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26.10.15Kommentieren

Urlaubsanträge und Reisekosten

61 Prozent der Arbeitnehmer möchten Formulare online oder per App ausfüllen

Überdies zeigt die Befragung, dass 56 Prozent der Arbeitnehmer zumindest gelegentlich auch am häuslichen Schreibtisch arbeiten möchten. Das ist ein Vorgeschmack auf die digitale Zukunft – denn in der Arbeitswelt von morgen werden immer mehr Mitarbeiter flexibel von zu Hause aus arbeiten. Der klassische Büroarbeitsplatz mit Anwesenheitspflicht wird an Bedeutung verlieren.

Doch nicht nur für den Mitarbeiter im Homeoffice ist es praktisch, seine nächsten Urlaub oder eine Dienstreise online zu beantragen, ein neues Wissensgebiet per Applikation zu lernen oder sich via Internet bei einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme anzumelden. Auch der vor Ort im Unternehmen Beschäftigte profitiert von den digitalen Hilfsmitteln, die er jederzeit wie in einem Selbstbedienungsgeschäft nutzen kann, ohne seinen Arbeitsplatz verlassen zu müssen.

Allerdings herrscht hier bei den Firmen noch erheblicher Nachholbedarf. Das gilt vor allem für das Buchen beziehungsweise Stornieren von Weiterbildungsmaßnahmen, für das Ändern von Mitarbeiterdaten, etwa nach einem Wechsel der Bankverbindung, und bei Online-Schulungen oder Lern-Applikationen. So gibt nur jeder dritte Befragte an, sein Arbeitgeber setze bereits auf derartige digitale Werkzeuge. Zudem können nur 37 Prozent der Arbeitnehmer via Internet eine Dienstreise beantragen oder ihre Reisekosten abrechnen. Weitere 39 Prozent gaben an, ihre Firma setze digitale Hilfen beim Erstellen von Dienstplänen ein. Auch der Spitzenwert ist mager: Lediglich 45 Prozent der Befragten können ihren Urlaub digital beantragen. Zusätzlich fällt auf, dass durchschnittlich zehn Prozent der Beschäftigten nicht wissen, welche technischen Hilfsmittel ihre Firmen in der Personalarbeit überhaupt anbieten.

Digitale Werkzeuge in der Personalarbeit sind ein kleiner, aber wichtiger Schritt in Richtung einer neuen Unternehmenskultur. Und so hat die HR-Abteilung die Aufgabe, ihr Unternehmen mit seinen Führungskräften und Mitarbeitern fit für die digitale Zukunft zu machen. Aus diesem Grunde sollte sie mit gutem Beispiel vorangehen und mit Smartphone-Apps und Online-Werkzeugen arbeiten. Dazu gehört selbstverständlich auch, die Arbeitnehmer über diese Möglichkeiten zu informieren. Bislang setzen deutsche Unternehmen die digitalen Hilfsmittel jedoch viel zu selten ein.

Autor: Oliver Back

Chief Operating Officer (COO) der ROC-Gruppe
Oliver Back

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