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Geofencing

Geofencing

Der gute alte Maschendrahtzaun hat heutzutage ausgedient – der moderne Zaun existiert nämlich allein digital. Mittels GPS und anderer Technologien können Gebiete heutzutage elektronisch abgesteckt werden - die Anwendungsfelder sind mannigfaltig.



Wozu dient eigentlich Geofencing (zu deutsch etwa: GPS-Einzäunung)? - Die Frage ist durchaus berechtigt – doch einige Gründer kamen da schon auf ziemlich gute Antworten darauf gefunden. Was etwa, wenn man um ein Geschäft mit einer betimmeten GPS Koordinate einen Kreis von 30 Metern zieht und allen, die sich in diesem Kreis befinden eine Nachricht auf ihr Smartphone schickt, in der aktuelle Angebote angepriesen werden? Es geht aber auch noch genauer: In einem Elektronik-Fachmarkt etwa kann in einem Umkreis von etwa 2 Metern darauf hingewiesen werden, dass mit dem Kauf eines BlueRay-Players 3 Gratisfilme oben erwoben werden. Ein US-Start-up namens fivemiles konzipierte eine Smartphone App, mit deren Hilfe man Kleinanzeigen und Nachrichten aus seiner Nachbarschaft empfängt – immer im Fünf-Meilen-Radius um das entsprechende Endgerät herum – voià: ein Geo-Fence.

Die Technologien

GPS
GPS eignet sich für grobe Ortsbestimmungen, überall da, wo es auf 5 Meter nicht ankommt. Es lassen sich beliebige Formen um eine GPS Koordinate ziehen – Dreiecke, Kreise, Rechtecke, Vielecke – je nach dem, welches Gebiet abgesteckt werden soll. Geeignete Software löst bei empfangsbereiten Endgeräten Nachrichten aus.

Bluetooth
Etwa um 2007 herum wurde auch das Bluetooth-Marketing in Deutschland aktuell. Jedes Handy mit eingeschaltetem Bluetooth-Empfänger empfängt automatisch eine Nachricht um einen bestimmten Hotspot herum. So lassen sich interaktive Plakate und POS-Maßnahmen realisieren.

WLAN
Der neueste Schrei ist das Geofencing mit WLAN. Durch Triangulierung lassen sich erstaunlich präzise Ortsbestimmungen vornehmen. Und da moderne Handheld-Geräte mit einem WLAN-Empfänger ausgerüstet sind, werden entsprechende Marketing-Aktionen innerhalb von Gebäuden – ja sogar Regalreihen möglich. Ein anderer Anwendungsfall findet sich in elektronischen Leitsystemen, die Besuchern eines fremden Gebäudes präzise den Weg weisen.

NFC
Die so genannte Near Field Communication steckt im Smartphonebereich noch in den Kinderschuhen, doch moderne Endgeräte besitzen diese Chips, die wie aus dem Bereich RFID bekannt, Transponder-Signale auslösen können und so die aktive Kommunikation mit Gegenständen ermöglichen.

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