03.09.12 11:10, von Martin Weigert

ARD-Talkshow: "Silver Surfer" debattieren, ob das Internet dumm macht

Dieser Beitrag ist einer der kürzesten jemals bei netzwertig.com veröffentlichten. Aber manchmal benötigt es einfach keinen langen Text, um eine Botschaft zu vermitteln.


Am Sonntagabend diskutierte Günther Jauch in der ARD vor einem Millionenpublikum die Frage, ob uns das Internet dumm und süchtig macht. Was fällt bei einem Blick auf die Gesprächsrunde auf? Die Antwort folgt unter der Abbildung:

Keiner der geladenen Gäste war jünger als 50. Und als Bonus: Vier Männern saß eine Frau gegenüber - Petra Gerster in ihrer Rolle als mit dem Computer arbeitende ZDF-Fernsehmoderatorin und zweifache Mutter. Aber vielleicht hat ja die junge Vertreterin der "Internetgemeinde" kurzfristig abgesagt...

Nachtrag: Tatsächlich hat mit dem Moderator und Musiker Nilz Bokelberg ein eher der Seite der Netzgeneration zuzuordnender Mitdiskutant die Einladung der ARD abgelehnt. Aus welchen Gründen, erläutert er hier (danke Mahrko). Doch professionelle Talkshow-Redaktionen sollten für solche Fälle planen und Ausweichlösungen parat haben - zumal Bokelberg bereits am Freitagmorgen über seine Absage schrieb.

Nachtrag die Zweite: Auch die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, war eingeladen, hat aber abgesagt (danke tux).

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Kommentare: ARD-Talkshow: "Silver Surfer" debattieren, ob das Internet dumm macht

Ja, hat er. http://www.qlod.org/weltfrieden/?p=1908

Diese Nachricht wurde von mahrko am 03.09.12 (11:52:01) kommentiert.

Ah, danke. Text aktualisiert. Aber eine Frau ist Bokelberg auch nicht ;)

Diese Nachricht wurde von Martin Weigert am 03.09.12 (12:03:14) kommentiert.

Auch andere Gäste waren angedacht und dann wieder ausgeladen. Sie seien keine Wissenschaftler. Merh dazu hier im Hangout: http://www.indiskretionehrensache.de/2012/09/jauch-spitzer/

Diese Nachricht wurde von Stefan am 03.09.12 (12:56:38) kommentiert.

Marina Weisband hat ebenfalls abgelehnt. Tscha.

Diese Nachricht wurde von tux. am 03.09.12 (13:32:46) kommentiert.

Danke, aktualisiert. Die Frage ist: Wie soll man das beurteilen? Ist es handwerklich korrekt, eine Talkshow zu einem Thema zu machen, an der sämtliche Vertreter der "Gegenposition" nicht teilenhmen wollen - aus dem verständlichne Grund, dass sie sich nicht für das Buch eines geladenen Gastes instrumentalisieren lassen wollen?

Diese Nachricht wurde von Martin Weigert am 03.09.12 (13:58:21) kommentiert.

Ist mir auch direkt aufgefallen als ich den Talk am Sonntag gesehen habe. Der Bruch zwischen den Generationen die mit dem Internet aufgewachsen sind und denen die davor geboren sind ist überraschend groß. Auch im privaten Diskussionen scheitere ich immer wieder das Denken der Internet Generation älteren Mitmenschen zu erkären. Man stößt dort auf eine tief sitzende Skepsis. Ich kann mir nur nicht erklären woher die kommt.

Diese Nachricht wurde von Thomas Müller am 03.09.12 (15:59:35) kommentiert.

Hi, nun die Skepsis liegt, meiner Meinung nach, bei der Berichterstattung der Medien. Immer wieder hört man oder ließt man die über die schlechten Auswüchse von sozialen Netzwerken oder über den sorglosen Umgang mit persönlichen Daten. Wenn Meldungen die das Internet betreffen veröffentlicht werden, sind das in der Mehrzahl negative Dinge. Doch auch ich bin nicht frei von Ansichten, die nicht unbedingt das Internet als "Heilsbringer" bezeichenen würden. Und das im Alter von 33 Jahren(!). Fest steht, dass kein anderes Medium die Generationen so gespalten hat, wie das Internet. Und die allgemeine Bedeutung des Internets nimmt ja rasant zu. Braucht man sich aktuell nur die IFA anzusehen. Eine objektivere Bereichterstattung in den klassischen Medien würde dieser "Spaltung" wahrscheinlich entgegenwirken. Aber solche "Talk"shows, wie die hier genannte, tragen nicht wirklich zur Verständigung bei. Gruß Jan

Diese Nachricht wurde von Jan Radecker am 03.09.12 (18:06:15) kommentiert.

Die Haltung, einer Talkshow fernzubleiben, weil man sich "nicht für ein Buch instrumentalisieren lassen will", finde ich garnicht verständlich, sondern vielmehr sehr unverständlich, defensiv und unsinnig. Wenn ein Buch seit Wochen die öffentliche Debatte zum Internet beherrscht, ist es erstens durchaus angebracht, einen Polittalk dazu zu machen und braucht man sich nicht beschweren, dass keine Jüngeren dasitzen, wenn sie alle absagen. Bücher sind nunmal wie sämtliche andere Publikationen legitme Mittel der öffentlichen Diskussion. Dass Spitzer mit seinen auch meiner Meinung zweifelhaften, provokanten Thesen auch Kasse machen will, ist natürlich klar. Um so mehr gehört ihm auf einem solchen wichtigen Podium eingeheizt. Wozu man freilich hingehen muß.

Diese Nachricht wurde von Michael am 04.09.12 (09:01:38) kommentiert.

Der Titel der Talkshow "Macht das Internet dumm?" ist mindestens genau so sinnentleert wie die Behauptung "Ein Herd in der Kueche macht dick". Wer unter 50 sollte an einem GEZ finanzierten Stammtischpalaver auf diesem Level Interesse haben?

Diese Nachricht wurde von Klaus Kramer am 05.09.12 (13:28:17) kommentiert.

Sollte man sich nicht zuerst die Frage stellen, ob das tägliche TV Programm zur Verdummung eher beiträgtals das Internet? Das ist zumindest in den meisten Haushalten greifbarer...

Diese Nachricht wurde von Mel am 05.09.12 (15:26:54) kommentiert.
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