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11.03.09Leser-Kommentare

3 Formen des Cloud Computing

Über Cloud Computing berichten wir regelmäßig. Mittlerweile ist Cloud Computing aus der Startup-Welt besonders in Form der Amazon Web Services nicht mehr wegzudenken.

Auf GigaOm wurde versucht, Cloud Computing in drei Erscheinungsformen aufzuteilen.

Die drei Formen:

1. Anmietbare Cloud Hardware (Infrastructure as a Service)

Onlinespeicher und Server können je nach Bedarf einfach erweitert werden. Man zahlt, was man nutzt.

Der bekannteste Vertreter ist Amazon mit seinen Amazon Web Services.

2. Applikation-Entwicklungsumgebungen (Platform as a Service)

Vergleichbar mit Punkt 1 (IaaS) bringen diese Plattformen aber noch eine weitere Schicht mit, auf welcher möglichst einfach Applikationen entwickelt werden können. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten der Infrastruktur ein, bietet aber gleichzeitig eine einfachere Umgebung für auf die entsprechende Plattform zugeschnittene Anwendungen.

Am bekanntesten hier dürfte Googles AppEngine sein. Letztes Jahr hatte Andreas Göldi die AppEngine und Amazons Cloud-Angebot verglichen. Über das Feld Platform as a Service hat Andreas auf netzwertig.com ebenfalls vor einem knappen Jahr ausführlich geschrieben. Das Rennen um die dominante Plattform hier hat gerade erst begonnen. Microsoft beteiligt sich an diesem Rennen seit Oktober letzten Jahres mit Windows Azure.

3. Einzelne Applikationen (Software as a Service)

Das Programm läuft nicht mehr auf dem Desktop. Man nutzt die auf dem Server des Anbieters laufende Anwendung im Browser.

Salesforce.com dürfte hier nicht nur Pionier sondern auch Marktführer im B2B sein. Angebote wie Salesforce, welche die Softwarewelt im Business-to-Business-Bereich auf den Kopf stellt, dürften aufgrund ihrer Kostenstruktur besonders in der aktuellen Krise sehr stark ansteigen.

Aber auch im Konsumentenbereich fängt SaaS vermehrt an, die Softwarewelt zu verändern. Und mit den dadurch möglich gewordenen Netbooks nicht zu letzt auch die Hardware-Welt.

Im GigaOm-Artikel findet man weitere Beispiele und Ausführungen zum Thema.

(Foto: JOHNNIE W@LKER; CC-Lizenz)

Kommentare

  • Andreas Von Gunten

    12.03.09 (17:44:30)

    Ich will ja hier nicht als Kommentarspammer gelten, doch ich denke, der Hinweis auf meinen kürzlich bei Swisscom Dialogue erschienen Artikel zu diesem Thema, könnte die Leserschaft auch interessieren: http://www.dialogue-swisscom.com/2009/02/saas-de/de/ Der Artikel spricht auch das wichtige Thema der multi-tenant Architektur, sowie den Unterschied zum hierzulande leider immer noch gebräuchlichen ASP an, und ist übrigens vor dem GigaOM Beitrag erschienen :-)

  • Felix A.

    12.03.09 (18:06:11)

    Vielleicht ist Cloud Computing auch etwas überhyped. Wenn man sich die aktuellen Preise für Hardware und Traffic anschaut, fragt man sich wirklich, ob ein Angebot wie z.B. Wuala überhaupt einen kritischen Mehrwert schaffen kann? Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass in Zukunft immer mehr Software web-based sein wird.

  • Marcel Weiss

    12.03.09 (20:18:01)

    Danke für den Hinweis auf den Artikel, Andreas!

  • ysamjo

    14.03.09 (14:40:45)

    Ich habe vor kurzem meine Diplomarbeit Bachelor Thesis mit dem Thema "Klassische und neuere Outsourcingmodelle" abgegeben. Der Teil mit dem neueren umfasste dann neben Crowdsourcing auch Cloud Computing. Und das ungefähr genau so wie in dem Artikel von dir. Was habe ich Bibliotheken und das Internet abgesucht bis ich eine für mich auch schlüssige Definition gefunden hatte (alle deutschen Texte zu dem Thema kann man getrost in die Tonne treten). Die Dreiteilung habe ich zum ersten Mal hier gelesen: http://et.cairene.net/2008/07/03/cloud-services-continuum/ Interessant (und mit noch mehr buzzwords bestückt) ist auch diese Karte: http://blogs.southworks.net/mwoloski/2008/07/10/saas-taxonomy-map/

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