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13.06.11Leser-Kommentare

Alternative zu Facebook: Diaspora eine zweite Chance geben

Die grundsätzliche Nachfrage nach einer Alternative zu den führenden Social-Web-Diensten scheint nach wie vor zu bestehen - ein Plädoyer, Diaspora eine zweite Chance zu geben.

 

Mein Artikel zum Wunsch nach einer Non-Profit-Alternative zu Facebook und Twitter hat für viele Reaktionen gesorgt. Ich scheine nicht der einzige zu sein, den der Gedanke nachdenklich stimmt, dass zwei Firmen in den nächsten Jahren die Hoheit über die digitale Kommunikation und Interaktion von bis zu einer Milliarde Menschen besitzen.

Und während - wie von einigen Kommentatoren angemerkt - die Bequemlichkeit der Nutzer (wobei "Netzwerk- und Lock-In-Effekte" die korrektere Bezeichnung wäre) eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer ernstzunehmenden, reichweitenstarken Alternative ist, halte ich deren Entstehung dennoch nicht für ein Ding der Unmöglichkeit. Zumal das Ziel ja nicht sein soll, die zwei Netzwerkgiganten vom Thron zu stoßen und ihre Funktionalität so orginalgetreu wie möglich nachzubilden.

Vorrangig geht es darum, eine Ausweichlösung zu besitzen, die möglichst von vielen Millionen Menschen rund um den Globus verwendet wird und auch im Falle von internen oder externen Eingriffen bei den etablierten Anbietern (z.B. bedingt durch wirtschaftliche oder politische Interessen) zuverlässig verfügbar ist.

Auch wenn ich in meinem Artikel Diaspora nur noch geringe Chancen eingeräumt habe, diese Rolle einzunehmen, glaube ich, dass das von vier New Yorker IT-Studenten im vergangenen Jahr pressewirksam vorgestellte dezentrale Social Network dennoch von allen derzeit existierenden Alternativ-Lösungen der dafür am besten geeignete Kandidat ist.

Selbst wenn Diaspora bisher nicht signalisiert hat, ob es im Falle eines Durchbruchs in die kommerzielle oder nicht-kommerzielle Ecke steuern wird, so qualifiziert der Aspekt der dezentralen Vernetzung das US-Projekt meines Erachtens nach trotzdem als ideale Ausweichlösung zu Facebook. Wer seine Daten nicht auf den offiziellen "Pod" der Diaspora-Macher unter www.joindiaspora.com laden möchte, kann einfach den eines Drittanbieters verwenden oder seinen eigenen Pod starten.

Allein diese theoretische Möglichkeit taugt als Differenzierung von den bisher verbreiteten zentralen Social Networks, bei denen alle Verbindung, Nachrichten und Interaktionen von zwei Nutzern über einen zwischengeschalteten Server laufen, der vom sozialen Netzwerk kontrolliert wird.

In den letzten Monaten hat das Projekt Diaspora leider viel von seinem zum Start versprühten Enthusiasmus verloren - zu sehr beschränkten sich die Macher auf das Entwickeln im stillen Kämmerlein (wobei Mit-Gründer Maxwell Salzberg immerhin bei der re:publica in Berlin erschien, in seinem Vortrag allerdings blass blieb).

Auf der Plattform selbst jedoch geht es voran, und mittlerweile existieren nahezu alle essentiellen Funktionen, um gepflegtes Networking betreiben zu können (selbst das Publizieren zu Facebook und Twitter wurde implementiert).

Insofern hier mein Vorschlag: Wie wäre es, wenn sich alle diejenigen von euch, die der Ansicht sind, eine dezentrale Alternative zu Facebook wäre wünschenswert, heute bei Diaspora einloggen (ein Großteil von euch dürfte mittlerweile ein Konto bei joindiaspora.com haben) und zwei Aktionen (z.B. ein "Like", ein Status-Update oder einen Foto-Upload) durchführen?

Letztlich liegt das Schicksal von Diaspora nämlich in unseren Händen. Je mehr Zeit vergeht, ohne dass Diaspora zurück auf den Radar von Bloggern und Journalisten gelangt, desto geringer sind die Chancen, dass aus dem Projekt noch etwas Bedeutsames wird.

Lasst uns etwas Leben zu Diaspora bringen! Im schlechtesten Fall müssen wir uns anschließend nicht vorwerfen lassen, wir hätten es nicht wenigstens versucht. Und im besten Fall legen wir den Grundstein für eine positive Nutzerentwicklung.

Wer bisher kein Konto beim offiziellen Pod joindiaspora.com besitzt und nicht auf das Eintreffen einer Einladung warten will, kann aus dieser Liste einen anderen Server wählen.

Wer mich zu seinen Kontakten hinzufügen will: martinweigert@joindiaspora.com.

Update: Für alle, die tiefer in die Materie dezentraler Social Networks einsteigen wollen: Hier gibt es einen knapp zweistündigen Podcast zum Thema .

Kommentare

  • Mike

    13.06.11 (11:26:52)

    Wer bisher kein Konto beim offiziellen Pod joindiaspora.com besitzt und nicht auf das Eintreffen einer Einladung warten will, kann aus dieser Liste einen anderen Server wählen. Das ist fast das K.O. kriterium: ich will nicht bei irgendeinem namentlich anderen Blog eintreten, und auch nicht auf Einladungen warten. So wird das in meinen Augen nix, auch wenn ich eine Alterntive für gut hielte.

  • Andreas

    13.06.11 (11:28:25)

    Naja, ich weiß nicht so recht. Die meisten Leute sind bei Facebook, und die meisten dieser meisten werden sich nicht dazu bewegen lassen, Facebook zu verlassen. Das hiesse dann in der Konsequenz, man müsste mal wieder ein weiteres Social Network pflegen und einen weiteren Newsfeed lesen. Und wahrscheinlich tummeln sich auf Diaspora hauptsächlich auch nur Tech-Nerds, was die Kommunikationen nur sehr einseitig machen würde. Irgendwie erinnert mich das alles an Buzz, und auf sowas habe ich einfach keine Lust mehr...

  • Andreas

    13.06.11 (11:35:45)

    Das hier ist komisch: Diaspora lässt dich deine Kontakte in Gruppen einordnen. Deine Fotos, Geschichten und Witze werden durch diese Aspekte nur mit den Menschen geteilt, für die sie gedacht sind – einzigartig bei Diaspora. Geht das bei Facebook nicht auch, und zwar mit Listen?

  • Phil

    13.06.11 (11:36:47)

    Wenn ich Martins Vorschlag richtig verstanden habe, geht es nicht darum, ab jetzt diaspora komplett parallel zu facebook zu nutzen, sondern nur ein bisschen Leben reinzubringen: "heute bei Diaspora einloggen (ein Großteil von euch dürfte mittlerweile ein Konto bei joindiaspora.com haben) und zwei Aktionen (z.B. ein “Like”, ein Status-Update oder einen Foto-Upload) durchführen" Ich finde die Idee gut.

  • Martin Weigert

    13.06.11 (11:44:11)

    Phil, also ich werd schon versuchen, mich dort regelmäßig blicken zu lassen. Aber mit ein bisschen Leben in der Bude fängt es an ;) @ Andreas Ja ist vergleichbar, aber bei Diaspora im deutlich beser umgesetzt. Facebook tut ja alles dafür, die Listenfunktion so gut wie möglich zu verstecken.

  • Dominik

    13.06.11 (12:00:46)

    Wie ist das eigentlich mit den Pods? Meine Daten liegen ja dann auf dem Pod. Wenn dieser verschwindet, sind dann auch meine Daten weg? Und können die Pod-Betreiber meine Daten einsehen?

  • Andreas

    13.06.11 (12:02:39)

    "Facebook tut ja alles dafür, die Listenfunktion so gut wie möglich zu verstecken." Das stimmt nicht, Facebook geht inzwischen sehr offensiv mit dem Thema Privacy und auch mit den Möglichkeiten von Freundeslisten um. Such mal z.B. auf http://www.facebook.com/fbprivacy nach "Ann’s friend list", dann findest du einen 5-teiligen Kurs zum Thema.

  • Martin Weigert

    13.06.11 (12:03:59)

    Um einen existierenden Kontakt z.b. in eine andere Liste zu packen, muss ich x-mal klicken. Für mich kommt das dem Verstecken gleich.

  • Henning L.

    13.06.11 (13:01:16)

    die ganzen sog. "social" sites sind doch eh nur was für nerds die keine echten freunde haben für normale menschen ist der ganze kram sinnlos und nutzlos.

  • Daniel

    13.06.11 (13:10:05)

    did it. Wobei ich sagen muss, dass ich mich nicht so wirklich auf der Seite zurechtfinde und die Frage von Dominik habe ich mir auch gestellt.

  • Finn

    13.06.11 (13:50:25)

    Hallo, die Idee dieses Beitrages, Diaspora wieder ein wenig ins Rampenlicht zu Rücken, finde ich sehr gut! Ich selbst nutze seit kurzem Diaspora wieder etwas aktiver und versuche ebenfalls ein wenig Werbung zu machen, bevor alle Diaspora komplett vergessen haben. @Dominik: Ein Pod Admin hat natürlich Zugriff auf die Nutzerdatenbank, aber wer sagt uns, dass bei Facebook nicht ein gelangweilter Mitarbeiter mal Teile der Datenbank kopiert? Ich denke das ist eine Sache des vertrauens. @Henning: Inzwischen wimmelt Facebook auch von "normalen" Menschen, anfangs waren dort wohl tatsächlich nur Nerds oder ähnliches.

  • Manuel

    13.06.11 (14:07:43)

    Falls ich das Konzept richtig verstanden habe: zwei Mal ja. Wenn man sich bei einem bestehenden Pod anmeldet, ist es wie bei "normalen" Social Networks mit zentralem Server: der Betreiber kann die Daten einsehen, und wenn er Konkurs geht sind die Daten weg. Deshalb sollte man sich beim "offiziellen" Pod anmelden oder zumindest bei einem grösseren, nicht einem "Testserver" mit .de.vu-Domain. Oder man erstellt selbst einen Pod. Dann bleibt man Herr seiner Daten, ist aber auch für deren Verfügbarkeit und Sicherung verantwortlich.

  • Manuel

    13.06.11 (14:15:02)

    Ich sehe es ähnlich. Bis jetzt scheinen sich nur Nerds für die Problematik eines übermächtigen Social Network zu interessieren. Otto Normaluser bleibt bei Facebook, weil er da schon ist, da seine Freunde sind und weil die App auf dem iPhone vorinstalliert war. Aber: wir sollten den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken. Bei diaspora anmelden kostet nichts und man muss deswegen ja nicht alle Accounts bei anderen Sites löschen. Ein Konto zu haben hat viele Vorteile: die Benutzerzahlen steigen, was diaspora für die herkömmlichen Medien vielleicht interessanter macht; wenn in einem Jahr oder so sich nach einem grösseren Skandal bei Facebook sich auch normale User bei diaspora umsehen, finden sie schon den einen oder anderen Bekannten. Und, zu guter Letzt: es kann uns dann niemand vorwerfen, wir hätten nichts getan. ;-) Sich erst anzumelden wenn schon die Freunde da sind ist die falsche Vorgehensweise, klassisches Henne-Ei-Problem. Also: anmelden!

  • Marcus

    13.06.11 (14:42:47)

    Finde die Idee auch gut. Bin sowieso immer dafür den kleineren eine Chance zu geben. Die großen werden sonst nur noch größer und Weiterentwicklung bzw. Innovation und Evolution gibts nur bei genügend Konkurrenz. Sonst kriegen wir einfach etwas vorgesetzt á la "Friss oder stirb". Gibt ja genug Beispiele wie eben facebook, apple, amazon oder ebay. Die machen einfach was die wollen und so lange eben die kleineren Mitstreiter nicht genügend Awareness erhalten, wird das auch so bleiben. Martin, du Kannst ja mal vielleicht so eine Reihe dazu starten, wobei hattest ja schon indirekt damit begonnen: facebook - diaspora itunes - wahwahfm amazon - ? ebay - ? weitere?

  • Dominik

    13.06.11 (15:06:55)

    Finde das aber schon kritischer. Über die Pod-Betreiber weiß ich im Zweifel nichts. Wer steckt dahinter? Was ist die Motivation. Ein Unternehmen wie Facebook hingegen steht im Rampenlicht. Ein Eklat werden sie tunlichst vermeiden, da es schlicht ihrem Geschäftsmodell enorm schadet.

  • Felix

    13.06.11 (17:21:44)

    Finde ich eine sehr gute Idee! Habe mich schon beteiligt ;-) Leider fehlt mir in Diaspora noch die Möglichkeit, meine Daten von einem Anbieter auf den nächsten zu portieren. Weiter wäre es nur gut, wenn Nutzer auf Pod A auch Nutzer auf Pod B finden könnten (und umgekehrt). Es ist wichtig, trotzdem die Maschine am laufen zu halten, egal wer das macht (Geeks, Nerds, Newbies, etc.). Nur so merzen sich bestehende Fehler aus, nur so bleibt alles in Bewegung und nur so kristallisieren sich neue Möglichkeiten heraus (wie mobile Apps usw.) welche dann die breite Masse (in exponentieller Geschwindigkeit übrigens) umsteigen lässt. @Dominik Facebook steht im Rampenlicht. Leider könnten sie trotzdem tun und lassen, was sie wollen. Schmutzkampagnen gegen die Konkurrenz, per default aktivierte Gesichtserkennung, Datenzugriffe von Unternehmen auf Nutzerdaten jahrelang zulassen... So lange den Nutzern nicht bewusst ist, was ihre Daten wert sind, wird sich nichts ändern.

  • Sammelmappe

    13.06.11 (17:27:09)

    Ich kann mich dem Wunsch nur anschließen. Diaspora hat sich zu einem gemütlichen und übersichtlichen Portal entwickelt. Es wäre schön, wenn es als Alternative zu Facebook nicht in Vergessenheit geriete. Maxwell Salzberg hat mir auf der re:publica sehr gut gefallen, so blaß fand ich ihn nicht.

  • Dominik

    13.06.11 (17:40:19)

    Weiter wäre es nur gut, wenn Nutzer auf Pod A auch Nutzer auf Pod B finden könnten (und umgekehrt). Das ist nicht möglich? Die Pods sind doch vernetzt, das müsste doch auch für die Suchfunktion gelten, oder? PS: Hat jemand ein Invite für joindiaspora.com über? :-) schmidt.dominik at gmail punkt com

  • Lars

    13.06.11 (19:25:03)

    Also ich finde die Idee hinter diaspora auch ganz gut, allerdings ist die Umsetzung zu technisch und damit die Eintrittsbarrieren zu hoch für "nicht" nerds. Aber klar das bringt die detentrale Struktur mit sich, aber denke das setzt sich in der jetzigen Form nicht durch. @Marcus Find die Idee auch nicht schlecht. Vielleicht macht Martin ja wirklich eine Serie daraus. Bei Amazon würde mir schonmal yatego und Tradoria einfallen. Wobei yatego glaube ich größer ist, aber Tradoria moderner

  • frank_tentler

    13.06.11 (19:34:33)

    Habe vor einiger Zeit beschlossen, alle privaten Interaktionen auf Diaspora zu verlegen. Die Privacy-Grundlagen, Einteilung der Kontakte in Aspekte, öffentlich/nicht-öffentliche Nachrichten und v. a. Hashtags sind ein deutliches Plus zu FB. Social Networks sind die Tools unserer Social Web Kommunikation. Wenn FB stumpf oder gefährlich wird, kommt ein neues Tool. War so, ist so, wird so bleiben. Noch sind nur wenige meiner Freunde dort, aber mit denen, die Diaspora nutzen, macht es dort definitiv mehr Spass, als bei der FB-Datenkrake. Kann es empfehlen.

  • Bateman

    13.06.11 (20:17:02)

    Ich - und viele andere - warten seit gefühlten 2 Jahren auf eine Diaspora-Einladung. Mit so einer Politik wird das nichts und meiner Meinung nach zurecht.

  • Manuel

    13.06.11 (20:44:40)

    Habe noch fünf Einladungen übrig, würde Dich gerne einladen!

  • Martin Weigert

    13.06.11 (21:48:54)

    Die Resonanz auf den Beitrag (an einem Feiertag!) ist ja ziemlich eindeutig: Es gibt Hoffnung für Diaspora! @ Marcus & Lars Ich glaube, die Frage nach den Alternativen zu eBay und Amazon können andere bessere beantworten als ich. Zumal diese meiner Meinung nach zumindest nicht ganz die Bedeutung hat wie die nach einem alternativen sozialen Netzwerk.

  • Latsch Thomas

    13.06.11 (22:00:02)

    Hab noch 10 Einladungen zu vergeben !

  • Manuel

    13.06.11 (22:15:40)

    Hier der Link zum Google Doc aus einem alten Beitrag, kann man sich eintragen für einen Invite: http://is.gd/hLOv4

  • Peter

    13.06.11 (22:55:16)

    Der Vorteil eines dezentralen Netzwerks ist es doch gerade, dass es nicht nur eine Stelle gibt bei der man sich anmelden kann, sondern viele. Probiers doch mal mit

  • Herr Voß

    13.06.11 (23:13:29)

    Kleiner Tipp: Ich hab mir im Firefox in der Lesezeichenleiste einen Ordner "täglich" angelegt, in dem ich alle möglichen Seiten habe, die ich täglich öffnen möchte. Ein Klick mit der mittleren Mouse-Taste und schon sind alle in Tabs geöffnet. Dort habe ich auch Diaspora verlinkt. So schaffe ich es regelmäßig reinzuschauen, obwohl ich da noch nicht allzu viele Leute kenn.

  • dasuxullebt

    14.06.11 (01:22:36)

    Ist es eigentlich irgendwie gesetzlich vorgeschrieben dass der ganze Web 2.0 Blubber kompliziert zu installieren sein muss, und ohne relevantes Sicherheitskonzept? Ich würde ja mal spaßeshalber so einen "pod" auf meinem Server installieren, aber eine Abhängigkeitshölle (die zugegeben weniger schlimm ist als von diversen anderen Sachen), und die Tatsache dass es nur ein Git-Repo gibt, also kein Versioning, schreckt mich sehr ab. Und es ist in Ruby geschrieben. Und scheint mir alles andere als schlank zu sein. Außerdem habe ich keine Ahnung wie die Kommunikation mit den anderen "pods" funktioniert, und habe eh schon dank der lieblichen chinesischen Spambots viel zu viel Traffic, und ich will nicht dass irgendwelche Bilder irgendwelcher komischen Leute auf meinem Server gespeichert werden. Überdies verwende ich Gesichtsbuch nur zum Chatten, weil es ein XMPP-Frontend hat.

  • Lars

    14.06.11 (08:41:26)

    Ja hast du natürlich Recht, obwohl mir es eher um die nahezu monopolistische Stellung geht und die haben ebay und amazon allemal. Egal bin mal gespannt, wie sich diaspora weiter entwickelt. Gibt es eigentlich irgendwo Nutzerstatistiken?

  • Finn

    14.06.11 (08:53:21)

    Hi, schwierig zu installieren ist eine Sache der Definition. Mit meinen durchschnittlichen Linux und Linux-Server Kenntnissen und ein bisschen Wiki-Stöberen und ein wenig IRC Hilfe konnte ich den Pod recht schnell zum Laufen kriegen. Leider hast du Recht, ganz so einfach ist es nicht und die Dokumentation ist noch lückenhaft. Für die Steuerung gibt es inzwischen ein init.d Script, damit lässt sich auch die neuste Version von git pullen. Ich kann mir vorstellen, dass später mal jemand ein PPA für Diaspora bereitstellt, das wäre dann mal einfach. Noch bestehen Sicherheitslücken, aber auch deshalb ist Diaspora noch im Alpha Stadium. Eine Grundvoraussetzung für eine Final ist neben gewissen Funktionen ein bestimmtes Maß an Sicherheit und Stabilität.

  • b3d

    14.06.11 (09:17:07)

    Ich hätte noch ein paar Einladungen zu verschicken ... bei Interesse join @@@mail-id.de. lg

  • Andreas

    14.06.11 (13:28:02)

    Gerade gefunden auf der Diaspora Facebook Fanpage, und ich glaube, das beschreibt die Diaspora Situation sehr gut: I've been a member of Diaspora for a while now but like others have said I have yet to find a use for it. I personally have given up on it seeing how long just the smallest things are taking to get done. I've tried getting all of my 200+ friends on it but guess what? Only one actually signed up and you know what they said? "This is a really horrible copy of facebook."

  • Uwe

    15.06.11 (21:24:00)

    In meinen Augen ist das Projekt genauso gescheitert wie Google Wave, weil man nur kopiert statt wirklich etwas neues zu schaffen. Mit ein bissel Leben in der Bude ist wirklich niemand geholfen und die Anmeldeprozedur, womöglich noch über andere Blogs, sagt mir schon: nein Danke. Der Trend geht eindeutig zu weniger Communitys statt zu mehr. Längst haben die meisten doch den Überblick verloren, wo sie überall gelistet und angemeldet sind.

  • critter

    25.06.11 (03:39:56)

    Facebook ist wie die Demokratie, hat man sie einmal in das Land geschleppt denken die Leute nur noch bis zum Rande selbiger. Danach ist es schwer die reale Welt dahinter überhaupt noch zu sehen, bzw. in diesem Fall das Netzwerk / Internet. Bunte Bilder, Klicks und alles ohne Wissen oder Können, aus dieser Masse fragt keiner nach wofür und wozu, womit und was wohl dahinter steckt!

  • Carsten

    29.06.11 (13:38:51)

    Ich bin auch kein FB Fan und würde mich über eine echte Alternative mehr als nur freuen. Aber Altly, Diaspora und Google+ sind leider noch nicht öffentlich zugänglich. So setze ich zur Zeit mal meine Geduld ein und warte darauf, dass ich eines der Netze testen kann um mir ein echtes Bild machen zu können.

  • Finn

    29.06.11 (14:14:30)

    Da muss ich dich korrigieren. Nur für joindiaspora.com braucht man eine Einladung, andere Pods kannst du z.B. hier finden: http://podupti.me

  • Carsten

    29.06.11 (15:11:23)

    Danke, ich werde es mir nun direkt zu Gemüte führen :)

  • Tobias

    09.07.11 (14:53:28)

    Einmal ja, einmal nein.. die Daten liegen zwar beim Betreiber sind dort aber verschlüsselt. So funktioniert das bei Diaspora auch anderweitig. Wenn du eine Information, Bild, etc für andere freigibst bekommt derjenige einen Schlüssel mit dem er die freigegebene Information entschlüsseln und somit sehen kann.

  • Mausianer

    31.07.11 (20:27:25)

    Ich wollte mich auch auf joindiaspora anmelden, auf die Einladung warte ich heute noch. Es vergeht einem die Lust, man sucht sich eine Alternative und hat dann, sollte doch noch ein invite kommen, keinen Bock mehr zum "Umziehen". Hat man sich auf einer Plattform eingerichtet, war's das. Einen enttäuschen, vergrämten "Kunden" kriegst du so schnell nicht zurück.

  • Fragezeichen

    10.08.11 (18:54:41)

    Ich hoffe, hier ist noch jemand aktiv. Ich habe mir nun diesen Artikel und all eure Antworten durchgelesen und fühle mich trotzdem noch immer wie ein großes Fragezeichen. Ich kann mich wahrlich nicht zu den Nerds zählen, habe mich aber ins Thema Diaspora eingelesen (schon vor geraumer Zeit) und finde Datenschutz ein brisant wichtiges Thema. Ich warte im Übrigen schon gefühlte zwei Ewigkeiten auf eine Diaspora Einladung. Nun meine Fragen: 1. wenn ich mich über einen dieser gelisteten Server anmelde, sind meine Daten dann nicht bei irgendwem - wer auch immer diesen Server betreibt - kann das nicht massiv missbraucht werden? 2. Woher stammen all diese Invites die Leute auf facebook und sonstwo immer "übrig haben"? Mich verunsichert dieser seltsame Anmeldeprozess und ich möchte meine Daten am Ende nicht verloren gehen sehen oder bei irgendwelchen dubiosen Serverbetreibern, die sich ähnlich oder schlimmer als facebook damit spielen. ... insgesamt liebe ich die Idee, würde es gerne ausprobieren und unter die/meine Leute bringen und ich hoffe, dass Diaspora eine Chance haben wird. Aber ich muss ehrlich sagen, für "einfache" Leute wie mich, die aus der bunten facebook-Masse kommen und kein Backgroundwissen mitbringen, ist es schon fast Arbeit, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen und am Ende des Tages steht man noch immer ohne Account da ;) Vielen Dank für Antworten ggf. !

  • Manuel

    11.08.11 (12:03:13)

    1. wenn ich mich über einen dieser gelisteten Server anmelde, sind meine Daten dann nicht bei irgendwem – wer auch immer diesen Server betreibt – kann das nicht massiv missbraucht werden? Wenn Du Dich auf einem Server registriert, hat dessen Betreiber Deine Daten. Also wie bei herkömmlichen, "zentralen" Netzen, ausser dass es mehrere Betreiber gibt. Wenn Du Deine Daten für Dich behalten willst, musst Du einen eigenen Server aufsetzen. 2. Woher stammen all diese Invites die Leute auf facebook und sonstwo immer “übrig haben”? Aktuell scheint es keine Beschränkung der Invites mehr zu geben. Mir wird jedenfalls der Text "noch ... Einladungen übrig" nicht mehr angezeigt.

  • Fragezeichen

    11.08.11 (17:07:07)

    Danke für die Antwort, Manuel. Dass meine Daten immer auf irgendwelchen Servern sind, wenn ich das Internet nutze, ist mir ja klar. Meine Frage ist eher, welchen der Server über die Diaspora* momentan zu erreichen ist, kann man denn trauen? Ich nehme mal an, der offizielle diaspora Server (sofern es sowas gibt?) sollte vertrauenswürdig sein... meine Sorge bezog sich eher auf "private" Server, über die man diaspora nutzen kann und die sich dann vielleicht völlig dreist Daten abgreifen. Bezogen auf die existierende Liste: sind diese Anbieter alle irgendwie vertrauenswürdig? Und: meinst du es gibt garkeine Invites mehr oder unbegrenzte?

  • Manuel

    11.08.11 (17:36:04)

    Ich habe mich direkt auf joindiaspora.com angemeldet, auf dem Server der Entwickler. Wie vertrauenswürdig andere Server sind kann ich nicht beurteilen. Vielleicht betreibt der CCC oder eine andere vertrauenswürdige Institution einen Server? Es scheint als könne ich momentan unbegrenzt Leute einladen, die Invite-Funktion ist also noch vorhanden.

  • Fragezeichen

    12.08.11 (16:17:08)

    Heißt das du kannst über den "offiziellen" Server einladen oder wie? Weil bei joindiaspora.com muss man ja immernoch auf Einladungen warten, wenn man sich neu anmelden möchte... und wenn du so ein Invite übrig hättest, würdest du mir eins zukommen lassen? :)

  • Hias

    28.09.11 (08:26:54)

    Die hier gibt's zwar noch nicht lange, sieht aber interessant aus: jaggt.com Auch wenn man Otto-Normalo wohl kaum von FB wegbekommt... dazu müssen die Leute schon mit nem Zaunpfahl verdroschen werden ;)

  • Paul

    01.02.13 (22:25:55)

    Die Aspekte sind nicht wie Facebook-Gruppen. Du kannst jemanden als "Freund" eintragen, während jemand anderes dich lieber als "Bekannter" hätte. Diasora will dem Nutzer schließlich möglichst viele Freiheiten geben. Wie gesagt - Probieren kann nicht schaden und deine Daten sind gut aufgehoben!

  • Andreas

    26.09.13 (22:04:53)

    Jut: hab mich mal auf despora angemeldet vor ein paar Monaten.... ich hab KEINE AHNUNG, wie ich da überhaupt REINgekommen bin... die ganze Geschichte von tags, aspects usw war schon beschwerlich... Antworten auf meine Fragen konnt ich net mehr finden, weil ja sowieso ... vieles... lt Zeitangabe erst vor drei Minuten gepostet worden ist... jetzt (!!!) seh ich erst, dass mann selber einen pod einrichten sollte auf nem Linux-Rechner ...ich hab meine starken Zweifel, dass daran, dass alle Leute, die da drin sind, das wissen - viele haben wahrscheinlich einfach nen account angelegt und dass die posts da - nicht überwacht - überhaupt durch die Leitungen über UK oder sonstwo eintreffen, ist wohl ein frommer Wunsch... aber damit ist Diaspora ja von vornherein tot: dreiviertel meiner Bekannten, Freunde haben Windoof und sind auf Fatzebook - sollen die jetzt alle Linux lernen und dann noch nen SERVER EINRICHTEN ??? ich hab nen 15 Jahre alten CNA Novell - Admin Schein und hab jahrelang mit Knoppix meinen PC am Laufen gehabt ... aber nen Pod einrichten ??? WOVON TRÄUMEN DIE ??? - werden wohl die 2,2 Prozent Piratenwähler/innen sein, die das anscheinend können... hab ich auch... aber ich kann´s trotzdem net... WEN SOLL DAS ANLOCKEN - mir unbegreiflich...

  • Paul

    27.09.13 (11:15:26)

    Andreas, du musst dir keinen eigenen Pod erstellen. Es ist absolut unproblematisch, dir einen Account auf einem anderen Pod zu machen. Pods sorgen aber dafür, dass du dir aussuchen kannst, wem du deine Daten anvertraust, damit keine Firma wie Facebook die Alleinherrschaft erlangen kann.

  • Andreas

    28.09.13 (21:47:54)

    Danke Paul. dann such ich mal wen vertrauenswürdigen, den/die ich net kenne.... Gibt es ein manual für despora ? Die Wiki-Seite ist sowas von einfach gestrickt - und hilft deshalb net weiter. Wirklich keine Lust, hier netzwertig mit dem Zinnober zu belästigen ;-) Z.B. find ich meine posts überhaupt nicht mehr unter fragen, neuhier was-weiss-ich... die ganze Struktur von dem Ding ist mir schleierhaft - anscheinend red ich da mit mir selber und links in Diskussionen, die ich eingebe, erscheinen nur in meinem Profil - als tag, als aspect ... nur nicht mehr unter dem entsprechenden tag.... Frage: gibt es extern Hilfen ? Ich kenn das von verschiedenen Linux-Versionen, dass die nerds sich untereinander gaaanz toll finden und schrecklich beleidigt sind, wenn ein newbie TROTZDEM nicht weiterkommt ;-)

  • Paul

    29.09.13 (20:20:04)

    Zunächst: Zu den Hilfen bin ich gerade auf das hier gestoßen, ist leider auf Englich: https://diasporafoundation.org/tutorials Natürlich lösen die Pods nicht alle Probleme, aber man muss jetzt nicht mehr alternativlos einen bestimmten Server nutzen, wie bei Facebook. Ich bin auch recht spät eingestiegen und hab's eher spät verstanden, aber wenn du mal drin bist, dann gefällt es dir sicherlich auch :)

  • Andreas

    29.09.13 (20:35:55)

    Daanke - hab ich gestern auch gesehen - zu dooof: sollte mal mein Beiträge auf öffentlich setzen statt per default nur an Bekannte pipapo aber vielleicht fehlt diaspora noch ein manual für Doofe - mein Ernst ;-)

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