<< Themensammlung Software as a Service

SaaS - Rechtliche Rahmenbedingungen und Preismodelle

Rechtliche Rahmenbedingungen

Obwohl der Begriff "as a Service" als Dienstleistung verstanden werden kann, wird das Rechtverhältnis in Anlehnung an das ASP-Modell als Mietverhältnis definiert. Die Probleme, die sich in SaaS-Verträgen ergeben, sind zum einen die Regelungen zur Verfügbarkeit und Wartung des Systems und zum anderen der Datenschutz.



Rein technisch ist es nicht möglich, ein System ständig verfügbar zu halten. Da das Mietrecht nun aber ständige Verfügbarkeit vorschreibt, werden durch Service Level Agreements (SLA)-Klauseln in das Vertragswerk aufgenommen, die eindeutige Angaben für den Kunden enthalten, wann und wie lange das System nicht funktionsfähig ist bzw. gewartet wird. Ähnlich verhält es sich mit Reaktionszeiten auf Systemfehler, die durch den Betreiber verschuldet wurden.

Service Level Agreements sind Bestandteile von Dienstleistungsverträgen, durch welche Standard-Verträge individuell angepasst werden können. SLV regeln, wie regelmäßige Dienstleistungen zu erbringen sind.

Der zweite Aspekt, der Datenschutz, wird in Deutschland immer noch als Hindernis für die Verwendung von SaaS gesehen. Bei der Nutzung von SaaS müssen Anwender in den meisten Fällen interne Daten bei dem Anbieter einlagern bzw. speichern. Normalerweise wird dafür die Einwilligung des Nutzers erbeten. In dieser Einwilligung werden die Verwendung und die Zweckbestimmung der Daten eindeutig beschrieben. Die Anbieter sind dazu verpflichtet, entsprechende technische Maßnahmen für den Schutz der Daten zu gewährleisten und die Daten von verschiedenen Kunden strikt zu trennen. Nach deutschem Wirtschaftsaufsichtsrecht sind die Unternehmen auf der anderen Seite verpflichtet, die Einhaltung durch den Anbieter zu überwachen.

Problematisch wird die rechtliche Stellung von SaaS Verträgen erst, wenn internationale Kooperationen zustande kommen. Standorte von Anbietern und Anwendern können entscheidend für die rechtliche Lage sein.

Preismodelle

Da die Wartung und der Betrieb der Software im Verantwortungsbereich des Anbieters liegen, können die Anwender flexible Preismodelle erwarten, die sich an ihre Anforderungen richten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen nutzungsabhängigen und nutzungsunabhängigen Modellen sowie Einmalzahlungen und regelmäßigen Zahlungen. Üblich ist eine Mischform aus verschiedenen Modellen.

Die Parameter für die Bemessung des Preises sind die Kosten des Anbieters für die Bereitstellung der Software sowie der Grad der Nutzung der Software. Bei nutzungsabhängigen Modellen wird pro Zeiteinheit oder Transaktion der tatsächlichen Nutzung abgerechnet, bei nutzungs-unabhängigen Modellen wird ein Nutzungspotenzial berechnet, das pauschal abgerechnet wird.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer