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04.05.12 11:48, von Martin Weigert

Automatisierte Dateiprozesse: Wappwolf maximiert Produktivität des Google Drive

Das österreichische Startup Wappwolf hat sein beliebtes Tool zur Automatisierung von Dateiprozessen bei Dropbox auf Google Drive ausgeweitet. Anhänger produktiven Arbeitens mit der Cloud wird es freuen.


Mit dem DropboxAutomator gelang dem aus Österreich stammenden Startup Wappwolf Anfang des Jahres nicht nur ein echter Coup sondern auch der Durchbruch nach längerer Phase des Experimentierens. Das Tool erlaubt es Nutzern, für bei dem Speicher- und Synchronisationsdienst Dropbox abgelegte Dateien automatisierte Prozesse zu definieren. So können beispielsweise Fotos verkleinert, Formate konvertiert oder Files an externe Services wie Evernote oder Amazon Kindle geschickt werden - ohne dass Anwender dazu auch nur einen Finger krumm machen müssen. Eine Million Dateien wurden von dem Dienst seit dem Debüt bearbeitet.

Und weil das Werkzug bei Anwendern so gut ankam, entschloss sich das mittlerweile zwölfköpfige Wappwolf-Team, das Niederlassungen in San Francisco und Wien betreibt, seinen Fokus künftig vollständig auf automatisierte Bearbeitungsprozesse für Dateien bei einschlägigen Cloudspeicherdiensten zu legen. Aus dem DropboxAutomator wurde in Vorbereitung der Erweiterung auf zusätzliche Storageanbieter der "WappwolfAutomator for Dropbox". Mit dem neuen WappwolfAutomator for Google Drive erhält dieser jetzt Gesellschaft.

Googles Dropbox-Konkurrent erblickte bekanntlich in der vergangenen Woche als Neufassung von Google Docs das Licht der digitalen Welt. Das neue Tool bringt nun die vom WappwolfAutomator für Dropbox bekannten Funktionen zu Googles Cloudangebot. Die Einrichtung der sogenannten "Actions", also automatisierter Bearbeitungsvorgänge für Dateien, verläuft nach dem bekannten Muster:

Zuerst autorisieren Anwender den Zugriff auf ihr Google Drive. Anschließend präsentiert ihnen der WappwolfAutomator eine Liste ihrer dort angelegten Ordner. Nun wählen sie das Verzeichnis, welches von WappwolfAutomator berücksichtigt werden soll (oder erstellen ein neues) und anschließend die Aktion, die auf sämtliche Dateien anzuwenden ist, die sich in diesem Ordner befinden oder dort in Zukunft abgelegt werden. Zur Auswahl stehen mehrere Dutzend Prozesse, von "Upload to Slideshare" und "Send to your Kindle" über "zu PDF konvertieren", "zu Picasa hochladen" bis zu "E-Mail it" und "Upload it to Box" beziehungsweise "Upload it to Microsoft SkyDrive". Ein Klick auf "Add Action" aktiviert die Aktion, die künftig vollautomatisch durchgeführt wird.

Einsatzszenarien gibt es enorm viele. Ein Naheliegendes wäre das Anfertigen eines Backups sämtlicher Dateien bei einem weiteren Cloudspeicherservice - selbst wenn ein längerer Ausfall oder eine kurzfristige Abschaltung von Google Drive derzeit eher unwahrscheinlich ist.

Der Nutzwert der Integration für Anwender des jüngsten Google-Angebots sowie der potenzielle Produktivitätszugewinn, der mit dem Einsparen der manuellen Bearbeitung von Dateien einhergeht, ist offensichtlich. Demnächst sollen auch Anwender von Box (ehemals Box.net) sowie Microsoft SkyDrive in den Genuss einer eigenen Fassung des WappwolfAutomators kommen. Dem Tool fehlt noch immer etwas die optische Eleganz (so wie sie ifttt aufweist, das Wappwolf-Pendant für Onlineprozesse). Am Erfolg wird dies das momentan konkurrenzlose Angebot nicht hindern.

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