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"Internet of Things“"

Das "Internet of Things"

Wir Menschen rücken durch das Internet immer näher zusammen. Doch nicht nur untereinander vernetzen wir uns – auch alltägliche Gegenstände fangen mit Hilfe intelligenter Technologien an, mit uns über das Netz zu kommunizieren.



Damit man Dinge fürs Web erfassbar macht und somit eine Kommunikation zwischen leblosem Gegenstand und dem Menschen herstellen kann, ist es nötig, sie zu identifizieren. Auf vielen Plakaten bereits finden sich beispielsweise QR-Codes. Diese im Quadrat angeordneten Pixelchen enthalten Informationen, die ein Smartphone oder ein Computer auslesen kann – so ist es beispielsweise möglich, Werbung mit bestimmten Landing-Pages zu verknüpfen. Eingebaute Chips können von Lesegeräten eindeutig erkannt und die verknüpften Informationen weiterverarbeitet werden. So verkauft ein französisches Start-up namens Violet ein RFID-Lesegerät und dazugehörige RFID-Chips. Diese können nun an Gegenstände geklebt werden und Anwendungen im Computer auslösen.

Gängige Technologien

Zum Zwecke der Informationsspeicherung und Identifizierung haben sich zahlreiche Technologien herausgebildet. Hier einige davon:

Strichcode/Barcode
Diese Streifen, die man an jedem Produkt im Supermarkt findet, galten früher nur zur Identifizierung der Ware an der Kasse. Clevere Gründer können dieses System aber Zweckentfremden und Profit daraus schlagen. Das Berliner Start-up barcoo etwa entwickelte eine Smartphone-Anwendung, mit der Allergiker im Supermarkt die Ware bereits im Regal scannen können und in einer Datenbank auf Allergene überprüfen. Auch Preis- und Qualitätsvergleiche werden auf diese Weise möglich.

QR-Code
Ein Aufkleber mit einem QR-Code gehört heute zur gängigsten Markierung von Gegenständen und Orten. Auf Plakaten, Anzeigen, vor Bars oder auf Verpackungen – diese kleinen Pixelquadrate verschlüsseln meist Internetadressen, die zu entsprechenden Webangeboten führen. Ein britisches Start-up macht sich diese Technologie zu nutze, um holografische Augmented Reality-Bilder in die Smartphone-Kamera einzublenden. Es existiert sogar schon ein Framework, entwickelt von einem französichen Start-up namens joshfire, mit dessen Hilfe sich "Internet-of-Things"-Anwendungen komfortabel programmieren lassen.

RFID
Diese Nahbereichs-Transponder wurden entwickelt, um den Warenverkehr zu automatisieren. In winzigen Aufklebern werden Transponderchips und-Antenne untergebracht, die auf eine Magnetfeld-Induktion hin eine minimale Elektrizität entwickeln, um ein Identifizierungs-Signal zu senden. Die meisten von uns kennen diese Technologie aber eher aus dem Warenhaus, wo RFID-Etiketten für Diebstahlsicherung sorgen. Moderne Smartphones werden aber zusehends ebenfalls mit einer Sende-/Empfangs-Anlage für Nahbereichs-Kommunikation ausgestattet. Die Möglichkeiten, die sich hier bieten, sind schier unerschöpflich.

IR
Image Recognition - also Bilderkennungs-Software kann die meisten Gegenstände an ihrer Silhouette erkennen. Google bietet beispielsweise den Dienst Google Goggles an, der Gegenstände, Schrift, Gebäude und noch vieles mehr identifiziert, indem man einfach ein Foto davon schießt. Noch ist die Technologie nicht ausgereift, doch alsbald könnten viele andere Technologien durch diese Lösung obsolet werden. In den Bereich IR fällt übrigens auch OCR. Diese Schrifterkennungs-Software funktioniert so gut, dass viele Gegenstände bereits an ihrer Beschriftung identifiziert werden können.

Weitere Technologien
Identifikation kann mit nahezu jeder Sensorik durchgeführt werden. Ein Mikrofon im Handy reicht, um mittels der App Shazam jegliche Lieder, die gerade laufen, identifizieren zu können. Mittels Bluetooth- und IR-Kommunikation lassen sich damit ausgerüstete Geräte orten. Vor allem WLAN kommt heute zum Einsatz, um Smartphones, bzw. deren Nutzer zu erfassen. GPS-Koordinaten markieren Orte ebenfalls sehr präzise.

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