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Apps

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Apple sorgte dafür, dass mit seinen High-Tech-Produkten auch eine Vielzahl von Apps – also Anwendungen für den Benutzer zugänglich wurden. Heute stellen diese kleinen Programme eine lukrative Einnahmequelle für Gründer und eine Möglichkeit medialer Durchdringung seitens etablierter Unternehmen dar.

Der Name "Apps" – kurz für "Applications" also Anwendungen, drückt genau das aus, worum es sich hier handelt: Verkürzte Anwendungen. Ihren Ursprung haben die Apps sicherlich in Apples Betriebssystem, das komplexe Programme nicht wie bei Windows in komplexen Orderstrukturen unterbrachte, sondern sie hinter einem simplen, anwenderfreundlichen Icon versteckte. Doch ihren Durchbruch erlangten die Apps freilich mit den mobilen Endgeräten – anfänglich über Java-Progrämmchen für Handys, so genannte "Jars", danach als weit hübscher und anwenderfreundlicher programmierte Anwendungen für Smartphones und Tablets. Der neueste Schrei sind Apps für Betriebssysteme und Browser, so wie man sie für Apple-Rechner und den Chrome-Browser kennt.


Was Apps im Gegensatz zu regulären Anwendungen immer gemeinsam haben, ist die Beschränkung auf nur eine einzige Funktion. Werden Apps zu komplex, werden Sie meist vom Benutzer nicht mehr angenommen. Mit wenigen Klicks muss die App aktivierbar sein, zudem sollte sie gut mit dem Betriebssystem des Endgeräts kooperieren. Wer allerdings glaubt, dass gute Apps wegen Ihrer Einfachheit auch einfach zu entwickeln wären, der wird oftmals enttäuscht. In vielen Fällen, greifen die Mini-Anwendungen nämlich auf komplexere serverseitige Anwendungen zurück und funktionieren nur, wenn die App Zugriff aufs Web hat.

Apps und Plattformen

Apple iOS – Apple hat für App-Entwickler ganz besonders hohe Hürden gesetzt. Zum einen will das Unternehmen an verkauften Apps stets einen Anteil von 30% des Verkaufspreises abbekommen, zum anderen gibt es strenge Regularien, was die grafische Benutzeroberfläche der App anbelangt. Des Weiteren erlaubt Apple nicht alle Inhalte – mit Erotik sowie Apple-kritischen Programmen wird man es schwer haben, seine App in Apples App-Store zu bringen. Entwickler müssen ebenfalls Ihre Anwendung in der iOS-konformen Sprache Objective C programmieren.

Google Android – Anders als Apple setzt Google nicht auf Anteile an den App-Umsätzen, sondern profitiert von den Werbeeinnahmen, die diese Apps generieren. Android-Apps müssen keinen grafischen und inhaltlichen Anforderungen genügen – allein verbotete oder rechtswidrige Inhalte haben hier keine Chance. Android-Apps werden in der geläufigen Programmiersprache Java entwickelt. Android-Apps müssen nicht über den Android-Market – den offiziellen Vertriebskanal für Android-Geräte – verkauft werden.

Windows Mobile – Nach der Bekanntgabe der Kooperation zwischen Microsoft und Nokia, ist eine verbesserte Ausgangslage gegeben, vor allem auf Tablets dürfte das Betriebssystem punkten, da diese oft als Ergänzung zum heimischen Computer herhalten – und diese laufen nun zumeist nun einmal auf Windows. Die Programmierumgebung für Windows Mobile ist das Visual Studio. Mit dem .NET-Framework können die Anwendungen entwickelt und getestet werden.

WebOS – Die Zukunft dieses mobilen Betriebssystems steht gerade auf der Kippe – nachdem das HP-Tablet nicht den Erfolg gebracht hatte, den sich das Unternehmen versprochen hatte und zum Schleuderpreis über die Theke ging. Von Experten zwar gelobt – aber beim Kunden durchgefallen, wartet das Betriebssystem auf einen potenten Käufer oder auf das Vergessen.

Alternativen zu Apps

Da App-Entwicklung oft nicht ohne viel Aufwand und Sachkenntnis zu bewerkstelligen ist, können auch fürs Endgerät optimierte Web-Applikationen Apps ersetzen. Hierbei kann man allerdings nicht auf gerätespezifische Funktionen wie GPS oder das Adressbuch zugreifen – somit ist die Funktionalität einer Web-App eingeschränkt.

App-Vertrieb

Wer Apps vertreiben möchte, der sollte sich mit den Gepflogenheiten der App-Stores vertraut machen. Vor allem Apps, die in den oberen Rängen der Verkaufscharts auftauchen haben auch eine gute Chance, sich beim Publikum durchzusetzen. Oftmals wird deshalb eine Gratis-App herausgegeben, die den Benutzer mit dem Angebot vertraut und ihm das Potential der Vollversion schmackhaft macht. Gratis-Apps haben freilich eine bessere Chance sich durchzusetzen als Bezahl-Apps. Eine weitere Hürde ist die Benutzeroberfläche der Apps – jeder Entwickler sollte deshalb einen Spezialisten für GUI (Graphic User Interfaces) im Team haben, denn nur was auch gut bedienbar ist, wird weiterempfohlen. Als dritte Hürde für den App-Vertrieb steht die User-Bewertung im Vordergrund. App-Entwickler sollten ihre Nutzer dazu anhalten, die App zu bewerten – denn mit einer guten Bewertung hat man auch gute Chancen, weit oben im App-Store aufzutauchen. Anreize können durch kleine Vergünstigungen geschaffen werden. Auch Erinnerungs-Popups haben sich hier als nützlich erwiesen.

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