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10.07.14Kommentieren

Aufgabenmanager: Wunderlist wird schneller, schöner - und bleibt sonst fast wie es ist

Das Berliner Produktivitäts-Startup 6Wunderkinder wird in wenigen Wochen die neue Version seines von sechs Millionen Menschen genutzten Aufgabenmanagers Wunderlist veröffentlichen. Gut so, denn die bisherige App wirkt nicht mehr ganz frisch.

Ich bin ein täglicher Nutzer der Aufgabenverwaltung Wunderlist. Als solcher hatte man es in den vergangene Wochen gar nicht so leicht: Immer mal wieder gab es kleinere Probleme beim Synchronisieren, und generell entstand ein wenig der Eindruck, dass die existierenden Apps von dem Startup aus Berlin nicht mehr das wünschenswerte Maß an Liebe erhielten. Der Grund hierfür war zwar nicht schwer zu erraten: Schon seit längerem ist bekannt, dass die Hauptstädter an einer neuen Version ihrer App arbeiten. Dennoch wurde ich langsam ungehalten.

Erfreulicherweise muss meine Geduld nicht mehr viel länger auf die Probe gestellt werden: Heute informierte Wunderlist-Macherin 6Wunderkinder über das bevorstehende Release 3.0 und startete offiziell die Pre-Launch-Phase. Alle Details zu Wunderlist 3.0 können auf wunderlist.com nachgelesen oder im Präsentations-Video (am Artikel-Ende) betrachtet werden. WunderlistWer auch angesichts der ansehnlichen Kapitalspritze vom renommierten Silicon-Valley-Investor Sequoia mit einem großen Sprung gerechnet hat, wird angesichts der Neuerungen vielleicht enttäuscht sein: Grundprinzip und -struktur bleiben unverändert. Die Verbesserungen liegen im Detail, vor allem was die Synchronisierung von Einträgen über verschiedene Plattformen hinweg angeht. Diese konnte bislang durchaus als Achillessehne von Wunderlist bezeichnet werden. Die neue Version hingegen synchronisiert in Echtzeit und ohne die Notwendigkeit des manuellen Neuladens.

Erwähnenwerte funktionelle Neuerungen sind unter anderem eine übergeordnete Suchefunktion, einfacher mit anderen teilbare Listen sowie ausgebaute Kommuniktionswerkzeuge zum Austausch mit Kollaborateuren. Wunderlist erhält damit einige der Features, die bereits in der eingestellten Produktivitätssuite Wunderkit enthalten werden - ohne dabei aber dessen Komplexität anzunehmen.

Als regelmäßiger Wunderlist-Nutzer freue ich mich über das Update und ehrlich gesagt auch darüber, dass die Berliner auf inkrementelle Verbesserungen anstelle radikaler Veränderungen setzen. Kritiker der Firma, die sich traditionell daran stören, dass es sich bei Wunderlist lediglich um eine hochgejubelte Todo-Liste handele, wird die Version 3.0 wahrscheinlich nicht verstummen lassen. CEO und Gründer Christian Reber und seinem Team kann das aber eigentlich egal sein: Solange die über sechs Millionen Nutzer (Firmenangabe von Ende 2013), die Wunderlist verwenden, mit der App zufrieden sind, und solange diese Zahl sukzessive gesteigert werden kann, läuft für das 2010 gegründete Unternehmen alles nach Plan. Um das Erreichen von Profitabilität muss man sich am neuen Firmensitz in der Factory Berlin dank des Sequoia-Geldes vorläufig keine Gedanken machen. Auch wenn mit der Pro- und Business-Version die Weichen für die Monetarisierung gestellt sind.

Ein genauer Termin für das Debüt von Wunderlist 3.0 steht noch nicht fest. Es dürfte sich aber maximal um einige Wochen handeln. /mw

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