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22.02.08Leser-Kommentare

68er unverhüllt im SZ-Magazin: "Antwort und Aktmodell"

Im SZ-Magazin Nummer 8/08 erinnern sich prominente Zeitzeugen an 1968 – und ziehen sich aus. Die uneingeschränkte Kaufempfehlung zum Wochenende.

SZ-Magazin

Claudia Roth, Jane Birkin, Dieter Rams, Hannelore Elsner, Jürgen Flimm, Astrid Proll, Rainer Langhans, Janis Joplin, Oswald Kolle, Bianca Jagger, Cordt Schnibben, Irmela Hannover, Janine Joé Hannover, Hannes Casper, Uschi Glas, Uschi Obermaier – sind nackt im aktuellen SZ-Magazin. Oder zumindest lässt der gewählte Bildausschnitt kein Textil erahnen.

 

Ach, die Diskussion über sexuelle Überfütterung! Ja, wo soll die denn sein? Wen ich die Kiste anmache und zappe, wird immer nur gekocht! Grauenvoll! Sex ist total out. – Oswald Kolle

Gleichzeitig ist die aktuelle Magazin-Ausgabe ein Modeheft mit teuren Anzeigen für Louis Vuitton, Prada, D&G, Missoni und so weiter. Und weil die vorherrschende Mode der 68er anscheinend die Abwesenheit eben jener war, lautet der genialer Titel: "Die nackte Wahrheit".

 

Wir jungen Frauen waren umgeben von diesen väterlichen Vergewaltigern. Von solchen Männern mussten wir uns damals befreien. – Hannelore Elsner

Während sich das Feuilleton andernorts mit der 68er-Aufarbeitung von Götz Aly und Peter Schneider beschäftigt, tropft auf dem Cover des SZ-Magazins Wasser auf und von Uschi Obermaier. Sie ist es wirklich, Uschi Obermaier, 61 Jahre alt. Statt langer und ausführlicher Interviews gibt es ein paar Fragen an die 13 vertretenen 68er, die zwischen pointiert und routiniert pendeln.

 

Du Junge, tu mir einen Gefallen und geh Dich und Dein T-Shirt waschen. Du stinkst. – Uschi Glas

Während die Zeile "Unter den Talaren" bei Zeit Campus und Uni Spiegel natürlich das unvermeidliche Bild der stürmenden Studenten – "... der Muff von Tausend Jahren"* – begleitet, ist es im SZ-Magazin der Titel einer äußerst bunten Modestrecke. Fotografiert in Miami: Horizonterweiterung mit Batikhemd, Kaftan und Tunika.

Tobias Kniebe bleibt allerdings bekleidet, zumindest gibt's kein Foto des Kolumnisten, dass einen Blick auf Kleidung und/oder Körper zuließe.

Randbemerkung: Dieses Transparent wurde von Detlev Albers getragen, der dann viele Jahre später einer meiner Profs an der Universität Bremen sein sollte.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Martin Rath

    22.02.08 (19:41:45)

    Seit ich mir von der ersten Azubi-Vergütung 1987/88 das Abo einer anständigen Zeitung leisten konnte (meinen Eltern kam nur die Rheinische Post ins Haus) laufen diese 1968er-Jubiläen im linksliberalen Feuilleton & mir durchs Hirn : 20stes, 25stes, 30stes, 40stes - hoffentlich ist jetzt bis 2018 mal Ruhe. Mir hängt dieses "68" ja mittlerweile derart zum Hals heraus: Was vorher schon an frischem Wind durch den Westen wehte, wird stets immer noch negiert, und diese fiesen Menschen, die mich ganz bestimmt auf dem Weg zum Kindergarten ausrauben wollten (RAF hießen die), nur wegen meines FDP-gelben Brottäschchens, die kommen ja auch erst einigermaßen fair, also schlecht weg, seit Gerd Koenen der Mörder-Truppe historiografisch den Marsch geblasen hat. Und jetzt soll ich mir auch noch die Claudia Roth nackend ansehen?Pars pro toto, sozusagen? Das kann man doch wirklich nur von München oder der Schweiz aus propagieren, wo die Berge hoch genug sind, um dem zu entfliehen. Sorry, aber das musste mal geschrieben werden.

  • Wolf-Dieter Roth

    23.02.08 (05:55:28)

    "Erotikfaktor Claudia Roth: Will sie selber gar nicht wissen!" (Eulenspiegel 3/08). :-)) Wir haben sicher vieles zu befürchten von den Alt- und Jung-68ern, aber DAS nicht! (Außer als letztes Mittel in der Kampfabstimmung, um den 184 beizubehalten). Na und Ruhe ist erst, wenn die alle in Rente sind. Oder werden dann die Strafzettel mehr, wenn die dann aufpassen, wer bei ihnen mit dem Benz vorm Haus falsch parkt? Nur wer von denen ruft dann die Bullen an??? ("Herr Wachtmeister, da parkt wieder einer falsch bei uns! Wer spricht? Hier spricht mein Sohn!").

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