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09.03.17

Digitalisierung

Wie werden wir im Jahr 2030 arbeiten?

Jürgen Kroder


(Bild: Fotolia.com)

Notebooks verschwinden, dafür werden die Arbeitnehmer in naher Zukunft mit Datenbrillen, Avataren und Serviceroboter arbeiten. Das glauben zumindest die Abteilungsleiter und Top-Manager von deutschen Unternehmen. Das fand der IT-Branchenverband Bitkom in einer neuen Studie heraus.

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Knapp jeder zehnte Abteilungsleiter, CIO und IT-Vorstand glaubt, dass in zehn Jahren die klassischen Bürocomputer ausgedient haben. Das zeigt eine jüngst veröffentlichte Bitkom-Erhebung, die im Namen der Etengo AG durchgeführt wurde.

Blickt man weiter in die Zukunft, zum Beispiel 30 Jahre, sind schon 69 Prozent der Befragten sicher, dass es in den Unternehmen keine typischen Desktop-Rechner mehr geben wird. Die Technologie könnte dann durch andere ersetzt werden, zum Beispiel durch Tablets und Smartphones. Diese werden vielleicht nur über die Sprache gesteuert und eine Projektionsfunktion besitzen.

Zudem könnten Chatbots, Avatare, intelligente Klone und andere sogenannte Digital Counterparts den zukünftigen Arbeitsalltag prägen. Ebenso Entwicklungen, denen gerade der Durchbruch gelingt: Datenbrillen (zum Beispiel für Virtual Reality-Anwendungen), 3D-Drucker, Drohnen und Serviceroboter.

Mit dieser Digitalisierung des Arbeitsplatzes geht auch ein Job-Wandel einher: Die über 300 Befragten gaben an, dass IT-Spezialisten vermehrt benötigt werden. Gerade Freiberufler könnten in der Zukunft sehr gefragt sein - und das nicht erst in 20 oder 30 Jahren, sondern schon in den nächsten sechs Monaten.

Virtual Reality und 3D-Drucker: Ein langsam wachsender Markt

Noch gilt VR als eine Kuriosität. Doch das Interesse wächst langsam, aber stetig an. Zum Beispiel glauben Vermarktungsexperten aus der ganzen Welt, dass Virtual Reality fürs Marketing wichtiger wird. Nicht nur da kommen Oculus Rift, Playstation VR oder die HTC Vice zum Einsatz: Es gibt immer mehr Unternehmen, die mit der virtuellen Realität echtes Geld verdienen.

Auch 3D-Drucker kommen aus der Nische heraus. Mittlerweile können die neuartigen Printer Essen drucken (was ein wenig an den Replikator aus Star Trek erinnert), Schuhe fertigen und Häuser bauen. Und auch die chemische Industrie profitiert vom Boom der 3D-Drucker.

Was sieht unser Arbeitsplatz im Jahr 2030 wirklich aus?

Das kann natürlich niemand voraussagen. Die aktuelle Bitkom-Erhebung zeigt, was in deutschen Unternehmen gedacht wird. Doch diese Meinung spiegelt nicht das wieder, wie in den Firmen gehandelt wird. Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Dinge. Das ist auch ein Grund, warum die Digitalisierung in der Bundesrepublik nur schleppend vorankommt: Laut dem „Deutsche Industrie 4.0 Index“ bremsen derzeit viele unqualifizierte Entscheider die Digitale Transformation aus.

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