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21.12.11

7Moments: Einfach Fotoalben teilen und gemeinsam erstellen

7Moments aus Berlin will die beste Onlinelösung zum Teilen und gemeinsamen Erstellen von privaten Fotoalben schaffen. Die Idee ist nicht neu, aber bedient eine echte Nachfrage.

 

Während der Weihnachtsfeiertage werden Millionen von Fotos geschossen, die daraufhin auf digitale oder analoge Weise ihren Weg zu Verwandten und Freunden finden. Der junge Berliner Dienst 7Moments glaubt, für diesen Prozess ein besonders simples Verfahren gefunden zu haben.

Registrierte 7Moments-Anwender können ereignisspezifische Fotoalben anlegen, die sie einzelnen Personen aus ihrem Familien- oder Bekanntenkreis zugänglich machen wollen. Alben lassen sich sowohl mit Bildern von der lokalen Festplatte als auch mit Schnappschüssen aus Facebook-Alben befüllen - den eigenen oder denen von Facebook-Kontakten (sofern diese für einen sichtbar sind).

Der Link zum Album kann anschließend per Mail oder auf anderen Wegen an Personen versendet werden, die Zugang zu den jeweiligen Bildern erhalten und eigene Fotos hochladen sollen. Während des Betrachtens einzelner Fotos kann man Highlights mit einem Klick favorisieren. Zu jedem Album bietet 7Moments die Option, sämtliche Bilder oder nur die Favoriten als zip-Archiv herunterzuladen.

Die Idee des Gründertrios Stefan Kellner, David Linner und Markus Angermeier klingt im ersten Moment recht trivial und wurde auch bereits häufiger umgesetzt, so beispielsweise von Roodle oder PhotoRocket. Konkurrenz finden die Berliner zudem in zahlreichen anderen Social-Web- und Foto-Diensten, von Flickr bis Picasa, und nicht zuletzt in Facebook natürlich.

Die Differenzierung vom vielfältigen Wettbewerb soll einerseits durch ein besonders ansprechendes, elegantes und benutzerfreundliches Design erfolgen. Mit Blick auf Facebook hebt Mitgründer Stefan Kellner - einst Co-Founder des später von Nokia übernommenen Location-Startups  Plazes  - auch die Tatsache hervor, dass jeder einfach Fotos zu Alben hinzufügen oder von dort herunterladen kann - ohne den Profil-, Privacy- und Gruppen-Ballast von Facebook. Ein weiterer Aspekt, in dem 7Moments mittelfristig punkten will, ist die Verknüpfung mit anderen Fotodiensten (konkret nennt Kellner Flickr und Picasa), um von dort Bilder in 7Moments-Alben importieren zu können.

Hinsichtlich der Zielgruppe für ihren derzeit nur auf Englisch angebotenen Service sehen die Macher keine Begrenzungen. 7Moments ist für "alle Menschen mit Freunden und Familie", so Kellner, der mit seinen zwei Kompagnons die Vision hegt, die beste Lösung für den Austausch von Fotos rund um private Ereignisse aufzubauen.

Die Monetarisierung soll über ein Freemium-Modell sowie personalisierte Fotoprodukte erfolgen.

Etwas enttäuscht war ich, als ich feststellen musste, dass der Einladungslink zu einem Album eine Registrierung erfordert, bevor man Zugang erhält. Dadurch unterstützt das Startup aus der Hauptstadt zwar sein Mitgliederwachstum, errichtet gleichzeitig aber eine Barriere, wenn es etwa darum geht, den mitunter nur mäßig internetaffinen Verwandten Zugang zu Fotos des weihnachtlichen Familientreffens zu verschaffen. Eine bessere Lösung wäre es, wenn die Ersteller eines Albums selbst darüber entscheiden könnten, ob ihr (geheimer) Alben-Link eine Registrierung erfordert oder nicht. Ein Anreiz zur Registrierung könnte dann dadurch gegeben werden, dass nur Nutzer mit 7Moments-Konto eigene Fotos zu einem Album hochladen dürfen.

Derzeit befindet sich 7Moments in der geschlossenen Beta-Phase. Wer sich jetzt auf 7moments.com auf die Warteliste einträgt, hat gute Chancen, noch vor Weihnachten eingeladen zu werden.

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