonnenköniglichen Wahrnehmung heraus die Diskussion um Anonymitäten zwangsweise zu neuen Animositäten im abgestraften Ex-Fussvolk führen muss. Alles klar? Ich habe fertig.

  • Ugugu

    12.09.08 (15:02:19)

    @Moritz Leuenberger: Gibt es dieses "Vornerum Hintenrum"-Spiel eigentlich auch in der grossen Politik? Die Swisscom-Werbung auf ihrem Blog irritiert mich übrigens. Wie wär's mit einem Wordpress-Blog? However, bleiben Sie am Ball, Bloggen funktioniert...

  • Bruder Bernhard

    13.09.08 (07:33:47)

    @OReichenstein: Sie tun mir wirklich leid. Denn die Rolle des missverstandenen Evangelisten, des Schlagsacks inhaltsleerer Nerds, des Opfers persönlicher Angriffe, kann Ihre Gesundheit gefährden. Wo ich in meinem neuen Blog die Erfolgszahlen von Facts sachlich kommentiere, fällt Ihnen kein Gegenargument ein. Stattdessen jammern Sie über eine Arschlochformel, ohne das belegen zu können. Ihr letzter Kommentar ist nur noch pure Stimmungsmache, weit entfernt von der Welt der Fakten. Dass aus engagierten Factslern, wie Sie uns bezeichnen, Gegner geworden sind, haben Sie sich wirklich selbst zuzuschreiben. Dass im Nachgang zur letzten Säuberungswelle bei Facts neue Blogs entstanden sind, die Ihnen nun kritisch gegenüber stehen, beweist vor allem die Qualität der von Ihrer Plattform Ernüchterten. Es ist wohl kein Zufall, dass Sie mit unsereiner in fast täglichem Mailkontakt stunden. Wir waren eben wichtig für Facts. Wie wichtig, zeigt sich heute: Die Kommentare haben fast nur noch die Funktion, der Redaktion zu applaudieren. Entsprechend gering ist deren Zahl. Man vergleiche bloss mal Facts von heute mit damals. Listigerweise einer der Threads, der hauptsächlich von gelöschten Existenzen genährt, aber von Chef Lüscher gern als Beleg für die Erfolge von Facts angeführt wird. Dabei ist er vor allem Beleg für das Versagen der Facts-Macher als Gastgeber und Organisator einer Community.

  • mds

    13.09.08 (11:39:53)

    Weiss man eigentlich, wie viele einzelne Besucher FACTS 2.0 zählt? FACTS 1.0 zählte pro Ausgabe 400'000+ Leser, während FACTS 2.0 kürzlich «100'000 Unique Clients» vermeldete. Wie vielen einzelnen Besuchern entsprechen diese «Unique Clients»?

  • flashfrog

    13.09.08 (12:34:56)

    Lieber Oliver, du kennst mich so gut wie ich dich. Es ist nicht nur traurig sondern auch unprofessionell, wenn kritische Fragen immer nur als reine Provokation abgetan werden. In punkto Kritikfähigkeit und Konfliktmanagement ist das einfach ein Armutszeugnis. Die Problematik der unklaren Rollenverteilung bei Facts ist spätestens seit der uertner/Girardet-Geschichte im März bekannt. Es nützt ja nichts, reihenweise Mitarbeiter und User vor die Tür zu setzen, wenn der Fehler im System liegt. Man löst ein Problem nicht dadurch, dass man diejenigen, die auf das Problem hinweisen, hinauswirft. Und wer diejenigen, die es wagen, kritische Fragen stellen, als Trolls mit zuviel Tagsfreizeit öffentlich diffamiert, sollte sich nicht wundern, wenn es emotional aus dem Wald wieder herausschallt. Doch, lieber Oliver, Kommunikation lohnt sich. Auch, wenn mal die Fetzen fliegen. Ja, Transparenz ist sehr wichtig. Nochmals zum Thema "anonyme User": Es gibt eine super-clevere Strategie um herauszufinden, wie jemand heisst: Ihn nach seinem Namen fragen. Die meisten Kleinkinder beherrschen den Satz "Wie heisst du?" schon sehr früh. Auch Kommunikationsprofis sollten das hinkriegen. ;-) PS: Da die Kommentare hier so langsam zur Neige gehen - falls noch Bedarf besteht spendiere ich drüben in der Beiz 2.0 100 neue. :-)

  • bugsierer

    13.09.08 (18:11:35)

    @ oliver schon der zeitpunkt deiner antwort hat was divenhaftes: zuerst lange nix sagen und dann vorwiegend beleidigt tun und im ersten satz schon mal alle rausgekickten factsler diffamieren. supi. du beklagst dich, den böhlimaa spielen zu müssen und blöd angemacht zu werden, teilst aber – nur so als fallbeispiel für leser, die hier nicht mehr durchblicken – mir allen ernstes aus, ich sei ein troll. du nennst regelmässige twitterer "gelangweilte chefs" und stellst engagierte blogger auf das niveau von pausenplätzen. du beklagst dich, dass du via twitter in der gerüchteküche gar gekocht wirst und gibst dort selbst senf wie diesen zum besten. tsss... nur damit das klar ist: ich weiss GANZ GENAU NICHT, welche zwei kommentatoren hier dafür einstehen könnten, dass du kein anonymer kommentator bist. warum sagst du nicht einfach, wen du meinst? warum stellst du solche boulevardesken behauptungen in den raum, die genau das tun, was du an uns so hasst: die gerüchteküche aufpimpen. du antwortest auf die brisante frage nach doppelidentitäten von facts 2.0 mitarbeitern zuerst sehr lange nicht und dann kaperst du plötzlich einen versöhnlichen steilpass von facts-intimfeind leu (ausgerechnet) und spielst auch noch die oberbillige linkbaitingkarte, die factskritiker angeblich spielen sollen. ein unterklassiger rhetorischer klimmzug. so viele klicks wie du meinst, bringt diese story nämlich auch wieder nicht und keines der beteiligten blogs ist als besonders linkgeil bekannt. aber für dich sind ja schweizer blogs sowieso nur hinterwäldlerische bashing kloaken, du hast es mehr mit new york und so. das kannst du privat so machen, no problem, ausser diesem: wenn du schon so lauthals sowas communitymässiges wie facts 2.0 aufziehst, dann kommst du nicht umhin, dich mit den lokalen blogs auseinanderzusetzen, sie mit etwas mehr respekt zu behandeln und einen einigermassen professionellen dialog mit ihnen zu pflegen. es geht schon lange nicht mehr um die frage, ob ihr mit doppelidentitäten flunkert oder nicht. dass ihr private nachrichten der user aus obskur paranoiden gründen mitlest, habt ihr und eure anwälte ja bereits zugegeben und ist seltsam genug. kommen dazu: die latenten lämpen, die es bei euch immer wieder gegeben hat, diese können ja nicht einfach nur das problem von bösen usern sein, die du kurz zuvor (in einem mail) noch als "sensationell" bezeichnet hast. kurz und gut: diese lämpen habt ihr und du euch selber eingebrockt. mit miserabler kommunikation und überheblichem umgang mit kritischen heavy usern. und ein paar anderen anfängerfehlern. zu guter letzt und bei all deiner weinerlichkeit noch dies: dass dieser thread hier so heavy abgeht und in blogs seine fäden zieht, hast du dir ganz alleine eingebrockt. wenn ausgerechnet du (mit diesem nicht dementierten vorwurf im nacken) ausgerechnet in einem posting über das BLOGcamp eine diskussion über ausgerechnet pseudonyme lostritts, dann ist es ja sonnenklar, dass der crowd toben wird. alles andere wäre ein wunder gewesen. offenbar hast du damit nicht gerechnet und machst wiedermal einen auf beleidigt. für einen sog. informations architekten eine schwache leistung.

  • David Bauer

    13.09.08 (19:53:10)

    Achtung pseudo-objektiv: Ganz ehrlich, mich langweilt die Debatte langsam. Vielleicht sollte man einfach mal akzeptieren, dass man nicht zusammen passt und es damit bewenden lassen anstatt jedes Wort auf die Goldwage zu legen und aus jedem Gerücht eine Staatsaffäre zu machen.

  • Martin

    13.09.08 (20:01:52)

    Mir wird ganz "trümlig". (Schade eigentlich, dass dies nicht der 100. Kommentar ist.)

  • MacZuerich

    13.09.08 (22:01:10)

    @ Martin: Dann lies es nicht. Es gibt jede Menge anderer Themen auf diese Seite. @ David Bauer: Ist Facts 2.0 neuerdings eine Seite eines unbedeutenden Bloggers geworden? Ich dachte immer Facts.ch sei eine der Seiten eines der grössten Medienhäuser der Schweiz. Sollte ich mich da so geirrt haben? In einem privaten Blog können Sie gerne Ihre Nutzer nach Gutdünken zulassen und wieder löschen, auf einer Seite wie Facts wird das zum Bumerang. Sie sehen es ja an der vorliegenden Diskussion. Wie Sie sich erinnern werden, bin ich einer der "Gelöschten". Bis heute existiert keine, für mich nachvollziehbare, Erklärung für meinen Rauswurf. Ist Herr Schäfer, dessen Handeln ich offen kritisiert und dessen Aussagen ich ebenso offen widersprochen habe, sakrosankt? Oder ist die Frage warum innerhalb weniger Stunden mehrere "prominente" Mitglieder verschwinden ein Verhalten, das einen derartigen Rauswurf rechtfertigt? Sollten Sie dieses bejahen, hätten Sie vollkommen die Perspektive verloren und Facts 2.0 wäre wirklich nicht zu helfen. Nur nebenbei, ich kann gerne meinen letzten Facts 2.0 Kommentar hier wiederholen, allerdings kann jeder den Diskussionsverlauf auf dem Journalistenschredder nachlesen.

  • Oliver Reichenstein

    14.09.08 (16:41:32)

    Ihr habt gesagt, was ihr denkt, wir haben gesagt, was wir denken. Es gibt nicht immer eine Einigung. Muss es auch nicht. Statt mit einer erneuten Tirade, diese Schlammschlacht auf die Spitze zu treiben, schlage ich im Sinne einer Hogenkampschen Synthese folgende einfache Loesung vor: Ihr lasst uns in Ruhe, wir (v.a. ich) lasse Euch in Ruhe. Alles, was wir wollen, ist unsere Arbeit tun. Und ich denke, es ist nur fair, auch uns unser "Hausrecht" zuzugestehen. Ps: Warum gruendet ihr nicht eine eigene Plattform? Damit beweist ihr viel mehr als mit Ausfluegen in unsere Privatsphaere. Mit Drupal hat man sowas in Stunden aufgesetzt und Konkurrenz ist immer gut.

  • Zappadong

    14.09.08 (16:54:54)

    Samuel Schmid möchte auch einfach nur seine Arbeit tun. Sollen seine Kritiker jetzt eine eigene Armee gründen? Ich nehme jetzt einmal an, dass auch die Leute in Guantanamo gerne einfach nur ihre Arbeit tun würden. Oder die Armee im Irak. Oder Mugabe in Afrika. Oder ... Ich bin sicher, alle obengenannten empfinden Kritik an ihrem Tun ab und an / regelmässig / immer als ungerechte Schlammschlacht. Soll / muss man (auch die schreibende Zunft, ohne die es Facts 2.0 ja nicht gäbe) in Zukunft sein eigenes Gärtchen pflegen oder gleich einen neuen Garten anlegen, statt jemandem kritisch auf die Finger zu schauen? Als Konsequenz gäbe es dann vielleicht nur noch Texte wie "Max Küng kauft ein." (Die tun nun wirklich niemandem weh.) Schöne neue Pressefreiheit. Ein Gutes hätte sie: Ich könnte mir die Abokosten für die Zeitungen sparen.

  • David Bauer

    14.09.08 (17:03:25)

    @Zappadong Vergleichen Sie gerade OR oder die Facts-Redaktion mit Mugabe? Sie machen mich sprachlos. Langsam wird es aber wirklich Zeit, dass hier die 100 voll werden.

  • Zappadong

    14.09.08 (18:17:08)

    @ David Bauer. Ach je ... ja, es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns der 100 nähern. Und um mir die Mühe einer längeren Antwort zu schenken, antworte ich kurz und bündig: Nein, ich vergleiche den Herrn O.R. NICHT mit Mugabe - es ging mir in meinem Beispiel um die "Shut up and sing"-Forderung. Womit ich nicht gesagt haben will, dass ich O.R. oder die Facts Redaktion mit den Sängerinnen der Band Dixie Chicks verleiche. Und nein, ich will damit auch nicht andeuten, dass bei Facts niemand singen kann. Himmel. Das kommt mir vor wie eine Gebrauchtanweisung für eine Mikrowelle, in die man schreiben muss, dass man keine Katzen trocknen soll in dem Gerät (nein, ich will damit weder O.R. noch die Facts-Redaktion noch Sie mit Katzen oder Mikrowellenherden vergleichen).

  • von Relax

    15.09.08 (01:37:31)

    @David Bauer und @Oliver Reichenstein Einerseits verstehe ich sehr gut, dass Sie die Diskussion aufgrund Ihrer Verbundenheit mit Facts langweilt und Sie zusammen mit den Facts Machern und der Tamedia dafür Beten, dass das Posting 100 schnell und ohne neue Erkenntnisse erreicht wird. Sie beide haben sich in den vergangenen Wochen freiwillig auf eine Minenfeld begeben, das bereits gekennzeichnet war. Dieser Wagemut überrascht mich sehr. D. Bauer hat ganz aktuell ein Medien / Journalismus Studium absolviert und bringt nicht die Erkenntnis mit, dass man im Web2 und Blogger Zeitalter die Wortmeldungen der Debattengegnern nicht mehr einfach ohne Beachtung im Papierkorb entsorgen kann! O Reichenstein als alter Internet- Fuchs macht einen vergleichbaren Fehler. Trotz seiner während Monaten gereiften Erkenntnis, dass die lange Zeit mit Lob überschütteten Kommentatoren über erwiesene intellektuelle Leistungsfähigkeit und Wortgefechtsfeuerkraft verfügen, sieht er tatenlos zu, wie der Keeper of the Facts den Karren immer mehr in den Schlamm lenkt. Das Minenfeld war und ist erkennbar. Sie haben sich freiwillig und mutwillig entschlossen das Minenfeld zu betreten. Die Mehrfach-Identitäten ist an dieser Stelle ausgelutscht. Trotzdem eine Frage. Wie können Sie bei Ihrem Wissen, dass Ihr Buddy und weitere Personen bei Facts unentwegt Dinge tun die Sie verabscheuen, ständig dieses Thema als PR Gag für öffentliche Auftritte aussuchen? In einem Brief an ein GL-Mitglied der Tamedia habe ich Vermutungen geäussert, zu denen mir Tamedia mit Verweis auf den Datenschutz keine Antwort geben wollte. Gut damit bleiben meine Vermutungen nur Vermutungen. Aber ein Persilschein sieht anders aus. Interessant ist, dass nach Zustellung von Login Listen, diese Listen im System bearbeitet, d.h. bereinigt wurden. Keine leere Aussage, ist alles dokumentiert und Kopien befinden sich auf vielen Rechnern in der Schweiz und im Ausland. Ein Narr der hier von Manipulation spricht. O. Reichenstein ich habe Ihren Wunsch nach Beendigung dieser Diskussion gelesen. Gerne bestätige ich, dass ich genau dies der Tamedia vor Wochen vorgeschlagen habe. In der Antwort war nicht zu erkennen, dass der Satz gelesen wurde. Oder gelesen aber nicht verstanden? Persönlich habe ich mich in den vergangenen Wochen immer wieder gefragt, ob ich dieses Lausbubenverhalten eines Geschäftsführers seiner Unerfahrenheit zuschreiben soll und damit einfach abhaken! Aber jedes Mal haben Facts, Tamedia und OR zwingende Gründe geliefert, dies eben nicht zu tun. Wichtig für das Archiv und zukünftige Diskussionen. Die Facts2.0 Verantwortlichen lassen wiederholt pointiert fremdenfeindliche Kritik zu. Höhepunkt unter den Augen der Facts Redaktion war ein Kommentar, dass für den kriminellen Akt von zwei Jugendlichen im Bahnhof Stadelhofen (Blick Online 18.07.2008) nur Ausländer in Frage kommen können. Diese Vorverurteilung zusammen mit der Forderung nach Einführung von drakonischen Strafen für straffällige ausländische Jugendliche, war für Facts OK. Inzwischen wurden die zwei Schweizer Täter gefasst. Eine sprachlich äusserst versierte Nutzerin hat den Startkommentar korrekt kritisiert, der keine Fehlinterpretation zulässt wenn man der deutschen Sprache mächtig ist, und wurde danach vom Diensthabenden Redaktor und Juristen öffentlich abgewatscht. Das sind die Fakten mit denen sich Tamedia bis heute nicht befassen will. Alle Nutzer die ab diesem Zeitpunkt Kritik üben, dass fremdenfeindliche Kommentare unkontrolliert zugelassen werden, nicht jedoch das Hinterfragen des Ausgangsartikels, werden von der Facts2.0 Community verbannt. Beschlossen in einer Nacht und Nebel Aktion im fernen Südfrankreich von Christoph Lüscher und seiner Gattin Evelina Ilieva. Doch damit nicht genug. In einer Mailaktion mittels Private Notiz an alle User, werden die Ausgeschlossenen diffamiert. Gewissermassen als randalierende Jugendliche und bekloppte Alte mit zuviel Freizeit dargestellt. Dank Facts habe ich in der Zwischenzeit eine Reihe dieser Leute getroffen und kann bestätigen, dass es sich um selbständig Erwerbende und Unternehmer handelt. Es handelt sich also um Persönlichkeiten, die sich nicht einfach als Deppen behandeln lassen. Dies mag erklären, warum die Geschichte noch nicht längst zu Ende ist. Und es besteht auch keine Aussicht, dass mit Posting 100 Ruhe einkehrt solange die Gegenseite keinen Schritt zur Aufarbeitung der erfolgten Beleidigungen unternimmt. Ruhe bei Medienlese, aber es gibt ja andere Möglichkeiten. Internet, Web2 und Bloggen erlaubt heute, dass man nicht mehr mundtot gemacht werden kann. Gott sei Dank leben wir nicht mehr im Mittelalter bei der erfolgreichen Kommunikation eigener Ansichten. Denkbar sind Homepages wie: vorsicht-vor-facts-nutzung und die-ia-doppelmoral. Es sind übrigens nicht einfach nur die paar Namen die Kommentare schreiben, die entsetzt sind, dass Tamedia an einer Aufarbeitung nicht interessiert ist. Es gibt einen zahlenmässig grossen Rückhalt von Ex-Facts-Nutzern, die nicht ausgeschlossen worden sind, sich aber entsetzt über die erkennbare Position gegenüber Ausländern von Facts abgewandt haben. Persönlich erlaube ich mir auch – privat wie auch bei häufigen Geschäftsessen – von der Geschichte zu erzählen. Nein, nicht von Facts, welches in der Geschäftswelt praktisch niemand kennt und die gesamte Geschichte interessiert dort niemand. Dagegen löst beim Smalltalk, der rasch erzählte Kern der Geschichte – gebilligte Ausländerfeindlichkeit und die in der Folge unterdrückte Kritik – schon mal eine Mischung aus Erstaunen und Entsetzen aus. Erzähle ich dann noch, dass die Rechtsabteilung der Tamedia die Userbespitzelungsfunktionen in der Facts Informationsarchitektur mit den AGBs rechtfertigt, reicht in der Lunchrunde die Reaktion unter Juristen von schallendem Gelächter bis zu betretenem Grinsen. Na ja, einfach aufgrund einer mündlichen Schilderung verhalten sich Juristen naturgemäss vorsichtig. Aber einig ist man sich, dass selbst die Polizei das OK der Justiz benötigt bevor man Zugriff auf fremde Mailboxen nehmen oder vom Provider die Herausgabe von Mail Daten verlangen kann. Bei Facts entscheiden dies die Macher einfach selber. Reichen die AGBs um einen solchen schwerwiegenden Eingriff in das Postgeheimnis und den heiligen Datenschutz zu rechtfertigen? Vielleicht gehört dies mal auf einem Juristen Blog diskutiert. Oder ein Professor oder Doktorvater vergibt es mal als Dissertationsthema. Sofern es überhaupt einer Klärung bedarf. Vielleicht ist aber auch alles klar. So oder so. Angehende Juristen und Praktiker in der Schweiz, diskutiert doch mal dieses Thema. Vielleicht stellt Medienlese den Platz zur Verfügung?

  • Oliver Reichenstein

    15.09.08 (02:39:23)

    @David: Die Frage ist nicht OB wir hier mit einem Massenmoerder, mit Guantanamo-Bay-Waertern verglichen werden. Die Frage ist nicht, OB sie versucht, den Vergleich dadurch abzuschwaechen, dass sie Dich wiederum als zu sensibel hinstellt, dann ihr eigenes Lager mit den Dixie-Chicks, uns mit der Bush-Regierung und Leuten vergleicht, die Katzen mit dem Mikrowellenherd trocknen. Die Frage ist auch nicht, ob dieser Ton (geschweige denn das Argument) in irgendeiner Weise verhaeltnismaessig ist. Ich wiederhole trotz dieser erneuten Eskalation mein friedfertiges, gut und ernst gemeintes Angebot.

  • Zappadong

    15.09.08 (06:21:40)

    @ O.R und D.B: Einverstanden. Das war völlig im Ton vergriffen und ich entschuldige mich für die schnippische Antwort. Mir hat es den Hutdeckel gehoben bei der Antwort von Ihnen, O.R. Sie haben Ihren Kritikern vorgeschlagen, Ruhe zu geben und gleich noch den guten Rat mit auf den Weg gegeben, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Mit Verlaub, wenn Sie diesen Rat in aller Konsequenz weiterdenken (Kritiker sollen bitte aufhören zu kritisieren) und das generell auf Kritiker anwenden (nicht nur auf Kritiker von Facts, sondern nicht zuletzt auf Journalisten), dann wird mir tatsächlich schwubbelig und ich möchte eine solche Aussage in ihrer Konsequenz hinterfragen. Dummerweise habe ich mich ob einer solchen Ungeheuerlichkeit von meinem Temprament leiten lassen. Deshalb sehr sachlich: Kritisieren sollte erlaubt sein. Genau so, wie auf Widersprüche aufmerksam zu machen. Damit eine Sache so hoch kocht wie die Facts-Geschichte, braucht es zwei Seiten. Ich bin sogar Ihrer Meinung, O.R., wenn Sie sagen, dass alles schon längst viel zu weit gegangen ist. Das ist im Moment wohl der einzige Berührungspunkt, den wir haben.

  • David Bauer

    15.09.08 (06:59:10)

    @von Relax Sie amüsieren mich. Jetzt wollen Sie schon wissen, welche Erkenntnisse ich aus meinem Studium nicht mitbringe. Glauben Sie mir, ein bisschen etwas verstehe ich schon vom Web 2.0, ganz am Rande bemerkt, bin ich selber seit drei Jahren Blogger. Doch es geht hier gar nicht um das Web 2.0, es geht um das Diskutieren an sich. Wenn ich Ihre Inputs tatsächlich ignorieren wollte, hätte ich bestimmt nie irgendeine Antwort geschrieben. Es gibt aber bei mir eine Erkenntnis, die ich gar ohne Studium erworben habe: Irgendwann bringt diskutieren nichts mehr. Und dann lässt man's bleiben.

  • Christian Leu

    15.09.08 (08:01:42)

    Jetzt noch kurz vor Schluss meine Meinung. Und dies auch nur um nicht als Facts Intimfeind dazustehen. Nach wie vor bin ich der Meinung dass Kommentare an den Ursprung einer Nachricht gehören und nicht in verschiedenen Aggregatoren verstreut. Nach wie vor finde ich dass Facts zusammen mit IA zumindest Ansatzweise dieses Problem angehen könnte. So wie Feedly es auch schafft Kommentare des Ursprungartikels anzuzeigen. Ansonsten muss ich leider alle enttäuschen. Ich bin kein Facts Intimfeind. Ich nutze Facts einfach nicht. Ich finde mittlerweile sogar die Designarbeit von IA und OR im Zusammenhang mit dem Newsnetz sehr interessant. Was auf Facts passiert kann ich nicht nachvollziehen. Aber man muss einsehen dass es nicht unser Projekt ist. Wirtschaftlich steht TAMEDIA dahinter. Und TAMEDIA muss wissen wie die Strategie dazu aussieht. Und wie OR schreibt, wenn jemand ne bessere Community machen will stehen die Tools dazu jedermann zur Verfügung. Just do it! Und ich bin überzeugt, wenn man sowas auf die breite Masse ausrichtet mit einem genialen Konzept überholt man Facts sehr schnell. Also, ich wiederhole meine Message von vorhin, ich kann nicht verstehen wieso ihr ehemaligen Facts User eure Energie in seitenlange Kommentare steckt in denen ihr anderen sagt was sie falsch machen anstatt selber was gescheites damit anzufangen!

  • Ronnie Grob

    15.09.08 (08:09:28)

    Dann mach ich doch den 100. Kommentar. Die Kommentare sind nun, wie angekündigt, geschlossen.

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