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09.08.07Kommentieren

Auch das Wall Street Journal macht sich frei

Gerade erst hat Rupert Murdoch nach mühsamen Verhandlungen den Dow-Jones-Konzern übernommen, da ändert er schon die Onlinestrategie dessen Flaggschiffs.

Das Wall Street Journal nämlich wird in Zukunft kostenlos sein, meldet der Guardian. Murdoch setzt also genauso wie die New York Times auf frei zugängliche Inhalte. Die hatte sich ebenfalls erst dieser Tage entschieden, ihren TimesSelect-Bereich zu öffnen, der bislang nur gegen Bezahlung zu lesen war. Wieder ein Paid-Content-Zaun, der fällt, und das, obwohl gerade das Wall Street Journal immer als das erfolgreiche Beispiel für bezahlte Inhalte im Internet gepriesen wurde.

Ganz überraschend kommt dieser Schritt aber auch nicht: Murdoch, der unvermeidlich als "Medienmogul" attribuiert wird, hatte darüber schon vor der Übernahme in einem Gespräch mit dem Time Magazine spekuliert:

"What if, at the Journal, we spent $100 million a year hiring all the best business journalists in the world? Say 200 of them. And spent some money on establishing the brand but went global ? a great, great newspaper with big, iconic names, outstanding writers, reporters, experts. And then you make it free, online only. No printing plants, no paper, no trucks. How long would it take for the advertising to come? It would be successful, it would work and you'd make ... a little bit of money."

[Korrektur] Die FAZ hat den Guardian-Artikel genauer gelesen als die Süddeutsche Zeitung und ich es getan haben: Definitiv ist noch nichts, sondern Murdoch und seine Manager denken noch nach. Man kann davon ausgehen, dass dem lauten Nachdenken der entsprechende Schritt folgen wird, aber entschieden ist die Sache - anders als oben geschrieben - demnach bislang nicht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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