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18.01.07Leser-Kommentare

Blick Online erhält gefälschte Leserbriefe

Auf Seite 8 berichtet der Blick heute über ein Mail, das am Dienstagnachmittag um 15:04 Uhr auf der Onlineredaktion eintraf. Der Absender: ciriaco.sforza at fcl.ch. Inhalt: ein geharnischter Leserbrief "mit bitterbösen Worten" an Blick Online, in dem sich ein Ciriaco Sforza "über die jüngste Berichterstattung zu seiner Person beklagt".

Der Redaktion kam es offenbar etwas verdächtig vor, dass das Objekt dieser Berichterstattung, Ciriaco Sforza, ehemaliger Profifussballer und Trainer des Schweizer Fussballclubs FC Luzern, seinen Unmut ausgerechnet auf dem schriftlichen Weg ausdrückt und telefonierte mit ihm.

 

Der FCL-Trainer erkundigte sich postwendend bei seinem Arbeitgeber. Und fand heraus: "Ich habe im Klub keine solche E-Mail-Adresse."

Das ist wahr, denn sowohl Blick als auch wir versuchten, auf diese Adresse ein Mail zu senden und kriegten die klassische Fehlermeldung "User unknown".

Vermutlich hat aber Herr Sforza überhaupt keine E-Mail-Adresse bei seinem Verein, denn ein Versuch auf c.sforza at fcl.ch ergibt das gleiche Resultat. Warum auch, Fussballtrainer stehen mit Trainerhosen und Fussballschuhen im Sumpf rum und schreien Anweisungen. Oder sie geben Interviews. Und die sicher nicht per E-Mail.

Wer vom FC Luzern oder nicht vom FC Luzern die E-Mail verschickt hat, ist unklar. Weiss vielleicht der Blogger , der sich gerne den Sicherheitsproblemen von Websites widmet, mehr?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • andreas

    18.01.07 (13:32:26)

    SMTP, das Protokoll, das zum Versenden von E-Mails verwendet wird, kennt keine Authentifizierung der Absenderadresse. Oder um es einfach zu sagen: Jeder kann E-Mails mit einer Absender-Adresse verschicken, die nach Herrn Sforza aussieht. Einfach beim E-Mail-Client den Absendernamen sowie die Absenderadresse ändern. Die Einlieferung kann auf jedem beliebigen SMTP-Server erfolgen, z.B. auch lokal. Darum sind E-Mails auch kein vertrauenswürdiges Medium.

  • Peter

    18.01.07 (13:39:08)

    Hier spricht der andere Blogger, der sich mit Sicherheitslücken (UBS & Co) beschäftigt: http://live.rootquest.com Dazu kann ich einfach sagen, dass es einfach ist jede beliebige Email-Absenderadresse anzugeben, ohne das dazu ein der betreffende Mailserver gekappert werden muss. Dennoch sollte die wahre Herkunft noch im Header der Email mehr oder weniger gut ersichtlich sein.

  • blog.benbit.ch

    18.01.07 (13:47:49)

    Hallo Wie es Peter schon sagt, ohne Header kann man gar nichts machen... ...wenn mir aber jemand den Header gibt, dann sieht es etwas anders aus...

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