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26.08.11

Berliner Hype-Startup: Ein erster Blick auf Amen

Das Berliner Startup Amen sorgte mit vollmundigen Versprechen für Aufsehen. Er hat die Voraussetzungen, um ein internationaler Hit zu werden.

 

[Update]

Nahm das im Stealth-Modus befindliche Berliner Startup Amen den Mund zu voll, als es mit Superlativen und Vergleichen wie “besser als Pornos" auf die Jagd nach Aufmerksamkeit ging?

Mit dieser Überlegung war ich sicher nicht allein, nachdem ich mich mit den wenigen Informationsfetzen auseinander gesetzt hatte, die bisher über den von dem illustren Gründerquartett Felix Petersen (Gründer von Plazes), Florian Weber (erster Twitter-Entwickler), Caitlin Winner und Ricki Vester gestarteten Dienst bekannt waren. Auch dass Amen nur ein Scherz oder die Vorstufe zu einem anderen Produkt war, wollte ich nicht ganz ausschließen.

Jetzt kann ich es. Denn gestern erhielt ich einen Zugang zur gerade angelaufenen geschlossenen Beta-Phase des Startups aus Berlin-Mitte. Und nachdem ich etwa zwei Stunden mit dem Service verbracht habe, muss ich Amens Selbstbeschreibung "auf seltsame Weise süchtig machend" sogar recht geben.

Update: An dieser Stelle erschien in der ursprünglichen Fassung des Artikels eine Beschreibung und Screenshots des Dienstes. Leider habe ich in der E-Mail mit dem Invite die Bitte des Amen-Teams übersehen, derartige Dinge noch nicht zu publizieren. Nach einem Telefonat mit Amen-Gründer Felix Petersen habe ich mich deshalb dazu entschieden, die Funktionsbeschreibung zu entfernen.

Für uns ist es wichtig, derartige Wünsche von Startups zu respektieren, weshalb wir in diesem Fall einen solchen Schritt für notwendig halten. 

Das Who-is-Who der Internetbranche ist schon dabei

Amen zielt zu Beginn auf eine bewusste, internationale und meinungsstarke Nutzerschaft ab, ähnlich wie auch die Frage-Antwort-Plattform Quora es getan hat. Beeindruckend ist in diesem Kontext, wie die Amen-Macher das Who-is-Who der internationalen Tech-, Gründer- und Investorenszene auf der Plattform versammeln konnten: Neben Hollywood-Star und Amen-Investor Ashton Kutcher  und seiner Frau Demi Moore besitzen bekannte Köpfe wie die US-Investoren Fred Wilson und Mike Volpi , Twitter- und Square-Gründer Jack Dorsey , MIT Media Lab-Direktor Joichi Ito , Open-Source-Evangelist Chris Messina , foursquare-Gründer Dennis Crowley und Instagram-Gründer Kevin Systrom ein Konto bei Amen und sind teilweise auch schon aktiv.

Amen ist ein Quora für Meinungen

Für Quora erwies es sich als kluge Strategie, die weltweite Branchenprominenz auf der Site zu versammeln und gleichzeitig den Zugang durch ein Invite-System zu begrenzen. Amen scheint einen ähnlichen Weg zu wählen (Die Bezeichnung "Quora für Meinungen" wäre daher nicht unpassend). Zum jetzigen Zeitpunkt stehen die Chancen nicht schlecht, dass diese Rechnung aufgeht. Für ein deutsches Startup wäre dies ein Novum - aber eigentlich absehbar.

Noch hält sich die Berliner Firma mit der Herausgabe von Einladungen im großen Stil zurück, weshalb wir euch an dieser Stelle vertrösten müssen und lediglich auf die Amen-Warteliste verweisen können. Wir bleiben aber dran und versuchen, euch sobald wie möglich mit Invites versorgen zu können.

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